Posts mit dem Label Analog > Digital werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Analog > Digital werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 8. Juli 2021

Entrümpeln

  

Bevor ich meine Abzüge aus über dreißig Jahren analoger Fotografie entsorge, wollte ich die Stapel noch einmal "visualisieren". Was man hier sieht ist nur ein Bruchteil, geschätzt die Hälfte von dem, womit ich den Flachbettscanner seit Beginn des Digitalisierungsprojekts gefüttert hatte. 

Samstag, 4. April 2020

Was machen Sie heute?


Wie erleben Sie das vielzitierte #stayathome?
Finden Sie ein Bild dafür. 

Wenn Sie es nicht ohnehin schon tun:
Führen Sie ein fotografisches Tagebuch und
dokumentieren Sie Ihren "Ausnahmezustand".

Donnerstag, 2. April 2020

Licht hat viele Farben


Urlaub am Meer wäre jetzt echt schön, aber wir sitzen ja alle brav zuhause. Darum habe ich mir für den heutigen Blogartikel ein Motiv aus dem Jahr 1999 herausgesucht. Ich möchte Ihnen gerne zeigen, was Licht, Farbe und extreme Helligkeitskontraste für Ihre Fotos bedeuten, egal ob Sie die Aufnahmen mit einer Digitalkamera machen oder analoge Bilder bearbeiten. Sind Sie bereit?

Mittwoch, 25. März 2020

Frisch renoviert


Fenster, Fassaden und Türen sind ein beliebtes fotografisches Sammelthema. Meine ersten Sammelobjekte stammen aus den frühen 1980er Jahren. Was mich schon damals gestört hat, waren Verzeichnungen der Objektive und schiefe Linien. 

Dienstag, 24. März 2020

Unvorstellbar!?


Unglaublich, oder?

In diesen Tagen fällt oft der Satz "Das hätten wir uns vor xx Tagen/Monaten/Jahren" nicht vorstellen können. Nun, es gibt immer etwas, das wir uns nie hätten vorstellen können. Phantasiebegabte Menschen lieben Science Fiction. Ich ahne, was Sie antworten wollen. Uh, diese schrecklichen Zukunftshorrorvisionen, in denen die Menschheit von Aliens oder Zombies aufgefressen werden.  Nein danke...
Vergessen Sie dieses Vorurteil. Es gibt auch andere Science Fiction. Beam me up, Scotty! Die Weiterentwicklung des "Kommunikators" aus Raumschiff Enterprise haben Sie vermutlich gerade in der Hand. Vermissen Sie die alten Telefonzellen?  Als Fotomotive waren sie toll, keine Frage.
Was haben Sie an unvorstellbaren Dingen im Fotoarchiv?

Die TV-Dokuserie "Das war dann mal weg" hilft auf die Sprünge. Hier geht's zur Mediathek.

#CoronaChroniken

Sonntag, 22. März 2020

Kleine Unterschiede




Ich gebe offen zu: Es ist kein Meisterwerk der Bildbearbeitung. 
Aber darauf kommt's in diesen Zeiten nicht an. 
Hauptsache Sie haben in diesem Moment ein Lächeln im Gesicht.

Freitag, 31. Januar 2020

Das papierlose Fotoarchiv


























Im Moment mache ich wenig/er neue Fotos, ich habe noch so viele alte. In den letzten Jahren hatte ich kein einziges analoges Fotoalbum mehr geöffnet, geschweige denn irgendwelche Dias herausgekramt. Diese Bilder waren immer da, als Erinnerungen in meinem Kopf, und "körperlich" in Form von Umzugskartons, die ich nach den letzten beiden Umzügen nicht mehr ausgepackt hatte.
Wie mehrfach berichtet laufen meine Scanner auf Hochtouren, das Analoge wird digital und die Datenmenge wächst. Gerade habe ich wieder eine externe Festplatte mit 2TB gegen ein neueres Modell mit 4TB ausgetauscht.

