Dienstag, 24. Juli 2012

Der erste Münchner Fotomarathon

Am vergangenen Samstag war es endlich so weit: Nach über acht Monaten intensiver Vorbereitung fand der erste Münchner Fotomarathon statt! Das Fazit gleich vorneweg: es war eine rundum gelungene und super organisierte Veranstaltung, die nach Wiederholung schreit. 

Das Kernteam war frühzeitig am Veranstaltungsort, um die letzten Vorbereitungen zu treffen und die zusätzlich organisierten Helfer einzuweisen. Um 9:30 Uhr öffneten sich die Türen und die über 300 registrierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich ihre Startnummern und das Startpaket abholen. Dann hieß es erst mal warten, denn um die Chancengleichheit zu gewähren, gibt es die Aufgaben eines Fotomarathons erst, wenn alle da sind. Es war kühl, aber die Sonne ließ sich zwischendurch schon mal blicken. So verging die Zeit bis zum offiziellen Startschuss um 11 Uhr wie im Flug: man traf alte Bekannte oder konnte neue Kontakte knüpfen. Manche hatten Freund/in oder Ehepartner/in als Motivator oder Helfer dabei, andere brachten auch ein Fotomodell mit, natürlich ganz offiziell mit Modellvertrag...

Nach einer kurzen und knackigen Ansprache durch Arndt Müller (Fotomarathon-Team) und einer inspirierenden Rede des Fotokünstlers Michael von Hassel (Schirmherr) wurden die Zettel mit den ersten sechs Aufgaben verteilt. Unter dem Motto "Am Rande des Lichts" sollten folgende Themen umgesetzt werden:

Mittwoch, 4. Juli 2012

TV-Tipps Juli 2012


Die neue Liste mit Fernsehsendungen rund um die Fotografie steht wieder zum Herunterladen bereit. Wie immer: herzlichen Dank an den Service von www.kunstlinks.de

Freitag, 29. Juni 2012

Sehenswürdigkeiten fotografieren

Größe ist eine Frage des Blick(Bild)winkels


Südengland lautete das Reiseziel in diesem Sommer, und als Tourist kommt man an Stonehenge natürlich nicht vorbei. Die geschätzt 5000 Jahre alte Ansammlung von Steinen ist Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Man kann sich eine Menge Theorien zu Gemüte führen, wieso der Steinkreis errichtet und wozu er benutzt wurde. So ganz genau weiß man das aber nie, denn die emsigen Archäologen finden immer wieder neue Erklärungen.

Die meisten Besucher sind fürchterlich enttäuscht, wenn sie vor den Steinen stehen. Da hat man die sagenhaften Sonnenaufgangsbilder von riesengroß erscheinenden Menhiren im Hinterkopf, mystisches Licht müsste man dazu haben, und überhaupt sollte man in Stonehenge ganz alleine sein... Tatsache ist jedoch, dass Hunderte von Menschen den Steinkreis umrunden, sich einen Audioguide ans Ohr halten und mit der anderen Hand Fotos machen. Schrecklich?

Mittwoch, 6. Juni 2012

TV-Tipps Juni 2012


Soeben frisch eingetroffen: die Foto-Fernsehtipps für Juni. Auf den öffentlich-rechtlichen Kanälen gibt es bis zum 7. Juli drei Sendungen über Fotografie. Besonders interessant erscheint mir eine, die auf Anixe HD läuft, und daher leider nicht für jeden zugänglich ist.

Wenn jemand einen Tipp hat, wie man als Normal Sterblicher trotzdem in die entsprechende Röhre gucken kann, freue ich mich über sachdienliche Hinweise (bitte Kommentarfunktion benutzen).

