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Sonntag, 9. März 2025

Fotografisches Frühlingserwachen

24 mm | 1/170 s | f2,2 | ISO 50 | Smartphone
Supermakro-Modus

#Frühling2025

Aus dem Herbstlaub des letzten Jahres brechen die Krokusse hervor. Es sind Tausende... 

Vielleicht fragen Sie sich, was die Fotonanny seit November 2024 gemacht hat, vielleicht auch nicht, weil Sie den betrachtenswert-Blog regelmäßig besuchen. Dort sind Sie quasi tagesaktuell mit dabei. Um die Ereignisse kurz zusammenzufassen: Nach vier Jahren häuslicher Mutterbetreuung (>Neue Normalität) endete das Jahr 2024 mit einem bösen Sturz, der zur Folge hatte, dass die alte Dame binnen kürzester Zeit via Unfallklinik in eine Pflegeeinrichtung umziehen musste. Aktuell steht die Haushaltsauflösung des Mutterhome an, mit Wohnungsrenovierung und allem, was sonst noch so drumherum zu erledigen ist. Wenn mein Büro hinterher wieder steht, sollte der lange ersehnte Aufbruch zu neuen Ufern stattfinden. Diese und die #Muttergeschichten aus der Staffel #Pflegeheim finden Sie im Paralleluniversum. Hier geht es heute wieder ums Fotografieren. 📷😎

Ende Februar ist die Nikon Coolpix P1100 auf den Markt gekommen, und ich werde so schnell wie möglich herausfinden, wie stark sich dieses Nachfolgemodell von der P1000 unterscheidet, damit Sie und ich wissen, ob das Handbuch der P1000 auch für die P1100 geeignet ist. Nach der ersten Kamerabeschreibung bei digitalkamera.de würde ich sagen Ja; so groß scheinen die Unterschiede nicht zu sein. Ob die Tücke im Detail liegt erfahren Sie hier, sobald ich die Handbücher miteinander verglichen habe. 😊

Die vielen Sonnenstunden der zurückliegenden Woche haben mich auch wieder zum Fotografieren ins Grüne gelockt. Es waren tolle, meditative Auszeiten, auch wenn sie insgesamt nicht lange gedauert haben. Phasenweise hat sich sogar dieser "Flow" eingestellt. 😎 Trotz vieler Termine und Aufgaben gab es diese kleinen Momente der Entspannung, einfach so, zwischendurch. Das ist heute für mich einer der wichtigsten Gründe, zur Kamera zu greifen: Fotografieren bringt mich runter, weil speziell die Motivsuche meinen Kopf vorübergehend frei macht.

Samstag, 23. November 2024

Regenlomos und Schneegespenster

27 mm | 1/40 s | f1,6 | ISO 500 | Smartphone

Arbeiten Sie gezielt mit KI und wenn ja wie oft? Beruflich, privat, oder beides? In vielen Anwendungen oder Geräten steckt die KI inzwischen drin. Wenn Sie zum Beispiel die Adobe Creative Cloud verwenden, Lightroom und Photoshop, kennen Sie sicher die eine oder andere KI-gestützte Funktion.

Und wie sieht es mit kreativen Bildkompositionen aus? Hintergrund austauschen, Personen entfernen, eine Katze einbauen, die gut dazupassen würde, total fotorealistisch? Wir befinden uns in einer Bilder- und Videowelt, in der auch das Unmögliche möglich geworden ist. Wie gehen Sie damit um? (Wie) beeinflusst es Ihre Fotografie?

Wenn Sie die Möglichkeit haben, ein perfektes Foto mit ein paar Programmierbefehlen erzeugen zu lassen, lohnt es sich dann überhaupt noch, immense Mühen auf sich zu nehmen, meilenweit zu reisen, und aufs richtige Licht zu warten, um dann auf den Auslöser einer Kamera zu drücken?

