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Samstag, 13. Mai 2023

Ist Ihre Kamera betriebsbereit?

50 mm | 1/250 s |  f1,6 | ISO 50 | Smartphone - Bildausschnitt

Die Stunden oder Minuten mit interessantem Fotolicht muss man in diesem Frühjahr bisher suchen, jedenfalls hier in München. Meine Kameras liegen momentan viel im Regal herum, und einige alte Akkus sind manchmal leer, obwohl ich gar nicht fotografiert habe. Bei nicht genutzten Kameras und Blitzgeräten nehme ich die Akkus oder Batterien ganz heraus. Ohne Stromversorgung verlieren die Geräte nach einiger Zeit ihr Gedächtnis, dann wird man beim Einschalten aufgefordert, Datum und Uhrzeit neu einzustellen. Oje...

Als ich die kompakte Nikon Coolpix P7700 neulich benutzen wollte, fiel mir nach dem Datums-Reset auf, dass am Monitor weniger Anzeigen eingeblendet waren als üblich. Die Kamera machte wieder "Auslösegeräusche", und nur JPEG-Dateien anstelle des sonst üblichen RAW + JPEG mit hoher Auflösung. Einige der individuell gesetzten Funktionen hatte sie sich aber noch gemerkt. 

Mittwoch, 7. Dezember 2022

Blitzlicht?

27 mm | 1/8 s | f1,6 | ISO 12.800 (!) | ohne Blitz - Smartphone

Ist das Kunst, oder kann das weg? Lösen Sie sich für einen Moment von dieser Frage, weil es heute um die Aufnahmetechnik geht, konkret um den Einsatz des kamerainternen Blitzlichts. Ob Sie mit dem Smartphone oder anderen Kameramodellen fotografieren, spielt bei diesem Beitrag keine Rolle.

Das Foto oben ist ohne Blitz aufgenommen und gefällt mir deutlich besser als die Variante, bei der ich den Blitz eingeschaltet hatte. Allerdings war es nicht die erste Aufnahme, die ich gestern Abend auf dem Nachhauseweg gemacht hatte. Es war stockfinster und ich war an diesem merkwürdigen Objekt bereits vorbei gelaufen. Es stand unter einer Straßenlaterne, schummrig beleuchtet, und ich hatte es eilig. Ein paar Schritte weiter dachte ich: Wer weiß, ob dieses Ding noch hier steht, wenn ich bei besseren Lichtverhältnissen wieder vorbei komme. Es war diese klassische "Jetzt oder nie" Situation, in der man sich überlegt: Wie mache ich das jetzt?, oder weitergeht, weil man denkt: Das wird nichts, das ist garantiert verwackelt, das kannst morgen früh gleich wieder löschen. Kennen Sie solche Stimmen auch? Hören Sie nicht drauf, probieren Sie es einfach aus.  

Sonntag, 12. September 2021

Gestalten mit Fokuspunkt, Blende und Schärfentiefe

70 mm | f3,7 | 1/200 s | ISO 125 (Lumix FZ1000ii)


Die Einstellung der Blende wirkt sich auf die sichtbare Schärfentiefe im Bild aus. Diesen Satz haben Sie sicher schon oft gehört oder gelesen. Oder auch: Mit einer offenen Blende lässt sich das Motiv vom Hintergrund lösen. Das ist alles richtig, aber es ist nur die halbe Wahrheit. 

Sie erkennen das Motiv natürlich wieder. Vielleicht hatten Sie sich gefragt, warum ich die Distel nicht von der anderen Seite fotografiert hatte: Wegen des weniger interessanten, aber auch näher gelegenen Hintergrunds. Der wird sehr schnell zu einem unruhigen Störfaktor. Außerdem rennen Leute am Motiv vorbei. Als ich gerade dabei war dieses Foto zu machen, kamen zwei Jogger angetrabt, und mit ihnen kam eine spontane Bildidee. Wie stelle ich jetzt meine Kamera schnell auf die neue Situation ein?

