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Dienstag, 21. Juli 2026

Fein, feiner, Feininger!

27 mm | 1/1100 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone

#Servierwagen  #Plastik  #Design
#minimalistisch

Die Fußball-WM ist vorbei, aber mein Sommermärchen geht noch eine Weile weiter.  😉  Zu meinen fotografischen Sammelthemen gehören - unter anderem - die vielen Dinge, die Menschen am Straßenrand #zuverschenken abstellen. Fast hätte ich das Buch mitgenommen. 😎

Andreas Feininger war oder ist vielleicht immer noch einer meiner "Fotogötter", ich habe schon in sehr jungen Jahren viel von ihm gelesen und gelernt. Dass man im Internet von ihm fast nur ein einziges, immer wiederkehrendes Zitat findet, ist eine echte Schande. Dass es ausgerechnet einer der demotivierendsten Sprüche ist, erst recht: 

"Bei ungünstigen Lichtverhältnissen oder unfotogenen Motiven ist es eine Kunst, NICHT auf den Auslöser zu drücken." 

Das ist schon richtig, aber eben nur ein winziger, losgelöster Satz aus Feiningers Gesamtwerk, das ich auch heute noch absolut lesenswert finde.

Beim Servierwagen scheint es sich um ein Pendant zum Monobloc - Design Klassiker* zu handeln. 😅 In diesem Fall habe ich mich an einem anderen Feininger-Zitat orientiert: 

Auf den meisten Bildern ist zuviel drauf. 

Oder auch: Weniger ist mehr. 😁 

Was fotografieren Sie gerade so? Ist auf Ihren Bildern zu viel drauf, oder lieben Sie es auch manchmal das volle Chaos in Szene zu setzen? 

Im betrachtenswert-Blog finden Sie dazu Beiträge wie Wegwartenwiesenweg, Straßenzüge, oder einen morgendlichen Schnappschuss "mit ganz viel drauf": Der Sonne entgegen...

*Monobloc - Design Klassiker

Weiterführende Links

 

Samstag, 13. Januar 2024

2024 - Ins Tun kommen

45 mm | 1/1400 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone

#Winter #Schnee und #Sonne
Beschwerlicher Aufstieg auf einem rutschigen Winterweg

Bis zum 15. Januar kann man noch Ein gutes Neues Jahr! wünschen, das habe ich neulich gehört, und darum mache ich flugs Gebrauch davon, bevor auch diese Nachfrist verstreicht. 😊

Wie steht es um Ihre Fotografie, Ihre fotografischen Aktivitäten im zurückliegenden Jahr? Haben Sie sich die Mühe eines (fotografischen) Jahresrückblicks gemacht, vielleicht einen Kalender oder ein Fotobuch erstellt, oder diese sogar auf den weihnachtlichen Gabentisch gelegt? Vielleicht ist ein "haptisches" Produkt, also eins zum Anfassen und Durchblättern, in der Smartphone-Ära besonders willkommen.
Manche dieser "analogen" Dinge waren vorübergehend "out", kommen aber nach einer Weile wieder, so wie die Schallplatte und der analoge Film. Ich musste ein bisschen schmunzeln, als sich die aktuellste Ausgabe des Kulturmagazins aspekte gestern um die Wiederentdeckung analoger Medien drehte. Mein Mann hat zu Weihnachten einen digitalisierten Super-8-Film aus seiner Kindheit geschenkt bekommen, verbunden mit der Frage, ob wir die Originale und den Projektor dazu auch haben wollen... Sicher bin ich mir da nicht. 😅

Vor zwei Jahren hatte ich meine Guten Vorsätze fürs Fotojahr 2022 verkündet, und angekündigt, dass ich im betrachtenswert-Blog "mein ganz persönliches Facebook oder Instagram" aufziehen wollte". Das habe ich getan, aber natürlich "fehlen der ganze interaktive Überbau nebst Erinnerungsalgorithmen", also die Interaktivität und das (vermeintliche) Gruppenerlebnis. Das ist nicht so sexy. Klassische Blogs sind vielleicht das Mineralwasser unter den Internetangeboten. Über die Zugriffszahlen kann ich mich nicht beklagen, aber eine Influencerin bin ich definitiv nicht. Vielleicht ist das auch ganz gut so, weil es mir ein hohes Maß an Unabhängigkeit beschert. Von Klickzahlen getrieben zu sein, ist ziemlich stressig.

