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Samstag, 24. September 2022

Action, bitte....!

45 mm | 1/120 s | f1,6 |  ISO 50 - Smartphone

 

Wie man sich doch irren kann: Da hatte ich steif und fest behauptet, dass mein Smartie keine Serienbildfunktion hätte. Wenn ich es behandelt hätte wie eine "richtige" Kamera, hätte ich erst mal die Bedienungsanleitung gelesen. Aber in meiner überdimensionalen Voreingenommenheit dachte ich, dass sich das entweder gar nicht lohnt, weil ich mich eh so super gut auskenne, oder dass es gar keine gute Anleitung für dieses Ding gibt. Das ist ja nur ein Handy, und das kann eh nix. Vollpfosten. Die Entdeckung der Serienbildfunktion war reiner Zufall. Und um genau zu sein: Nicht ich habe die Funktion gefunden, sondern meine 84jährige Mutter! 

Freitag, 17. September 2021

Skurrilitäten des Alltags

Das Foto von den scheppsen Zeitungsstapeln wollte ich eigentlich schon im Artikel Foto-grafisches zeigen, aber dieses Motiv ist mehr als eine grafische Spielerei. Unser Gehirn sieht gerne Formen, auch dort, wo eigentlich gar keine sind. Das gilt insbesondere für Gesichter. Hier habe ich an einen Schuh gedacht, aber diesen Schuh müssen Sie sich nicht anziehen. Das Motiv passt in meine #Minimalismus-Sammlung und hat die Schlagwörter #Formen #Linien #Strukturen #Bildaufteilung #monochrom #Licht&Schatten bekommen. Wie so oft ist es mit dem Smartphone im Automatikmodus aufgenommen. 

Solche Motive muss man erst mal finden, es gibt sie nicht wie den sprichwörtlichen Sand am Meer. Viele skurrile Schnappschüsse sind fotografisch weniger aufregend, aber ich finde sie inhaltlich wertvoll, weil sie mich zum Schmunzeln bringen. Haben Sie Lust auf eine neue Episode des "Ratgebers für seltsame Alltagssituationen?"

Dienstag, 7. September 2021

Humbug

 

Ein Bild sagt mehr als hundertvierzigtausend Worte, titelt der Newsletter-Betreff der Münchner vhs, der gerade in meinem Posteingang gelandet ist. Wissen Sie, wie lange es dauert, bis Sie hundertvierzigtausend Worte gelesen haben? Das entspricht einem Buch mit etwa 450 Normseiten. Wenn Bilder wirklich so viel quatschen, wieso schauen wir sie dann nur ein paar Sekunden lang an? Und: Haben wir dann wirklich alles verstanden, was sie uns so beredt erzählen wollten? Ich habe da so meine Zweifel. Schon der große Weise Loriot wusste, wie schnell man sich mit Sprache vertüddeln kann. Bei der Bildsprache gilt das erst recht.

Der vhs-Newsletter drehte sich nicht um Fotografie, sondern um Bildende Kunst. Da wird mehr mit Symbolen gearbeitet als in der klassischen Fotoszene oder bei Instagram. Für ein Bild von Hieronymus Bosch oder Salvador Dalí mag das mit den hundertvierzigtausend Worten hinkommen. Aber selbst wenn ein Bild mehr als tausend Worte sagt, muss man sich schon überlegen: zu welchem Inhalt bitteschön? Und was genau sagen die denn so, diese Bilder?

Freitag, 20. August 2021

Schon krass, oder?

 

Das ist jetzt kein Scherz und kein Fake. Gestern habe ich noch geschrieben: "Jetzt bin ich auf der Suche nach einem "Nein", und gespannt, wann ich es finde." Es hat keine 24 Stunden gedauert. Zufall, ja klar. Oder vielleicht doch ein Beleg für Dr. Joseph Murphys These? 

Probieren Sie es selbst aus. 
 