Ja klar: Man fährt ja nicht wegen der Fotos in den Urlaub, sondern weil man sich entspannen, Sonne tanken, oder etwas anderes, ganz Besonderes erleben will. Das geht vor allem in Echt, mit allen Sinnen, und nicht aus zweiter Hand über einen Monitor. 😊

Einen besonderen Moment habe ich neulich auf dem Nachhauseweg erlebt, als sich im gerade einsetzenden Schneetreiben eine Schneeflocke auf der Handylinse niedergelassen hatte. Mit Wassertropfen bei Tageslicht hatte ich schon Erfahrung, Nachtaufnahmen mit Zufallsflockenfilter kannte ich noch nicht. Zauberhafte Lichtwesen begleiteten mich durch die Finsternis, und dann ist auch noch ein Ufo gelandet. 😂  Mehr dazu finden Sie im betrachtenswert-Blog unter Schneegeister, dort erkläre ich auch, was ein Regenlomo ist. 

Im Blogpost Morgenrauschen geht es ebenfalls um Schneeflocken, aber wieder in einer ganz anderen Form. Außerdem habe ich den Supervollmond! fotografiert, und ein bisschen Photoshopgebastel betrieben: Traumtänzer.

Vielleicht ist die eine oder andere Inspiration für Sie dabei, mit der Sie selbst im schnöden Alltag unerwartet auf Motivideen stoßen.

Nachgereicht unter Nachtlichter: Ein Kameratest der FZ1000ii auf Hotpixel bei Langzeitbelichtungen.

>> betrachtenswert << fast täglich neu.

Dienstag, 6. Februar 2024

Wie sehen Sie das?

400 mm | 1/320 s | f4 | ISO 640 | Lumix FZ1000
Kronenkranich im Tierpark

Machen Sie schon was? Und wenn ja: was genau?
Winterschlaf ist ja auch eine Möglichkeit. 😉

Dietmar Carl hatte letzte Woche unter dem Beitrag Sommergrün 2023 eine Frage zum Thema Fotos mit Handys/Smartphones gestellt, die ich tatsächlich gerne aufgreife: 

"Ich möchte hier nicht über die BQ (Bildqualität) sprechen, dazu gibt es genügend Testberichte. Was oft außer Betracht bleibt und für mich wesentlich beim Fotografieren ist: Es sollte Spaß/Freude machen. Und diese Freude stellt sich, zumindest bei mir, beim Handyfotografieren nie ein. Ich kenne andere Fotografen, denen es ebenso geht. Wie sehen sie das?"

Ich hatte auf den Kommentar kurz geantwortet: Das Fotografieren mit dem Handy macht auch mir weniger Spaß. Der Wechsel zur Smartphonefotografie ist purer Pragmatismus, und den Unterschied merke ich ganz besonders, wenn ich ausnahmsweise eine andere Kamera mitnehmen kann. Das war viel zu selten in den letzten beiden Jahren, und das muss und wird sich auch wieder ändern.

Was bedeutet "Spaß am Fotografieren"?

Ich gebe die Frage erst mal an Sie weiter, bevor ich meine Antworten aufschreibe. Was macht Ihnen Spaß, oder was bereitet Ihnen beim oder am Fotografieren Freude? Denken Sie einen Moment darüber nach, bevor Sie weiterlesen.

Freitag, 1. Dezember 2023

Zeitsprung

27 mm | 1/40 s | f1,6 | ISO 320 | Smartphone



Hier im Fotonanny-Blog ist die Zeit stehengeblieben. Besuchen Sie mich in meinem Paralleluniversum, da bewege ich mich auf einer anderen Zeitlinie. Hin und wieder gibt es sogar Beiträge, die ich auch hier hätte veröffentlichen können, zum Beispiel Nachts sind alle Katzen grau, Farbwellenpaddler oder Schau-Fenster (13).

