Dienstag, 24. April 2018

Kann es sein, dass Fotoapparate altern?

Diese interessante Frage erreichte mich unlängst per Mail. Im ersten Moment war ich überrascht, weil ich mir noch nie Gedanken darüber gemacht hatte, ob sich die Bildqualität einer Kamera im Lauf der Jahre verschlechtert.
Natürlich altert alles, Autos genauso wie Menschen. Warum sollte das bei Digitalkameras anders sein? Es ist prinzipiell vorstellbar, dass die Bildqualität durch die Alterung abnimmt, aber ich bin eher skeptisch, dass dieser Unterschied für das menschliche Auge sichtbar ist.


Typische Defekte
Die Kamera, um die es bei der Frage ging, ist älter als fünf Jahre und ein einfaches Kompaktmodell. Typische Altersdefekte von Digitalkameras sind Totalausfälle, kaputte Batteriedeckel und mechanische Ausfälle des Objektivs. Bei Kompakt- und Bridgekameras wird das Objektiv jedes Mal ein- und ausgefahren, wenn man die Kamera ein- beziehungsweise ausschaltet, oder wenn sie in den Ruhemodus wechselt. Diese Mechanik wird also stark beansprucht und setzt irgendwann aus.
Der Batteriedeckel ist bei vielen Kameramodellen eine Sollbruchstelle, meist bei Kameras, die mit AA-Batterien betrieben werden. Man kann so einen defekten Deckel mit Klebestreifen oder einem Gummiband fixieren. Auch wenn das nicht schön aussieht, bleibt die Kamera noch eine Weile funktionsfähig. Das gleiche gilt für die Fächer von Speicherkarten und USB-Kabelanschlüssen. Sie müssen häufig geöffnet werden, um die Bilder auf den Computer zu übertragen. Dabei können die kleinen Plastiknasen, die als Scharniere fungieren, abbrechen. Das ist bei einer meiner Kameras auch schon mal passiert. Aus eigener Erfahrung weiß ich auch, dass auch die Tasten und Rädchen am Kameragehäuse im Lauf der Jahre stark beansprucht werden. Bei einer alten Kamera reagieren sie langsamer und ungenauer. Wenn man einen Menüpunkte oder eine Funktion ansteuern will, springt der Cursor oft an die falsche Stelle und das stört beim Fotografieren enorm!

Klick aufs Bild für vergrößerte Ansicht



Ein anderes typisches Phänomen sind lokale Defekte des Aufnahmechips, sogenannte "Hot- oder Deadpixel", die als kleine Punkte im Bild sichtbar werden. Deadpixel sind Pixel, die nicht funktionstüchtig sind und schwarz bleiben. Hotpixel entstehen bei langen Belichtungszeiten und erscheinen als helle oder rote Punkte.

Finden Sie den Hotpixel in diesem Bild?





 

Wird die Bildqualität schlechter?
Der direkte Vergleich von alten und neuen Aufnahmen ist schwierig bis unmöglich, weil die Licht- und Wetterverhältnisse bei der Aufnahme die Bildwirkung stark beeinflussen. Nur im Studio und unter exakt gleichen Bedingungen könnte man ein altes Bild mit einem aktuellen Foto vergleichen. Wenn Sie selbst einen Langzeitversuch machen wollen: Fotografieren Sie ein Referenzbild, das Sie über mehrere Jahre hinweg immer wieder unter gleichen Bedingungen aufnehmen können.

Ich vermute, dass der schlechtere Qualitätseindruck durch unsere Wahrnehmung entsteht. Trotz etwaiger Firmware-Updates bleibt jede Kamera auf dem technischen Stand ihres Erscheinungstermins stehen. Genau wie bei Computern schreitet die Entwicklung neuer Modelle schnell voran. Es kommen neuere Sensoren auf den Markt, die beispielsweise weniger Bildrauschen erzeugen. Auch die Bearbeitungsalgorithmen in den Kameras werden optimiert: die neuen Fotos sind meistens bunter, brillanter und schärfer. Unser Geschmack wird durch den jeweils vorherrschenden Bildstil beeinflusst, dadurch werden unsere Erwartungen an die Fotos höher.