Montag, 12. Juli 2021

Im Auge des Betrachters

#supermemory

 

Millionen Menschen waren von der Schönheit der von Christo & Jeanne-Claude in abstrakte Objekte verwandelten Gebäude und Landschaften fasziniert. 2014 äußerte sich Christo zu seinen Arbeiten mit folgenden Worten: „Es ist total irrational und sinnlos.“ (Wikipedia)

Ist das nun ein Erinnerungsfoto, ein dokumentarisches Bild, ist es Kunst, oder ist es einfach nur total irrational und sinnlos, sich darüber Gedanken zu machen? 😂

Was veranlasst Sie, zur Kamera zu greifen, und Ihrer möglicherweise großen Bildersammlung stets weitere Motive hinzuzufügen?  

Donnerstag, 23. April 2020

Vorsicht Fake!


Vor ein paar Tagen habe ich mir ein kleines Experiment mit meinen Facebook-Freunden erlaubt und dieses Motiv gepostet. "Finde den Fehler", lautete die Aufgabe. Es haben sich  nur zwei mutige Leute an diesem Ratespiel beteiligt. Bevor Sie weiterlesen und die ganze Geschichte erfahren: Was meinen Sie? Was ist an diesem Bild "falsch"?

Mittwoch, 1. April 2020

Gut versorgt?



Desinfektionsmittel aus?
Brennivín wirkt auch von innen. Gegen alles! 😂

Donnerstag, 20. Februar 2020

Unsinniger Donnerstag

Jetzt zugreifen!
So günstig gibt's den Gartenzaun in ökologischem Vintageholz nie wieder!


























Ich hab's ja nicht so mit dem Fasching oder Karneval, aber für Humor und Skurriles habe ich durchaus etwas übrig. So habe ich gestern mal wieder in meinen E-Mail-Postfächern aufgeräumt und ein paar nette Sachen gefunden. Tipps für perfekte Schneefotos zum Beispiel. In diesem Jahr ist das ein echter Brüller. Auch das Thema "Normale Menschen fotografieren" findet bei Foto TV eine Fortsetzung. Der Calvendo-Verlag, bei dem auch Sie Ihre Fotomotive als Kalender oder Puzzle vermarkten können, bestätigt meine intuitive Ahnung, dass sich der Zeitgeist gerade wandelt. So interpretiere ich jedenfalls die Betreffzeile: "Skurrile Kalenderideen machen zunehmend das Rennen". Werden Sie kreativ - und das meine ich jetzt wirklich ernst - und fangen Sie an, dem Wahnsinn dieser Welt mit Humor zu begegnen. 

Mittwoch, 27. November 2019

Hurra, eine ganze Woche lang...


Haben Sie es auch gemerkt? 
Sind Sie schon ganz aufgeregt? 
Haben Sie schon zugegriffen? 

Es ist wieder Schnäppchenzeit! 

Schon seit zwei oder drei Wochen erhalte ich erheblich mehr E-Mails und immer ist von diesem schwarzen Freitag die Rede. Nein, das hat nichts mit schwarzer Magie zu. Wenn Sie an den "Schwarzen Freitag 1929" und einen Börsencrash denken, dann haben Sie Ihr Wissen noch nicht auf den neuesten Stand gebracht. Es heißt Black Friday und nicht Schwarzer Freitag. Bringen Sie das bitte auch nicht mit den Black Fridays for Future durcheinander. Sprache ist manchmal verwirrend, vor allem wenn man verschiedene Sprachen miteinander mischt und dadurch immer wieder neue Bedeutungen für altbekannte Wörter lernen muss.

Donnerstag, 13. Juni 2019

Fotografie ist Sport #blogparade

Bald ist wieder #Fotomarathon in München, genauer gesagt am 20.7.

Irgendjemand hat irgendwann einmal gesagt, dass Fotografie kein Sport ist. Das kann man so sehen, man kann es aber auch hinterfragen. Dass Fotografieren allein schon deswegen anstrengend ist, weil man mit schwerem Gepäck unterwegs ist, wird jeder bestätigen, der schon mal mit einem robusten Dreibeinstativ und einer vollgepackten Fototasche im Gebirge unterwegs war. Um ungewöhnliche Aufnahmeperspektiven zu finden, muss man sich selbst im Flachland ganz schön verrenken. Das sieht für die Umstehenden nicht nur lustig aus, es ist auch ordentlich schweißtreibend. Mitunter kommt man dabei richtig aus der Puste. Ich wage zu behaupten: Wer nach dem Fotografieren noch nie einen Muskelkater hatte, hat noch nicht richtig fotografiert.