Interessant ist vielleicht auch: Dazulernen oder Auf und ab

Kommen Sie gut durch die (Vor)Weihnachtszeit. 🙏

Samstag, 23. September 2023

Hintergründig gestalten

26 mm | 1/60 s | f2,2 | ISO 100 | Smartphone, Bildausschnitt

Laufen Ihnen auch gelegentlich Passanten ins Bild, während Sie gerade dabei sind, Ihr Wunschmotiv optimal zu gestalten und zu belichten? In diesem Fall wollte ich - wie man wahrscheinlich sieht - die Blüten des Sommerflieders für meinen betrachtenswert-Blog fotografieren, und mich dann darüber auslassen, wieso diese Pflanze so heißt, obwohl sie gar nicht mit dem richtigen Flieder verwandt ist. Die Blüten sehen halt so ähnlich aus...
Während ich noch nach der idealen Perspektive für das Blütenmotiv suchte, nahte von links die gehende Joggerin. Daraus ergab sich sehr kurzfristig eine neue Bildidee: Blüten mit menschlichem Hintergrundelement, für etwas mehr Abwechslung in der Blümchenfotografie.

Gedacht, getan und ausgelöst - Schnappschuss.

Freitag, 30. Dezember 2022

(Fast) Jeden Tag ein Bild


27 mm | 1/200 s | f1,6 | ISO 50 |  Smartphone

Wieder ist ein Monat rum, und das Jahr ist auch fast vorbei. Ich weiß nicht, wie es Ihnen ergangen ist, aber ich habe mich über weniger pandemische Einschränkungen gefreut. So war ich ab April wieder mehr unterwegs, und konnte mehr Leute treffen - leider noch nicht alle, die ich  mal wieder persönlich sehen will. Immerhin hatte ich auch ein paar Tage Urlaub vom Mutterhome, und habe an einigen wenigen Tagen die Stadtgrenzen Münchens hinter mir gelassen.

Ein eingeschränkter Bewegungsradius muss nicht automatisch bedeuten, dass es keine Fotomotive gibt. Meine Lieblingsmethode "Im Vorbeigehen" zu fotografieren hat mir auch im zurückliegenden Jahr viele,  mitunter auch sehr schöne Bilder beschert. Allein der Dezember 2022 hatte es in sich.

Mittwoch, 7. Dezember 2022

Blitzlicht?

27 mm | 1/8 s | f1,6 | ISO 12.800 (!) | ohne Blitz - Smartphone

Ist das Kunst, oder kann das weg? Lösen Sie sich für einen Moment von dieser Frage, weil es heute um die Aufnahmetechnik geht, konkret um den Einsatz des kamerainternen Blitzlichts. Ob Sie mit dem Smartphone oder anderen Kameramodellen fotografieren, spielt bei diesem Beitrag keine Rolle.

Das Foto oben ist ohne Blitz aufgenommen und gefällt mir deutlich besser als die Variante, bei der ich den Blitz eingeschaltet hatte. Allerdings war es nicht die erste Aufnahme, die ich gestern Abend auf dem Nachhauseweg gemacht hatte. Es war stockfinster und ich war an diesem merkwürdigen Objekt bereits vorbei gelaufen. Es stand unter einer Straßenlaterne, schummrig beleuchtet, und ich hatte es eilig. Ein paar Schritte weiter dachte ich: Wer weiß, ob dieses Ding noch hier steht, wenn ich bei besseren Lichtverhältnissen wieder vorbei komme. Es war diese klassische "Jetzt oder nie" Situation, in der man sich überlegt: Wie mache ich das jetzt?, oder weitergeht, weil man denkt: Das wird nichts, das ist garantiert verwackelt, das kannst morgen früh gleich wieder löschen. Kennen Sie solche Stimmen auch? Hören Sie nicht drauf, probieren Sie es einfach aus.  

