Samstag, 24. September 2022

Action, bitte....!

45 mm | 1/120 s | f1,6 |  ISO 50 - Smartphone

 

Wie man sich doch irren kann: Da hatte ich steif und fest behauptet, dass mein Smartie keine Serienbildfunktion hätte. Wenn ich es behandelt hätte wie eine "richtige" Kamera, hätte ich erst mal die Bedienungsanleitung gelesen. Aber in meiner überdimensionalen Voreingenommenheit dachte ich, dass sich das entweder gar nicht lohnt, weil ich mich eh so super gut auskenne, oder dass es gar keine gute Anleitung für dieses Ding gibt. Das ist ja nur ein Handy, und das kann eh nix. Vollpfosten. Die Entdeckung der Serienbildfunktion war reiner Zufall. Und um genau zu sein: Nicht ich habe die Funktion gefunden, sondern meine 84jährige Mutter! 

Mittwoch, 7. September 2022

Verhaltensänderung

100 mm | 1/2000 s | f5 |  ISO 125 - Lumix FZ1000 ii

 

Es hat sich einiges getan, seit ich Mitte August mein neues Smartphone in Betrieb genommen habe. Das kann nicht nur JPEG sondern auch RAW, hat eine Reihe von PRO wie "Profi" Einstellungsmöglichkeiten, und im Amateurbetrieb sogar eine halbwegs vernünftige Zoom-Funktion. Wenn man nicht gerade versucht mit dem 50fach (Digital-)Zoom zu fotografieren, sehen die Bilder gut aus. Bei den Nahaufnahmen fluche ich nicht mehr so oft, wie bei meinem alten Handy. 😏

Mir geht es jetzt also wie den meisten Menschen, die eine gute Handykamera haben: Ich nehme die größeren Kameras nicht mehr so oft mit, oder hole sie seltener aus dem Rucksack.

"Geht ja auch so..." ?

Samstag, 27. August 2022

Weg mit den Regeln und Vorschriften!


Gott sei Dank kenne ich die Regeln der Fotografie nicht, denn wenn ich sie kennen würde, wäre ich nicht kreativ. Es gibt zu viele Regeln!
Wie in der Malerei sollte es auch hier keine Vorschriften geben. Der Fotograf sollte völlig frei sein, es so zu machen, wie er es möchte.
(Philippe Halsman)

Der Fotograf, von dem dieses Zitat stammt, arbeitete jahrzehntelang für die Zeitschrift Life. Seine Werke wurden über hundertmal als Titelbilder veröffentlicht. Philip Halsman gilt auch als der "Erfinder" der sogenannten "Jump Fotografie". Seine Biographie ist so ungewöhnlich wie seine Bilder, und ich weiß  nicht, warum ich ausgerechnet heute das Bücherregal in unserem Wohnzimmer abgestaubt, und dabei den Bildband "Unknown Halsman" gefunden habe. Ich weiß nicht, wie lange dieses Buch dort schon liegt, und ich weiß auch nicht, woher ich es habe. Manchmal geschehen merkwürdige Dinge. 😎
Siehe auch: Überraschung

Was liegt bei Ihnen herum? Stauben Sie vielleicht auch mal wieder Ihr Bücherregal ab.  

Mittwoch, 10. August 2022

Sommerloch?

28 mm | 1/500 s | f1,9 |  ISO 40 - Smartphone

 

Hier sehen Sie ein "Urlaubsfoto" aus dem Jahr 2018, genauer gesagt den grafisch reizvollen Rand eines Swimming-Pools, der zu unserer Ferienwohnung am Gardasee gehörte. Tatsächlich habe ich ganz aktuelle Urlaubsfotos auf der Festplatte, weil wir unverschämterweise ein paar Tage weggefahren sind. Was für andere Leute ein Nachmittagsausflug ist, war für mich ein Urlaub, um nicht zu sagen eine "Fernreise". 😅 Nach zwei Jahren Corona und Mutterbetreuung muss ich mir meine Freiräume erst wieder erarbeiten.

In die Berge oder ans Meer? Das Meer ist zu weit weg, also in die Berge. Ich hatte Probleme mit den Landschaftsfotos, weil ich das nicht mehr gewohnt bin. Viel Panorama, wenig Detail, völlig andere Größenverhältnisse. Kann man fotografieren verlernen? Ja, man kommt aus der Übung, man wird faul und ist womöglich frustriert über die ersten Ergebnisse. Die eine Untugend befördert die andere, man hat noch weniger Lust - Negativspirale. Das ist wie beim Sport. Wenn Sie jahrelang topfit waren, werden Sie Ihre alten Fähigkeiten und Fertigkeiten wieder abrufen können, aber trotzdem "flutscht" es nicht wie gewohnt. Darum ist jeder "Tapetenwechsel" fürs Fotografieren genauso wichtig wie das "Dranbleiben" zuhause.

Samstag, 23. Juli 2022

Jurassic Park!?