Das macht aus der Fotografie noch keinen Sport, aber unser Hobby birgt ein enormes Potenzial zum Muskelaufbau, zum Erlangen von mehr Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit, sowie zur Steigerung der allgemeinen Kondition.

Yoga-Übung: Tiefe Rückenbeuge über Schwenkmonitor.
Sehr beliebt als Dehnungsübung bei Fotografen Ü60.


























Deshalb möchte ich heute eine Einladung zur #blogparade "Fotografie ist Sport" aussprechen. Dafür gibt es folgende Möglichkeiten:

Donnerstag, 6. Juni 2019

Die perfekte Kamera: Wunschliste

Seit 2013 verfasse ich Kamerahandbücher. Acht sind erschienen, das neunte ist fast fertig. Im Zuge dieser Tätigkeit stellt mir der  Rheinwerk-Verlag für etwa zwei bis drei Monate das jeweilige Kameramodell zur Verfügung. Danach kann ich diese Kamera übernehmen (kaufen), oder  ich gebe sie zurück. Manchmal fällt mir diese Entscheidung schwer, aber ich leide nicht an GAS (Gear Acquisition Syndrome = Ausrüstungs-Anhäufungs-Syndrom), und kann mich bei Kaufentscheidungen sehr gut zurückhalten. Genau wie die meisten meiner Leserinnen und Leser halte ich trotzdem Ausschau nach der ultimativen Kamera, der sogenannen "eierlegenden Wollmilchsau", die alle meine Wünsche erfüllt. Es gibt sie nicht und ich vermeide ganz bewusst das Wörtchen noch nicht. Wenn es diese perfekte Kamera gäbe, hätten alle Hersteller ein riesengroßes Problem. Wer würde noch etwas anderes kaufen?

Makro, Weitwinkel, Supertele - gibt's alles schon in einem Gerät, aber nicht im Taschenformat.

Nach allem, was ich so aus Kursen, Leserbriefen, Foren und unter Fotofreunden zusammengetragen habe, erstelle ich jetzt mal eine 😈 Wunschliste an die Industrie: 

Dienstag, 14. Mai 2019

Lehrstunde


























... sagte das Eichhörnchen heute früh im Park, "dann kannst du dir deinen Autofokus irgendwo hinstecken. MICH erwischst du damit nicht!"

Die Fotonanny bewegte den Fokusmodushebel an ihrer Kamera in die Stellung MF. Sie drehte langsam am Einstellring des Objektivs, bis die blauen Markierungen des Focus Peaking in der Lupenansicht im elektronischen Sucher aufleuchteten. Es machte Klick und der kleine Lehrmeister suchte eilig hinter einem dicken Baumstamm Zuflucht.

"Nächstes Mal benutzt du gefälligst nicht die Programmautomatik sondern den Modus S", rief das Eichhörnchen empört. "Kurze Belichtungszeit!"

"Ja, es hat aber auch so funktioniert", entgegnete die Fotonanny.

"Es konnte nur funktionieren, weil ich stillgehalten habe", grummelte das Eichhörnchen.

"Man muss eben wissen, wann man den Auslöser drückt und wann nicht", gab die Fotonanny zu verstehen. "Es war hell genug..."

"Alles Glückstreffer", maulte das Eichhörnchen.

"Erfahrungswerte?", gab die Fotonanny zu bedenken. 

Das Eichhörnchen rümpfte die Nase, sprang auf den Boden und hüpfte durch den blühenden Bärlauch davon. Der AF-Modus Verfolgung oder der Autofokusmodus AFC hätten nun genauso wenig genutzt wie MF nebst kurzer Belichtungszeit. Eichhörnchen von hinten das durch den Bärlauch springt wäre ein toller Bildtitel, aber vermutlich kein besonders ansehnliches Foto. Obwohl - wer weiß? Probieren geht über Studieren!

FZ1000 II
400 mm | 1/125 s | f4 | ISO 800




Mittwoch, 7. Juni 2017

Polemik - Ja oder Nein?

