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Dienstag, 21. Juli 2026

Fein, feiner, Feininger!

27 mm | 1/1100 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone

#Servierwagen  #Plastik  #Design
#minimalistisch

Die Fußball-WM ist vorbei, aber mein Sommermärchen geht noch eine Weile weiter.  😉  Zu meinen fotografischen Sammelthemen gehören - unter anderem - die vielen Dinge, die Menschen am Straßenrand #zuverschenken abstellen. Fast hätte ich das Buch mitgenommen. 😎

Andreas Feininger war oder ist vielleicht immer noch einer meiner "Fotogötter", ich habe schon in sehr jungen Jahren viel von ihm gelesen und gelernt. Dass man im Internet von ihm fast nur ein einziges, immer wiederkehrendes Zitat findet, ist eine echte Schande. Dass es ausgerechnet einer der demotivierendsten Sprüche ist, erst recht: 

"Bei ungünstigen Lichtverhältnissen oder unfotogenen Motiven ist es eine Kunst, NICHT auf den Auslöser zu drücken." 

Das ist schon richtig, aber eben nur ein winziger, losgelöster Satz aus Feiningers Gesamtwerk, das ich auch heute noch absolut lesenswert finde.

Beim Servierwagen scheint es sich um ein Pendant zum Monobloc - Design Klassiker* zu handeln. 😅 In diesem Fall habe ich mich an einem anderen Feininger-Zitat orientiert: 

Auf den meisten Bildern ist zuviel drauf. 

Oder auch: Weniger ist mehr. 😁 

Was fotografieren Sie gerade so? Ist auf Ihren Bildern zu viel drauf, oder lieben Sie es auch manchmal das volle Chaos in Szene zu setzen? 

Im betrachtenswert-Blog finden Sie dazu Beiträge wie Wegwartenwiesenweg, Straßenzüge, oder einen morgendlichen Schnappschuss "mit ganz viel drauf": Der Sonne entgegen...

*Monobloc - Design Klassiker

Weiterführende Links

 

Sonntag, 9. März 2025

Fotografisches Frühlingserwachen

24 mm | 1/170 s | f2,2 | ISO 50 | Smartphone
Supermakro-Modus

#Frühling2025

Aus dem Herbstlaub des letzten Jahres brechen die Krokusse hervor. Es sind Tausende... 

Vielleicht fragen Sie sich, was die Fotonanny seit November 2024 gemacht hat, vielleicht auch nicht, weil Sie den betrachtenswert-Blog regelmäßig besuchen. Dort sind Sie quasi tagesaktuell mit dabei. Um die Ereignisse kurz zusammenzufassen: Nach vier Jahren häuslicher Mutterbetreuung (>Neue Normalität) endete das Jahr 2024 mit einem bösen Sturz, der zur Folge hatte, dass die alte Dame binnen kürzester Zeit via Unfallklinik in eine Pflegeeinrichtung umziehen musste. Aktuell steht die Haushaltsauflösung des Mutterhome an, mit Wohnungsrenovierung und allem, was sonst noch so drumherum zu erledigen ist. Wenn mein Büro hinterher wieder steht, sollte der lange ersehnte Aufbruch zu neuen Ufern stattfinden. Diese und die #Muttergeschichten aus der Staffel #Pflegeheim finden Sie im Paralleluniversum. Hier geht es heute wieder ums Fotografieren. 📷😎

Ende Februar ist die Nikon Coolpix P1100 auf den Markt gekommen, und ich werde so schnell wie möglich herausfinden, wie stark sich dieses Nachfolgemodell von der P1000 unterscheidet, damit Sie und ich wissen, ob das Handbuch der P1000 auch für die P1100 geeignet ist. Nach der ersten Kamerabeschreibung bei digitalkamera.de würde ich sagen Ja; so groß scheinen die Unterschiede nicht zu sein. Ob die Tücke im Detail liegt erfahren Sie hier, sobald ich die Handbücher miteinander verglichen habe. 😊

Die vielen Sonnenstunden der zurückliegenden Woche haben mich auch wieder zum Fotografieren ins Grüne gelockt. Es waren tolle, meditative Auszeiten, auch wenn sie insgesamt nicht lange gedauert haben. Phasenweise hat sich sogar dieser "Flow" eingestellt. 😎 Trotz vieler Termine und Aufgaben gab es diese kleinen Momente der Entspannung, einfach so, zwischendurch. Das ist heute für mich einer der wichtigsten Gründe, zur Kamera zu greifen: Fotografieren bringt mich runter, weil speziell die Motivsuche meinen Kopf vorübergehend frei macht.