Die Zunahme der Smartphonefotografie hat Bildbearbeitungsapps salonfähig gemacht, die man vor zwanzig Jahren noch in die Rubrik "Kunstfilter" einsortiert, oder gar nicht erst in Betracht gezogen hätte. Jetzt ist es ein "moderner Look", und das stimmt wirklich, denn die Filterungen sind aufwändiger und erheblich subtiler geworden. Man erkennt oft gar nicht mehr, wie stark ein Kamera-JPEG bearbeitet wurde.

So entsteht nicht nur der Eindruck, es ist eine unumstößliche Tatsache, dass Fotos aus älteren Kameras weniger brillant aussehen als Fotos aus aktuellen Kameras und Smartphones. Handykameras haben heute eine ebenso hohe, manchmal sogar eine bessere Qualität als eine Kompaktkamera, die schon mehrere Jahre ihren Dienst getan hat. Das einzige, was hier (vorübergehend) hilft, ist eine stärkere Nachbearbeitung der Bilder aus älteren Kameras, durch die man den gewünschten Look nachträglich erzeugen kann. Bei JPEG-Dateien sind die Möglichkeiten dabei bekanntermaßen begrenzter als beim Rohdatenformat.

Diese Entwicklung macht auch vor hochwertigen Spiegelreflexkameras nicht Halt. Eine zehn Jahre alte Vollformatkamera ist immer noch gut. Im direkten Vergleich mit einer brandaktuellen Kamera  könnte man aber auch enttäuscht sein, selbst wenn man die Bilder mit einer Kamera mit kleinerem Sensor vergleicht.

Fazit: Digitalkameras altern
weil sie auf dem alten Stand stehenbleiben. Die technische Qualität bleibt durch den rasanten Fortschritt zurück, im direkten Vergleich kann eine alte Kamera irgendwann nicht mehr mithalten. Es ist wie mit Computern: Die meisten funktionieren noch einwandfrei, wenn man sie aus dem Dienst nimmt.  Nur die wenigsten Anwender würden heute mit einem Computer arbeiten, der älter ist als fünf oder sieben Jahre. Das kann man nur machen, wenn man - im übertragenen Sinn - auf einer isolierten Insel sitzt, und so selbstgenügsam ist, dass man die rasant rasende Welt, die uns umgibt, einfach ausblendet.

Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.
Søren Aabye Kierkegaard

Wer mag, kann sich dazu noch eine kleine Statistik aus dem Digicammuseum anschauen. Interessant, aber sicher nur "Ausreißer" sind Digitalkameras, die bis zu zwanzig Jahre lang benutzt werden. Die meisten werden nach etwa vier Jahren ausgemustert, obwohl sie noch funktionieren.

Dazu passt: Alte Kameras: verkaufen oder Wertstoffhof? 

Nachtrag: Danke an Harry Herbs, der mir einen Link dazu geschickt hat. In der Ausgabe 6/2018 des Fotomagazins FOTOHITS hatte ein Leser eine ähnliche Frage gestellt: Wie viele Auslösungen kann man von einem Chip in der Kamera erwarten? Zusamenfassend lautet die Antwort der Redaktion: Das Silizium des Sensors altert, aber nur sehr langsam. Probleme entstehen am ehesten durch Oxidation des Klebers, mit dem die Sensoren in die Kameras verbaut werden. Aber selbst dann werden die 350.000 Auslösungen, die für Digitalkameras im allgemeinen zu erwarten sind, ohne Qualitätsverluste erreicht.

Donnerstag, 19. April 2018

Ausprobieren statt studieren


Am vergangenen Wochenende sind meine Belegexemplare eingetroffen: Fotografieren! Der Fotokurs zum Mitmachen ist jetzt im Handel erhältlich.
Dieses Buch richtet sich an Fotografierende, die wenig praktische Erfahrung haben, und soll sie in die Lage versetzen, mit den Schritt-für-Schritt-Anleitungen die wichtigsten Foto- und Kameragrundlagen in Eigenregie zu trainieren. Übungen zur Bildbearbeitung sind ebenfalls enthalten. Hier geht's zur Leseprobe.