Freitag, 28. Oktober 2022

Goldenes Oktoberschweigen

16 mm | 1/160 s | f2,2 |  ISO 50 - Smartphone
 

Der sonnig-warme Oktober ist immer noch wunderbar - und fast vorbei. Stille bei der Fotonanny. Es ist gerade sehr viel los in meinem analogen Leben, und die Tagesnotizen im betrachtenswert-Blog schreiben sich schneller. Da war ich fleißiger als hier.
Die Frage ist auch: Was kann ich Ihnen fotografisch noch erzählen? Eher wenig. Unlängst haben sich ehemalige Fotokursteilnehmer gemeldet, und mir berichtet, dass sie von ihrer schweren Spiegelreflex-Ausrüstung auf kompaktere und leichtere Modelle ohne Wechseloptiken umgestiegen sind. Ich freue mich immer, wenn ich von Menschen aus meinem "früheren Leben" höre oder lese, und erfahre, wie es ihnen geht und was sie nach der langen Zeit so machen: Fotos und mehr. 😊

Und bei mir? Auch im Oktober habe ich mit dem Handy weiter fotografiert, die FZ1000ii war ebenfalls im Einsatz. Die majestätische Buche in den Isarauen lässt sich  mit der extremen WEITwinkeleinstellung des Smartphones tatsächlich in einer einzigen Aufnahme ablichten. Leider sieht man oben in den Ecken die unscharfen Verzerrungen. Die stammen vermutlich vom "Panzer-Case", in das ich mein Smartie verpackt habe, damit es nicht gleich kaputtgeht, wenn es mir aus der Hand gleitet oder - wie mein altes - aus der Halterung am Fahrradlenker springt. Das alte Gerät hat immerhin drei Salti auf den Gehweg überstanden, bevor das Display zerbröselt ist. Darum bin ich beim Verhüterli fürs neue Smartie auf "Militärstandard Plus" umgestiegen, mit zusätzlicher Sicherungsschlaufe für's Handgelenk. 😏  Ob das Gerät auf den alten Selfie-Stick passt, habe ich noch nicht ausprobiert, aber den brauche ich sowieso nur extrem selten. Trotz Gesichtsweichzeichnungs-App sehe ich auf meinen Selfies einfach zu müde aus, alt und hässlich. Zwei Jahre Mutterbetreuung, Corona, Krieg und Inflation hinterlassen sicher bei jedem Spuren. Humor ist, wenn man trotzdem noch lachen kann...

Letztes Mal hatte ich Ihnen ja etwas versprochen. Was habe ich mir unter einem AR-Objektiv vorzustellen? Die Bedienungsanleitung meinte: "Verwenden Sie AR-Objektiv für lustige Fotos, die auffallen." Bitteschön. Klicken Sie auf Weiterlesen für die Überraschung.

Samstag, 24. September 2022

Action, bitte....!

45 mm | 1/120 s | f1,6 |  ISO 50 - Smartphone

 

Wie man sich doch irren kann: Da hatte ich steif und fest behauptet, dass mein Smartie keine Serienbildfunktion hätte. Wenn ich es behandelt hätte wie eine "richtige" Kamera, hätte ich erst mal die Bedienungsanleitung gelesen. Aber in meiner überdimensionalen Voreingenommenheit dachte ich, dass sich das entweder gar nicht lohnt, weil ich mich eh so super gut auskenne, oder dass es gar keine gute Anleitung für dieses Ding gibt. Das ist ja nur ein Handy, und das kann eh nix. Vollpfosten. Die Entdeckung der Serienbildfunktion war reiner Zufall. Und um genau zu sein: Nicht ich habe die Funktion gefunden, sondern meine 84jährige Mutter! 

Mittwoch, 7. September 2022

Verhaltensänderung

100 mm | 1/2000 s | f5 |  ISO 125 - Lumix FZ1000 ii

 

Es hat sich einiges getan, seit ich Mitte August mein neues Smartphone in Betrieb genommen habe. Das kann nicht nur JPEG sondern auch RAW, hat eine Reihe von PRO wie "Profi" Einstellungsmöglichkeiten, und im Amateurbetrieb sogar eine halbwegs vernünftige Zoom-Funktion. Wenn man nicht gerade versucht mit dem 50fach (Digital-)Zoom zu fotografieren, sehen die Bilder gut aus. Bei den Nahaufnahmen fluche ich nicht mehr so oft, wie bei meinem alten Handy. 😏

Mir geht es jetzt also wie den meisten Menschen, die eine gute Handykamera haben: Ich nehme die größeren Kameras nicht mehr so oft mit, oder hole sie seltener aus dem Rucksack.

