Montag, 19. November 2018

TV-Tipps für kalte Winternächte

Diesmal muss es schnell gehen, darum nur ganz kurz:

Hier sind die neuen Sendetermine, weitere Tipps zu Kunst & Kultur sowie Links zu den Mediatheken.

:-)







Grund zur Freude: Soeben habe ich erfahren, dass mein Buch „Fotografieren!" von der Jury des Deutschen Fotobuchpreises auf die „Longlist“ gesetzt wurde, das ist vergleichbar mit einer Bronzemedaille. Die Longlist umfasst die eingereichten Titel, die nur knapp die Platzierung in den vorderen Rängen verpasst haben. Die Titel der Longlist wurden zusammen mit denen der Shortlist und den Preisträgern bei der Preisverleihung am 16. November 2018 im Rahmen der Stuttgarter Buchwochen der Öffentlichkeit präsentiert. Im Anschluss gehen die Fotobücher auf Wanderschaft und werden an unterschiedlichsten Orten in Deutschland wie auch im näheren und weiter entfernten Ausland gezeigt.

Freitag, 9. November 2018

Nikon Coolpix P1000 - Eine Grenzerfahrung

Ich weiß nicht, welcher Teufel mich geritten hat, als ich im Sommer den Vorschlag machte ein Handbuch zur Nikon Coolpix P1000 zu schreiben. Diese "Kamera, die ein Teleskop sein könnte" ist zwar eine Bridgekamera, aber sie ist klobig, sperrig und schwer. Sie ist so ein fetter Bomber, dass man damit sofort auffällt und angesprochen wird. Damit ist sie also genau das Gegenteil von dem, was ich normalerweise bevorzuge. Und jetzt kommt das große ABER: sie ist irgendwie geil. Verzeihen Sie mir diesen Ausdruck, aber mir fällt gerade nichts Besseres ein.

Bleiben wir für einen Moment bei den Nachteilen und häufig erwähnten Kritikpunkten.
  • Schwer heißt: die Kamera wiegt fast 1,5 kg (1.419 g)
    Das bin ich einfach nicht mehr gewohnt. Zwei Stunden mit der P1000 fotografieren und Sie brauchen einen Termin beim Masseur, der Ihre Oberarm- und Rückenmuskulatur lockert. Wer mit einer Vollformat-Spiegelreflexkamera und einem hochwertigen Teleobjektiv fotografiert, kann da nur müde lächeln: Ein Spiegelreflexgehäuse bringt ohne Optik 700-950g auf die Waage und gute Objektive sind immer schwer. Das Canon EF 70-200mm 1:2,8 L IS II USM bringt es allein auf anderthalb Kilo. Gewicht ist also nicht unbedingt ein Argument gegen die P1000. Rechnen wir testweise zusammen, was die verschiedenen Objektive kosten würden, die man bräuchte, um den an der P1000 verfügbaren Brennweitenbereich abzudecken, dann ergibt sich für die P1000 ein ausgesprochen gutes Preis-Leistungsverhältnis.

  • Klobig heißt: Die P1000 ist nur unwesentlich größer als eine DSLR, aber mit voll ausgefahrenem Zoom (3000 mm) muss man sich nicht wundern, wenn man von Passanten nach dem Waffenschein gefragt wird... ;-)
  • Sport- und Tierfotografen dürften dieses Phänomen allerdings auch kennen. Schauen Sie bei der nächsten Fußballübertragung mal an den Spielfeldrand, wo die Profis mit den langen Objektiven sitzen. Von Passanten wird der Wert (Preis) der Kamera wohl auch deshalb maßlos überschätzt.

    "Size matters"... oder: es kommt auf den Einsatzzweck an.

  • Teuer heißt: 1.099 EUR Neupreis
    Ob etwas teuer ist, ist immer Ansichtssache. Für das, was die P1000 bietet, finde ich den Preis okay. Warum?