Samstag, 23. November 2024

Regenlomos und Schneegespenster

27 mm | 1/40 s | f1,6 | ISO 500 | Smartphone

Arbeiten Sie gezielt mit KI und wenn ja wie oft? Beruflich, privat, oder beides? In vielen Anwendungen oder Geräten steckt die KI inzwischen drin. Wenn Sie zum Beispiel die Adobe Creative Cloud verwenden, Lightroom und Photoshop, kennen Sie sicher die eine oder andere KI-gestützte Funktion.

Und wie sieht es mit kreativen Bildkompositionen aus? Hintergrund austauschen, Personen entfernen, eine Katze einbauen, die gut dazupassen würde, total fotorealistisch? Wir befinden uns in einer Bilder- und Videowelt, in der auch das Unmögliche möglich geworden ist. Wie gehen Sie damit um? (Wie) beeinflusst es Ihre Fotografie?

Wenn Sie die Möglichkeit haben, ein perfektes Foto mit ein paar Programmierbefehlen erzeugen zu lassen, lohnt es sich dann überhaupt noch, immense Mühen auf sich zu nehmen, meilenweit zu reisen, und aufs richtige Licht zu warten, um dann auf den Auslöser einer Kamera zu drücken?

Ja klar: Man fährt ja nicht wegen der Fotos in den Urlaub, sondern weil man sich entspannen, Sonne tanken, oder etwas anderes, ganz Besonderes erleben will. Das geht vor allem in Echt, mit allen Sinnen, und nicht aus zweiter Hand über einen Monitor. 😊

Einen besonderen Moment habe ich neulich auf dem Nachhauseweg erlebt, als sich im gerade einsetzenden Schneetreiben eine Schneeflocke auf der Handylinse niedergelassen hatte. Mit Wassertropfen bei Tageslicht hatte ich schon Erfahrung, Nachtaufnahmen mit Zufallsflockenfilter kannte ich noch nicht. Zauberhafte Lichtwesen begleiteten mich durch die Finsternis, und dann ist auch noch ein Ufo gelandet. 😂  Mehr dazu finden Sie im betrachtenswert-Blog unter Schneegeister, dort erkläre ich auch, was ein Regenlomo ist. 

Im Blogpost Morgenrauschen geht es ebenfalls um Schneeflocken, aber wieder in einer ganz anderen Form. Außerdem habe ich den Supervollmond! fotografiert, und ein bisschen Photoshopgebastel betrieben: Traumtänzer.

Vielleicht ist die eine oder andere Inspiration für Sie dabei, mit der Sie selbst im schnöden Alltag unerwartet auf Motivideen stoßen.

Nachgereicht unter Nachtlichter: Ein Kameratest der FZ1000ii auf Hotpixel bei Langzeitbelichtungen.

>> betrachtenswert << fast täglich neu.

Samstag, 23. September 2023

Hintergründig gestalten

26 mm | 1/60 s | f2,2 | ISO 100 | Smartphone, Bildausschnitt

Laufen Ihnen auch gelegentlich Passanten ins Bild, während Sie gerade dabei sind, Ihr Wunschmotiv optimal zu gestalten und zu belichten? In diesem Fall wollte ich - wie man wahrscheinlich sieht - die Blüten des Sommerflieders für meinen betrachtenswert-Blog fotografieren, und mich dann darüber auslassen, wieso diese Pflanze so heißt, obwohl sie gar nicht mit dem richtigen Flieder verwandt ist. Die Blüten sehen halt so ähnlich aus...
Während ich noch nach der idealen Perspektive für das Blütenmotiv suchte, nahte von links die gehende Joggerin. Daraus ergab sich sehr kurzfristig eine neue Bildidee: Blüten mit menschlichem Hintergrundelement, für etwas mehr Abwechslung in der Blümchenfotografie.

Gedacht, getan und ausgelöst - Schnappschuss.

Donnerstag, 29. Juni 2023

Sommergrün 2023


25 mm | f11 | 1/60 s | ISO 1000 | Lumix FZ1000ii

Kommt bei Ihnen manchmal der Impuls, dass Sie Ihr Fotomotiv mit dem Smartphone nicht so erwischen oder nicht so abbilden können, wie Sie es sich vorgestellt haben? In welchen Situationen kommt Ihnen dieser Gedanke am häufigsten?

