Freitag, 23. Dezember 2016

Zum Jahresausklang















Gut Licht für die Feiertage und den Jahreswechsel
und auf Wiederlesen im Neuen Jahr!


Montag, 12. Dezember 2016

TV-Tipps zum Jahreswechsel

















Aus den Fernsehtipps von kunstlinks.de habe ich diesmal auch wieder eine ganz bunt gemischte Tüte für Neugierige zusammengestellt: Legendäre Fotografen Südafrikas, Computerkunst, Graffiti und Schulfernsehen von BR alpha, in dem der geneigte Zuseher erfährt, wie Fotos richtig scharf werden... In Zeiten intelligenter Nachführ-Autofokustechniken hätte ich dazu nicht wieder mit einer Lochkamera angefangen, aber didaktisch ist es natürlich richtig ;-)

Worauf ich mich unter anderem freue, ist eine Wiederholung von Leschs Kosmos auf ZDF info, in der es um die "geheime Macht der Farben" geht. Am 10. Januar um 0:45 Uhr werde ich sicher schlafen, aber die Mediathek hat angenehmerweise immer geöffnet.

Hier geht's zum PDF mit allen aktuellen Terminen.



Freitag, 25. November 2016

Größer, schwerer, besser?

























Seit Dienstag habe ich sie!
Die Panasonic Lumix FZ2000 liegt neben der FZ1000 und das Buch zur Neuen gibt es Ende März. Es kann jetzt schon beim Rheinwerk-Verlag vorbestellt werden. Ich hoffe, dass meine Leserinnen und Leser so viel Geduld aufbringen, meine aber, dass es sich lohnt :-)

Einen direkten Vergleich zwischen den beiden "Schwestern" wird es im Handbuch nicht geben, dazu hat die FZ2000 viel zu viele neue Funktionen dazubekommen. Ich bin froh, wenn wir die wichtigsten auf den geplanten 374 Seiten unterbringen. Dafür kommt das Handbuch mit einem großen Anhang, in dem ich alle Punkte des Kameramenüs kurz erläutere, wie schon beim Handbuch zur Lumix GX80.

Erste Eindrücke
Die Neue ist deutlich teurer als ihre Vorgängerin (aktuell 1249,- vs. 699,- EUR), was die berechtigte Frage aufwirft, ob es sich lohnt, die alte zu ersetzen.

Dienstag, 22. November 2016

Aufgegriffen: Pippi und Annika

Die Idee zu diesem Blogbeitrag entstand, als ich den von Oliver Schlecht gelesen hatte. Pippi Langstrumpf, die freche Göre, kennt wohl jeder. Ihr rebellischer Charakter ist legendär und sie war die Heldin meiner Kindheit.

Klick aufs Bild für größere Ansicht











Wenn Pippi fotografieren würde, würde sie sich nicht um Kameras, Objektive und technische Zusammenhänge scheren. Sie würde einfach loslegen, schiefe, schräge, völlig fehlbelichtete und unscharfe Fotos machen, und sie hätte unglaublich viel Spaß dabei.


Was die anderen dazu sagen, wäre ihr völlig egal. Sie hätte immer eine passende Antwort parat, wenn jemand daherkäme, und sie zurechtweisen wollte. Genausowenig hätte sie ein Problem damit, ihre verknitterten Fotos an ihr Pferd "Kleiner Onkel" zu verfüttern.
Annika, das brave, spießige Nachbarsmädchen wäre fasziniert, aber auch zurückhaltend und peinlich berührt. Ihre Bilder wären akkurat, hübsch anzusehen oder zumindest zweckmäßig. Sie würde natürlich in eine Schule gehen, um genau zu lernen, wie man "richtig" fotografiert, und sie hätte ein säuberlich sortiertes und verschlagwortetes Bildarchiv.

Donnerstag, 17. November 2016

Bald ist wieder Weihnachten...


Action Fotografie = Die Verwendung sehr großer, teurer Objektive, mit dem Ziel, schnell bewegte Objekte so aussehen zu lassen, als wären sie statisch.