Donnerstag, 29. Juni 2023

Sommergrün 2023


25 mm | f11 | 1/60 s | ISO 1000 | Lumix FZ1000ii

Kommt bei Ihnen manchmal der Impuls, dass Sie Ihr Fotomotiv mit dem Smartphone nicht so erwischen oder nicht so abbilden können, wie Sie es sich vorgestellt haben? In welchen Situationen kommt Ihnen dieser Gedanke am häufigsten?

Unterwegs greife ich erst mal zum Smartie, auch wenn ich eine andere Kamera dabei habe. Es geht einfach schneller, und für die meisten Motive reicht's . Aber dann gibt es

  • weit entfernte Motive, für die ich ein gutes Zoom / eine lange Brennweite bräuchte,
  • bewegte Motive, bei denen ich Fokus und Belichtungszeit exakt steuern will, oder
  • Motive mit Sonnenstern, den ich mit vielen, und möglichst langen Strahlen im Motiv haben möchte.

Als ich an den abgesägten Baumstumpf kam, hatte ich schon einige Handymotive gesammelt, und auch hier mit dem Handy drei Versuche unternommen. Der Sonnenstern blieb ein heller Fleck, selbst im Pro-Modus. Hier kam also der Impuls „Lumix auspacken“, damit ich im Modus A mit f11 einen schönen Stern ins Bild bekomme. 

Freitag, 31. März 2023

Kunst oder Wunst?

25 mm |  f2,8  |  1/4 s  | ISO 125 - Lumix FZ1000 ii

Huch, der Monat März ist auch schon wieder vorbei, und Sie haben gar nichts von mir gehört beziehungsweise gelesen. Dieser Saustall muss ein anderer werden. Fleißig war ich, aber nicht hier. Als mich vor ein paar Tagen jemand nach den Aufnahmedaten zu einem Foto im betrachtenswert-Blog gefragt hatte, dachte ich, es wäre höchste Zeit, mal wieder einen seriösen Fotofachtext zu schreiben. Dann saß ich vor dem leeren Bildschirm und hatte eine Schreibblockade.
Jetzt, wo es Chat-GPT gibt, könnte man sich alles von der KI zusammentexten lassen. Das macht mir aber keinen Spaß, und außerdem weiß der Bot überhaupt nicht, was ich denke. Der tut nur so als ob, schaut nach, was andere Fotofachautor*innen getextet haben. Dann haut er so einen Marketing-Fachgelaber-Mix raus. Ne. Bei mir bekommen Sie authentische Texte, und die sind jetzt ein bisschen schräger als früher.
Als ich vor vielen Jahren ein Buch von Scott Kelby gelesen habe, hatte ich mich dessen schnodderige Schreibe ein wenig irritiert. Heute bin ich selber so drauf. 😉 Nichtsdestotrotz werde ich mich hier im Fotonanny-Blog weiterhin auf fachliche Aspekte des Fotografierens konzentrieren. Was steht heute an? Blaue Stunde in der City, und ein Rückblick auf Motive aus dem Monat März.

Vielleicht wundern Sie sich über das Aufmacherfoto. Wissen Sie, was das sein soll, oder denken Sie eher: Hm, da ist wohl was schief gelaufen? Ja, das Motiv ist zwiespältig. Für die einen ist es die wahrscheinlich kürzeste Straßenbahn der Welt, für die anderen ein diffuser Fehlschuss. Was steckt dahinter?

Freitag, 20. Januar 2023

Immer mit dabei

27 mm | 1/20 s |  f1,6 |  ISO 50 | Smartphone

 

Falls Sie mein Fotoprojekte-Buch aus dem Jahr 2012* kennen, werden Sie sich vielleicht an die gelbe Plastikente erinnern. "Immer mit dabei" hieß das Projekt.

"Erwecken Sie die von Ihnen gewählte Figur zum Leben, werden Sie zu einem Puppenspieler. Sie müssen dabei nicht immer nur von vorn fotografieren, wählen Sie verschiedene Perspektiven – von oben nach unten, aus einer tiefen Perspektive, aber auch auf Augenhöhe. Behalten Sie den Hintergrund stets im Blick, denn er ist ein wesentlicher Teil Ihrer Bildkomposition. Fragen Sie sich auch, was besonders gut zu Ihrem Protagonisten passt.  Jeder kann ein Entchen, einen Teddybären oder eine kleine Plastikfigur fotografieren. Die alles entscheidende Frage ist: Was ist sonst noch mit im Bild? Erzählen Sie Geschichten." 😊

Donnerstag, 5. Januar 2023

Janus

27 mm | 1/350 s | f1,6 | ISO 50 |  Smartphone | Bildmontage Photoshop

 
Fotoprojekt Bild im Bild
 
Der Name für den Januar leitet sich vom römischen Gott Janus ab, der als Gott des Anfangs und des Endes, der Ein- und Ausgänge, der Türen und der Tore gilt.
Bilder und vor allem Bildmontagen haben für mich sehr oft eine symbolische Bedeutung: Janus schaut gleichzeitig nach vorne und nach hinten. Die aktuelle Bildmontage heißt "Janus", weil Sie darin zwei Ansichten sehen, die vom gleichen Standort aus aufgenommen sind. Speziell bei meinem neuen Fotoprojekt setze ich die Motive nicht ausschließlich nach ästhetischen Gesichtspunkten zusammen, aber "schön aussehen" sollen sie natürlich schon. 
 