Unterwegs greife ich erst mal zum Smartie, auch wenn ich eine andere Kamera dabei habe. Es geht einfach schneller, und für die meisten Motive reicht's . Aber dann gibt es

  • weit entfernte Motive, für die ich ein gutes Zoom / eine lange Brennweite bräuchte,
  • bewegte Motive, bei denen ich Fokus und Belichtungszeit exakt steuern will, oder
  • Motive mit Sonnenstern, den ich mit vielen, und möglichst langen Strahlen im Motiv haben möchte.

Als ich an den abgesägten Baumstumpf kam, hatte ich schon einige Handymotive gesammelt, und auch hier mit dem Handy drei Versuche unternommen. Der Sonnenstern blieb ein heller Fleck, selbst im Pro-Modus. Hier kam also der Impuls „Lumix auspacken“, damit ich im Modus A mit f11 einen schönen Stern ins Bild bekomme. 

Montag, 15. Mai 2023

Licht ins Dunkel - Creative Cloud Update

28 mm | 1/2000 s | f2 |  ISO 80 | Nikon Coolpix P7700
LR-Bearbeitung

 

Die Creative Cloud mit Lightroom und Photoshop hat ihre Anwender unlängst mit neuen Funktionen beglückt. Dazu gehört unter anderem eine KI-basierte Funktion in Lightroom, mit der das Bildrauschen besser und wohl auch motivgerecht reduziert werden kann. Ich habe dieses Rauschreduzierung > Entrauschen ausprobiert, aber ...
Das Blöde ist, dass sich diese Funktion nur auf RAW-Dateien anwenden lässt, allerdings nicht auf alle. Die Analyse und Bearbeitung dauert - zumindest auf  meinem Rechner - minutenlang, bis die KI zu Ende gedacht und gearbeitet hat. Anschließend wird ein DNG-Format ausgegeben. 

Herrjeh, ich habe doch gerade erst eine neue Datensicherungsplatte in Betrieb genommen! Will ich noch mehr Daten? Soll ich zum Hersteller-RAW und den JPEGs jedes Mal auch noch ein DNG-Format doppelt sichern?

Freitag, 31. März 2023

Kunst oder Wunst?

25 mm |  f2,8  |  1/4 s  | ISO 125 - Lumix FZ1000 ii

Huch, der Monat März ist auch schon wieder vorbei, und Sie haben gar nichts von mir gehört beziehungsweise gelesen. Dieser Saustall muss ein anderer werden. Fleißig war ich, aber nicht hier. Als mich vor ein paar Tagen jemand nach den Aufnahmedaten zu einem Foto im betrachtenswert-Blog gefragt hatte, dachte ich, es wäre höchste Zeit, mal wieder einen seriösen Fotofachtext zu schreiben. Dann saß ich vor dem leeren Bildschirm und hatte eine Schreibblockade.
Jetzt, wo es Chat-GPT gibt, könnte man sich alles von der KI zusammentexten lassen. Das macht mir aber keinen Spaß, und außerdem weiß der Bot überhaupt nicht, was ich denke. Der tut nur so als ob, schaut nach, was andere Fotofachautor*innen getextet haben. Dann haut er so einen Marketing-Fachgelaber-Mix raus. Ne. Bei mir bekommen Sie authentische Texte, und die sind jetzt ein bisschen schräger als früher.
Als ich vor vielen Jahren ein Buch von Scott Kelby gelesen habe, hatte ich mich dessen schnodderige Schreibe ein wenig irritiert. Heute bin ich selber so drauf. 😉 Nichtsdestotrotz werde ich mich hier im Fotonanny-Blog weiterhin auf fachliche Aspekte des Fotografierens konzentrieren. Was steht heute an? Blaue Stunde in der City, und ein Rückblick auf Motive aus dem Monat März.

Vielleicht wundern Sie sich über das Aufmacherfoto. Wissen Sie, was das sein soll, oder denken Sie eher: Hm, da ist wohl was schief gelaufen? Ja, das Motiv ist zwiespältig. Für die einen ist es die wahrscheinlich kürzeste Straßenbahn der Welt, für die anderen ein diffuser Fehlschuss. Was steckt dahinter?

