Vor
etwa drei Monaten hatte ich im Artikel Das digitale Vermächtnis
angekündigt, dass ich meine analogen Bildbestände nun endlich
digitalisieren wollte. Ja, ich bin jetzt ernsthaft dabei!
1994 gab es eine Phase, in der ich mich an Büroklammern abgearbeitet habe. Damals war ich in meinem Bürojob ein wenig (räusper) ... nennen wir es "gelangweilt". 😏

"Everything seemed to fit so well" (Alles schien so gut zu passen) ist kein Foto. Das Motiv stammt aus einem Fotokopierer, an dem ich Stunden verbringen musste, um papierne Exportdokumente in x-facher Ausfertigung herzustellen. Wartezeit sinnvoll nutzen, lautete meine Devise. Die Büroklammern habe ich mit Tesafilm auf einem Papier fixiert, sonst hätte ich es nicht auf den Kopierer legen können. Der türkisfarbene Hintergrund war eine Abfallseite, die jemand im Kopierraum in den Papierkorb geworfen hatte. Auf der leeren Rückseite ließ sie sich aber wunderbar mit dem Büroklammermotiv recyceln. Streng genommen ist das hier nicht mal eine Fotografik sondern... tja, ich weiß nicht, ob es dafür einen eigenen Begriff gibt. Update: Ja, es gibt den Begriff der Kopierkunst oder Xerox Kunst, und die gibt es seit den 1960er Jahren. Ich zeige dieses Motiv hier im Blog, weil ich es sehr inspirierend finde, die Grenzen der klassischen Fotografie zu überschreiten.