29,90 EUR / Hardcover / 360 Seiten als Buch, E-Book oder beides (Bundle) beim Verlag oder bei Amazon.


Das Cover sieht dem 2012 erschienenen Buch sehr ähnlich, das neue Buch widmet sich jedoch dem Verständnis und dem Training der elementaren Foto-Grundlagen. Motto: So viel Theorie wie nötig, dafür so viel Praxis wie möglich. Wer seine Kamera danach gut beherrscht und Lust auf mehr hat, für den wäre Fotografieren! aus dem Jahr 2012 ein gutes Folgewerk. Auf dem Gebrauchtmarkt sind derzeit noch einige günstige Exemplare verfügbar, nachgedruckt wird es nicht mehr.



Im neuen Buch gibt es auch die Rubrik Quiztime. Anhand von eingestreuten Fragen können die Leserinnen und Leser ihren Lernfortschritt überprüfen. Weil das im sogenannten Multiple-Choice-Verfahren funktionieren soll, musste ich natürlich auch mögliche Lösungen vorgeben. Die Sache ist manchmal komplex, geschlossene Ja/Nein-Fragen wären zu einfach. Die Thematik soll vertieft werden und nützlich sein, nicht wie beim TV-Bingo-Duell. Also dachte ich mir, dass praxisrelevante Fragen optimal wären, zum Beispiel:

Sie wollen ein Foto insgesamt heller machen. Was tun Sie?
A) Ich mache eine Belichtungsreihe.
B) Ich benutze die Belichtungskorrektur nach Plus. 
C) Ich wechsle zur Spotmessung.
D) Ich benutze den Programmshift im Modus P.
E) Ich aktiviere das Histogramm an der Kamera.

Vor lauter Schreibstress hatte ich mich in meinem Word-Dokument "verscrollt" und die richtigen Lösungen zu einer ganz anderen Frage eingetragen, also ein Zufallsergebnis, das völlig falsch war. Prompt meldete sich meine Lektorin und schrieb: "Wäre Lösung B nicht auch richtig?"
Sie hatte natürlich recht, schließlich hat sie Ahnung vom Fotografieren, und es ist gut, wenn sie Fehler rechtzeitig entdeckt. In einer ruhigen Minute überprüfte ich meine Antworten und dachte nur: Au wei, wir müssten eigentlich jede dieser Antworten erläutern, denn die Sache ist komplexer, als sie auf den ersten Blick aussieht.
  • Antwort B ist die einfachste Lösung und richtig. 
  • Antwort A ist aber auch richtig, wenn es eine Belichtungsreihe nach Plus ist.
  • Antwort C ist ebenfalls richtig, wenn man den Messpunkt auf eine dunkle Stelle richtet.
  • Es gibt sogar eine Situation, in der Antwort D richtig sein könnte: Das Bild wird heller, wenn man in einer sehr hellen Umgebung fotografiert und die Belichtungszeit mit dem Programmshift gnadenlos verlängert. 
  • Antwort E ist auch nicht ganz verkehrt, wenn man das Histogramm zur Beurteilung heranzieht, und daraufhin beschließt, weitere Maßnahmen zu ergreifen. 
Wenn jemand, der schon ganz viel Ahnung vom Fotografieren hat, ein Buch liest, das für absolute Anfänger konzipiert ist, dann gibt's erfahrungsgemäß Leserbriefe. Der geübte Fotograf hat selbst schon sehr viele Situationen erlebt - selbst die kuriosesten, die man sich ausdenken kann, kommen in der Realität vor. Zudem gibt es fast immer mehr als einen Weg. Man kann vieles auch ganz anders machen, und es ist trotzdem richtig. Je länger man nachdenkt, desto komplizierter wird die Sache, und genau das soll bei solchen Fragen nicht passieren. Also doch Bingo? In einem Anflug von Verzweiflung korrigierte ich meine Antwortvorschläge:

Sie wollen ein Foto insgesamt heller machen. Was tun Sie?
A) Ich nehme das Fragezeichen und hoffe, dass ich eine Reise nach Timbuktu gewinne.
B) Ich schalte die Raumbeleuchtung ein.
C) Ich nehme die Belichtungskorrektur.
D) Ich nehme den Telefonjoker.
E) Ich kaufe eine Kamera, die meine Gedanken lesen kann.