Montag, 8. Juni 2020

Kreativunfall


Als ich neulich wieder so einen Mülleimer mit meinem Smartphone fotografierte, ist mir beim Wegstecken des Handys dieser "Kreativunfall" passiert - ein fast perfekter "Dreher", reiner Zufall. Solche Bilder hatte ich vor einigen Jahren schon einmal absichtlich gemacht. Am besten klappt das mit kleineren Kompaktkameras, weil man die sehr gut aus dem Handgelenk um die eigene Achse drehen kann. 

Freitag, 15. Februar 2019

Rudel-Shooting

Im Artikel über den Sony Alpha Day hatte ich in einem Nebensatz erwähnt, dass ich noch einmal etwas über das "Getümmel an Workshop-Sets" berichten wollte. In Fotografenkreisen bezeichnet man solche Veranstaltungen gerne als "Rudel-Shootings". In meinen frühen Fotojahren habe ich solche Gelegenheiten gerne genutzt und für Kameratests sind sie immer ein probates Mittel. Wer wirklich lernen will, wie man im Studio arbeitet, sollte sich aber einen Workshop gönnen, bei dem die Teilnehmerzahl auf eine möglichst kleine Gruppe begrenzt ist.

Klick aufs Bild für größere Ansicht

Der Vorteil von Massenveranstaltungen wie bei der Photokina oder Produktmessen besteht darin, dass man in der Anonymität des Rudels gut untertauchen und herumexperimentieren kann. Der Nachteil liegt klar auf der Hand: Man muss sich mit viel Geduld hinten anstellen, bis man freie Sicht aufs Modell hat. Je nachdem, wie das Licht gesetzt ist, gibt es für Fotograf und Modell oft nur eine Position, aus der eine perfekte Aufnahme möglich ist. Bewegt sich das Modell aus dem gesetzten Licht heraus oder fotografiert man schräg von der Seite, führt die Beleuchtung zu unschönen Schlagschatten. Ein Lichteffekt, den man in den Augen des Modells sehen sollte, entsteht dann gar nicht, oder er wirkt sich an der falschen Stelle aus. Fotografieren im Studio ist Präzisionsarbeit und es ist immer Teamwork.

Samstag, 28. Oktober 2017

Analoge Bilder digitalisieren

Erinnerungsfoto Prag 1993
Aufsichtsvorlage (9x13 cm) selbst gescannt
In einem Artikel vor zwei Jahren habe ich von meinem Plan berichtet, mein analoges Bildarchiv digitalisieren zu wollen. Bei den Foto-Abzügen war ich ganz erfolgreich. Dank moderner Multifunktionsgeräte lassen sich sogenannte Aufsichtsvorlagen relativ schnell und auch mal zwischendurch einscannen. Bei den Negativen und Dias waren die Hindernisse größer. Mit meinem Flachbettscanner hätten mich das Einlegen der Vorlagen und der Scan-Vorgang wochenlang beschäftigt - ein unmögliches Unterfangen.


Hilfe kam von einem Fotofreund, der mir einen speziellen Diascanner mit Magazin lieh, was die Abläufe deutlich beschleunigt hätte. Leider ließ sich das Gerät nicht dazu bewegen, mit den neueren Betriebssystemen meiner Computer zu kooperieren. Ich war genervt, weil ich mir nicht noch ein Gerät anschaffen wollte, und legte die Sache auf Wiedervorlage.  Mittlerweile bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich meine Zeit lieber anders verbringe, und deshalb auch bereit bin, ein paar Euro zu investieren. Ich werde meine Dias und Negative von einem professionellen Dienstleister digitalisieren lassen, aber in welcher Auflösung und von wem? 