Mittwoch, 15. Februar 2023

Gelbe Stunde

27 mm |  f1,6  |  1/17 s  | ISO 2000 - Smartphone

 
Bei klarem Himmel wird es jetzt schon deutlich später dunkel, aber der Hochnebel ist in München zur Zeit hartnäckig. Kaum bin ich im Mutterhome, strahlt die Sonne aus wolkenlos blauem Himmel, und wenn ich mich abends auf den Heimweg mache, zieht es wieder zu. Das ist frustrierend, aber es wird auch wieder anders.
Wo gestern eigentlich "Blaue Stunde" hätte sein müssen, leuchtete der Abendhimmel beinahe safrangelb. Schon von Weitem war der diffuse Schein zu sehen, und an nebligen Abenden sieht man diese Lichtverschmutzung besonders deutlich. Dieses gespenstisch gelbe Licht ist relativ neu und kommt aus dem Fußballstadion an der Grünwalder Straße, das "Sechzger-Stadion", wie es bei uns heißt. Es steht manchmal wie eine leuchtende Schüssel auf dem Berg, auch wenn drinnen niemand zu sehen und zu hören ist. Das ist schon gespenstisch. 😏
 
Dass mein Smartie manchmal komische Farben abliefert, hatte ich schon berichtet. Die hier gezeigten Bilder sind nur moderat korrigiert (Helligkeit/Kontrast). Die Fotos mit dem automatischem Weißabgleich geben den visuellen Eindruck vor Ort diesmal ganz exakt wieder.
ISO 2000 ohne krasses Bildrauschen hat mich auch beeindruckt. Bei nächtlichen Freihandaufnahmen fordert mich das Handy über eine Texteinblendung am Monitor auf, die Kamera ruhig zu halten. Bei unbewegten Motiven bringt das was, bei bewegten nicht. Es kommt aber auch auf die konkrete Belichtungszeit an. Unabhängig von Modell und Marke sind Langzeitbelichtungen von mehreren Sekunden ohne Stativ oder aufgelegte Kamera ein sinnloses Unterfangen. Versuchen kann man alles, wenn man im Vorbeigehen etwas Interessantes sieht. Man darf nur nicht erwarten, dass es perfekt gelingt. Beim Treppenfoto wäre jetzt noch ein schöner Lichtstern an der Straßenlaterne das i-Tüpfelchen gewesen.
 

Mittwoch, 7. Dezember 2022

Blitzlicht?

27 mm | 1/8 s | f1,6 | ISO 12.800 (!) | ohne Blitz - Smartphone

Ist das Kunst, oder kann das weg? Lösen Sie sich für einen Moment von dieser Frage, weil es heute um die Aufnahmetechnik geht, konkret um den Einsatz des kamerainternen Blitzlichts. Ob Sie mit dem Smartphone oder anderen Kameramodellen fotografieren, spielt bei diesem Beitrag keine Rolle.

Das Foto oben ist ohne Blitz aufgenommen und gefällt mir deutlich besser als die Variante, bei der ich den Blitz eingeschaltet hatte. Allerdings war es nicht die erste Aufnahme, die ich gestern Abend auf dem Nachhauseweg gemacht hatte. Es war stockfinster und ich war an diesem merkwürdigen Objekt bereits vorbei gelaufen. Es stand unter einer Straßenlaterne, schummrig beleuchtet, und ich hatte es eilig. Ein paar Schritte weiter dachte ich: Wer weiß, ob dieses Ding noch hier steht, wenn ich bei besseren Lichtverhältnissen wieder vorbei komme. Es war diese klassische "Jetzt oder nie" Situation, in der man sich überlegt: Wie mache ich das jetzt?, oder weitergeht, weil man denkt: Das wird nichts, das ist garantiert verwackelt, das kannst morgen früh gleich wieder löschen. Kennen Sie solche Stimmen auch? Hören Sie nicht drauf, probieren Sie es einfach aus.  

Samstag, 23. Juli 2022

Jurassic Park!?

28 mm | 1/90 s | f1,9 |  ISO 40 - Smartphone

"Hoffen Sie nicht unbedingt auf einen echten Dinosaurier oder ein gelben Elefanten im Straßenbild. Was Sie aber durchaus erwarten können, sind Graffitis, Werbeplakate oder Schaufensterdekorationen mit eben solchen Objekten. Wer suchet, der findet", hatte ich vor einem knappen Jahr im Artikel Das Motivprogramm im Kopf geschrieben. Manchmal braucht man ein bisschen Geduld, erzwingen lässt sich nichts, aber natürlich könnte man bestimmte Motive organisieren und arrangieren. 