Sie können sich denken, dass ich mit diesem Vorschlag nicht durchgekommen bin. Aber lustig wäre es schon gewesen :-)  #humorpotenzial

Ich glaube, wir haben diese Frage letztendlich gestrichen, es gab ja noch genügend andere Möglichkeiten. Natürlich wurde das Buch wie immer von mehreren Fachleuten gelesen, lektoriert und korrigiert, bevor die Druckfreigabe erfolgte,  und es handelt sich um ein absolut seriöses Buch. Falls dennoch gesteigerter Bedarf an einer skurrilen Alternativausgabe besteht, lassen Sie es mich wissen, dann schreibe ich künftig mehr unter der Rubrik "Blinder Fleck". Wenn Sie jemanden kennen, der einen Fotokurs zum Mitmachen braucht, freue ich mich natürlich über eine Empfehlung.

Dienstag, 17. April 2018

Fotoprojekt Fahrräder (reloaded)

Dass ich Fahrräder mag und sie für ein wunderbares fotografisches Sammelthema halte, hatte ich bereits in einem früheren Blogbeitrag erwähnt. Mit dieser Leidenschaft bin ich nicht allein. Allerdings gibt es so 'ne Fahrräder und so' ne Fahrräder.


Die einen mag man, die anderen offensichtlich nicht. Es war keine besonders kluge Strategie von oBike, Großstädte weltweit mit ihren grässlichen vollgummibereiften gelben Mietfahrrädern zu überschwemmen. Aus einer prinzipiell coolen Idee wurde ein Ärgernis. Dass in meiner sonst so gepflegten Heimatstadt München ein solcher Vandalismus aufkommt, hat mich überrascht. Allerdings handelt es sich nicht um ein lokales Phänomen, wie Berichte und Bilder aus anderen Städten nahelegen. Womöglich liegt es an der Farbkombination, die an eine Invasion von Wespen erinnert?


Seit einiger Zeit gibt es einen Instagram-Trend, der nicht nur die Vermüllung des städtischen Raums dokumentiert, sondern auch sehr kreative Blüten treibt. Es lohnt sich, mal nach dem Hashtag #sadobike zu suchen. 

Das SZ-Magazin hat sich mit diesem Trend befasst und zeigt eine Reihe von Bildern. Die Kommentierung ist gleichermaßen amüsant wie kritisch: Methode, Effektivität, Vandalismusgrad... lesenswert! Grundsätzlich bin ich gegen Vandalismus, aber in diesem Fall zeigt er Wirkung: oBike zieht bis Ende April 6000 von 6800 Rädern aus München ab. Das Scheitern des Geschäftsmodells hat sich das Unternehmen selbst zuzuschreiben: G'lumperts Zeug braucht wirklich niemand. Und was viel schlimmer ist: Keiner kümmert sich um defekte Räder. 


Die blaue Konkurrenz der MVG macht das deutlich besser: Spätestens am dritten Tag werden die Räder abgeholt. Das weiß ich so genau, weil es bei uns im Haus jemanden gibt, der sich gelegentlich eines leiht, um damit nach Hause zu fahren. ;-)

Wir brauchen Leih-Fahrräder, aber nicht so!
Nach dem Vandalismus-Erlebnis mit oBike gibt es nun - typisch deutsch - einen Leitfaden für Fahrradverleiher, und unser Oberbürgermeister schreit nach einem neuen Gesetz... Ja wunderbar. So läuft es leider immer, wenn (nur) einer Mist baut. Künftig darf ein Verleiher nur noch fünf Räder pro Standort aufstellen? Das wird die Millionen Touristen sicher freuen, wenn sie sich ein Radl leihen wollen, und keines mehr finden - danke, oBike.