    Die Abbildungsleistung des oben erwähnten Canon Objektivs ist eindeutig besser, da beißt die Maus keinen Faden ab, dafür kostet es auch knapp 2.000,- EUR (ohne Kamera) und ist ein reines Telezoom (70 - 200 mm). Das Objektiv der P1000 deckt einen Brennweitenbereich von 24 bis 3000 mm ab und das ist kein Schreibfehler! Nahaufnahmen sind im Weitwinkelmodus mit 1 cm Abstand zum Motiv möglich, man spart sich also das Makroobjektiv. An anderen Ende des Brennweitenspektrums kommt man an Motive heran, für die man extrem teure und sehr schwere Spezialobjektive bräuchte, wenn es sie denn überhaupt für das eigene Kameramodell gibt.

    Die P1000 hat einen eigenen Kameramodus für Mondaufnahmen, das heißt man kann selbst als ungeübter Fotograf gestochen scharfe, formatfüllende Bilder unseres Erdtrabanten machen - aus der Hand. Sicher kann man argumentieren, ob und wie oft man so eine Funktion braucht. Ein Mondfoto ist wie das andere, so ein "Spezialfeature" nutzt sich nach der ersten Begeisterung schnell ab. Denken wir also eher in Richtung Tier- und Sportfotografie, denn auch dort sind die extrem langen Brennweiten gefragt. Geht das mit der P1000? Ich würde sagen ja.

    600 mm | 1/80 s | f5,6 | ISO 400

  • Sensorgröße heißt: CMOS-Sensor 1/2,3" 6,2 x 4,6 mm (Cropfaktor 5,6)
    Das ist ein Schwachpunkt: Ein kleiner Sensor liefert keine besondere Schärfe und Detailgenauigkeit, bei schwachem Licht entsteht stärkeres Bildrauschen und die Fotos werden nicht so klar und brilliant. Hinzu kommt, dass die P1000 nur im Weitwinkelbereich eine Anfangsöffnung von f2,8 hat, mit zunehmender Brennweite reduziert sich die Lichtstärke sehr schnell und bei f8 ist schon Schluss.
    Es stellt sich also die berechtigte Frage, ob man mit so einer Kamera überhaupt richtig fotografieren kann, oder ob man von den Bildergebnissen nicht maßlos enttäuscht sein wird. Das hängt wie immer von den persönlichen Ansprüchen ab.
Klar ist, dass die P1000 keine "Profikamera" ist und sicher auch kein "Immerdabei"-Modell, das sich für alle Lebenslagen eignet. Für mich lautet deshalb die Frage: für wen ist sie interessant und was muss man beachten, wenn man sie benutzt?

Der erste Praxistest
Meine vorbestellte P1000 ist immer noch nicht lieferbar, aber durch eine wirklich glückliche Fügung hat sich Anfang der Woche eine Frau bei mir gemeldet, die die P1000 seit vier Wochen hat - tu felix Austria, kann ich da nur sagen! Wir haben uns im Tierpark verabredet und danach hat sie mir ihre nagelneue P1000 für zwei Tage geliehen, damit ich schon mal mit dem Buch anfangen kann. Heike, das werde ich Dir nie vergessen!


Schwaches Licht im Zoo, beschlagenes Objektiv - die P1000 schlägt sich gut.
(Klick aufs Bild für größere Ansicht)
Schritt 1: Muskelaufbau
Mein erster Fotospaziergang war anstrengend wie das Hanteltraining im Fitnessstudio! Deshalb weiß ich auch, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich mein Körper an die neuen Trainingseinheiten gewöhnt hat. Die Kamera zwischendurch immer wieder absetzen und die Arme ausschütteln tut not, aber das Training ist interessant und kurzweilig. Obwohl ich ein Einbeinstativ habe, werde ich erst mal ohne dieses nützliche Hilfsmittel mit der P1000 fotografieren.

Schritt 2: Training der Feinmotorik
Bisher war ich Brennweiten bis 600 mm gewohnt. Ab 1000 mm Brennweite wird es richtig schwierig, den Bildausschnitt freihändig exakt zu gestalten. Jede noch so kleine Bewegung führt dazu, dass der Bildausschnitt verrutscht, mitunter sehr stark. Je stärker man zoomt, desto schwieriger wird es beim Auslösen die Kamera in Position zu halten. Das gilt umso mehr für Aufnahmen im Hochformat, hier machen sich die 1,5 Kilo Gewicht besonders unangenehm bemerkbar. Das muss man üben und dabei die Atemtechnik wie ein Scharfschütze perfektionieren. Meine ersten Bilder mit +1000 mm Brennweite sind deshalb eher mittig gestaltet. Bei 16 Megapixel Bildauflösung (4.608 x  3.456 Pixel (4:3)) bleibt genug Luft, um das Motiv im Bildbearbeitungsprogramm zurechtzurücken. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis man sich an diese neue Situation gewöhnt hat.