Montag, 17. Juli 2017

Brennweite, Brennweite und nochmal Brennweite


















Man kann es gar nicht oft genug wiederholen: Ein Weitwinkelporträt (links) sieht einfach anders aus als eines, das mit einer etwas längeren Brennweite aufgenommen wurde (rechts). Wer nicht weiß, was die Begriffe "Brennweite" und "Weitwinkel" bedeuten: Das ist die Einstellung vom Zoom. Weitwinkel ist das, was man automatisch benutzt, wenn man das Handy einschaltet und ein Selfie macht. ;-)

Unsere geduldige Onkel-Buddha-Figur hat kein Problem damit, dass sie einmal ganz dicke Backen und dazu einen abgeflachten Oberkopf bekommen hat. Das Weitwinkel hat dem Buddha zudem die Ohren an den Kopf geklebt, seine Schultern sind schmaler und die Brust ist runder geworden.

Mit etwas mehr Abstand und leicht gezoomt sieht die Figur realistisch aus. Zudem war es im rechten Bild möglich, die störenden Schatten hinter und auf dem Motiv zu vermeiden.

Ich weiß, dass die meisten Leute nicht so genau hinschauen, und nur ganz selten die Möglichkeit des direkten Bildvergleichs haben. Darum würde ich sagen: selber mal ausprobieren. Man bekommt auch bei anderen Motiven wundersame Effekte, wenn man den Aufnahmestandort und die Brennweite (die Zoomstellung) verändert. Dazu braucht man keinerlei Technikwissen, nur den Zoom und die Vollautomatik.

Mittwoch, 10. Mai 2017

Bärlauchzeit - Schön, lecker und gesund




















Bärlauch gibt es in München in Hülle und Fülle. In den Isarauen findet man die intensiv grünen Blätter meistens schon im März. Wenn alles drumherum noch im winterlichen Braungrau vor sich hindöst, sorgen die ersten Bärlauchpflanzen für Farbe in der Landschaft und verbreiten einen intensiven Geruch. In diesem nassen und kühlen Frühjahr ist die Bärlauchblüte etwas später dran. An sonnigen Standorten sind die ersten Blüten schon da, im Schatten sind die Knospen noch geschlossen. Jetzt wird es Zeit zum Fotografieren zu gehen - und Sie können noch ernten.

Das hier ist ein Foto-Blog, darum fange ich mit den Fotothemen an. Weiter unten finden Sie diesmal auch ausführliche Informationen zu dieser tollen Pflanze, die mir sehr ans Herz gewachsen ist. Vielleicht bekommen Sie Lust, Ihr Fotomotiv zu verspeisen?

Das Schwierigste an der Bärlauchblütenfotografie ist das Licht. Sonnenschein setzt wunderbare Akzente, sorgt aber auch für harte Kontraste.

Donnerstag, 15. September 2016

Die Tücke liegt im Detail - die Lösung auch

Die Bedienungsanleitung einer modernen Kamera umfasst heute rund 300 A4-Seiten und ist keine besonders angenehme Lektüre für einen Einsteiger. Fortgeschrittene, die mit den Fachbegriffen vertraut sind, finden sich darin schneller zurecht. Trotzdem finde selbst ich noch in so mancher Bedienungsanleitung Kamerafunktionen, von denen ich gar nicht wusste, dass es sie gibt. Dass man die Lumix GX80 (Amazon) beispielsweise in den Individualfunktionen so einstellen kann, dass zuvor verwendete Belichtungskorrekturen beim Ausschalten der Kamera auf 0 zurückgesetzt werden, ist eine dieser Kleinigkeiten, die vor allem Foto-Einsteigern sehr hilft.*

Eine Belichtungskorrektur ist nicht generell nötig. Moderne Kameras belichten sehr genau bzw. so ausgewogen, dass die Ergebnisse in der Regel gut aussehen. In einigen Situationen braucht man diese Korrektur, z.B. wenn man gegen einen sehr hellen oder sehr dunklen Hintergrund fotografiert. 

