Montag, 20. September 2010

Subjektives Erleben


Der Wein im Urlaub schmeckt immer besser, als die gleiche Sorte zu Hause...
Das Erlebnis kennt wohl jeder, und mit den Fotos ist es oft nicht anders. Das subjektive Erleben vor Ort lässt sich nicht ins zweidimensionale Foto übertragen, manchmal nicht einmal annähernd.

Bei dieser Aufnahme war die Diskrepanz für mich besonders frappierend, zumal ich das Bildergebnis vor Ort sehen, und mit dem vergleichen konnte, was meine Augen gesehen hatten: während ich mich am isländischen Skogafoss auf den Wasserfall zu bewegte, war ich eingehüllt von feinsten Wassertröpfchen. Die Vormittagssonne wurde tausendfach gebrochen, es entstanden Regenbögen, die nicht nur mitwanderten, sondern mich sogar umschlossen.
Wer schon mal unter einem Regenbogen durch laufen wollte, wird verstehen, dass man mit einer Kamera in der Hand natürlich versuchen wird, den Moment festzuhalten, in dem man mitten in einem Regenbogen steht.

Aber... was war auf dem Foto zu sehen? Ein, zugegeben netter, Halbkreis aus Licht vor mir, darüber noch angedeutet ein zweiter. Würden Sie mir glauben, wenn ich Ihnen sage: es waren drei Regenbögen und einer war um mich herum? Nein, Sie würden mich für eine esoterische Spinnerin halten, denn die Kamera ist unbestechlich. Oder vielleicht doch nicht?

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