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Dienstag, 6. Februar 2024

Wie sehen Sie das?

400 mm | 1/320 s | f4 | ISO 640 | Lumix FZ1000
Kronenkranich im Tierpark

Machen Sie schon was? Und wenn ja: was genau?
Winterschlaf ist ja auch eine Möglichkeit. 😉

Dietmar Carl hatte letzte Woche unter dem Beitrag Sommergrün 2023 eine Frage zum Thema Fotos mit Handys/Smartphones gestellt, die ich tatsächlich gerne aufgreife: 

"Ich möchte hier nicht über die BQ (Bildqualität) sprechen, dazu gibt es genügend Testberichte. Was oft außer Betracht bleibt und für mich wesentlich beim Fotografieren ist: Es sollte Spaß/Freude machen. Und diese Freude stellt sich, zumindest bei mir, beim Handyfotografieren nie ein. Ich kenne andere Fotografen, denen es ebenso geht. Wie sehen sie das?"

Ich hatte auf den Kommentar kurz geantwortet: Das Fotografieren mit dem Handy macht auch mir weniger Spaß. Der Wechsel zur Smartphonefotografie ist purer Pragmatismus, und den Unterschied merke ich ganz besonders, wenn ich ausnahmsweise eine andere Kamera mitnehmen kann. Das war viel zu selten in den letzten beiden Jahren, und das muss und wird sich auch wieder ändern.

Was bedeutet "Spaß am Fotografieren"?

Ich gebe die Frage erst mal an Sie weiter, bevor ich meine Antworten aufschreibe. Was macht Ihnen Spaß, oder was bereitet Ihnen beim oder am Fotografieren Freude? Denken Sie einen Moment darüber nach, bevor Sie weiterlesen.

Samstag, 13. Januar 2024

2024 - Ins Tun kommen

45 mm | 1/1400 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone

#Winter #Schnee und #Sonne
Beschwerlicher Aufstieg auf einem rutschigen Winterweg

Bis zum 15. Januar kann man noch Ein gutes Neues Jahr! wünschen, das habe ich neulich gehört, und darum mache ich flugs Gebrauch davon, bevor auch diese Nachfrist verstreicht. 😊

Wie steht es um Ihre Fotografie, Ihre fotografischen Aktivitäten im zurückliegenden Jahr? Haben Sie sich die Mühe eines (fotografischen) Jahresrückblicks gemacht, vielleicht einen Kalender oder ein Fotobuch erstellt, oder diese sogar auf den weihnachtlichen Gabentisch gelegt? Vielleicht ist ein "haptisches" Produkt, also eins zum Anfassen und Durchblättern, in der Smartphone-Ära besonders willkommen.
Manche dieser "analogen" Dinge waren vorübergehend "out", kommen aber nach einer Weile wieder, so wie die Schallplatte und der analoge Film. Ich musste ein bisschen schmunzeln, als sich die aktuellste Ausgabe des Kulturmagazins aspekte gestern um die Wiederentdeckung analoger Medien drehte. Mein Mann hat zu Weihnachten einen digitalisierten Super-8-Film aus seiner Kindheit geschenkt bekommen, verbunden mit der Frage, ob wir die Originale und den Projektor dazu auch haben wollen... Sicher bin ich mir da nicht. 😅

Vor zwei Jahren hatte ich meine Guten Vorsätze fürs Fotojahr 2022 verkündet, und angekündigt, dass ich im betrachtenswert-Blog "mein ganz persönliches Facebook oder Instagram" aufziehen wollte". Das habe ich getan, aber natürlich "fehlen der ganze interaktive Überbau nebst Erinnerungsalgorithmen", also die Interaktivität und das (vermeintliche) Gruppenerlebnis. Das ist nicht so sexy. Klassische Blogs sind vielleicht das Mineralwasser unter den Internetangeboten. Über die Zugriffszahlen kann ich mich nicht beklagen, aber eine Influencerin bin ich definitiv nicht. Vielleicht ist das auch ganz gut so, weil es mir ein hohes Maß an Unabhängigkeit beschert. Von Klickzahlen getrieben zu sein, ist ziemlich stressig.

Samstag, 27. August 2022

Weg mit den Regeln und Vorschriften!