"Geht ja auch so..." ?

Freitag, 18. März 2022

Lichtblicker

28 mm | 1/710 s | f1,9 | ISO 40 (Smartphone)


Brauchen Sie zwischendurch eine Auszeit vom Nachrichten-Bombardement und eine kreative Pause? Ich nehme mir diesen Abstand ganz bewusst, und dazu gehe ich gerne raus an die frische Luft.
An diesem Motiv war ich schon vorbeigejoggt, habe es mir aber nochmal anders überlegt. Es sah nicht so aus wie oben gezeigt, es war einfach nur ein verlorenes Haargummiband, das jemand netterweise aufgehoben, und auf einen dieser grusligen Mülleimer gelegt hatte. Eine liegende Acht, das ist ein symbolisches Motiv und sowas findet man nicht so oft. Damit kann man doch was anfangen?

Donnerstag, 2. Dezember 2021

Leserbrief zum Menschsein (1-3)

Hallo,
sehe mir immer die Bilder an, mir ist schon klar dass die Bilder/Motive das Wesentliche sind, trotzdem wäre es schön mit welcher Kamera (früher glaub ich stands darunter) aufgenommen.
Danke.
(Immer noch Smartphone und Lumix fZ1000?)
 
Ja, vielen Dank der Nachfrage. Ich fotografiere immer noch in dieser "Kombination", und reiche die Aufnahmedaten gerne nach:
 
Lumix FZ1000 ii
40 mm | 1/80 s | f3,2 | ISO 160



Lumix FZ1000 ii
85 mm | 1/80 s | f4 | ISO 250

Smartphone
28 mm | 1/35 s | f1,9 | ISO 160
SW-Umsetzung in Lightroom
 
Falls Sie an weiterführenden Infos interessiert sind... 

Donnerstag, 9. September 2021

FotoGrafisches

Smartphone | 28 mm | f1,9 | 1/470 s | ISO 40
 

Bevor ich Sie mit einem Artikel über Blende und Schärfentiefe peinige, wie wäre es zwischendurch mit etwas Einfachem? Minimalismus - Linien und Licht. Langweilig? Naja, es sind eben Motive, die weniger als tausend Worte benötigen. 😁 Trotzdem kann man damit ganz gut arbeiten. Grafische Motive sehen oft schön aus, sind als Wandschmuck oder als Grußkarte dekorativ, und die Beschäftigung damit trainiert den sogenannten fotografischen Blick

Samstag, 14. August 2021

Distel reloaded - Vergleichsfotos

Lumix FZ1000ii | 170 mm | f4 | 1/400 s | ISO 125

 

Die "Zwei Minuten Distel" habe ich noch zweimal besucht und fotografiert: einmal auf dem Nachhauseweg, also erneut mit dem Smartphone, und am nächsten Morgen mit der Lumix FZ1000ii. Als ich das Motiv zum ersten Mal entdeckte, sah es vor meinem inneren Auge so aus, wie oben abgebildet, also ein ganz klassisches, "idealtypisches" Blumenfoto.
Eigentlich hätte ich mit dem Fotografieren aufhören können, nachdem ich meine Idealversion im Kasten hatte. Doch das Motiv eignet sich gut für eine Bildgestaltungsstudie, darum habe ich mir beim zweiten Mal insgesamt neun Minuten Zeit dafür genommen. Dieses Mehr an Zeit war notwendig, um verschiedene Einstellungen an der Kamera, und verschiedene Perspektiven auszuprobieren.