Blick zurück, Blick nach vorn - und in der Mitte das Jetzt.
Zum Jahresbeginn mache ich meine Datensicherungen fürs alte Jahr und lege neue Ordner und neue Lightroom-Kataloge an. Dabei räume ich auch gerne in meinen Archivstrukturen auf. Was bleibt, was kann weg?
Diesmal habe ich den kompletten Ordner Fotografie, in dem sich über viele Jahre viel Wissen, Anschauungs- und Unterrichtsmaterial angesammelt hatte, in Rente geschickt. Die Unterlagen sind noch da, für alle Fälle, aber es kommt nichts Neues mehr in diesen alten Ordner hinein. Weg mit dem alten Ballast, eine neue Seite aufschlagen. Es wird sich zeigen, ob und wo die Lorbeeren der Vergangenheit beim Kochen neuer Rezepte nützlich sind.
Derweil ist es schon ein bisschen skurril, dass der Fotonanny-Blog im Dezember 2022 so viele Seitenaufrufe hatte, wie nie zuvor. Weniger ist mehr, wie es scheint. 😏

Wie die das Motiv Janus entstanden ist, erfahren Sie hier.

Mittwoch, 21. Juli 2021

Wundersame Vermehrung?

 

Der blaue Hand Schuh hängt immer noch am Zaun. Gut vier Wochen sind seit meinem Blogartikel über dieses verlorene Objekt vergangen, und es sind nicht etwa zwei blaue Handschuhe, es ist immer noch der eine. Wenn Sie genau hinschauen, sehen Sie, dass es sich um eine Montage aus zwei Bildern handelt. Der Handschuh hängt mittlerweile "andersherum" auf einem anderen Zaunspitz. Anscheinend bin ich nicht die Einzige, die sich um dieses kleine Detail am Wegesrand kümmert. 

Dass der Handschuh einen Zaunpfahl weiter gewandert ist, hatte ich nicht bemerkt. Erst als ich die beiden Einzelfotos am Bildschirm nebeneinander sah, kam die Idee, die Aufnahmen miteinander zu kombinieren.

Donnerstag, 1. Juli 2021

Langzeitprojekt: Auer Mühlbach

 

Der Blumenstrauß am Laternenpfosten war heute früh ein richtiger Hingucker. Er erinnert an die Namensgeberin des Wegs, den ich täglich nehme: Paula Herzog. Dieser Frau verdanke ich es also, dass es diese kleine Brücke gibt, auf der ich sehr oft stehenbleiben, und auf den Auer Mühlbach schauen kann. Aus diesem Blick hat sich eines meiner Langzeitprojekte entwickelt.

Freitag, 27. November 2020

Halten Sie die Motivation hoch

180 mm | f3,8 | 1/80 s | ISO 160

Was fotografieren Sie so zur Zeit? Nichts? 

Keine Lust? Keine Zeit? Kein Licht? Keine Ideen? 

Wenn sich die Novembersonne mittags durch den Hochnebel kämpft, sitze ich meistens vor meinem Computer. Abends ist es stockfinster und eisig kalt, morgens war es in den letzten Tagen trüb und grau. Ich laufe jeden Tag fast dieselbe Strecke, und das nicht erst seit Monaten, sondern schon seit Jahren. Das wird langweilig, oder? Nein, im Gegenteil. Als sich der Hochnebel heute früh zeitig auflöste, packte ich die FZ1000 II ein, weil ich schon ahnte, dass unterwegs ein paar bunte Motive auf mich warten.

Montag, 16. November 2020

Farben in der dunklen Jahreszeit

Smartphone, 28 mm | f1,9 | 1/470 s | ISO 40 

Der Herbst ist der Frühling des Winters - so lautet ein geflügelter Spruch. Wenn sich das Laub verfärbt und ein strahlend blauer Himmel für Farbkontraste sorgt, findet man Motive in Hülle und Fülle. Aber das kippt irgendwann. Es wird früh dunkel und immer später hell, oft ist es neblig und die Farben verblassen zusehends. In der Natur weichen das Grün und das Gelb dem Rostrot, danach bleibt nur das unfotogene Braun. Ab in den Winterschlaf? Nein. Ich mache mich weiterhin auf die Suche nach Farben.