Gott sei Dank kenne ich die Regeln der Fotografie nicht, denn wenn ich sie kennen würde, wäre ich nicht kreativ. Es gibt zu viele Regeln!
Wie in der Malerei sollte es auch hier keine Vorschriften geben. Der Fotograf sollte völlig frei sein, es so zu machen, wie er es möchte.
(Philippe Halsman)

Der Fotograf, von dem dieses Zitat stammt, arbeitete jahrzehntelang für die Zeitschrift Life. Seine Werke wurden über hundertmal als Titelbilder veröffentlicht. Philip Halsman gilt auch als der "Erfinder" der sogenannten "Jump Fotografie". Seine Biographie ist so ungewöhnlich wie seine Bilder, und ich weiß  nicht, warum ich ausgerechnet heute das Bücherregal in unserem Wohnzimmer abgestaubt, und dabei den Bildband "Unknown Halsman" gefunden habe. Ich weiß nicht, wie lange dieses Buch dort schon liegt, und ich weiß auch nicht, woher ich es habe. Manchmal geschehen merkwürdige Dinge. 😎
Siehe auch: Überraschung

Was liegt bei Ihnen herum? Stauben Sie vielleicht auch mal wieder Ihr Bücherregal ab.  

Donnerstag, 28. April 2022

Künstliche Natürlichkeit

Wie gut ist Ihre Bildbearbeitung?, titelte unlängst die Betreffzeile eines Newsletters. Sinngemäß ging es weiter: Jedes Kalender- oder Wettbewerbsfoto braucht einen Wow-Effekt. Die Konkurrenz macht es genauso, und wenn Sie Ihre Bilder nicht an diesen Standard anpassen, kaufen die Kunden Ihren Kalender nicht.

Die Aufforderung ist klar und eindeutig: Ohne "exzellent nachbearbeitete Bilder" hat man auf "dem Markt" keine Chance. Wir erleben gerade ein Phänomen, das wir aus der Nahrungsmittelbranche kennen: ohne Geschmacksverstärker schmeckt es nicht.
Gründe mitzumachen gibt es viele. Unter'm Strich bringt es Vorteile: Erfolg, Ansehen, Einnahmen. Vielleicht haben auch Sie sich längst an diese moderne Ästhetik gewöhnt, und finden sie selbst so schön, dass man Sie gar nicht auffordern muss, dem Trend zu folgen. Indem Sie es tun, tragen Sie dazu bei, diese Entwicklung weiter zu verstärken. Im Umkehrschluss führt der Trend zu überhöhten Bildern dazu, dass "natürliche Fotos" auf die meisten Menschen wirken wie Anfängerbilder.
 
Der "Normalverbraucher" hat vom Fotografieren keine Ahnung, und hält das Hochglanz-Endergebnis für ganz natürliche Fotos. Was heute aus einer Kamera kommt, hat mit den Digitaldateien von früher nicht mehr viel zu tun. Aber selbst das ist nicht mehr genug: "Farbkorrigierte, kontraststarke Fotos, sprich exzellent nachbearbeitete Bilder mögen nichts mit der Realität in der Aufnahmesituation zu tun haben. Es passt aber zu den Sehgewohnheiten, die sich durch lichtstarke Monitore sowie digitale Filter in Social-Mediabeiträgen verändert haben." 
 
Stopp!
Lesen Sie den Absatz oben noch einmal, und denken Sie einen Moment lang nach. Was passiert da gerade?  
 

Freitag, 19. November 2021

Meditative Fotografie

 

Nachdem ich nun eine ganze Weile Herbstlaub fotografiert, und dafür den Begriff #Blattversteher entwickelt habe, war ich heute ganz erstaunt über mich selbst. Plötzlich waren ganz andere Motive "dran": Architektur, Mobilität, Details mit Licht und Schatten, Spiegelungen... Sicher, das habe ich auch schon oft fotografiert, aber irgendwie anders. Ich habe mir diesen Motivwechsel nicht bewusst vorgenommen, die neuen Ansichten kamen einfach so auf mich zu. Während ich mich mit ihnen beschäftigte, ist mir unterwegs die Zeit abhanden gekommen. Wahrscheinlich war das wieder dieser berühmte "Flow". 

Dienstag, 28. September 2021

Schöne Motive finden

 

Was ist schön?
Schwierige Frage. Es wird einfacher, wenn ich frage: Was finden Sie schön? 