Donnerstag, 29. Juli 2021

Zwei Minuten Distel

Heute war ich später dran und hatte meine große Kamera nicht dabei. Als ich diese gerade aufblühende Distel in der Morgensonne entdeckte, hatte ich sofort Bilder im Kopf, wie meine Fotos davon aussehen sollten. Der zweite Gedanke: Lässt sich das mit dem Smartphone umsetzen? Soll ich einfach dran vorbeigehen, oder trotzdem schauen, was geht?

Mir fiel sofort der Blütenkranz auf, der nur um die Mitte des stachligen Pflanzenkörpers verläuft. Morgen oder übermorgen sieht die Pflanze schon wieder anders aus, und wer weiß, wie dann das Wetter - sprich die Beleuchtung -  wird. Es gibt also nur diesen Moment, um das Motiv so einzufangen.

Mittwoch, 24. März 2021

In Ketten tanzen

 

Wann ich zuletzt "richtig" fotografiert habe, kann ich gar nicht mehr sagen. Dazu müsste ich meinen Lightroom-Katalog aus dem letzten Jahr öffnen und nachschauen. Es ist also mindestens drei bis vier Monate her, wahrscheinlich länger. Trotzdem mache ich fast täglich Bilder, die meisten davon mit dem Smartphone, im Vorbeigehen. Meistens habe ich etwas zu transportieren, also keinen Platz für eine große Kamera. Nach dem Gang zum Supermarkt, Bäcker oder in die Apotheke ist mein Rucksack elend schwer, und ich habe wenig Zeit. Ist das, was ich da gerade mache, reine Knipserei, Knipsografie oder doch "Fotografie"?

Mittwoch, 15. April 2020

LeserInnenpost (1): Für Baumfreunde

Smartphone | 26 mm | f2,4 | 1/800 s | ISO 50

Es ist mal wieder an der Zeit, ein paar LeserInnenfotos zu präsentieren, vor allem wenn es so tolle Motive sind, wie die von Sonja. Wir kennen uns seit einer Fotoreise im Jahr 2017. Sonja schrieb mir Anfang April:


Mittwoch, 23. Januar 2019

Ein guter Fotograf ist ...

... derzeit nicht zu ersetzen, endete ein Artikel bei Prophoto Online vor weniger als einem Jahr. Mittlerweile gibt es in diesem Portal der Fotoindustrie mehr als zwanzig weitere Artikel, die über den rasanten Fortschritt der KI (Künstlichen Intelligenz) in der Fotografie berichten. Auch auf der photokina 2018 war es ein Schwerpunktthema. Wir werden den Begriff "Fotografieren" und die Handlung des Fotografierens in nächster Zeit etwas genauer unter die Lupe nehmen müssen.


KI in der Kamera
Die KI-gestützte Fotografie hat ihren Ursprung in der Smartphone-Fotografie. Die hohen Absatzzahlen erlauben es den Herstellern schon seit einigen Jahren, viel mehr Geld in die Entwicklung zu stecken, als dies bei den altgedienten klassischen Kameraherstellern der Fall ist. Wenn man als Verbraucher keine echten Innovationen mehr sieht, entsteht ein Teufelskreis: die Nachfrage nach klassischen Kameras stagniert oder sinkt, es ist noch viel weniger Budget für neue Entwicklungen vorhanden und die Kunden springen frustriert ab. Ein Smartphone hat fast jeder, und wenn die Handybilder genauso gut aussehen, wie die aus klassischen Kameras, ist die Frage berechtigt, warum man sich so ein Modell noch kaufen soll. Einen positiven Trend gab es 2018 nur bei den sehr teuren professionellen Kameras. Ich persönlich sehe in dieser Entwicklung nicht immer den Wunsch nach besseren Bildern, sondern auch das Erstarken eines nicht ganz neuen Statussymbols. Wer es sich  leisten kann, kauft sich die digitale Voll- oder Mittelformatkamera für besondere Gelegenheiten. Im Alltag fotografiert man dann mit dem KI-gestützten Smartphone und verbindet das Beste aus beiden Welten.