Das alte Archiv, das sich stets wie ein "blinder Fleck" angefühlt hatte, ist jetzt wieder Teil meines Alltags. Mit den aufgepeppten Fotomotiven blüht auch mein Gedächtnis wieder auf. Es gibt Bilder, die ich unter dem Stichwort "Supermemories" führe, weil ihr Anblick eine ganze Kaskade von Erinnerungen wachruft. Ich hätte alles einfach unbesehen in den Müll werfen, mir viel Arbeit und Zeit sparen können, aber ich bin froh, dass ich das nicht getan habe.

Sie haben keinen Scanner und wenig Zeit? Dann wählen Sie die "Quick&Dirty-Lösung": Alte Fotos einfach abfotografieren und danach wie neue Motive behandeln. Wenn Sie noch unsicher sind, was Sie mit Ihren alten Bildern machen sollen, lesen Sie weiter. 

Mittwoch, 8. Januar 2020

Das dritte Bild


Nein, diese Landschaft gibt es nicht "in echt". Dieses Bild ist eines von vielen Nebenprodukten, die am Rande meines unendlich langwierigen Digitalisierungsprojekts entstehen. Es ist ein "Sandwich" aus zwei Diapositiven, die ich zusammen in ein Diarähmchen gesteckt, und dann als Einzelbild gescannt habe. Anschließend habe ich die TIFF-Datei in Photoshop und Lightroom optimiert.

So einen kreativen Unfug mache ich nicht zum ersten Mal. Die Anfänge reichen weit zurück in die 1990er Jahre. 

Montag, 23. Dezember 2019

Frohes Fest




#allesmussraus
#endlichplatzimschrank

Montag, 4. März 2019

Alte Schätze: Das Digitalisierungsprojekt

Letzte Woche war der Drucktermin für das Handbuch zur Nikon Coolpix P1000. Somit habe ich jetzt wieder mehr Zeit für das Langzeitprojekt "Fotos und Dias digitalisieren". Zwei Tage lang habe ich nur noch farbstichige, verfusselte und verstaubte Motive am Computermonitor gesehen, das ist schon eine spezielle Erfahrung. Bald kann ich mich als digitaler Bildrestaurator bewerben.

Klick aufs Bild für größere Ansicht
Verschossene und vergilbte Fotos gehören beim Scannen zum Alltag. Wenn man die Software richtig einstellt, entfernt sie typische Farbstiche recht zuverlässig. Das ist oft einfacher, als die gescannten Motive erst später in Lightroom zu korrigieren. Allerdings muss man neben dem Scanner sitzenbleiben und die Einstellungen für jedes Motiv anpassen. Staub und Kratzer entfernen kann gute Software auch, aber das geht nicht selten auf Kosten der Bildschärfe. Ich fotografiere schon seit meiner Kindheit mit großer Begeisterung, aber ich hatte keine hochwertigen Kameras. Wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass ich dreißig Jahre später Fotografin beziehungsweise Fotofachbuchautorin werden würde, hätte ich vielleicht länger gespart und mir doch die ganz teure Profikamera gekauft. Hätt i, daad i, war' i, sagt man bei uns in Bayern. Das bedeutet so viel wie: Jetzt ist es zu spät, sich darüber Gedanken zu machen, der Zug ist abgefahren. Die gute Nachricht für mich lautet: Ich muss die Originale nicht mehr aufbewahren.
 

Alte Digitalmotive 
Falls Ihre Digitalkamera zehn Jahre alt oder sogar noch älter ist (ja, das gibt es!), dann fassen Sie sich ein Herz und kaufen Sie sich bald eine neue.

Samstag, 6. Oktober 2018

Ui, ich habe Post!

Ein paar Tage nach meinem Artikel zum Thema Analoge Post im betrachtenswert Blog öffne ich meinen Briefkasten und finde dort tatsächlich eine Postkarte! Danke, liebe Ulrike M., das hat mich total gefreut und Ihre lieben Zeilen auch! Besonders schön finde ich, dass Sie meine beiden Blogs besuchen. :-)

Der Respekt vor dem Urheberrecht verbietet es mir, Ihre Karte mit den Motiven aus der Nationalparkregion Unteres Odertal hier im Blog zu veröffentlichen, aber sie hat mich total neugierig gemacht. In letzter Zeit verreise ich aus familiären Gründen vorwiegend mit dem Finger auf der Landkarte, notiere mir aber alles, was für die Zukunft potenziell interessant sein könnte.