Das Foto oben ist wieder so ein Klassiker nach der Drei-Farben-Regel: rot, grün, gelb. Oh. Ist das jetzt gerade ein politisches Bild? Passen die prozentualen Farbanteile zum Wahlergebnis? Sie sehen, man kann überall etwas hinein interpretieren, auch wenn die Sache an sich ganz banal ist: Ich wollte nur ein schönes buntes Herbstmotiv fotografieren. Wenn man eine Bedeutung aus einem Bild herausliest, ist das meist eine freie Interpretation, die von den aktuellen Gegebenheiten, den persönlichen Erfahrungen und/oder dem Kontext beeinflusst wird, in denen man ein Bildmotiv sieht. Im Artikel Humbug hatte ich schon etwas dazu geschrieben. Von meinem "Ampelfarbenmotiv" gibt es noch eine zweite Version. 

Dienstag, 7. September 2021

Humbug

 

Ein Bild sagt mehr als hundertvierzigtausend Worte, titelt der Newsletter-Betreff der Münchner vhs, der gerade in meinem Posteingang gelandet ist. Wissen Sie, wie lange es dauert, bis Sie hundertvierzigtausend Worte gelesen haben? Das entspricht einem Buch mit etwa 450 Normseiten. Wenn Bilder wirklich so viel quatschen, wieso schauen wir sie dann nur ein paar Sekunden lang an? Und: Haben wir dann wirklich alles verstanden, was sie uns so beredt erzählen wollten? Ich habe da so meine Zweifel. Schon der große Weise Loriot wusste, wie schnell man sich mit Sprache vertüddeln kann. Bei der Bildsprache gilt das erst recht.

Der vhs-Newsletter drehte sich nicht um Fotografie, sondern um Bildende Kunst. Da wird mehr mit Symbolen gearbeitet als in der klassischen Fotoszene oder bei Instagram. Für ein Bild von Hieronymus Bosch oder Salvador Dalí mag das mit den hundertvierzigtausend Worten hinkommen. Aber selbst wenn ein Bild mehr als tausend Worte sagt, muss man sich schon überlegen: zu welchem Inhalt bitteschön? Und was genau sagen die denn so, diese Bilder?

Dienstag, 5. Mai 2020

Wow-Effekt mal anders


Beim Fotografieren gibt es manchmal einen "Wow-Effekt", der im späteren Bild nicht zu sehen oder nur schwer zu vermitteln ist. Ein Foto, das man erklären muss, ist kein gutes Foto. Sie haben das selbst wahrscheinlich schon oft erlebt. Da war etwas, das Sie magisch angezogen hat, aber das Foto kann Ihr Erlebnis nicht transportieren. Warum ist das so?

Dienstag, 28. April 2020

Sind wir Exoten?



Vor gut einer Woche gab es die angekündigte Sendung Im Digitalen Bilderrausch als Radio-Podcast auf BR2. Hier können Sie sich den kompletten Beitrag von Susanne Schaffer anhören. Ich bin ein visuell veranlagter Mensch, darum fällt es mir immer sehr schwer,  mir allein durch Zuhören die ganzen Informationen zu merken. Und davon gab es in dieser Sendung jede Menge. Mich hat am meisten die These interessiert, dass Fotografieren zu Erinnerungsdefiziten führen könnte. Was ist dran und wenn ja: Was kann man dagegen tun?


Mittwoch, 8. April 2020

TV-Tipps und ein paar Gedanken


Ich weiß nicht, ob Sie noch in einen viereckigen Monitor schauen können oder wollen?

Die TV-Tipps von kunstlinks.de (vielen Dank!) will ich Ihnen trotzdem nicht vorenthalten. Diesmal gibt es drei Sendungen, die sich um Fotografie drehen, und daneben wieder viel in der Rubrik Kunst&KünstlerInnen. Besonders interessant erscheint mir dieser Beitrag: 

IQ - Wissenschaft und Forschung - Im digitalen Bilderrausch
Dienstag, 21. April 2020 - 18:05 - 18:30 Uhr >> Korrektur: Es ist ein Radio-Podcast auf BR1!

Aus dem Vorschautext: US-Forscher haben untersucht, welche Auswirkungen die Bilderflut auf unsere Wahrnehmung hat. Es macht zum Beispiel einen Unterschied, ob man nur für sich selbst fotografiert oder ob man die Bilder mit anderen über soziale Medien teilt.

