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Dienstag, 11. April 2017

Bildbewertung online - jetzt für Stockfotos

Im Oktober 2016 hatte ich von Keegan, dem Fotocoach berichtet. Jetzt gibt es etwas Ähnliches, allerdings mit einer etwas anderen Ausrichtung.

Mit dem Begriff "Stockfotos" bezeichnet man Bilder, die auf Vorrat produziert und meist von Bildagenturen vertrieben werden („to have in stock“ – „auf Lager haben“). Solche Fotos unterliegen strengen urheberrechtlichen Richtlinien, müssen aber auch bestimmte ästhetische Kriterien erfüllen. Bei der Beurteilung eigener Werke tun sich viele Fotografen schwer. Was verkauft sich gut, was sollte man gar nicht erst ins Archiv einer Bildagentur hochladen?

Mittwoch, 1. Juli 2015

Fotografieren heute

Wer im Newsletterverteiler ist oder mir auf Facebook folgt, hat die Empörung über das Thema längst mitbekommen. Inzwischen ist die Debatte um die Panoramafreiheit auch in allen Medien, von ARD bis ZDF, von Abendzeitung über Focus und Spiegel bis Zeit. Die Petition auf change.org hatte innerhalb von sieben Tagen rund 50.000 Unterzeichner, gestern und heute sind die Unterschriften nahezu explodiert (aktuell über 130.000).

Es ist davon auszugehen, dass kein Gesetz kommt, das reinen Amateurfotografen das "Selfie vor Gebäuden" verbietet. Man wird weiterhin alles fotografieren und als Amateur auch das meiste davon ins Netz stellen dürfen. Der wirkliche Skandal ist ein ganz anderer, und inzwischen wird er auch in den Medien benannt:

Kommt es zu der ins Auge gefassten Änderung der Panoramafreiheit, dann sagt der Fotografenverband Freelens nicht weniger als das Ende der professionellen Fotografie im öffentlichen Raum voraus. „Es sei ein unmögliches Unterfangen, wenn sich ein professioneller Fotograf für jede Abbildungen von Denkmalen, Kunstwerken und Häusern eine Lizenz des Architekten oder des Bildhauers einholen müsse.“ Ähnlich sieht dies die deutsche Sparte der Wikipedia. Hier gründete sich bereits die „Initiative für die Panoramafreiheit“. (Prophoto Online)

Was die wenigsten wissen: Schon jetzt gibt es erhebliche Einschränkungen für professionelle Fotografen und Semiprofis, die sich etwas dazuverdienen wollen. Wer beispielsweise mit einem Fotomodell auf dem Viktualienmarkt ein Fotoshooting machen möchte, benötigt eine Erlaubnis der Stadt München. Man hätte doch gedacht, dass Viktualienmarkt Teil des "öffentlichen Raums" sei. Das ist nur eines von vielen Beispielen. Konkret bedeutet das für Profis: keine fremden Leute ohne deren Einverständnis fotografieren, und vorher auch noch genau recherchieren, auf wessen Gelände man gerade unterwegs ist. Fotoerlaubnis beantragen und eine Veröffentlichungsgenehmigung einholen, meist unter Vorlage der Bilder. Beides ist fast immer kostenpflichtig und manchmal gemessen am Unterfangen schlichtweg überteuert.

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Gebührenordnung für Fotografen

In den zurückliegenden Jahren habe ich miterlebt, wie sich die anfangs noch so belächelte Digitalfotografie zu einem Milliardenmarkt entwickelt hat. Erst boomte die Auflösung, dann bekam man das leidige Problem Bildrauschen in den Griff. Die Geräte werden immer intelligenter, die Automatiken besser: Heute muss man nicht mehr viel über Fotografie wissen, um tolle Bilder zu schießen. Es gibt fantastische Apps, mit denen man ganz ohne Photoshop super Effekte erzielen kann. Kameras wohin man auch schaut, vom Handy bis zur Spiegelreflex: es wird so viel fotografiert wie nie zuvor, die Actioncams sind gerade im Kommen.  

1,8 Milliarden Fotos werden täglich weltweit in die sozialen Netzwerke hochgeladen.


Beste Aussichten also, wenn man in dieser Branche tätig ist?

Montag, 19. August 2013

Winke nie zum Scherz...

Aufgenommen mit der Nikon P7700,
gezoomt auf ca. 80 mm (von 200 möglichen).


















Wenn ich beruflich oder privat auf Reisen gehe, dann stehen natürlich allerlei Sehenswürdigkeiten auf dem Programm. Berlin, Berlin: Der Reichstag gehörte auch bei diesem Ausflug in die Bundeshauptstadt mit dazu. Oft fotografiert, auch von mir, aber nicht immer hatte ich das Glück, Berlin bei Sonnenschein zu erleben. Das Licht stand schlecht, falsche Tageszeit. Daher entschied ich mich für eine Detail-Ansicht, die mir mit einer leichten Telebrennweite (80 mm) am sinnvollsten erschien.  Nun sollte man meinen, dass man mit einer winzigen Kamera und einem moderaten Zoom nicht mehr jedes kleine Detail erkennen kann. Das dachte sich offensichtlich auch der freundliche Herr, der oben auf der Treppe stand und lächelnd in die Kamera winkte.
Als ich meine Fotos abends am Laptop durchklickte, fiel mir fast die Kinnlade runter. Nicht nur, dass der Wachmann und das freundliche Touristenpärchen in aller Deutlichkeit zu erkennen waren - auf einem anderen Foto konnte ich sogar das Kennzeichen eines in der Ferne geparkten Fahrzeugs lesen.

Jo, das ist eine feine Sache. Eine tolle Auflösung, die diese kleine Nikon hat. Ich werde wohl in Zukuft verstärkt darauf achten, dass ich nirgendwo in der Öffentlichkeit in der Nase bohre. Wer weiß, ob nicht gerade jemand in 100 Metern Entfernung ein Erinnerungsfoto schießt?!

Montag, 16. Mai 2011

Wem die Ehre gebührt

Wer mit der Kamera unterwegs ist, findet immer wieder lustige, schöne oder interessante Wandmalereien oder Graffitis. Diese mit der Kamera einzufangen, ist nicht besonders schwer. Als Fotograf muss man sich also eingestehen, dass keine besondere künstlerische Leistung hinter so einem Foto steckt. Der Grundgedanke beim Sammeln solcher Motive besteht meist gar nicht darin, ein tolles Foto zu machen. Es geht viel eher darum, anderen zu zeigen, was man gesehen hat - letzten Endes ist es eine Würdigung des (meist unbekannten) Künstlers, der das Graffiti gesprüht hat.

Die Lebensdauer solcher Gemälde ist oft sehr kurz, weil sie vom geplagten Hauseigentümer wieder entfernt werden. Bei vielen Wandschmierereien ist das auch kein Verlust, doch es gibt einige echte Kunstwerke. Banksy ist wohl der berühmteste Vertreter der Street-Art.

Graffitis auf Hauswänden werden zwar meist widerrechtlich angebracht, trotzdem darf man die Fotos nicht kommerziell verwerten. Interessant ist dabei, dass nach aktueller Rechtslage die Rechte am Bild dem Eigentümer der Mauer zustehen...!