In diesem Fall war es wieder die persönliche "Motivsuchliste", die im Unterbewusstsein verankert war. Und dann steht der LkW auf einmal da, mitsamt "bestelltem" Dinosaurier, der offensichtlich einen kleinen Teddybären jagt, der sich hinter der Windschutzscheibe versteckt hat. Die Bayerin denkt: "Sigst, do isser ja!", und zückt das Smartphone. 😏

In Sachen Eigenwillige Eigenheime gibt es ein Update: In der Kultursendung Capriccio wurde am Donnerstag der Abrisskalender 2023 vorgestellt. Weg mit den Bausünden. "Turit Fröbe hat ihren neuesten Abrisskalender veröffentlicht. 365 Bausünden - als Kalenderblätter zum Abreißen. Verirrungen des Geschmacks von Architekten und Bauherren." Der sechsminütige Beitrag ist wieder toll, zumal das brandneue Supergeschmacksverirrungsbauwerk des FC Bayern in der Münchner City bereits auf der Abrissliste steht. Den Kalender hol ich mir. Urbanistinnen müssen zusammenhalten. 😊
Hier geht's weiter zur Capriccio-Mediathek, der Beitrag ist bis 21.07.2023 verfügbar.
Falls Sie den Kalender bei Amazon bestellen wollen, bekomme ich ein paar Cent ab.

Was bewegt mich sonst noch so? Der aktuelle Artikel bei digitalkamera.de über Das langsame Sterben der DSLRs, ein Kommentar von Benjamin Kirchheim. Es ist schon lange zu beobachten, dass keine neuen Spiegelreflexkameras mehr auf den Markt kommen. Der Autor rät: "Die Technik ist 'ausentwickelt' und wer gerne eine DSLR kaufen möchte, dem würden wir raten, jetzt zuzuschlagen, denn mit einer solchen Kamera wird man noch lange Jahre Freude haben können." Wer weiß, ob nicht doch das Motto gilt, dass Totgesagte länger leben.
Weiter zum Artikel bei digitalkamera.de

Mein betrachtenswert-Blog entwickelt sich gerade sehr dynamisch, und es ist jeden Tag irgendwas los. Da sollten Sie hinklicken Bevor Sie sterben...  oder um zwölf Uhr mittags mit einer Sonnenblume sprechen: High Noon! 😅 Urbane Motive gibt's natürlich auch.

Freitag, 3. Juni 2022

Überraschung

45 mm | 1/2000 s | f4,5 |  ISO 125 - Lumix FZ1000 ii

 
#Licht&Schatten #monochrom  #Linien
#Gartenzaun

Ist das jetzt ein minimalistisches Foto oder ist das Motiv schon viel zu komplex? Es ist klar strukturiert und symmetrisch, aber es gibt auch winzige Brüche in dieser Symmetrie. Es wirkt auf den ersten Blick wie ein Schwarzweißfoto, denn es besteht überwiegend aus Grautönen. Die Bezeichnung "schwarzweiß" ist im Hinblick auf Fotos streng genommen unzutreffend, man müsste Bilder ohne Farbe "Graustufenbilder" nennen. Diesen Begriff  gibt es in den Menüs von Bildbearbeitungsprogrammen, dort hat er aber eine andere - technische - Bedeutung. Wenn Sie ganz genau hinschauen, sehen Sie im Foto einen kleinen braunen Fleck links, einen halb abgezogenen Klebepunkt. Es ist also ein Farbfoto
 
Auf wieviele Details achten Sie?
Fotografieren zwingt, nein, es bringt mich dazu, ganz genau hinzuschauen. Nur so gelingt es mir, interessante Motive zu sehen, sie erst einmal zu erkennen. Danach muss das entdeckte Objekt so im Bildrahmen positioniert werden, dass der subjektiv wahrgenommene Eindruck später im Foto wieder sichtbar wird. Dazu sind oft bestimmte Kameraeinstellungen notwendig, und/oder eine Nachbearbeitung am Computer. Auch da ist Genauigkeit wichtig, sonst klappt es nicht mit der Umsetzung von der "subjektiven Realität" in ein Bild, das meine Wahrnehmung angemessen wiedergibt. 