Meine erste Frage war: Wo genau ist das Untere Odertal?
So ungefähr wusste ich es, aber Google Maps hat mir geholfen, mein geografisches Wissen aufzufrischen. Danach klickte ich mich auf die Seiten des Nationalparks durch, schaute zu Flickr und in die Fotocommunity und dachte: Wandern und Radfahren wäre schon fein in dieser Gegend. Anderthalb Stunden ab Berlin, Kraniche und Eisvögel fotografieren in Deutschlands einzigem Auen-Nationalpark... wow! Was so eine Postkarte alles bewirkt. Es müsste mehr davon geben! Das belegt auch die Nachricht, die ich fast zeitgleich von einem Freund erhielt:

@Jacqueline: wir hatten Urlaub und eine Radltour gemacht. Die Postkarten die es so zu kaufen gab waren ja wieder mal total grottig (wie sonst überall auch.) Vielleicht wäre das mal ein Betätigungsfeld für Dich? ;-)


Ja, vor vielen Jahren hatte ich einmal mit diesem Gedanken gespielt...

Montag, 17. September 2018

Dias und Fotos digitalisieren: Mein Workflow


Vor etwa einem Monat hatte ich berichtet, dass ich meine analogen Schätze dringend retten, sprich einscannen muss. Um die Aufnahmen wieder vorzeigbar zu machen, müssen sie nach dem Scannen bearbeitet werden. Das dauert oft genauso lange wie der reine Scanvorgang,  manchmal sogar länger. Zwar kann man eine gute Scan-Software so einstellen, dass die Bilder automatisch optimiert werden, aber das funktioniert nicht immer. Manche Bilder werden zu hell oder zu dunkel digitalisiert, bei anderen ändert die Automatikeinstellung das Bildformat und schneidet unterbelichtete Bereiche einfach ab. Beim automatischen Entfernen von Staub und Kratzern kann es ebenfalls zu Fehlern kommen. 

Neben dem Scanner sitzenbleiben, um sofort einzugreifen wäre eine Möglichkeit, aber ich verbringe meine Freizeit lieber anders.


Deshalb lasse ich die Magazine weitgehend unbeaufsichtigt durchlaufen und überprüfe anschließend, welche Bilder einen zweiten Scan brauchen. Diese Motive picke ich anschließend heraus und lege sie für später zurück. Die fehlerhaften Scans bleiben trotzdem vorläufig im Archiv, damit ich sie später ersetzen kann: Der neue Scan bekommt den gleichen Dateinamen und überschreibt die fehlerhafte Datei. Das sollte man natürlich nur machen, wenn man wach und aufmerksam ist, sonst heißt es: zurück an den Scanner...

Mittwoch, 22. August 2018

Alarmstufe Rot

Wer meinen Blog schon lange liest weiß, dass mich das Thema analoge Fotos digitalisieren seit langem umtreibt. Ich habe schon als Kind fotografiert. Obwohl ich immer wieder ausgemistet und viel entsorgt habe, sind im Lauf der Jahre hunderte von Fotoabzügen zusammengekommen.

1985 - 9x13 Fotoabzug gescannt und digital aufbereitet

Manche Fotos hatte ich gar nicht selbst gemacht, folglich sind die verbliebenen Fotoabzüge die einzigen Originale. Anfangs habe ich alles in Alben geklebt, aber nach ein paar Jahren waren die Regale voll. Meine Fotos landeten in schönen Kartons, weil sie dort platzsparender unterzubringen waren. Dias kamen auch dazu, hauptsächlich von den Reisen, die ich gemacht hatte. Die Digitalfotografie hat mein Platzproblem schließlich gelöst.