3000 mm - beim Auslösen die Kamera verrissen... Übungssache!

Schritt 3: Staunen
Wenn man eine Kamera mit einem so starken Telezoom hat, dann ist man automatisch geneigt, diese Brennweite auch auszunutzen. Motive in unmittelbarer Nähe hat man ja schon zuhauf fotografiert, jetzt wird auf alles gezoomt, was man vorher nie erreichen konnte. Wie gut das funktioniert hat mich gleich auf den ersten Metern beeindruckt. Warum ein Makro aus geringer Distanz fotografieren, wenn man eine Hagebutte auch mal mit 3000 mm aufnehmen kann? Die winzige Spinne (2mm) in ihrem Netz habe ich erst im elektronischen Sucher gesehen. Ich habe versucht, sie anschließend mit dem Makromodus zu fotografieren, aber das hat nicht geklappt, weil der Bildwinkel bei 24 mm Brennweite viel zu groß war.

Maximaler Zoom: 3000 mm, Distanz zum Motiv 10 Meter (!)
Modus S, 1/640 s | f8 | ISO 500 | -2 LW


"Normal" fotografieren geht auch:
24 mm | 1/500 s | f2,8 | ISO 100


Mein erster Eindruck nach zwei Tagen
Die P1000 eröffnet ganz neue Horizonte. Ich schaue anders. Motive in großer Entfernung werden plötzlich interessant und ich sehe Dinge, die ich vorher mit bloßem Auge gar nicht sehen konnte. Sie lassen sich sogar (unbemerkt) fotografieren, wie die scheuen und übervorsichtigen Krähen, die weit oben im Baumwipfel sitzen, und überhaupt nicht auf die Idee kommen, dass ich sie im Visier habe.

Ich wollte es nur ausprobieren...

Das nächste Aha-Erlebnis hatte ich kurz vor Sonnenuntergang, als ich mit 575 mm Brennweite und einer halben Sekunde Belichtungszeit aus der Hand im schummrigen Licht eine Aufnahme von fließendem Wasser gemacht habe. Die Tropfen auf den Blättern waren immer noch scharf, der Bildstabilisator ist sensationell gut. Die Sorge, dass die Kamera den ISO-Wert beim Zoomen sehr schnell nach oben ziehen würde, hat sich nicht bestätigt. Bis 2000 mm Brennweite sehen die Bilder - der Kameraklasse/Sensorgröße entsprechend - gut aus, bei ausreichender Helligkeit sogar sehr gut.

575 mm | Modus S | 1/2 s | f8 | ISO 100



Bei Available Light Aufnahmen im Dunkeln kommt man an die Grenzen, da sollte man gar nicht erst zoomen. Die Programmautomatik reagiert nicht wie bei anderen Kameras, die auf eine moderate Belichtungszeit (1/25 s oder 1/10 s) und einen hohen ISO-Wert (3200) setzen. Die P1000 verlängert die Belichtungszeit gnadenlos auf eine halbe oder eine Sekunde und hält den ISO-Wert niedrig. 
Wechselt man zum Modus S und den gewohnten Belichtungszeiten wird man mit starkem und sehr unschönem Bildrauschen bestraft (ISO 1600). Trotz der sehr guten Bildstabilisierung ist man gezwungen zum Stativ zu greifen. Das ist für mich persönlich schade, aber diese Programmierung ist konsequent und richtig, weil sie Bequemlichkeit unterbindet und Bildqualität erzwingt.

24 mm | Modus P | 0,8 s | f2,8 | ISO 800


Bewegungen erkennt der Autofokusmodus AF-F sehr gut, er stellt sogar unter schwierigen Bedingungen noch korrekt auf bewegte Motive scharf.