Welche erdigen und gedeckten Naturfarben gibt es jetzt? Welche anderen natürlichen Farbtupfer lassen sich in den nächsten Wochen finden? Wie steht es um Farben, die "menschgemacht" sind?

Mittwoch, 28. Oktober 2020

Naturfotografie in der Stadt

Beim Begriff Naturfotografie denkt man als FotografIn nicht unbedingt an eine städtische Umgebung. Der klassische Naturfotograf prüft die Wettervorhersage, dann zieht man hinaus in die unberührte Natur und wartet oft stundenlang auf das richtige Licht. Bewaffnet mit Kaffeekanne, Stativ und dickem Fotorucksack entstehen die magischen Bilder von dramatischen Landschaften und faszinierenden Wildtieren. So kann man es machen, muss man aber nicht.

Donnerstag, 15. Oktober 2020

Werden und Vergehen - Langzeitprojekt

Vielleicht erinnern Sie sich an den Blogartikel Beobachtungsgabe, in dem ich mich fragte, wieviele Arten von Grün es im Lauf des Jahres in der Natur zu sehen gibt. Heute können Sie sich meine Feldstudie dazu anschauen. 

Ein eng damit verwandtes Thema ist der Klassiker Jahreszeiten. Sie kennen ihn aus der Fotoliteratur, aus Wettbewerben oder aus Ihrem Fotoclub, falls Sie einem angehören. Unter diesem Motto sieht man meistens Landschaftsfotos, die typischen Wow-Bilder. Was auch immer wieder gerne genommen wird, und sich als Motiv gut eignet, sind einzelne Bäume auf einem Feld, die man dann im Frühling, Sommer, Herbst und Winter fotografiert. Meine Feldstudie ist im Vorbeigehen und mit verschiedenen Kameras entstanden. Im fotografischen Sinn ist sie völlig unspektakulär. Sie zeigt jedoch sehr eindrucksvoll, wie das "Werden und Vergehen" in der Natur abläuft. 

Für mich war es eine gestalterische Herausforderung und eine Grundsatzfrage, wie ich mit der dramatischen Veränderung umgehen sollte, die mein Langzeit-Motiv zwischen April und Oktober durchlief.

Samstag, 18. Juli 2020

Auf der grünen Wiese


#Farbnuancen
#Licht &Schatten
#Tageszeit
#Muster #Strukturen #Linien
#Regelbruch
#Hochformat

Freitag, 17. Juli 2020

Baumgrün


#Farbnuancen
#Komposition
#Linienführung
#Fokuspunkt
#selektive Schärfe
#Blendenwirkung
#Bildausschnitt
#Bildformat

Donnerstag, 16. Juli 2020

Wiesengrün


#Farbnuancen
#Licht & Schatten
#Linienführung
#Raumaufteilung
#Horizont
#Bild(aus)schnitt

Mittwoch, 15. Juli 2020

Donnerstag, 4. Juni 2020

Alltagsreportage 3


Das Bild, das Sie hier sehen, ist eine Fotomontage aus zwei Bildern, beide sind mit dem Smartphone "geknipst", in Photoshop zugeschnitten und nebeneinander montiert. Wenn Sie genau hinschauen, erkennen Sie an den Gräsern, wo die beiden Motive überlappen. Mir geht es hier nicht um eine perfekte Montage, es ist nur eine Spielerei, die mir beim Durchblättern des Lightroom-Katalogs spontan in den Sinn kam. Eines meiner Langzeit-Fotoprojekte sind die "Lost Things" - verlorene Gegenstände. Im Lauf der letzten zwei Wochen ist eine kleine Sammlung von "Kindersachen" zusammengekommen, die alle am Wegesrand drapiert wurden, damit die Eigentümer sie vielleicht wiederfinden.

Mittwoch, 22. April 2020

Alltagsreportage 1


Ich hatte hier unlängst den Vorschlag gemacht, als "Reporter des Alltags" loszuziehen. Einige meiner LeserInnen wissen, dass ich mich schon seit Jahren fotografisch mit den "menschlichen Hinterlassenschaften" am Wegesrand beschäftige. Das ist nicht immer schön, aber die Sammlung als Ganzes entwickelt nach und nach einen gewissen Reiz.Während ich in den letzten Jahren eher die ToGo-Kultur im Visier hatte, sind Gummihandschuhe nun eine neue Facette im Straßenbild.