Links unkorrigiert, rechts um +2/3 aufgehellt













Mittwoch, 5. Oktober 2011

Immerdrauf - die Filterfrage


Im September hatte ich bei Facebook eine kleine Umfrage gestartet. Ich wollte von allen Fotografen, die mit einer DSLR (Digitalen Spiegelreflexkamera) fotografieren wissen, wie sie es denn mit den so genannten "Immerdrauf-Filtern" halten. Für diese Umfrage gab es mehrere konkrete Anlässe:
  1. Viele Neu-Einsteiger und Umsteiger, die zum ersten Mal eine DSLR kaufen oder benutzen, sind sich unsicher, ob sie Filter kaufen sollen - und wenn ja: welche?
  2. Manche Kamerabesitzer benutzen ein Polfilter als "Immerdrauf"
  3. Selbst unter eingeschworenen Fotografen gibt es unterschiedliche Meinungen darüber, ob man bestimmte Filter immer drauf haben sollte oder eben nicht.
Das Ergebnis meiner Umfrage sieht aktuell so aus:


Hinter den Kulissen gab es zwischendurch noch den einen oder anderen Erfahrungsaustausch. Anschließend machte ich mich daran, einen Artikel über Sinn und Nutzen von verschiedenen Filtern zu schreiben. Der erste Tenor: die UVs und Skylights braucht es ja nun wirklich nicht mehr.
Fein, weg damit, Geld gespart.

Tja. Und dann kam unser Foto-Zehnkampf. 

Donnerstag, 15. September 2011

Pixelrausch

Canon EOS 40D | 60 mm | 1/6 s | f5 | ISO 1600



Ich bin ein großer Fan der Available Light Fotografie, das heißt:  Fotografieren mit dem vorhandenen Licht, ohne Zuhilfenahme von Blitz oder Stativ - auch wenn es eigentlich für Aufnahmen aus der Hand schon zu dunkel ist.
Das bedeutet folgerichtig: der ISO-Wert an der Kamera muss erhöht werden.
Die meisten Fotografen bekommen dabei ein schmerzverzerrtes Gesicht. Oh, das Bildrauschen!!! Ja, das Bildrauschen... Ich kann die Reaktion verstehen, aber es ist an der Zeit, mit gängigen Vorurteilen aufzuräumen.

Richtig ist: hoher ISO-Wert bedeutet stärkeres Bildrauschen. Aber wie stark das Rauschen die Bildqualität wirklich beeinträchtigt, hängt von mehreren Faktoren ab.

Montag, 18. Juli 2011

Die Sache mit dem Licht

Bei unserer Exkursion zum Sommer-Tollwood hatten wir diesmal richtig schönes, warmes Wetter, Sonnenschein satt. Auch um 19 Uhr ist es um diese Jahreszeit noch hell genug für Übungen mit der Blende (Av/A), und so entstand zunächst diese Aufnahme mit Fokus auf die Steinskulptur.

Drei Stunden später sah das gleiche Motiv dann etwas anders aus: Der Schriftzug im Hintergrund war bereits beleuchtet. Die Skulptur vorne, die zuvor noch Sonnenlicht von der Seite bekommen hatte, lag nun ganz im Schatten.



Dienstag, 8. März 2011

Bilder gemeinsam verwalten

Ein Thema, das für viele immer brisanter wird: wie organisiere ich Fotos, wenn diese aus mehreren Kameras oder von mehreren Fotografen stammen? Dazu gibt es jetzt einen neuen Lesekurs bei Akademie.


Hier geht's zum Lesekurs.
Mitglieder von Akademie können den gesamten Beitrag lesen. Wer kein Mitglied werden möchte, kann sich für die 14tägige Probezeit anmelden und innerhalb dieser Zeit auch noch eine Menge anderer interessanter Artikel lesen...

