Montag, 18. Oktober 2010

Genial oder gefährlich?

Ich war tief erschüttert, als ich neulich aus einem Rundbrief erfuhr, dass man jetzt auch Nikon-Kaffeebecher kaufen könne, die einem Original-Nikon-Objektiv täuschend ähnlich sähen. Dinge, die die Welt nicht braucht, dachte ich. Und wurde flugs von einem Nikon-Kollegen aufgeklärt, dass es von Canon längst so ein Kaffeebecher-Modell gibt!

Und tatsächlich: Google beförderte mich auf die Seiten von Günther Dirks, der sich diesen Becher sofort besorgt und auch fotografiert hatte (herzlichen Dank für die Bilder!):


Ich muss zugeben: das hat mich nun doch beeindruckt.

Aber dann kamen diese dummen, rationalen Bedenken, die ich zu neutralisieren versuchte, indem ich mir einredete: Ja, ich wollte meinen Kaffee immer schon aus einem schlecht zu reinigenden Plastikbecher trinken, und meine zarten Lippen stören sich bestimmt nicht am kruschtelig geriffelten Becherrand. Bei den geringen Mengen verkonsumierten Milchkaffees dürfte es auch nur eine untergeordnete Rolle spielen, ob der Becher irgendwelche Weichmacher enthält, von denen ich die Krätze bekomme. Alles egal.

Die wichtigste Sorge, die ich habe, möchte ich aber an dieser Stelle mit allen fotografierenden Vätern und Müttern teilen:

Liebe Eltern! Wenn ihr euch den Kaffee aus einem so täuschend echten Objektivbecher gönnt, dann passt auf, dass eure Kleinen das nicht missverstehen. Sonst könnte es passieren, dass der kleine Kevin und die niedliche Chantal, irgendwann, in einem unbeobachteten Moment, euer Verhalten nachahmen. Ich versuche mir vorzustellen, was durch den Kopf eines Fotografen schießt, wenn sein Nachwuchs den Kaffee übers bzw. ins echte Objektiv schüttet.
Dieser Kaffee wird dann der vermutlich teuerste des FotografInnenlebens ;-)

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