Im Übrigen ist Fahrrad-Vandalismus kein neues Phänomen. Meistens geht es dabei Drahteseln an den Kragen, die längere Zeit herrenlos und unverschlossen herumstehen. Wenn man die Augen offen hält, sieht man sehr viele solcher Räder. Sie werden nach einiger Zeit zum Ersatzteillager: erst verschwinden die losen Teile, dann das Vorderrad, und wenn nichts mehr abgeschraubt werden kann, kümmert sich die Stadtreinigung um das Gerippe. Geklaut wird natürlich auch sehr viel. Sicher sind einige der unfreiwillgen Ersatzteilstationen Räder, die anderswo vermisst werden. Ein gutes Schloss hilft auch nicht immer.



Das hier war mal ein richtig schickes Rad. Warum der Eigentümer es an einer so abgelegenen Stelle an die Straßenlaterne gekettet und es dann wochenlang nicht abgeholt hat, ist mir ein Rätsel. Schade drum! 




Bei der Stadtplanung wurde bisher eher auf die Autos geschaut, aber nicht auf Abstellplätze für Räder. Garagen und Keller sind nicht immer groß genug, um darin auch noch die Fahrräder für eine ganze Familie unterzubringen. Hinzu kommen die vielen "Fahrradleichen": rostige Radl, die seit Jahren die besten Positionen am gemeinschaftlichen Radständer blockieren und nie bewegt werden. Sobald die Sommerradler ihre Vehikel aus den Kellern und Garagen holen, wird es noch enger, und die Hausverwalter jagen ihre Hausmeister los zur "Fahrradaktion", die meistens nicht viel bringt. Man kann niemanden zwingen, sein Fahrrad zu benutzen. Also geht der Kampf um einen Fahrradabstellplatz in die nächste Runde. Mein Trost besteht darin, dass ich im Sommer noch mehr Motive fürs Projekt finde :-) .

Vielen Dank an Michael Kanthak, der mir diesen Link zugeschickt hat: Berlin fährt Rad, eine Bildstrecke mit vielen Kuriositäten aus der Bundeshauptstadt. 


Mittwoch, 11. April 2018

Workshop mit Reptilien

Schon im letzten Jahr hatte mich eine Kursteilnehmerin gefragt, ob ich nicht mal eine Exkursion in die  Auffangstation des Reptilienhauses in München organisieren könnte. Diese Einrichtung kannte ich bereits vom Hörensagen: Ein guter Freund hatte mir einen Besuch ebenfalls nahegelegt, vor allem um diese Auffangstation in ihrer Arbeit zu unterstützen. Zu einem Workshop konnte ich mich nicht durchringen, aber es gibt Termine, die von der Auffangstation selbst organisiert werden. Steffis Erfahrungsbericht teile ich hier gerne:

(c) Steffi A.

















Die Auffangstation hat mit ziemlich vielen Widrigkeiten zu kämpfen, da sie mit den Räumen, die ihnen zur Verfügung stehen, auskommen müssen. So kommt es vor, dass die Terrarien bis unter die Decken gestapelt sind, in denen dann die Tiere untergebracht werden. Auch habe ich erfahren, dass sie eine Außenstation im Tierheim in Riem haben, was von dort aber bedauerlicherweise (laut Aussage des Leiters der Auffangstation) nicht unterstützt wird.

(c) Steffi A.

Trotz der etwas schwierigen Bedingungen waren alle vor Ort bemüht, uns die Möglichkeiten für schöne Fotos zu bieten. Nachdem wir sämtliche Räume mit den Tieren aufgesucht hatten und uns mit der Kamera frei bewegen konnten, um Aufnahmen zu machen, wurde  im Erdgeschoß (die Tiere sind alle im Keller untergebracht) ein kleines "Fotostudio" aufgebaut.