Montag, 28. Februar 2011

Nach dem Einsteiger-Workshop

Wenn man zum ersten Mal anfängt, mit den Kameraeinstellungen herum zu experimentieren, verliert man schnell mal den Überblick. Was habe ich eigentlich alles geändert? Und ... oje... jetzt ist alles durcheinander, ich kenn mich gar nicht mehr aus...

Reset - alles zurück auf 0!?

Es gibt zwar eine Funktion im Kameramenü mit der man die "Kamera auf Werkseinstellungen zurücksetzen" kann, aber das ist nur selten nötig. Die wichtigsten Einstellungen, die man überprüfen sollte, bevor man die Kamera benutzt:


Freitag, 18. Februar 2011

Richtig belichten - Kameratechnik verstehen

Wie wirken sich die Kameraeinstellungen auf das Bild aus?
Für alte Hasen stellt sich diese Frage nicht mehr, aber als Foto-Einsteiger steht man oft da, wie der sprichwörtliche "Ochs vorm Berg". Sobald man den Automatik-Modus verlässt, und versucht, die Sache mit Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert anzuwenden, tauchen unerwartete Schwierigkeiten auf. Man hat zwar eine Idee, aber die Kommunikation mit der Kamera funktioniert noch nicht so richtig. Hier ein Praxisbeispiel.

Klick aufs Bild für größere Ansicht

 (1)

Beim ersten Bild ist belichtungstechnisch alles richtig gemacht: 1/500 sek Belichtungszeit bei Blende 4 und niedrigstem ISO (80) führt zu einem korrekt belichtete Foto.
Es sieht nur leider nicht so aus, wie gewünscht, es sollte „mehr Tiefe“ haben.
Was ist mit „Tiefe“ gemeint?

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Wie viel Technik braucht ein Bild?

Der Fotograf macht das Bild, nicht die Kamera.  
Diesen Satz würde ich nach wie vor so stehen lassen, wenn es um die Gestaltung eines Bildes geht. Was die technische Umsetzung angeht, da sieht es etwas anders aus. Die Kamera, die ein Fotograf benutzt, spielt in vielen Fällen auch eine entscheidende Rolle.

Da ich mich nun ans nächste Buchprojekt mache, habe ich mir die Aufgabe gestellt, bestimmte Fotosituationen mit verschiedenen Kameratypen einzufangen. Die Techniker werden sich jetzt die Hände reiben, denn es kommen zwei ungleiche Kontrahenten zum Einsatz: in diesem Fall die Canon Powershot A460 (Kompaktmodell, ca. 100 EUR) und die schon etwas in die Jahre gekommene Canon EOS 5D (Spiegelreflexkamera mit Vollformatsensor, Gehäusepreis aktuell/gebraucht immer noch 1.300,- EUR mit einem Sigma 28-70 / 2,8 Objektiv, Kaufpreis 2008 ca. 320 EUR).

Die Beweisfotos sprechen eine deutliche Sprache:

Freitag, 5. Februar 2010

RAW oder JPG?

Hoppla, da ist ja ein 699 KB kleines JPG zwischen die RAW-Dateien geraten! Wie geht denn das?

In den Kursen werde ich oft gefragt: muss ich denn alles in RAW fotografieren? Und ich antworte dann gerne: Kommt drauf an...

Es kommt darauf an, was später mit den Bildern geschehen soll. Es kommt auch darauf an, ob ich bereit (und in der Lage bin), meine RAWs entsprechend zu entwickeln - d.h. am PC sitzen, mit Programmen herum jonglieren und Bilder optimieren. Nicht jedermanns Sache. Will ich ein schnelles Ergebnis, wenig Aufwand? Dann ist das JPG ok. 

Aber was, wenn ich es noch nicht weiß? Wenn ich vielleicht später entdecke, dass ich doch ein Händchen für die Nachbearbeitung habe?