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Montag, 2. Juli 2012 - 14.30 - 15.00 Anixe HD
Gesammeltes Wissen - Fotografie des 20. Jahrhunderts
Collective Intelligence - 20th Century Photography, Dokumentation, USA, 2009
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte und alleine in den USA entstehen täglich rund vier Milliarden Bilder. Fast jeder hatte schon einmal eine Kamera in der Hand und manchmal werden Bilder zu Kunstwerken. Beim Sammeln von Fotografien ist es jedoch wichtig, einige Dinge zu berücksichtigen. Das Team von "Gesammeltes Wissen" hat diesbezüglich bei Sammlern, Experten und Insidern nachgefragt.
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Die komplette Liste gibt es zum Herunterladen, natürlich wie immer mit einem dicken Dankeschön an www.kunstlinks.de

Dienstag, 5. Juni 2012

Kenn ich schon...

Ein Professor wanderte weit in die Berge, um einen berühmten Zen-Mönch zu besuchen. Als der Professor ihn gefunden hatte, stellte er sich höflich vor, nannte alle seine akademischen Titel und bat um Belehrung. 
'Möchten Sie Tee?' fragte der Mönch. 
'Ja, gern', sagte der Professor. 
Der alte Mönch schenkte Tee ein. Die Tasse war voll, aber der Mönch schenkte weiter ein, bis der Tee überfloß und über den Tisch auf den Boden tropfte. 'Genug! rief der Professor. 'Sehen Sie nicht, daß die Tasse schon voll ist? Es geht nichts mehr hinein.'
Der Mönch antwortete: 'Genau wie diese Tasse sind auch Sie voll von Ihrem Wissen und Ihren Vorurteilen. Um Neues zu lernen, müssen Sie erst Ihre Tasse leeren.'


Vielleicht kennen Sie diese Geschichte schon, und wenn nicht, dann fragen Sie sich vielleicht, was sie in einem Blog über Fotografie zu suchen hat. Nun ja, mit dem Fotografieren(Lernen) ist es ganz ähnlich.


Ich unterrichte selbst, aber ich besuche trotzdem immer wieder Workshops und Fortbildungen. Manchmal werde ich danach gefragt, ob sich der Kurs (die Zeit, das Geld) für mich denn eigentlich gelohnt hätte. Natürlich antworte ich oft, dass ich das Meiste schon mal gehört habe. Trotzdem gibt es für mich immer etwas zu entdecken. Manchmal sind es Kleinigkeiten, aber wenn Sie wüssten, dass Sie in einem Kübel Sand ein Stück Gold finden werden, würden Sie nicht auch danach suchen?

Mittwoch, 30. Mai 2012

Farbe oder Schwarzweiß?

Wie erkennt man ein gutes Schwarzweiß-Motiv?

Wie würden Sie diese Frage beantworten, wenn Sie bereits ein begnadeter Schwarzweiß-Fotograf sind?

Eindeutig besser in Farbe!



Meine eigene Wahrnehmung orientiert sich bisher sehr stark an der Farbigkeit eines Motivs. Ich drücke besonders gerne auf den Auslöser, wenn ich von Farben angezogen werde. Fehlen sie im Bild, gefällt mir das Ergebnis nicht, also lösche ich die Fotos. Es fällt mir ungemein schwer, mir eine Landschaft oder ein Naturmotiv in Schwarzweiß vorzustellen, darum fotografiere ich weiterhin alles nur in Farbe. Auf diese Weise sammle ich aber keine neuen Erfahrungen, und bleibe gerne bei dem, was ich gut kann. Damit verschenke aber ich eine Menge Entwicklungspotenzial, und das kann ja wohl nicht sein. 😊

Bei Porträts oder Architekturaufnahmen ist meine Vorstellungskraft deutlich größer, da habe ich auch schon erste Erfahrungen mit S/W-Umsetzungen gesammelt. Darum vermute ich, dass der Blick für Schwarzweiß eine Frage der Übung ist.

Vielleicht geht es Ihnen ähnlich?

Montag, 21. Mai 2012

Wundersamer Zoom-Effekt

Mir fällt immer wieder auf, dass viele Besitzer von "kleinen Knipskisten" (Kompaktkameras) ihre Fotoapparate nur einschalten und dann sofort los fotografieren. Gezoomt wird immer nur, wenn ein entferntes Objekt als Hauptmotiv fotografiert werden soll. Dass man mit dem Zoom aber auch dramatische Effekte erzielen kann, wissen viele Hobbyfotografen gar nicht oder sie denken nicht oft genug daran.