Angedacht war, dass wir nacheinander die Tiere, die für uns in Pose gesetzt wurden, fotografieren sollten, damit wir nicht alle gleichzeitig die Blitzanlage auslösen, und somit den ein oder anderen beim Fotografieren stören. Dies war aber nicht wirklich umsetzbar, zumal wir den Hinweis bekommen hatten, dass nur ein Bild mit Zunge ein wirklich tolles Tierbild wäre... So habe ich nach 4-5 Fotos den Blitzauslöser wieder abgegeben und mit dem eigenen Blitz weiter fotografiert.

(c) Steffi A.
Insgesamt war der Workshop ein super tolles Erlebnis. Wir waren fünf Teilnehmer, die von einem Fotografen (Name leider unbekannt) empfangen und eingewiesen wurden. Mehr Leute hätten aufgrund der beengten räumlichen Verhältnisse auch nicht teilnehmen können. (Steffi A.)

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Womöglich lohnt es sich auch, an einer der regulären Führungen teilzunehmen, und bei dieser Gelegenheit ein paar Fotos zu machen... Die Reptilien-Auffangsstation freut sich in jedem Fall über Spenden, um ihre Arbeit weiterführen zu können.
Adresse: Im Erdgeschoß des Veterinärmedizinischen Instituts der Universität München in der Kaulbachstraße 37. (fn)

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Kursangebot (laut Ausschreibung auf der Webseite der Auffangstation) 

(c) Steffi A.

Für ambitionierte Fotografen bieten wir angeleitete Workshops sowie Fotoshootings mit unseren Tiere an. Unabhängig von der Ausrüstung oder von Vorkenntnissen, kann hier jeder das Fotografieren von Terrarientieren erlernen und durchführen. Spezialequipment wie Studio-Dauerlicht, Polfilter oder Servoblitze wird von uns zum Ausprobieren bereitgehalten. Die Workshops und Shootings werden durch versierte Tierärzte und -Pfleger sowie – bei Bedarf – einem fotografischen Workshopleiter begleitet und finden in den Räumen der Auffangstation in München statt. Die Workshops werden jeweils in einer kleinen Gruppe von 3 bis 5 Fotografen durchgeführt, so dass eine gute “Motivausbeute” sichergestellt ist. Es wird speziell auf die Problematik der Terrarien- und Aquarienfotografie eingegangen (Licht, Reflexionen, Weissabgleich, Freistellung etc.). 



Wenn Sie Interesse an einem Fotoworkshop haben melden Sie sich bitte per E-Mail an. Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben. Die Anmeldung muss per E-Mail erfolgen und ist erst nach Eingang der Anmeldebestätigung als feste Reservierung zu sehen. Die “Teilnahmegebühr” beträgt pro Person ab 60,00 Euro (gerne wird eine höhere Spende angenommen.) 

Am 21.04.18 (Samstag) findet der nächste Foto-Workshop statt.
Bitte per Mail anmelden: thomas.tuerbl@reptilienauffangstation.de

Weitere Informationen und Termine siehe Webseite

Montag, 9. April 2018

TV-Tipps bis Mai




















 Frisch eingetroffen ist die aktualisierte Liste mit interessanten Sendungen für den Zeitraum bis Anfang Mai. Für reine Fotografen ist diesmal nicht sehr viel dabei, dafür gibt es eine Menge Tipps in der Rubrik Internet&Medien.

In dieser Woche widmet sich die Sendung Kulturzeit auf 3sat dem Thema "Gelebte Utopien - Auf der Spur einer besseren Welt". Vielleicht ist das mal ein interessantes Alternativprogramm für alle, die den Fernseher wegen der vielen schlechten Nachrichten schon gar nicht mehr einschalten? Ein Plädoyer für intelligente Mediennutzung finden Sie hier.

Mein Dank für die zuverlässige Zusammenstellung und Zusendung der TV-Tipps gilt, wie immer,  Hermann Ludwig und seinen kunstlinks.de 

Wenn ich zwischenzeitlich interessante Kurzbeiträge aus Kultursendungen sehe, verlinke ich diese auf meiner Facebook-Autorinnenseite.