1300 mm | Modus S
1/500s | f5,6 | ISO 250

Der elektronische Sucher ist gut, war aber viel zu hell eingestellt. Das hat mich anfangs dazu verleitet, die Aufnahmen unnötig in der Belichtung zu korrigieren. Der Sucher und der Monitor lassen sich aber in der Helligkeit regulieren. Ebenfalls neu ist für mich der Umstand, dass die JPEG-Dateien aus der Kamera sehr gut aussehen und dass ich bei der RAW-Verarbeitung in Lightroom noch Anlaufschwierigkeiten habe. Der erste Firmware-Update zur P1000 ist bereits da, dabei wurden Korrekturwerte für NRW-(RAW-)Daten verändert...

Jetzt gibt es also viel zu tun und ich freue mich auf die nächsten Wochen mit der P1000. Wegen der Lieferverzögerung ist der Erscheinungstermin des Handbuchs voraussichtlich März 2019.


Mittwoch, 24. Oktober 2018

Tausend Worte und ein Bild

Was ist ein gutes Bild und sagt ein Bild mehr als tausend Worte?
Das sind Fragen, über die wir wahrscheinlich noch in hundert Jahren kontrovers diskutieren werden. Dazu vorneweg zwei Zitate von gestandenen Profis:
  • Ein Bild sollte man anschauen - nicht darüber reden. (Elliot Erwitt)
  • Worte und Bilder kommunizieren gemeinsam viel stärker als alleine.
    (William Albert Allard)
Erwitt, geboren 1928, war in den 1960er Jahren Präsident der legendären Agentur Magnum. Allard, geboren 1937 hat ebenfalls für Magnum und für National Geographic gearbeitet. Die beiden wissen also, wovon sie sprechen.

Beide haben recht
Es kommt immer auf den Kontext an. Es gibt Bilder, die sich dem Betrachter sofort erschließen, trotzdem kann man zu einem Foto unterschiedliche Gedanken haben. Manchmal hat es etwas mit der "Tagesform" zu tun. Gut gelaunte Menschen sind leichter zu begeistern als jemand, der mit dem linken Fuß aufgestanden ist. Zudem hat jeder Mensch seine ganz eigenen Assoziationen. Wer Katzen nicht leiden kann, wird Katzenfotos einfach nicht niedlich finden.
Mit einem erläuternden Text unter oder neben einem Bild kann man die Aufmerksamkeit des Betrachters lenken, dessen eigene Gedanken und Assoziationen werden schneller unterbrochen. Die begleitenden Worte können auf etwas hinweisen, woran der Bildbetrachter selbst nicht sofort denken würde.

München Giesing
Gentrifizierung eines ehemaligen "Glasscherbenviertels"

Überflüssig sind Begleittexte, wenn sie nur das Offensichtliche beschreiben, und selbst da gibt es Ausnahmen: Texte für Barrierefreiheit im Internet zum Beispiel, die Blinden helfen zu verstehen, was auf einem Bild zu sehen ist. Fotos in Bildagenturen werden nicht nur mit Schlagwörtern versehen, manche Fotografen machen sich auch die Mühe, einen kurzen beschreibenden Text mitzuliefern. Diese Beschreibung, die man in den IPTC-Daten hinterlegen kann, soll dafür sorgen, dass das Motiv besser gefunden wird.

Wort und/oder Bild?
Erinnern Sie sich an den Deutschunterricht, Stichwort "Bildbeschreibung"? Die meisten meiner Mitschüler haben es gehasst, ich fand es schwierig aber inspirierend. Versuchen Sie einmal eines Ihrer Fotos so zu beschreiben, dass ein Blinder sich vorstellen kann, was Sie fotografiert haben. Das ist eine schöne Übung, bei der Sie vielleicht einige Dinge im Bild entdecken, die Sie vorher noch gar nicht bemerkt haben. 

"Eine junge Frau mit brünettem schulterlangem Haar läuft durch ein saftiges grünes Weizenfeld. Sie trägt ein rotes Kleid, hält einen aufgespannten Regenschirm in der einen und einen Koffer in der anderen Hand. Am tiefblauen Himmel über der Szene sieht man Schönwetterwolken am Horizont."
Sie wissen jetzt noch nicht welche Farbe der Regenschirm hat, ob die Frau ihn in der linken oder rechten Hand trägt und ob sie in die Kamera lächelt. Das Bild könnte im Hochformat gemacht sein und sie läuft mit dem Rücken zur Kamera Richtung Horizont durchs Feld. Es könnte aber auch ein Querformat sein und die Bewegungsrichtung verläuft von rechts nach links...? Am Ende des Artikels finden Sie den Link zum Foto und können selber nachschauen.