28 mm | 1/90 s | f1,9 |  ISO 40 - Smartphone

"Hoffen Sie nicht unbedingt auf einen echten Dinosaurier oder ein gelben Elefanten im Straßenbild. Was Sie aber durchaus erwarten können, sind Graffitis, Werbeplakate oder Schaufensterdekorationen mit eben solchen Objekten. Wer suchet, der findet", hatte ich vor einem knappen Jahr im Artikel Das Motivprogramm im Kopf geschrieben. Manchmal braucht man ein bisschen Geduld, erzwingen lässt sich nichts, aber natürlich könnte man bestimmte Motive organisieren und arrangieren. 

In diesem Fall war es wieder die persönliche "Motivsuchliste", die im Unterbewusstsein verankert war. Und dann steht der LkW auf einmal da, mitsamt "bestelltem" Dinosaurier, der offensichtlich einen kleinen Teddybären jagt, der sich hinter der Windschutzscheibe versteckt hat. Die Bayerin denkt: "Sigst, do isser ja!", und zückt das Smartphone. 😏

In Sachen Eigenwillige Eigenheime gibt es ein Update: In der Kultursendung Capriccio wurde am Donnerstag der Abrisskalender 2023 vorgestellt. Weg mit den Bausünden. "Turit Fröbe hat ihren neuesten Abrisskalender veröffentlicht. 365 Bausünden - als Kalenderblätter zum Abreißen. Verirrungen des Geschmacks von Architekten und Bauherren." Der sechsminütige Beitrag ist wieder toll, zumal das brandneue Supergeschmacksverirrungsbauwerk des FC Bayern in der Münchner City bereits auf der Abrissliste steht. Den Kalender hol ich mir. Urbanistinnen müssen zusammenhalten. 😊
Hier geht's weiter zur Capriccio-Mediathek, der Beitrag ist bis 21.07.2023 verfügbar.
Falls Sie den Kalender bei Amazon bestellen wollen, bekomme ich ein paar Cent ab.

Was bewegt mich sonst noch so? Der aktuelle Artikel bei digitalkamera.de über Das langsame Sterben der DSLRs, ein Kommentar von Benjamin Kirchheim. Es ist schon lange zu beobachten, dass keine neuen Spiegelreflexkameras mehr auf den Markt kommen. Der Autor rät: "Die Technik ist 'ausentwickelt' und wer gerne eine DSLR kaufen möchte, dem würden wir raten, jetzt zuzuschlagen, denn mit einer solchen Kamera wird man noch lange Jahre Freude haben können." Wer weiß, ob nicht doch das Motto gilt, dass Totgesagte länger leben.
Weiter zum Artikel bei digitalkamera.de

Mein betrachtenswert-Blog entwickelt sich gerade sehr dynamisch, und es ist jeden Tag irgendwas los. Da sollten Sie hinklicken Bevor Sie sterben...  oder um zwölf Uhr mittags mit einer Sonnenblume sprechen: High Noon! 😅 Urbane Motive gibt's natürlich auch.

Dienstag, 5. Juli 2022

Ja wie denn jetzt?

28 mm | 1/5000 s | f1,9 |  ISO 40 - Smartphone

Dieses Motiv stand in der engeren Auswahl für den vorherigen Artikel "Warten auf Godeau", aber die grüne Ampel hatte mir besser gefallen, weil ich sie motivierender finde.
Warten Sie auf irgendetwas? Vielleicht auf neue Fotomotive, auf den langersehnten Urlaub oder auf das Ende der schlechten Nachrichten? Falls Sie warten, kann ich Ihnen nur sagen: Das bringt meistens nix. Machen Sie einfach was. Das vermittelt wenigstens das Gefühl, dass irgendwas vorangeht, und das wiederum hebt die Stimmung. Das reißt dann wieder andere Leute aus ihrer eigenen Lethargie. Irgendeiner muss den ersten Dominostein umwerfen. 😉

Der Juni war bei mir fotografisch ausgesprochen "uneinheitlich". Es waren insgesamt vier verschiedene Kameras im Einsatz, die Fotomotive hat mir der tägliche Zufallsgenerator vor die Füße gelegt. Der kaputte Wartestuhl stand auf dem Weg zum Fitnessstudio in einer Garagendurchfahrt, die mir schon früher als Hotspot für allerlei Abgestelltes aufgefallen war.
"Sitzgelegenheiten" sind eines meiner vielen Sammelthemen, und in diesem Fall kam noch das grafische Element "Licht & Schatten" hinzu. Ja, wie fotografiere ich dieses Ding denn jetzt am besten? So wie oben, oder lieber...

Mittwoch, 29. Juni 2022

Warten auf Godeau

360 mm | 1/250 s | f6,4 |  ISO 125 - Lumix TZ 202

 

Vor dem Monatsrückblick habe ich einen kurzen aber knackigen TV- beziehungsweise Mediathek-Tipp für Sie: Der Fotograf Herman Seidl hat über 30 Jahre lang die Tour de France begleitet. Die interessantesten Bilder, die sich damals nicht verkaufen ließen, fand er, wenn er sich von den Radfahrern wegdrehte: Er beobachtete die Zuschauer.
Jetzt sind seine wahrlich eindrucksvollen fotografischen Randnotizen als Bildband erschienen. In der Kultursendung Capriccio können Sie sich in sechs Minuten darüber informieren, ob das etwas für Sie ist. 