Warnung: Dieser Artikel enthält Anteile von Polemik. Fotomarathonallergikern wird empfohlen, diesen Beitrag zu meiden. Wer trotzdem liest, ist für Risiken und Nebenwirkungen selbst verantwortlich. 😉

















Kurz vor dem Wochenende erschien eine "kleine Polemik" wider den Fotomarathon, in der sich ein Autor über "Rudel von Fotoamateuren" echauffierte, die "durch deutsche Städte hetzen", für fremdbestimmten Stress auch noch Geld bezahlen, und am Ende austauschbare Schnappschüsse abliefern. In einem Satz zusammengefasst lautet die Botschaft in Etwa so: Wer an einem Fotomarathon teilnimmt ist doof. 

Freitag, 12. Mai 2017

Bildbesprechung: 1000 Meisterwerke der Digitalkunst

Manchmal reitet mich ein kleines Teufelchen. Dann ist es an der Zeit für einen Artikel in der Rubrik "Der blinde Fleck".

Es gibt Motive, die regelrecht danach schreien, in einem Foto verewigt zu werden.  Dieses hier hatte ich schon eine Woche vorher beim Joggen bemerkt, aber ich hatte keine Kamera dabei. Als ich nach einigen Tagen Regenpause erneut an dieser Stelle vorbeikam, hatte ich vorsorglich das Smartphone mitgenommen. Und siehe da: Das Motiv war immer noch da. 


Warum dieses Werk, das den Titel Kunst to Go trägt, den Auftakt zur Bildbesprechungsreihe "1000 Meisterwerke der Digitalkunst" bildet, erfahren Sie in meinem Paralleluniversum, dem betrachtenswert Blog.

Wenn auch Sie Motive haben, die den Kriterien moderner Meisterwerke entsprechen, nehmen Sie Kontakt auf.

Gegen einen entsprechenden Unkostenbeitrag bin ich gerne bereit, Ihre Werke einer fachgerechten Prüfung zu unterziehen und deren Wert zu schätzen. Natürlich erhalten Sie ein entsprechendes schriftliches Exposé.

😉 Viel Spaß beim Lesen.

Montag, 1. August 2016

Bessere Urlaubsfotos - Tipps vom Rumpelstilzchen

Urlaubszeit ist eigentlich jederzeit. Wer schulpflichtige Kinder hat, ist natürlich auf die Ferien angewiesen. Darum häufen sich gerade in dieser Jahreszeit die Tipps, wie man bessere, schönere und interessantere Fotos macht. Mein hoch geschätzter Kollege Johannes Mairhofer hat in seinem Blog dazu einige "etwas andere" Inspirationen zusammengetragen, die sehr lesenswert sind. Dabei ist das kleine Teufelchen aufgewacht, das eine ganze Weile in den Dornröschenschlaf versunken war. Dieses kleine Monster ist auf Krawall gebürstet und hat mich mit funkelnden Augen dazu angestachelt, seine Sicht der Dinge kundzutun. Danke Johannes für die Inspiration und viel Spaß beim Lesen!

Anm. d. Redaktion: Die hier vorgenommene Kommentierung gibt nicht die Meinung der Autorin Jacqueline Esen wieder. Dies ist ein Gastbeitrag von Rumpelstilzchen.

Denken! 
Damit fängt der Artikel von Johannes an. Oh bitte! Wer will denn im Urlaub das Gehirn einschalten? Es ist August, es ist heiß, es sind Ferien! Ihr müsst im Job und im Alltag die ganze Zeit über alles nachdenken. Bitte nicht auch noch im Urlaub, ok?! Fotografieren soll Spaß machen, das ist doch kein Denksport. Ja, diese Autorin, bei der ich wohne, schreibt in ihren dämlichen Büchern auch immer so einen Quark:

Anfangs ist es ratsam, die  Optionen Rad-Infos, Monitor-Info-Anzg. und Menüführung aktiviert zu lassen. Das Gleiche gilt für die Menüinformationen im Setup-Menü

Wer braucht denn sowas? Also wirklich...! Da gibt es zwei Knöpfe an der Kamera: Ein/Aus und noch einen, da drückt man drauf und gut is. Mehr muss man nicht wissen.