Meine digitalen Fotos schaue ich mir sehr oft an, die Fotoabzüge und Fotobücher etwas seltener. Vor allem die Dias haben es schwer. Um sie anzuschauen müsste ich jedes Mal einen alten Projektor aus dem Keller holen und die Dias vor der Projektion entstauben... sinnlos!

Alles digital verfügbar machen war deshalb immer der Plan, doch er scheiterte stets an dem einen Gedanken: Das kann ich ja irgendwann später auch noch machen, wenn ich denn mal Zeit dafür habe. Das nennt man Aufschieberitis. Dieses Versäumnis trifft mich in diesen Tagen wie ein Bumerang.

Mittwoch, 21. März 2018

Analoge Fotos und Dias digitalisieren: Erfahrungsbericht


Im Oktober hatte ich angekündigt, dass ich testweise einige meiner analogen Bilder von einem professionellen Dienstleister digitalisieren lassen wollte. Aus Überfluss an Zeitmangel konnte ich die Sendung erst im November losschicken. Für meinen Testauftrag hatte ich tief ins Archiv gegriffen und Originale in vier unterschiedlichen Formaten gewählt:
  • Kleinbilddias und 
  • Kleinbildnegative aus den 1990ern (24x36 mm)
  • Negative im Pocketformat (24x24 mm) sowie 
  • einen Streifen eines analogen 6x6 Rollfilms (Mittelformat) aus den 1970ern.
Im Hinblick auf die Motive hatte ich Typisches und Schwieriges ausgesucht: Die Dias waren ziemlich verstaubt, manche tendenziell unterbelichtet, und auf dem Rollfilm befanden sich Sonnenuntergangsmotive. Da ich selbst auch schon einiges Material digitalisiert habe, war ich mir im klaren darüber, dass das keine leichte Aufgabe wird.

Dienstag, 30. Januar 2018

Wo ist Keegan?


Im Oktober 2016 hatte ich über Keegan, den Fotocoach berichtet. Der hat sich mittlerweile in Luft aufgelöst. Das französische Startup-Unternehmen Regaind, das die Bildanalyse-Software entwickelt hatte, wurde letztes Jahr von Apple gekauft. Über weitere Pläne, was aus dem bemerkenswerten Fotocoach werden soll, gibt es derzeit keine Informationen. Es wird darüber gemutmaßt, dass künftige iPhones dem Fotografen dabei helfen werden, aus einer Reihe von Bildern die jeweils besten auszusuchen. (Golem, 17.9.17)

Automatische Bildanalyse
Solch skurrile Fehler passieren der KI heute kaum noch
Für "Knipser", die sich mit dem Fotografieren nicht intensiv beschäftigen wollen, ist so ein Auswahl-Assistent wahrscheinlich eine tolle Sache. Vorteile sehe ich auch für die Leute, die sich all die Handyfotos anschauen müssen. Vielleicht werden die Knipsbilder besser, wenn eine virtuelle Intelligenz dabei hilft, den Ausschuss zu verringern. Es erinnert mich ein bisschen an die analogen Zeiten, in denen im Großlabor alle über- oder unterbelichteten Fotos eines Negativstreifens aussortiert wurden. Aber natürlich geht die virtuelle Intelligenz viel weiter: Sie analysiert nicht nur die technischen Parameter, sondern auch den Bildinhalt.



Mit an Bord ist eine Gesichtserkennungsfunktion, und was das bedeutet, mag ich mir gar nicht ausdenken. Natürlich erfolgt kein automatischer Abgleich aller privaten Spaßbilder mit den Datenbanken irgendwelcher Ermittlungsbehörden. Wir haben nichts zu verbergen und wir können davon ausgehen, dass die Hersteller all dieser technischen Spielereien stets nur den Kundennutzen im Auge haben... Ach, der Zug ist längst abgefahren.

Wen lassen Sie für sich denken?
Wenn wir die Bildanalyse eines Experten oder einer künstlichen Intelligenz nutzen, müssen wir uns deren Urteil nicht automatisch unterordnen. Ich finde es wichtig, das eigene Urteilsvermögen zu stärken, egal ob wir es mit einem Menschen oder einer Maschine zu tun haben. Ja, fangen Sie bitte an, in diesen Kategorien zu denken. Das ist keine Science Fiction mehr.