Bilder entstehen im Kopf
Sagt so ein Bild mehr als tausend Worte oder reicht die Beschreibung, um das Motiv in Ihrer Vorstellungskraft lebendig werden zu lassen? Wenn Sie das Foto sehen, werden Sie vielleicht "wow" rufen, denn es ist ein plakativer Hingucker, gestaltet nach der Drei-Farben-Regel.
Während man den Text liest, wirft die Beschreibung vielleicht andere Fragen auf:
Welcher vernünftige Mensch kommt auf die Idee, bei strahlend blauem Himmel mit aufgespanntem Schirm und einem Koffer in einem roten Kleid durch ein Weizenfeld zu laufen? Zu Ihrer Beruhigung: So etwas fällt nicht nur Fotografen ein. Schon die klassischen Kunstmaler haben sich mit derlei Szenarien befasst - Claude Monet zum Beispiel. Ist das Foto also Kunst, weil es eine Hommage an die "Frau mit Sonnenschirm" ist? Wofür braucht man solche Bilder? Das kann ich Ihnen sagen: Zum Beispiel um die Drei-Farben-Regel zu erklären, oder einfach nur weil es hübsch aussieht.



Auf die Wirkung kommt es an
Bei Fotos, die in Foren oder sozialen Medien wortlos zur Kenntnis genommen werden, entsteht manchmal der Eindruck sie seien schlecht. Vielleicht sind sie aber auch "nur" unkonventionell oder dokumentarisch.

In einem Lumix-Forum zeigte neulich jemand seine Fotos völlig unkommentiert und bekam postwendend den Hinweis, er möge doch ein paar Sätze zu den Bildern schreiben. Bei anderen Fotomotiven kam diese Frage nicht. Manche Bilder müssen wohl doch erklärt werden. Zu sehen war ein graues Schiffswrack in eine Flussbett, das sich vom grauen Hintergrund nur wenig abhob. Die nachgelieferte Erklärung enthielt einen Link zu einer Pressemeldung, der man entnehmen konnte, dass der extrem niedrige Wasserstand am Unterlauf des Rheins derzeit Dinge ans Tageslicht bringt, die wahrlich sensationell sind: Der Frachter hatte dort 123 Jahre lang gelegen. Das hätte ich nie erfahren, wenn dieser Fotograf das Bild nicht gemacht und gepostet hätte. Natürlich hätte ich auch ohne diese Information entspannt weiterleben können. Ich berichte aber trotzdem gerne über diese Begebenheit, weil man nicht immer tolle Wow-Bilder abliefern muss. Manchmal reicht eine gute Erklärung und das Wow kommt hinterher.

Wenn Sie jetzt noch ein skurriles Agenturfoto sehen wollen, dann klicken Sie auf den nachfolgenden Link zur Agentur photocase. Das Werk trägt den Titel: Oktoberfest - Auf Ihn! und erinnert mich persönlich an die Serie Braunschlag, die gerade auf BR wiederholt wird - immer donnerstags um 22:45 Uhr. In dieser österreichischen Produktion gibt es so monumental gestaltete Szenen, dass einem nichts mehr dazu einfällt. Als kreativer Fotograf wissen Sie, dass man sich auch beim Fernsehen oder Filme schauen für die eigenen Arbeiten inspirieren lassen kann. :-)

Weiterführende Links
Elliot Erwitt (Wikipedia)
William Albert Allard (Wikipedia)
Was sind IPTC-Daten?
Agenturmotiv Fotolia:  girl with suitcase and umbrella at wheat field
PGM ArtWorld: Bildmotiv Frau mit Sonnenschirm von Monet anschauen
Dürre legt Schiffswrack aus dem 19. Jahrhundert frei (Spiegel Online)
Braunschlag - Trailer zur Serie (Youtube)