
Die 1/125 sek bei f8 können nicht stimmen, denn wie könnte ich als Fotografin im Bruchteil einer Sekunde die Kamera schwenken, und dabei so lange und ausführliche Lichtspuren auf dem Foto hinterlassen?
Die korrekten Aufnahmedaten lauten:
2 Sekunden (!!) bei f11,
ISO 100 und 50 mm ist korrekt.
An der Kamera war die Zeitvorwahl eingeschaltet (Tv/S) und die Zeit auf 2" eingestellt.
Der aufgesteckte Kompaktblitz oder ein Kamerablitz kann bei dieser Einstellung im Automatikmodus gezündet werden. Zunächst entsteht beim Blitzen das "Haupt"-Bild, in diesem Fall das Motiv vom sitzenden Buddha. Nach Auslösen des Blitzes, der eine extrem kurze Leuchtdauer hat, bleibt der Verschluss bei Einstellung auf 2 Sekunden Belichtungszeit noch eine ganze Weile offen. In dieser Zeit kann die Kamera geschwenkt werden, um Lichtspuren hinzu zu fügen.
Bei diesem Foto richtete ich die Kamera nach dem Blitzen auf eine (eingeschaltete) weiße Lichterkette. Die Kamera wird während der zwei Sekunden Belichtungszeit immer so, gedreht und geschwenkt, dass die Lichtquelle, die die Lichtspur erzeugen soll, im Blickfeld bleibt. Je nachdem, wie man die Kamera bewegt, und wie die Lichtquelle(n) beschaffen sind, verlaufen später die Lichtspuren über dem urspünglich fotografierten Motiv. Kleine Lämpchen oder Neonschriftzüge eignen sich besser als eine große einzelne Lichtquelle.
Wird das Foto insgesamt zu hell: Belichtungszeit verkürzen, Raumbeleuchtung verringern, ISO reduzieren oder Abstand zur Lichtquelle verringern.
Viel Spaß beim Experimentieren!
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