Sportfotografie mit dem Smartphone - geht das?
Ich vermute, es ist nur eine Frage der Zeit.














Das alte Fotoglossar für Zyniker muss irgendwann umgeschrieben werden. Natürlich braucht der professionelle Fotograf in der Spitzenliga immer noch seine gute, schwere DSLR und die passenden Objektive, aber die spiegellosen Systemkameras holen auf.
Wie immer um diese Jahreszeit häufen sich die Fragen: Bei vielen ist es wieder Zeit für eine neue Kamera - aber welche diesmal?

Die Trendwende ist längst vollzogen
In meinen Kursen höre ich immer häufiger den Satz: "Mir ist das alles zu schwer. Wenn ich mir heute eine neue Kamera kaufen würde, wäre es kein Spiegelreflexsystem mehr."
Es gibt viele Alternativen und die Qual der Wahl größer denn je. Es gibt sie leider immer noch nicht, die eine Kamera, die ALLEN Ansprüchen gerecht wird.

Die kaufentscheidenden Fragen sind immer noch dieselben:

Montag, 14. November 2016

Fernsehtipps für Neugierige

















Diesmal lautet die Überschrift "Fernsehtipps für Neugierige", denn für den klassischen Fotografen ist diesmal nichts im Programm.
Trotzdem gibt es einige Sendungen aus der Liste von www.kunstlinks.de, die zumindest in der Beschreibung recht interessant klingen.

Empfehlen würde ich meinen Leserinnen und Lesern diesmal eine mehrteilige Sendereihe von alpha, die sich mit der Filmanalyse beschäftigt:

Filmanalyse - visuelle Ebene, alpha 
alphaLernen zeigt mit vielen Filmbeispielen wie durch die visuelle Ebene die Wahrnehmung des Zuschauers gelenkt wird. Bildbestimmend sind die verschiedenen Einstellungsgrößen, die Kameraperspektive, die Kadrierung und die Kamerabewegung. Regisseur und Kameramann eines Films setzen all das ganz bewusst ein, denn die Kamera entscheidet, was der Zuschauer auf welche Weise und zu welchem Zeitpunkt zu sehen bekommt - und damit auch, ob er eine Szene versteht und welche Gefühle eine Szene in ihm auslöst. Ein weiteres wichtiges Stilmittel der visuellen Ebene sind Licht und Farbe. Und alles dient nur einem: dem Erzählen einer Filmgeschichte - auf verständliche, packende und emotionale Weise.

Mittwoch, 9. November 2016

Focus Stacking mit der Lumix GX80 und FZ2000

Zu scharf, um wahr zu sein?



















Bilder wie dieses, das noch mit Photoshop erstellt wurde, können wir künftig auch direkt aus der Kamera bekommen. Das Zauberwort heißt Focus Stacking.

Ende September, kurz nachdem mein Handbuch zur Lumix GX80 gedruckt war, kam das Firmware-Update 1.1. Damit kann die Funktion Focus Stacking in der GX80 nachgerüstet werden, bei der FZ2000 (November 2016) ist es von Anfang an mit dabei.

Focus Stacking ist eine Bildbearbeitungstechnik, die es schon lange gibt. Dazu musste man ein Bildbearbeitungsprogramm (Photoshop, PS Elements, Lightroom oder Spezialsoftware wie Helicon) einsetzen. Die Grundidee lässt sich kurz so beschreiben: Man nehme eine Serie von mehreren Einzelfotos, bei denen der Fokuspunkt von Aufnahme zu Aufnahme leicht versetzt wird. In jedem dieser Einzelbilder ist ein anderer Teilbereich des Motivs scharf abgebildet.

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Wie krass ist das denn?














Es war wieder einmal der Oli, der mich neulich auf "Keegan, den Fotocoach" aufmerksam machte. Jetzt schnallen Sie sich gut an: Keegan ist eine künstliche Intelligenz.
Geschaffen wurde dieses Programm von Regaind, einem Startup-Unternehmen, das sich auf die automatische Bildanalyse spezialisiert hat. Gefüttert wurde der Algorithmus mit Informationen und Bildbewertungen von professionellen Fotografen.