Rumpelstilzchen meint:
Jeder weiß, worauf es hier ankommt!

















Motive finden

"Muss es wirklich das tausendste Foto von eurem Hotel sein"... fragt Johannes.

Gibt es wirklich so viele Hotelfotos? Das ist mir noch gar nicht aufgefallen! Viel eher hättet ihr fragen können: "Muss es wirklich das tausendste Selfie sein?" Ich sage: JA! Aber nur mit einem Selfie-Stick! Und es muss genau dieser hier sein, der ist am teuersten und rosarot. Nur dieser Selfie-Stick macht wirklich gute Selfies! Jetzt kaufen, kaufen, sofort!

"... oder findet man vielleicht mal ein Motiv, das nicht schon etliche andere fotografiert haben?"

Montag, 15. Juni 2015

Leider war ein Fotograf dabei ...















Gestern Vormittag in der Damen-Umkleide des Fitnessstudios: Während ich etwas ratlos nach einem freien Spind Ausschau hielt, saßen drei Freundinnen eng zusammengedrängt auf der Bank. Sie schauten sich offensichtlich Fotos auf einem Handy an. Die Handyfotografin kommentierte ihre Bilder, erklärte was man da sehen konnte, ich vermute es waren Hochzeitsbilder. Als ich gerade meinen Rucksack im Spind verstaute, traf mich ein Satz von hinten, bei dem ich riesengroße Ohren bekam:
"Ja, leider war ein Fotograf dabei."
Die Dame fuhr fort: "Der stand immer im Weg, darum ist er fast auf jedem Foto irgendwo drauf. Und dann hatte er auch noch ein rotes T-Shirt an ... !"

Ich grinste, warf mir mein rotes Handtuch über die Schulter und schnappte mir die Wasserflasche, um erst mal 2500 Meter auf der Rudermaschine hinter mich zu bringen. Während ich bei brütender Hitze so vor mich hinruderte, dachte ich: Eigentlich hat der Kollege fast alles richtig gemacht.

Ich überlege gerade, ob ich mir ein rotes T-Shirt bestellen und meine Webadresse ganz groß draufdrucken lassen soll. Hinten natürlich.
Und in einem meiner nächsten Bücher baue ich ein Kapitel ein:

Wenn der Profi nervt: 5 Tipps, wie Sie ihn aus dem Bild kriegen.

Dienstag, 21. April 2015

Foto-Glossar für Fortgeschrittene (2): Bildschärfe

Aus der Serie Fotoglossar für Zyniker



















Bildstabilisator - Triumph der Technik, bestehend aus Linsen, Magneten, Positionierungssensoren, Federn und Elektromotoren, die zusammen genommen fast genauso effektiv sind, wie drei Holzlatten, die man an einer Grundplatte befestigt. Siehe auch Stativ.

Stativ - Ein dreibeiniges Hilfsmittel zur Stabilisierung, von dem jeder weiß, dass es die Bildschärfe bei anderen Fotografen verbessert. Siehe auch Bildstabilisator

Bildschärfe – Die Detailgenauigkeit eines Bildes, die man sehen kann, bevor es auf 1/10 der ursprünglichen Größe zusammengeschrumpft wird, um es im Intenet zu präsentieren.

Phasenerkennungsautofokus – Eine Methode, mit der die Schärfeebene ungefähr in die Nähe eines Objekts gelegt wird, das einigermaßen genau von einem AF-Punkt im Sucher ausgewählt wurde, und einen ungefähren Rundungswert für den Abstand zum dazugehörigen Messsensor berechnet, der wiederum ungefähr auf den Bildsensor kalibriert ist.

Mindestaufnahmeabstand – Bezeichnet den Abstand, wie nahe sich ein Objekt an der Frontlinse der Kamera befinden darf, damit das Bild noch scharf wird. War früher in der Makrofotografie wichtig, heutzutage ist es vor allem wichtig, dass die Selbstporträts mit ausgestreckten Arm scharf werden.