Hoppla, wo kommt denn die Kirche auf einmal her?

Das linke Foto ist aus geringer Entfernung mit der Standard-Weitwinkelstellung aufgenommen worden. Geht man ein paar Schritte zurück und fotografiert das gleiche Motiv mit der maximalen Zoomstellung, verändert sich nicht nur die Form des runden Hinweisschilds: das Gebäude im Hintergrund wird auf einmal riesengroß. Die Kirche, die man im linken Bild fast gar nicht sieht, ist im zweiten Bild deutlich zu erkennen. Zudem verschwinden die störenden Elemente im Vordergrund!

Das funktioniert mit großen Kameras natürlich auch.
Also: lieber öfter mal zoomen!

Mittwoch, 2. Mai 2012

Endlich da... und schon wieder alle weg


Was lange währt, wird endlich gut:
Das neue Buch ist raus!


Fotografieren lernt man nur durch Fotografieren, darum heißt das Buch auch genau so. Es enthält viele Übungen und Projektvorschläge für Fotobegeisterte, die nach Inspirationen und konkreten Aufgabenstellungen suchen. Es eignet sich aber auch für Einsteiger, die das Fotografieren nicht von der technischen Seite her angehen, sondern durch praktische Übungen lernen und erfahren wollen. 



Viele Übungen lassen sich auch mit einfachen Kameras bewältigen, aber es gibt Entwicklungspotenzial nach oben (u.a. beim entfesselten Blitzen). Im Einstiegskapitel werden die allerwichtigsten Grundlagenthemen kurz erklärt.

Warnhinweis: Es ist kein Buch für "Tekkies", die sich für Kameratechnik interessieren. Bildbearbeitungstipps gibt es auch nur sehr spärlich, denn es geht ums Fotografieren, also ums Tun.

Mittwoch, 11. April 2012

TV-Tipps Fotografie, April/Mai 2012


Die Fernsehtipps von kunstlinks.de sind da. Diesmal ist die Liste so kurz, dass sich ein PDF nicht lohnt, deshalb gibt es sie gleich hier im im Blog:

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Montag, 16. April 2012 - 11.45 - 12.00 BR alpha
Dienstag, 17. April 2012 - 8.15 - 8.30 BR alpha
Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik: Die Fotografie von Louis Daguerre

Dienstag, 8. Mai 2012 - 22.05 - 22.48 MDR
Schnappschüsse vom Krieg: Tony Vaccaro - Der Soldat mit der Kamera
Dokumentarfilm, Deutschland, 2000
"Die Fotokamera hat mir geholfen, diesen Krieg zu überleben. Ich wollte diese Hölle festhalten, weil ich dachte, das glaubt uns später niemand, wie grauenhaft es war. So rannte ich oft schneller, versuchte mich noch besser vor den Kugeln der Deutschen zu schützen und trotzdem gleichzeitig alles zu sehen."



Dienstag, 10. April 2012

Das ist krass: Lichtfeldkamera von Lytro


Das Spiel mit der Schärfe
gehört zum Repertoire
jedes geübten Fotografen...

Obwohl es im Bereich der Digitalfotografie ständig technische Weiterentwicklungen gibt, kommt es nicht so wahnsinnig oft vor, dass ich darüber im Blog berichte. Das liegt daran, dass es in Sachen Kameratechnik weitaus kompetentere Blogger gibt, und das wiederum liegt daran, dass die Technik für mich eher ein Mittel zum Zweck ist. Um interessante oder emotional bewegende Fotos zu machen, muss man definitiv nicht über jedes in der Kamera verbaute Einzelteil Bescheid wissen. Aber die technische Neuerung, um die es heute geht, ist so revolutionär und praxisrelevant, dass sie auch mich elektrisiert.