Warten auf Godeau - Capriccio, Mediathek verfügbar bis 23.06.2023

Freitag, 3. Juni 2022

Überraschung

45 mm | 1/2000 s | f4,5 |  ISO 125 - Lumix FZ1000 ii

 
#Licht&Schatten #monochrom  #Linien
#Gartenzaun

Ist das jetzt ein minimalistisches Foto oder ist das Motiv schon viel zu komplex? Es ist klar strukturiert und symmetrisch, aber es gibt auch winzige Brüche in dieser Symmetrie. Es wirkt auf den ersten Blick wie ein Schwarzweißfoto, denn es besteht überwiegend aus Grautönen. Die Bezeichnung "schwarzweiß" ist im Hinblick auf Fotos streng genommen unzutreffend, man müsste Bilder ohne Farbe "Graustufenbilder" nennen. Diesen Begriff  gibt es in den Menüs von Bildbearbeitungsprogrammen, dort hat er aber eine andere - technische - Bedeutung. Wenn Sie ganz genau hinschauen, sehen Sie im Foto einen kleinen braunen Fleck links, einen halb abgezogenen Klebepunkt. Es ist also ein Farbfoto
 
Auf wieviele Details achten Sie?
Fotografieren zwingt, nein, es bringt mich dazu, ganz genau hinzuschauen. Nur so gelingt es mir, interessante Motive zu sehen, sie erst einmal zu erkennen. Danach muss das entdeckte Objekt so im Bildrahmen positioniert werden, dass der subjektiv wahrgenommene Eindruck später im Foto wieder sichtbar wird. Dazu sind oft bestimmte Kameraeinstellungen notwendig, und/oder eine Nachbearbeitung am Computer. Auch da ist Genauigkeit wichtig, sonst klappt es nicht mit der Umsetzung von der "subjektiven Realität" in ein Bild, das meine Wahrnehmung angemessen wiedergibt. 

#Achtsamkeit hat in der Fotografie einen hohen Stellenwert, auch wenn man in Fotografenkreisen dieses Wort kaum benutzt. Es gilt vielleicht als zu esoterisch. Man würde eher von Aufmerksamkeit, Beobachtungsgabe und Konzentration sprechen. 

Dienstag, 31. Mai 2022

Nebulös

 

225 mm | 1/100 s | f4|  ISO 1250 - Lumix FZ1000 ii

 

Dieses Bild sollte eigentlich der Aufmacher für meinen Monatsrückblick werden, aber den teile ich diesmal in kleinere Häppchen auf. Es handelt sich um ein Bild aus der aktuellen Ausstellung im Haus der Kunst. Die japanische Künstlerin Fujiko Nakaja macht Nebelskulpturen aus Wasser: Nebel Leben

„Nebel lässt sichtbare Dinge unsichtbar werden, während unsichtbare – wie Wind – sichtbar werden.“ Fujiko Nakaya

Ja genau - Dinge werden unsichtbar. Fotografisch ist das eine Herausforderung. Künstlerisch und emotional sollte man diese Installationen in Ruhe auf sich wirken lassen. Für beides bringt man am besten eine Menge Zeit mit, das wird dann auch dem meditativen Charakter der Ausstellung gerecht.
Bis sich der Nebel gehoben und langsam wieder gelichtet hat, vergeht viel Zeit. Für die Wartezeiten zwischen den Nebelwallungen gibt es für Ungeduldige in den Nebenräumen jede Menge zu lesen, und ein paar Videos von anderen Nebel-Installationen der Künstlerin. Draußen interagiert der Nebel mit der Landschaft und Bäumen, das finde ich persönlich spannender. Nebel im Innenraum mit weißen Wäden ist sehr speziell. 

Donnerstag, 12. Mai 2022

April, April...

25 mm | 1/800 s | f2,8  |  ISO 125 - Lumix FZ1000 ii

"... der weiß nicht, was er will", heißt es in einem geflügelten Wort. Wissen Sie, was Sie wollen? Welche fotografischen Träume haben Sie?

Wieder mehr unterwegs
Nach über zwei Jahren, in denen ich aus meinem eigenen Stadtviertel nicht mehr rausgekommen war, gab es im April gleich mehrere gemeinsame Fotospaziergänge mit Fotofreunden. Durch die lange Pause ist das früher Altbekannte für mich wieder ziemlich neu geworden. Vieles sieht anders aus, und ich selbst habe mich auch verändert. Nach drei Jahren ohne Großveranstaltungen im öffentlichen Raum waren der Flohmarkt und das Frühlingsfest auf der Theresienwiese die reinste Reizüberflutung. Bunt, laut, schrill, und so viele maskenlose Gesichter, auf denen man Emotionen sieht! An die Menschenmengen musste ich mich erst wieder gewöhnen.