Mittwoch, 10. Oktober 2018

#Selfie

Die Dokumentation  #Selfie - Ich und die Welt (BR Mediathek) beschäftigt sich mit dem Phänomen der Selbstinszenierung, die sich weitgehend per Smartphone und in den sozialen Medien abspielt. Sogenannte Influencer sind die neuen Stars, die sich vor allem auf Instagram und Youtube präsentieren. Deutlich wird in der Sendung unter anderem, dass es gar nicht um echte Erlebnisse geht, sondern vor allem darum, dass es aussieht wie ein tolles Erlebnis. Davon bitte jeden Tag mindestens eins, besser noch mehrere Inszenierungen, perfekt in Lightroom gestylt und mit den Produkten der Sponsoren in der Hand. Ich stelle mir das reichlich anstrengend und stressig vor.


Dokumentation vs. Selbstinszenierung
Als ich anfing Fachbücher zu schreiben gab es den Selfie-Wahn noch nicht. Im Netz hatte ich vor gut fünfzehn Jahren aber schon eine Bildstrecke gefunden, die mich beeindruckte: Jemand hatte sich ein Jahr lang jeden Tag mit seiner Digitalkamera selbst fotografiert, immer aus der gleichen Perspektive und mit nahezu dem gleichen Bildausschnitt. In dieser Bildserie konnte man noch sehen, dass der Protagonist jeden Tag anders aussah, sich mal besser und mal schlechter fühlte. Über den relativ langen Zeitraum wurde auch ein leichter Alterungsprozess sichtbar. Formal gesehen waren diese Bilder ebenfalls "Selfies", sind aber nicht das, was wir heute damit assoziieren. Ich würde es eher als Selbstporträt oder als dokumentarisches Fotoprojekt bezeichnen. Damals war so etwas noch neu und ungewöhnlich, jetzt ist es Alltag und schon fast zuviel.




Montag, 3. September 2018

Die beste Kamera...

... ist immer die, die man dabei hat.

Wenn ich meinen Reisekoffer oder den Fotorucksack für eine Exkursion vorbereite, habe ich oft gute Vorsätze. Das große Stativ, die Vollformat-Spiegelreflexkamera und mindestens drei Wechselobjektive wären schon gut, es ist ja auch alles da. Ich müsste es nur einpacken. Trotzdem siegt die Bequemlichkeit, oder vielmehr meine pragmatische Grundeinstellung. Meine Freude am Fotografieren nimmt proportional mit den Nackenschmerzen ab, die ich bekomme, wenn ich das schwere Gepäck schleppen muss. Außerdem bin ich meistens mit dem Fahrrad unterwegs. Darum greife ich immer wieder zu den kleinen und leichten Kameras, obwohl ich weiß, dass ich bei den Bildergebnissen hier und da Abstriche machen muss.

Bei diesem Motiv hatte ich anfangs nur das Smartphone zur Hand. Damit habe ich lange nach dem richtigen Standort gesucht, um den Apfel genau an die gewünschte Stelle zu bekommen. Ich fragte mich, ob es mit einer "großen" Kamera einfacher gewesen wäre, darum kehrte ich etwas später noch einmal zurück. Die Abbildungseigenschaften von Smartphone und Bridgekamera (FZ1000) unterscheiden sich, aber prinzipiell war die gleiche Aufnahme mit beiden Geräten möglich.

Klick auf die Bilder für größere Ansicht

Das Licht sorgt für den größten sichtbaren Unterschied, weil die Sonne zwischen den beiden Aufnahmen weiter gewandert war. Allein durch die Beleuchtung entsteht eine größere räumliche Tiefenwirkung.

Ob man mit dem Handy oder mit einer größeren Kamera fotografiert, ist bei vielen Motiven egal. Man muss nur wissen bei welchen Motiven. Faustregel: Weitwinkelsituation, unbewegtes Motiv, einigermaßen helle Szene, ein Detail, flache Objekte > Handy reicht.