Samstag, 28. Oktober 2017

Analoge Bilder digitalisieren

Erinnerungsfoto Prag 1993
Aufsichtsvorlage (9x13 cm) selbst gescannt
In einem Artikel vor zwei Jahren habe ich von meinem Plan berichtet, mein analoges Bildarchiv digitalisieren zu wollen. Bei den Foto-Abzügen war ich ganz erfolgreich. Dank moderner Multifunktionsgeräte lassen sich sogenannte Aufsichtsvorlagen relativ schnell und auch mal zwischendurch einscannen. Bei den Negativen und Dias waren die Hindernisse größer. Mit meinem Flachbettscanner hätten mich das Einlegen der Vorlagen und der Scan-Vorgang wochenlang beschäftigt - ein unmögliches Unterfangen.


Hilfe kam von einem Fotofreund, der mir einen speziellen Diascanner mit Magazin lieh, was die Abläufe deutlich beschleunigt hätte. Leider ließ sich das Gerät nicht dazu bewegen, mit den neueren Betriebssystemen meiner Computer zu kooperieren. Ich war genervt, weil ich mir nicht noch ein Gerät anschaffen wollte, und legte die Sache auf Wiedervorlage.  Mittlerweile bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich meine Zeit lieber anders verbringe, und deshalb auch bereit bin, ein paar Euro zu investieren. Ich werde meine Dias und Negative von einem professionellen Dienstleister digitalisieren lassen, aber in welcher Auflösung und von wem? 


Donnerstag, 26. Oktober 2017

Wettbewerbs-Nachlese

Nachdem wir Ende August die Bilder des 6. Münchner Fotomarathons juriert hatten, saßen wir noch eine ganze Weile mit dem Team zusammen und es entwickelten sich interessante Gespräche: über den Fotomarathon in seiner heutigen Form, über anstehende Veränderungen, und über die Enwicklung dieses Events im Lauf der vergangenen sechs Jahre. Für Anfang Oktober hatte ich zugesagt, bei der Jurierung der Oberbayerischen Fotomeisterschaft (DVF, Landesverband Bayern) mitzuwirken. Derlei Tätigkeiten sind stets ehrenamtlich. Bei so großen Veranstaltungen mit vielen Einsendungen dauert allein die Jurierung mehrere Stunden, meistens spendiert man einen ganzen Tag. Bei allen Beteiligten ist sehr viel Engagement für die Sache notwendig, sonst könnten solche Veranstaltungen überhaupt nicht stattfinden.


Klassische Wettbewerbe wie die des DVF und Fotomarathons verhalten sich zueinander wie Feuer und Wasser, es sind zwei Welten, die nur eine kleine Schnittmenge aufweisen. Die Konzepte, die den jeweiligen Wettbewerben zugrunde liegen, und die Arbeitsweisen, die sich daraus ergeben, könnten nicht unterschiedlicher sein.

Montag, 23. Oktober 2017

Für die einen ist es schlechtes Wetter - für andere pures Glück


Ein ganz besonderer Moment war meine Testwanderung auf Rügen, zehn Kilometer durch den Nationalpark. Eigentlich wollte ich eine gute Fotoroute für den Kurs auskundschaften und wissen, wie gut man die Kreidefelsen von oben sehen kann, aber daraus wurde nichts: Es herrschte dichter Nebel.




Für Fotos im Wald ist das nicht die schlechteste Situation, aber auf den Wegen war es dunkel, an einigen Stellen beinahe düster. Weil ich mich beeilen musste, um die ganze Strecke ablaufen zu können, habe ich nur aus der Hand fotografiert, folglich auch mit höheren ISO-Werten. Schon bei den ersten Bildern bemerkte ich, dass die ISO-Automatik ständig auf ISO 3200 sprang. Dazu der Nebel, also doppeltes Bildrauschen? Nein danke, das ist sogar mir zu riskant.

Ich entschied mich für ein ISO-Limit von ISO 800 und somit war klar,  dass nun hohe Verwacklungsgefahr bestand, und dass ich mich echt konzentrieren musste, um die Kamera ruhig zu halten. Wo es nichts zu fotografieren gibt, darf flott gewandert werden. Immer, wenn ich etwas länger zum Fotografieren brauchte, erinnerte mich meine Wander-App daran, dass noch ein Stück des Wegs vor mir lag.