Samstag, 28. Oktober 2017

Analoge Bilder digitalisieren

Erinnerungsfoto Prag 1993
Aufsichtsvorlage (9x13 cm) selbst gescannt
In einem Artikel vor zwei Jahren habe ich von meinem Plan berichtet, mein analoges Bildarchiv digitalisieren zu wollen. Bei den Foto-Abzügen war ich ganz erfolgreich. Dank moderner Multifunktionsgeräte lassen sich sogenannte Aufsichtsvorlagen relativ schnell und auch mal zwischendurch einscannen. Bei den Negativen und Dias waren die Hindernisse größer. Mit meinem Flachbettscanner hätten mich das Einlegen der Vorlagen und der Scan-Vorgang wochenlang beschäftigt - ein unmögliches Unterfangen.


Hilfe kam von einem Fotofreund, der mir einen speziellen Diascanner mit Magazin lieh, was die Abläufe deutlich beschleunigt hätte. Leider ließ sich das Gerät nicht dazu bewegen, mit den neueren Betriebssystemen meiner Computer zu kooperieren. Ich war genervt, weil ich mir nicht noch ein Gerät anschaffen wollte, und legte die Sache auf Wiedervorlage.  Mittlerweile bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich meine Zeit lieber anders verbringe, und deshalb auch bereit bin, ein paar Euro zu investieren. Ich werde meine Dias und Negative von einem professionellen Dienstleister digitalisieren lassen, aber in welcher Auflösung und von wem? 


Mittwoch, 9. März 2016

Everything seemed to fit so well

Vor etwa drei Monaten hatte ich im Artikel Das digitale Vermächtnis angekündigt, dass ich meine analogen Bildbestände nun endlich digitalisieren wollte. Ja, ich bin jetzt ernsthaft dabei!

1994 gab es eine Phase, in der ich mich an Büroklammern abgearbeitet habe. Damals war ich in meinem Bürojob ein wenig (räusper) ... nennen wir es "gelangweilt". 😏




"Everything seemed to fit so well" (Alles schien so gut zu passen) ist kein Foto. Das Motiv stammt aus einem Fotokopierer, an dem ich Stunden verbringen musste, um papierne Exportdokumente in x-facher Ausfertigung herzustellen. Wartezeit sinnvoll nutzen, lautete meine Devise. Die Büroklammern habe ich mit Tesafilm auf einem Papier fixiert, sonst hätte ich es nicht auf den Kopierer legen können. Der türkisfarbene Hintergrund war eine Abfallseite, die jemand im Kopierraum in den Papierkorb geworfen hatte. Auf der leeren Rückseite ließ sie sich aber wunderbar mit dem Büroklammermotiv recyceln. Streng genommen ist das hier nicht mal eine Fotografik sondern... tja, ich weiß nicht, ob es dafür einen eigenen Begriff gibt. Update: Ja, es gibt den Begriff der Kopierkunst oder Xerox Kunst, und die gibt es seit den 1960er Jahren. Ich zeige dieses Motiv hier im Blog, weil ich es sehr inspirierend finde, die Grenzen der klassischen Fotografie zu überschreiten.

Dienstag, 1. Dezember 2015

Das digitale Vermächtnis

Eigentlich fühle ich mich noch ganz jung, aber wenn ich meine Bildarchive durchblättere, stelle ich immer wieder fest: Au weia, diese Bilder sind ja schon zehn, zwanzig, dreißig ... Jahre alt! Meine ältesten digitalen Aufnahmen haben mittlerweile auch schon etwa fünfzehn Jahre auf dem Buckel. Von den vielen Reisen, die ich davor unternommen hatte, gibt es ausschließlich Dias. Ich habe sie nie gezählt, doch ich erinnere mich gut an Weihnachten 2002: Ein guter Freund hatte mir seinen Nikon-Diascanner geliehen. Mein damaliger Weihnachtsurlaub ging dafür drauf, etwa alle dreißig Minuten fünfzig weitere Dias ins Magazin nachzufüllen. Mit Pausen und Nachtruhe hat es trotzdem fast drei Wochen gedauert, bis die wichtigsten Motive eingescannt waren.
