Donnerstag, 3. September 2009

Fotografieren lernen - Ein guter Begleiter


 












Digitale Fotopraxis - Rezepte für bessere Fotos


Meinem großen Vorbild, dem Fotografen und Buchautor Andreas Feininger kann ich das Wasser leider (noch?) nicht reichen. Scherzkekse würden sagen: das geht gar nicht mehr, er ist ja schon tot... Nichtsdestotrotz:
Wer meine Rezension über das Werk "Feiningers Große Fotolehre" gelesen hat weiß, dass ich es sehr schätze. Aber heutzutage liest kaum einer 450 Seiten reinen Text über Fotografie. Ein modernes Fotolehrbuch muss prägnanter sein, mit Bildbeispielen, natürlich in Farbe und auf gutem Papier. Wer mich kennt weiß: Oberflächlichkeit ist mir ein Graus. Die Welt ist voller Fototipps und man hat alles schon irgendwo gelesen oder gehört. Aber wie bringt man das alles auf den Punkt? So, dass es dem Leser beim Fotografieren wirklich weiter hilft?
In vielen Fotokursen kamen immer wieder sehr ähnliche Fragen - und das hat mich dazu bewegt, die immer wieder sehr ähnlich lautenden Antworten aufzuschreiben.

Meinen aufrichtigen Dank möchte ich all denen aussprechen, die dazu beigetragen haben, dass das Buch entstehen konnte!

http://www.galileodesign.de/1823

Dienstag, 19. Mai 2009

Überbelichtung wegen zu hoher ISO-Einstellung?

Frage: Sind meine Fotos überbelichtet, weil ich vergessen habe, den ISO-Wert auf eine niedrigere Einstellung zurück zu drehen?




Nein, der ISO-Wert an sich bewirkt nicht, dass Fotos heller werden. Ein erhöhter ISO-Wert macht den Sensor empfindlicher für Licht. Egal ob hohe oder niedrige ISO-Einstellung: Die Belichtungsmessung sorgt normalerweise dafür, dass genau die richtige Lichtmenge auf den Sensor gelangt.

Bei einem hohen ISO-Wert braucht man weniger Licht für die Aufnahme, als bei einer niedrig eingestellten ISO-Zahl, man kann also auch in der Dämmerung noch etwas länger weiter fotografieren. Bei strahlendem Sonnenschein braucht man keinen hohen ISO-Wert.

Eine Überbelichtung entsteht
  • wenn es extrem hell ist und wenn die Kameraautomatik oder der Fotograf die Blende nicht weiter schließen oder die Zeit nicht weiter verkürzen kann; in diesem Fall würde die Anzeige für den Blendenwert beim Antippen des Auslösers blinken und vor der Überbelichtung warnen.
  • In so einer Situation sollte man die ISO-Einstellung überprüfen: Haben Sie versehentlich einen zu hohen Wert eingestellt? Es kommt eher selten vor, dass man zu viel Licht hat.
  • wenn man die Kamera komplett manuell einstellt und dabei etwas falsch macht (auch hier würde die Anzeige im Sucher blinken)
  • wenn man versehentlich die Belichtungskorrektur auf + gestellt hat
  • wenn die Belichtungsmessung der Kamera falsch ist.

Falschmessungen entstehen bei manchen Motiven in bestimmten, typischen Situationen. Um das zu erkennen, braucht man ein bisschen Erfahrung.

Wichtig ist auch, dass man das Display an der Kamera so einstellt, dass die Helligkeits- und Kontrastwiedergabe etwa dem entspricht, was man auf dem PC-Bildschirm sieht. Wenn das Display der Kamera zu dunkel eingestellt ist, korrigiert der Fotograf die Aufnahme, weil er denkt, das Foto sei zu dunkel. In Wirklichkeit ist die Aufnahme korrekt, nur die Anzeige am Display ist falsch. Eine Korrektur, die dann auf der Helligkeit des Displays beruht, führt zur Überbelichtung. Prüfen Sie auch, ob der Bildschirm des PC korrekt eingestellt ist.