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Foto-Glossar für Fortgeschrittene (1)





Roger Cicala hat ein wunderbares englisches Fotoglossar zusammengestellt. Er schreibt:  

"Ich bin ein großer Fan der satirischen und zynischen Begriffserklärungen von Ambrose Bierce. Zunächst erschienen diese als tägliche Zeitungskolummne, später wurden sie im Devil's Dictionary (Des Teufels Wörterbuch) veröffentlicht. Zunächst sollte dieses Werk unter dem Titel "Wörterbuch für Zyniker" erscheinen, aber weil so viele zeitgenössische Politiker Bierce als Teufel bezeichneten, hielt er den anderen Titel für angemessener."

Glamour – A type of photography practiced by many and mastered by few, with the purpose of creating images of creatures not found in nature.

Glamour-Fotografie: Ein fotografisches Genre, das sich großer Beliebtheit erfreut, das aber nur Wenige wirklich beherrschen. Ziel der Glamourfotografie ist es, Bilder von Wesen anzufertigen, die man in der Natur nicht finden würde.

Fortsetzung folgt. Falls jemand einen Link zu einer bereits vorhandenen Übersetzung oder ähnliche satirische Fotoglossare kennt, bitte Kommentare posten. 😎

Montag, 19. August 2013

Winke nie zum Scherz...

Aufgenommen mit der Nikon P7700,
gezoomt auf ca. 80 mm (von 200 möglichen).


















Wenn ich beruflich oder privat auf Reisen gehe, dann stehen natürlich allerlei Sehenswürdigkeiten auf dem Programm. Berlin, Berlin: Der Reichstag gehörte auch bei diesem Ausflug in die Bundeshauptstadt mit dazu. Oft fotografiert, auch von mir, aber nicht immer hatte ich das Glück, Berlin bei Sonnenschein zu erleben. Das Licht stand schlecht, falsche Tageszeit. Daher entschied ich mich für eine Detail-Ansicht, die mir mit einer leichten Telebrennweite (80 mm) am sinnvollsten erschien.  Nun sollte man meinen, dass man mit einer winzigen Kamera und einem moderaten Zoom nicht mehr jedes kleine Detail erkennen kann. Das dachte sich offensichtlich auch der freundliche Herr, der oben auf der Treppe stand und lächelnd in die Kamera winkte.
Als ich meine Fotos abends am Laptop durchklickte, fiel mir fast die Kinnlade runter. Nicht nur, dass der Wachmann und das freundliche Touristenpärchen in aller Deutlichkeit zu erkennen waren - auf einem anderen Foto konnte ich sogar das Kennzeichen eines in der Ferne geparkten Fahrzeugs lesen.

Jo, das ist eine feine Sache. Eine tolle Auflösung, die diese kleine Nikon hat. Ich werde wohl in Zukuft verstärkt darauf achten, dass ich nirgendwo in der Öffentlichkeit in der Nase bohre. Wer weiß, ob nicht gerade jemand in 100 Metern Entfernung ein Erinnerungsfoto schießt?!

Mittwoch, 27. März 2013

Die weiteren Aussichten: Kreativität!?

Aus der Rubrik: Der blinde Fleck

Hätte ich gewusst, dass wir heuer so lange auf den Frühling warten müssen, dann hätte ich versucht, ein Buchprojekt über Studiofotografie an Land zu ziehen. Mieses Timing. Aber was hilft's? Jammern gehört eigentlich nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, also Klappe halten und nachdenken. Wo und wie bekomme ich innerhalb von acht Tagen die noch fehlenden Motive vor die Linse meiner Canon Powershot G15?

Es ist immer etwas Gutes an jedem Wetter.
Wenn es heute nicht gut für meine Arbeit ist,
dann ist es sicher gut für jemand anderen.
Charles Dickens

Besonders einfallsreich ist es nicht, einen bunten Regenschirm zu fotografieren. Immerhin ließ sich damit die Wirkung unterschiedlicher Farbstile in der Kamera austesten. Die Zeit ist knapp. Ein Last-Minute-Ticket Richtung Süden kommt nicht mehr in Frage. Also bleibt nur noch eine Möglichkeit: Kreative Ideen entwickeln. Aber funktioniert das auf Kommando?  

Du musst jetzt kreativ sein - und zwar SCHNELL.