Weil ich schon von Kindesbeinen an fotografiert habe, sind damals nicht alle Dias digitalisiert worden, von den Negativen ganz zu schweigen. Und dann gibt es auch noch Fotos von Freunden, die ich nur als Fotoabzüge habe. Früher habe ich alles noch in schöne Fotoalben eingeklebt, aber es wurden im Lauf der Jahre einfach zu viele. Zwischen 2001 und 2011 bin ich insgesamt viermal umgezogen. Diese Odyssee sollte eigentlich zu Ende sein, aber wie gesagt, ich bin noch relativ jung. Wer weiß, wohin es mich in diesem Leben noch verschlägt. Vielleicht wandere ich eines Tages aus und schlage meine Zelte im Ausland auf? Dann möchte ich bitte keine x Umzugskartons mit Dias und Fotos in einem Container verschiffen, und mir keine große Wohnung oder Lagerfläche leisten müssen, wo ich all den Kram unterstellen kann.

Ein paar Festplatten transportieren sich leichter und "die Cloud" gäbe es auch noch. Darum hätte ich bitteschön gerne ALLES digital. Am liebsten sofort, ohne Mühen und mit minimalem Zeit- und Kostenaufwand.

Mittwoch, 27. Juli 2011

Knipskunst im Web

Über einen Artikel in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift PHOTOGRAPHIE bin ich auf das Kunstprojekt von Susanne Wehr gestoßen. Sie sammelt seit vielen Jahren auf Flohmärkten und bei Online-Auktionen Privatbilder (Dias) und stellt diese auf ihrem Blog vor. Die Idee hinter diesem Projekt ist nicht das Skurrile, obwohl es auch das mitunter gibt, und es geht auch nicht um "perfekte Bilder". Ganz im Gegenteil: Viel interessanter ist die Frage nach dem grundlegenden Prinzip, warum Menschen immer wieder bei denselben Motiven auf den Auslöser drücken. Anders gesagt: viele Menschen haben schon vor fünfzig oder hundert Jahren fotografiert, und viele diese Bilder ähneln dem, was heute privat - digital - geknipst wird.

1971


Für mich ist dieses Projekt einerseits Inspiration, weil der unverfälschte Stil des Knipsens oft wundersame und seltene Blüten hervorbringt. Es macht Lust,  mal wieder in die alten Dia- und Negativ-Archive abzutauchen (siehe betrachtenswert-Blog!), und nach alten Schätzen zu graben.

Manch eine(r) mag auch etwas Tröstliches darin finden, dass sogar alte, verstaubte und zerkratzte Dias auf diese Weise einen zweiten Frühling erleben.

(Update 2020: Der Blog von Susanne Wehr ist nicht mehr online, hier geht es zu ihrer aktuellen Homepage, in der es aber keinen Verweis mehr auf das Fotoprojekt gibt.)

Freitag, 15. April 2011

27 Jahre später... Was bleibt?



Die Bücher von Harald Mante hatte ich
1984 offensichtlich schon gelesen...

Beim Entrümpeln fallen mir in diesen Tagen viele alte Fotoalben in die Hände, Bilder aus den Anfangstagen meiner fotografischen Bemühungen. Manches ist auch nach 25 Jahren noch erstaunlich gut, aber vieles ist auch entsetzlich langweilig. Auf meiner ersten Venedigreise aus dem Jahr 1984 sind fast nur Gebäude zu sehen – vor allem Sehenswürdigkeiten. Dadurch ist der Erinnerungswert vieler Bilder minimal: An vielen Ecken sieht die Stadt heute genau so aus wie damals. Heute wünschte ich, ich hätte weniger dieser typischen Touristenmotive fotografiert, und stattdessen viel mehr interessante Kleinigkeiten und vor allem mehr Streetmotive!