Donnerstag, 28. Januar 2010

BelichtungsZeit


Beim Begriff Belichtungszeit denken die meisten erst mal an den technischen Terminus (Verschlusszeit, oder auch Einstellung des Zeitwertes, der für die korrekte Belichtung eines Fotomotivs notwendig ist). Stimmt ja auch.
Doch um diese Zeit geht es hier ausnahmsweise nicht. Das große Z in der Mitte des Wortes ist kein Tippfehler, sondern ein versteckter Hinweis auf das, was beim Fotografieren so unendlich wichtig ist: Die Zeit.


Fotografieren ist ein schönes, kreatives Hobby. Wir können Bilder machen, und das geht ziemlich flott vonstatten. Vergleicht man die Zeit, die ein Fotograf benötigt, um ein Foto zu schießen, mit dem Zeitaufwand, den ein Maler braucht, um ein Bild zu malen, wird klar, warum heutzutage viele kreativ veranlagte Menschen lieber zum Fotoapparat greifen, als zum Pinsel. In dieser Schnelligkeit liegt ein enormer Reiz, aber gleichzeitig auch eine Gefahr: wir nehmen uns zum Fotografieren oft viel zu wenig Zeit.


Zeit zum Fotografieren

Wenn wir uns den Luxus gönnen, und ein Motiv mehrmals fotografieren, oder erst einmal lange herum probieren, bis wir den günstigsten Standort, die interessanteste Perspektive, die richtige Brennweite, den idealen Fokuspunkt gefunden haben, werden die Bilder besser.Aber natürlich gibt es auch den anderen Aspekt:

Zur richtigen Zeit da sein, um auf den Auslöser zu drücken.

Manchmal erscheint ein Bildmotiv nur für einen ganz kurzen Moment, dann ist es wieder fort. Das Einfangen dieses flüchtigen Augenblicks ist das Besondere an der Fotografie. Damit diese schnellen Bilder gelingen, muss der Fotograf/die Fotografin ihre Ausrüstung gut kennen und die nötigen Einstellungen sehr schnell finden. Wer schon sehr lange fotografiert, kann schnell(er) fotografieren als ein Anfänger. Deshalb ist es umso wichtiger, sich die Zeit zu gönnen, die man braucht, um die nötigen Erfahrungen zu sammeln.





Das hier gezeigte Bildmotiv ist eines dieser "schnellen" Fotos. Während es draußen dunkler wurde, leuchtete auf einmal die Scheibe des Mondes am Himmel. Sie wurde nur für einen Augenblick sichtbar, weil der kräftige Wind die Wolken am Himmel entlang schob, und der Mond immer wieder komplett dahinter verschwand. Ohne die kahlen Äste der Birken würde dieses Bild nicht wirken, sie mussten also mit in den Rahmen. Das Motiv funktioniert also nur so lange, wie sich der Mond in Reichweite der Bäume befindet. Ausserdem wird er (noch) kleiner, wenn er steigt, und die Farbe des Bildes verändert sich ebenfalls mit der abnehmenden Tageshelligkeit. Gut, wenn die Kamera griffbereit am Schreibtisch liegt...

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