#Achtsamkeit hat in der Fotografie einen hohen Stellenwert, auch wenn man in Fotografenkreisen dieses Wort kaum benutzt. Es gilt vielleicht als zu esoterisch. Man würde eher von Aufmerksamkeit, Beobachtungsgabe und Konzentration sprechen. 

Dienstag, 31. Mai 2022

Nebulös

 

225 mm | 1/100 s | f4|  ISO 1250 - Lumix FZ1000 ii

 

Dieses Bild sollte eigentlich der Aufmacher für meinen Monatsrückblick werden, aber den teile ich diesmal in kleinere Häppchen auf. Es handelt sich um ein Bild aus der aktuellen Ausstellung im Haus der Kunst. Die japanische Künstlerin Fujiko Nakaja macht Nebelskulpturen aus Wasser: Nebel Leben

„Nebel lässt sichtbare Dinge unsichtbar werden, während unsichtbare – wie Wind – sichtbar werden.“ Fujiko Nakaya

Ja genau - Dinge werden unsichtbar. Fotografisch ist das eine Herausforderung. Künstlerisch und emotional sollte man diese Installationen in Ruhe auf sich wirken lassen. Für beides bringt man am besten eine Menge Zeit mit, das wird dann auch dem meditativen Charakter der Ausstellung gerecht.
Bis sich der Nebel gehoben und langsam wieder gelichtet hat, vergeht viel Zeit. Für die Wartezeiten zwischen den Nebelwallungen gibt es für Ungeduldige in den Nebenräumen jede Menge zu lesen, und ein paar Videos von anderen Nebel-Installationen der Künstlerin. Draußen interagiert der Nebel mit der Landschaft und Bäumen, das finde ich persönlich spannender. Nebel im Innenraum mit weißen Wäden ist sehr speziell. 

Freitag, 18. März 2022

Lichtblicker

28 mm | 1/710 s | f1,9 | ISO 40 (Smartphone)


Brauchen Sie zwischendurch eine Auszeit vom Nachrichten-Bombardement und eine kreative Pause? Ich nehme mir diesen Abstand ganz bewusst, und dazu gehe ich gerne raus an die frische Luft.
An diesem Motiv war ich schon vorbeigejoggt, habe es mir aber nochmal anders überlegt. Es sah nicht so aus wie oben gezeigt, es war einfach nur ein verlorenes Haargummiband, das jemand netterweise aufgehoben, und auf einen dieser grusligen Mülleimer gelegt hatte. Eine liegende Acht, das ist ein symbolisches Motiv und sowas findet man nicht so oft. Damit kann man doch was anfangen?

Freitag, 25. Februar 2022

Eigenwillige Eigenheime

Im Vorbeifahren angehalten, und mit dem Smartphone bei Regen als schnelles Panorama eingefangen: Die Straßenszene erinnerte mich an einen Bildband von Turit Fröbe, der in einigen Kultursendungen vorgestellt worden war. Wenn wir als Fotografen an "Architektur" denken, dann bestimmt nicht an so etwas. Wie man auch daraus ein fotografisches Sammelthema machen kann, sehen Sie im unten verlinkten Beitrag. 

Wenn Sie selbst Architektur fotografieren, gilt von öffentlichem Grund aus die sogenannte Panoramafreiheit: Fremde Gebäude und Grundstücke darf man ohne Erlaubnis fotografieren, wenn die Aufnahme von allgemein zugänglichen Orten außerhalb des fremden Grundstücks bzw. Gebäudes angefertigt wird, z.B. von der Straße oder von einem öffentlichen Park.

All das, was vom öffentlichen Grund aus nicht frei einsehbar ist, weil es sich beispielsweise hinter Zäunen oder Hecken verbirgt oder erst von einen Balkon, einem Dach oder aus der Luft sichtbar wird, darf nicht ohne Erlaubnis fotografiert werden.

Wann gilt Panoramafreiheit nicht?
Denkmäler oder Kunstwerke sind von der Panoramafreiheit ausgenommen, selbst wenn Sie öffentlich zugänglich oder von öffentlichem Grund aus sichtbar sein mögen. (Wenn sie bleibend im öffentlichen Raum aufgestellt sind, ist es jedoch wieder erlaubt. Im Zweifelsfall müssen Sie recherchieren.) Brücken, Dämme, Highways und Straßen sind per Definition keine Gebäude und dürfen frei fotografiert werden.
 