Mittwoch, 1. Januar 2020

Warum fotografieren? (6/20)



Der Fotograf Paul Strand (1890 - 1976) ist lange vor der Einführung der Digitalfotografie gestorben, aber zu seinen Lebzeiten war Fotografieren bereits ein Massenphänomen. In einem Zitat kann man lesen, was er von der Unterscheidung zwischen professioneller und Amateurfotografie hält: Nichts. Für ihn ist es einer der "populärsten Irrtümer in Sachen Fotografie", schlechte Fotos mit dem Begriff "Amateur" zu verbinden. Damit hatte er absolut recht: Es gibt zahllose Amateure, die fotografieren können wie die Profis und die gleiche Ausrüstung benutzen.

Dienstag, 27. August 2019

Auf Schatzsuche: Lightroom im Stresstest

Durch die Beschäftigung mit den Langzeitprojekten habe ich in letzter Zeit viel altes Bildmaterial gesichtet. Fotos, die älter als zwei Jahre sind, befinden sich bei mir auf externen Festplatten. Um sie zu sortieren und zu bearbeiten, habe ich einen eigenen Lightroom-Katalog angelegt, und das alte Material ordnerweise von den Festplatten importiert. Ich war neugierig, aber auch skeptisch, wie gut das Bildverwaltungsmodul mit dieser Aufgabe zurechtkommt. 

Wenn Sie sich mehr für das Warum hinter diesem Projekt interessieren, scrollen Sie nach unten zum Abschnitt "Die Wundertüte öffnen".


Mittwoch, 13. März 2019

Warum fotografieren? (5/20)

Warum ... fotografiert man so ein Motiv???




















In einem früheren Blogartikel hatte ich schon einmal darüber berichtet, wie meine Sammelleidenschaft für Halteverbotsschilder entstanden ist.
Weil ich meine Archive sehr häufig durchstöbere, stoße ich immer wieder auf einzelne Motive, die weit verstreut in den chronologisch sortierten Ordnern liegen. Wenn ich sie thematisch sortiere - hier wirkt eine gute Verschlagwortung wahre Wunder! - zeigt sich, dass diese Motive einem grundlegenden Muster folgen. Der Schilderwald ist eines dieser typisch deutschen Phänomene, das mich immer wieder dazu bringt, auf den Auslöser zu drücken.

Montag, 4. März 2019

Alte Schätze: Das Digitalisierungsprojekt

Letzte Woche war der Drucktermin für das Handbuch zur Nikon Coolpix P1000. Somit habe ich jetzt wieder mehr Zeit für das Langzeitprojekt "Fotos und Dias digitalisieren". Zwei Tage lang habe ich nur noch farbstichige, verfusselte und verstaubte Motive am Computermonitor gesehen, das ist schon eine spezielle Erfahrung. Bald kann ich mich als digitaler Bildrestaurator bewerben.

Klick aufs Bild für größere Ansicht
Verschossene und vergilbte Fotos gehören beim Scannen zum Alltag. Wenn man die Software richtig einstellt, entfernt sie typische Farbstiche recht zuverlässig. Das ist oft einfacher, als die gescannten Motive erst später in Lightroom zu korrigieren. Allerdings muss man neben dem Scanner sitzenbleiben und die Einstellungen für jedes Motiv anpassen. Staub und Kratzer entfernen kann gute Software auch, aber das geht nicht selten auf Kosten der Bildschärfe. Ich fotografiere schon seit meiner Kindheit mit großer Begeisterung, aber ich hatte keine hochwertigen Kameras. Wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass ich dreißig Jahre später Fotografin beziehungsweise Fotofachbuchautorin werden würde, hätte ich vielleicht länger gespart und mir doch die ganz teure Profikamera gekauft. Hätt i, daad i, war' i, sagt man bei uns in Bayern. Das bedeutet so viel wie: Jetzt ist es zu spät, sich darüber Gedanken zu machen, der Zug ist abgefahren. Die gute Nachricht für mich lautet: Ich muss die Originale nicht mehr aufbewahren.
 

Alte Digitalmotive 
Falls Ihre Digitalkamera zehn Jahre alt oder sogar noch älter ist (ja, das gibt es!), dann fassen Sie sich ein Herz und kaufen Sie sich bald eine neue.

Mittwoch, 23. Januar 2019

Ein guter Fotograf ist ...