 
Atemtechnik beim Auslösen - da machen wir vielleicht mal einen Kurs in München, inklusive Fitness-Abzeichen ;-)

Freitag, 20. Oktober 2017

Sendepause beendet


Acht Wochen Sendepause im Blog, was ist denn da los?

Keine Sorge, es geht mir gut. In den letzten Wochen war ich einfach mehr in der "offline" Welt unterwegs. Je länger diese Abstinenz andauerte, desto weniger habe ich die Internetwelt vermisst. Die Jurierung des 6. Münchner Fotomarathons, die Fotoreisen mit Artistravel und eine weitere Jurierung für den DVF in Erding haben mich beschäftigt, nicht nur zeitlich, sondern auch inhaltlich. Darüber werde ich noch berichten, aber eins nach dem anderen.
Wirklich begeistert war ich von den Reisen nach Mecklenburg-Vorpommern. Dass Rügen toll ist, muss ich nicht extra erwähnen. Waren an der Müritz kennt kaum jemand, und das ist wirklich schade. Es lohnt sich, dort mal hinzufahren - ob zum Fotografieren oder einfach nur, um die Natur und die Seenlandschaft zu genießen.




















Eigentlich wollte ich im nächsten Jahr auch wieder dort sein, doch aus privaten Gründen ist es mir nicht möglich, die Fotoreisen 2018 fortzuführen. Die bereits angekündigten Termine werden von anderen Dozenten durchgeführt.

Eine intensive Fotowoche zu erleben kann ich weiterhin nur empfehlen. Wenn man sich im Kreis von Fotobegeisterten mehrere Tage an einem tollen Ort befindet, und sich ungestört mit dem Fotografieren beschäftigen kann, passiert unglaublich viel. Man bekommt eine Menge Knowhow und Inspirationen, man lernt interessante Menschen kennen und natürlich bringt man viele Fotomotive mit nach Hause. Einer der besten Sätze, die ich unterwegs gehört habe war: "Es sind erst zwei Tage vergangen, trotzdem habe ich das Gefühl, als wäre ich schon eine Woche hier. Wahnsinn, wie schnell man hier aus dem stressigen Alltag aussteigen kann!"

Nun bin ich zurück in meinem Alltag, der unter anderem auch darin besteht, meiner körperlich gebrechlicher werdenden Mutter zur Seite zu stehen. Dadurch bin ich räumlich und zeitlich gebunden, was sich besser mit meiner Tätigkeit als Autorin vereinbaren lässt, als mit dem Unterwegssein. In diesen Tagen geht manches langsamer vonstatten als mir lieb wäre, aber es ist wie es ist. Mit dem Wissen, dass die menschliche Lebenszeit begrenzt ist, halte ich es für wichtig, mir gelegentlich Gedanken darüber zu machen, womit ich meine Lebenszeit füllen möchte. Daraus entwickelt sich eine Werte- oder Prioritätenliste, die bei jedem Menschen anders aussieht. Eine schöne Übung dazu gibt's auf einer meiner (nichtfotografischen) Lieblingsseiten Zeitzuleben: Der 80. Geburtstag. Kurz gesagt geht's darum, dass man die Weichen für ein zufriedenes Leben jederzeit neu justieren kann, damit man sich später nicht grämen muss, zu lange den falschen Zielen hinterhergejagt zu sein. Oder sollte ich schreiben: den falschen Motiven? :-) Auch beim Fotografieren geht's oft um Ziele, die man sich steckt, und die können sehr unterschiedlich sein.

So viel für heute - nächstes Mal gibt's dann wieder leichte Kost: Fotografisches und einen Erfahrungsbericht über eine Wanderung im dichten Nebel. Es wird nicht wieder acht Wochen dauern, versprochen. Die TV-Tipps habe ich im September übrigens ganz bewusst weggelassen, weil die Liste diesmal so dünn war, dass es sich nicht gelohnt hat, die geneigten Leser von wichtigeren Dingen abzulenken. Prioritäten eben.