Gehen sie mit offenen Augen durch die Straßen: Es gibt viel zu entdecken. 😀

  • Turit Fröbe fotografiert Bausünden: Kulturjournal NDR (Youtube, 5 Minuten)
  • Ist das Baukunst oder kann das weg? Brutalismus in Beton, Medienwerkstatt Franken (Youtube, 28 Minuten)

Mittwoch, 29. Dezember 2021

Das Fotojahr 2021

August 2021 - Smartphone + Analog Effex
28 mm | f1,9| 1/17 s | ISO 160

 

Wenn ich mich an 2021 zurück erinnere, gibt es nur einige wenige Momente, die aus dem gefühlten Einheitsgrau herausragen. Es gab wenig Sonne, es war kalt, die Tage erschienen mir überwiegend düster. Um zu überprüfen, ob meine subjektive Erinnerung mit der fotografierten Realität übereinstimmt, habe ich meinen Lightroom-Katalog durchgeblättert. Tatsächlich gibt es bei  mir nur wenige Motive mit Sonnenschein. Die Bilder 2021 sind entweder bei trübem Wetter aufgenommen, oder extrem kontrastreich. Trotzdem habe ich für meinen Jahresrückblick ein paar Perlen gefunden.

Freitag, 24. Dezember 2021

Schöne Feiertage!

 

Der Lack ist ab - Weihnachten 2021. 

Dieses Motiv habe ich vor dem Restaurant gefunden, an dem ich fast täglich vorbei laufe.
Smartphone.

Wenn Sie mehr von mir lesen oder einfach nur Fotos anschauen wollen,
finden Sie im betrachtenswert-Blog jede Menge Material. 

Ein kleines Mini-Fotoprojekt war die Serie "Atsvents":
An jedem Advent-Sonntag beim Joggen ein Fotomotiv finden.
Das war nicht nur fotografisch motivierend,
es hat mich auch bei schlechtem Wetter dazu gebracht,
meine Laufstrecke zu absolvieren.

😏

Genießen Sie Ihr Festtagsmenü und kommen Sie gut über die Feiertage.

🎄🎅

Mittwoch, 22. Dezember 2021

Und was machen Sie so?

340 mm | f4 | 1/125 s | ISO 160
Lumix FZ 1000 ii

  

 ... an den Feiertagen? Es ist ja wieder mal... Zeit zum Fotografieren!

Mich erreichen momentan die ersten Weihnachtsgrüße, ganz lieben Dank dafür. Marion schreibt: "Durch die nicht stattgefundenen Urlaube sind natürlich auch viele Foto-Möglichkeiten weggefallen. So wenig wie heuer habe ich noch nie fotografiert. Das muß langsam besser werden, weil ich heuer in meinem Archiv weit zurückgehen mußte, um einen Kalender für 2022 machen zu können."

Ja, fragen Sie nicht, wie gerne auch ich wieder einmal verreisen würde. Natürlich kann man aus der Not eine Tugend machen, aber irgendwann nervt es. Die schönen Erinnerungen machen uns auch deutlich, wie eingesperrt wir sind. Ob wir es wollen oder nicht: es verändert unseren Blick. Manchmal findet man beim Stöbern im Archiv alte Schätze, manche Bilder sind zeitlose Klassiker. Vielleicht werfen Sie einen zweiten Blick auf Ihre Sammlung, und finden dabei Motive, die Sie früher noch gar nicht "auf dem Schirm" hatten. Auch die Ansichten über Bilder und Motive können sich über die Jahre verändern.

Was mich angeht: Ich habe versucht, mich auch 2021 mit dem Fotografieren bei Laune zu halten. 

Mittwoch, 8. Dezember 2021

Holz hat viele Gesichter

Lumix FZ1000 ii
28 mm | f2,8 | 1/100 s | ISO 125 | +2/3 LW


Dienstag, 7. Dezember 2021

Time Out

 

Smartphone
28 mm | 1/670 s | f1,9 | ISO 40

 

Bei der intensiven Beschäftigung mit dem "Menschsein"
ist ein Perspektivwechsel zwischendurch nicht nur notwendig,
sondern zwingend notwendig.


😅

Montag, 6. Dezember 2021

Über das Menschsein (5)

 

Lumix FZ1000 ii
400 mm | 1/125 s | f4 | ISO 1000

 

Na, haben Sie (auch) schon genug vom "Menschsein"?
😏