... derzeit nicht zu ersetzen, endete ein Artikel bei Prophoto Online vor weniger als einem Jahr. Mittlerweile gibt es in diesem Portal der Fotoindustrie mehr als zwanzig weitere Artikel, die über den rasanten Fortschritt der KI (Künstlichen Intelligenz) in der Fotografie berichten. Auch auf der photokina 2018 war es ein Schwerpunktthema. Wir werden den Begriff "Fotografieren" und die Handlung des Fotografierens in nächster Zeit etwas genauer unter die Lupe nehmen müssen.


KI in der Kamera
Die KI-gestützte Fotografie hat ihren Ursprung in der Smartphone-Fotografie. Die hohen Absatzzahlen erlauben es den Herstellern schon seit einigen Jahren, viel mehr Geld in die Entwicklung zu stecken, als dies bei den altgedienten klassischen Kameraherstellern der Fall ist. Wenn man als Verbraucher keine echten Innovationen mehr sieht, entsteht ein Teufelskreis: die Nachfrage nach klassischen Kameras stagniert oder sinkt, es ist noch viel weniger Budget für neue Entwicklungen vorhanden und die Kunden springen frustriert ab. Ein Smartphone hat fast jeder, und wenn die Handybilder genauso gut aussehen, wie die aus klassischen Kameras, ist die Frage berechtigt, warum man sich so ein Modell noch kaufen soll. Einen positiven Trend gab es 2018 nur bei den sehr teuren professionellen Kameras. Ich persönlich sehe in dieser Entwicklung nicht immer den Wunsch nach besseren Bildern, sondern auch das Erstarken eines nicht ganz neuen Statussymbols. Wer es sich  leisten kann, kauft sich die digitale Voll- oder Mittelformatkamera für besondere Gelegenheiten. Im Alltag fotografiert man dann mit dem KI-gestützten Smartphone und verbindet das Beste aus beiden Welten.

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Tausend Worte und ein Bild

Was ist ein gutes Bild und sagt ein Bild mehr als tausend Worte?
Das sind Fragen, über die wir wahrscheinlich noch in hundert Jahren kontrovers diskutieren werden. Dazu vorneweg zwei Zitate von gestandenen Profis:
  • Ein Bild sollte man anschauen - nicht darüber reden. (Elliot Erwitt)
  • Worte und Bilder kommunizieren gemeinsam viel stärker als alleine.
    (William Albert Allard)
Erwitt, geboren 1928, war in den 1960er Jahren Präsident der legendären Agentur Magnum. Allard, geboren 1937 hat ebenfalls für Magnum und für National Geographic gearbeitet. Die beiden wissen also, wovon sie sprechen.

Beide haben recht
Es kommt immer auf den Kontext an. Es gibt Bilder, die sich dem Betrachter sofort erschließen, trotzdem kann man zu einem Foto unterschiedliche Gedanken haben. Manchmal hat es etwas mit der "Tagesform" zu tun. Gut gelaunte Menschen sind leichter zu begeistern als jemand, der mit dem linken Fuß aufgestanden ist. Zudem hat jeder Mensch seine ganz eigenen Assoziationen. Wer Katzen nicht leiden kann, wird Katzenfotos einfach nicht niedlich finden.
Mit einem erläuternden Text unter oder neben einem Bild kann man die Aufmerksamkeit des Betrachters lenken, dessen eigene Gedanken und Assoziationen werden schneller unterbrochen. Die begleitenden Worte können auf etwas hinweisen, woran der Bildbetrachter selbst nicht sofort denken würde.

München Giesing
Gentrifizierung eines ehemaligen "Glasscherbenviertels"

Überflüssig sind Begleittexte, wenn sie nur das Offensichtliche beschreiben, und selbst da gibt es Ausnahmen: Texte für Barrierefreiheit im Internet zum Beispiel, die Blinden helfen zu verstehen, was auf einem Bild zu sehen ist. Fotos in Bildagenturen werden nicht nur mit Schlagwörtern versehen, manche Fotografen machen sich auch die Mühe, einen kurzen beschreibenden Text mitzuliefern. Diese Beschreibung, die man in den IPTC-Daten hinterlegen kann, soll dafür sorgen, dass das Motiv besser gefunden wird.

Donnerstag, 6. September 2018

Warum fotografieren? (2/20)



„Die Kamera ist ein Instrument, 
das Menschen beibringt wie man ohne Kamera sieht.” 

Dorothea Lange

Dienstag, 28. August 2018

Warum fotografieren? (1/20)


„Ohne Fotografie ist der Moment für immer verloren,
so als ob es ihn nie gegeben hätte.”

Richard Avedon