Keegan ist in der Lage, die Stärken und Schwächen der hochgeladenen Bilder in Sekundenschnelle zu analysieren. Seine Bewertung wird in Form eines kurzen Textes und einem Zahlenwert von eins bis zehn dargestellt. Ein gutes Bild erhält 5/10 Punkte, für ein sehr gutes Foto bekommt man 7/10, und wenn man 9/10 angezeigt bekommt, darf man sich darüber freuen, dass man ein außergewöhnliches Foto hochgeladen hat. 10/10 bekommt fast niemand.

Wer sich zum ersten Mal an einem klassischen Fotowettbewerb beteiligt, dem ist dieser kostenlose Fotocoach durchaus zu empfehlen. Ich habe ihn getestet und war mehr als baff, denn er schreibt zusammenhängende, sinnvolle Sätze - bisher nur auf Englisch.

Montag, 17. Oktober 2016

Foto-Fernsehtipps bis November

















Soeben eingetroffen und schnell weitergereicht: Hier ist das PDF mit allen aktuellen Terminen bis zum 20.11.2016. Da sich die neue Sendeliste teilweise mit der alten überschneidet, habe ich diesmal beide Dokumente zusammengeführt.

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Mit der Kamera malen

Ich weiß nicht, ob die nachfolgende Geschichte wahr ist, oder ob sie von einem kreativen Schreiber zur Motivation erfunden wurde. Beim Surfen im Web stolperte ich vor ein paar Tagen über eine englische Version, und sie passt(e) gerade so gut zu unserem Exkursionsthema "Malerische Bilder". Bei eisigem Oktoberwind hatten die Kursteilnehmer die Aufgabe, mit ihren Kameras völlig anders umzugehen als sonst: Lange Belichtungszeiten, Kamerabewegungen, Farben und Lichter für die eigenen Kompositionen einsetzen. Es sollte gerade nicht das typische, scharfe Bild entstehen, das man als Fotograf normalerweise anstrebt. Eine Auswahl von Bildern wird es zu sehen geben, wenn alle Teilnehmer ihre Werke abgeliefert haben. :-)















Ranga Guru war ein bekannter indischer Maler, der für seine Werke hoch angesehen war. Eines Tages ging sein Schüler Racici zu ihm. Er hatte seine Abschlussarbeit fertig gestellt und bat den Meister, sein Bild zu bewerten.

Ranga Guru sagte daraufhin: „Du bist jetzt selbst ein Meister. Nun ist es an der Zeit, dass die Menschen dein Bild bewerten. Hänge dein Bild an einem der belebtesten Plätze der Stadt auf, lege einen roten Stift daneben und schreibe ein Schild, mit dem du die Leute aufforderst, ihre Meinung kundzutun, und all die Stellen im Bild rot zu markieren, die ihnen nicht gefallen.“

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Handbuch zur Lumix GX80


Das Handbuch zur Lumix GX80 ist seit letzter Woche im Handel erhältlich. Die Kapitelstruktur dieses im Rheinwerk-Verlag erschienenen Buchs unterscheidet sich etwas zu den Handbüchern der FZ1000 bzw. FZ300: Der Praxisteil zu verschiedenen Motivsituationen ist etwas kürzer, das Zubehörkapitel etwas umfangreicher. Klar, es ist eine spiegellose Systemkamera! Im Anhang finden Sie nun alle Menüs der GX80. Diese werden dort kurz erläutert und enthalten Querverweise zu den Kapiteln, in denen die jeweiligen Funktionen ausführlich beschrieben sind.

Ich wurde schon mehrfach gefragt, ob Fotografen, die eine Lumix GX8 besitzen, ebenfalls mit diesem Handbuch arbeiten können: Grundsätzlich ja. Die beiden Kameras sind sehr eng verwandt, die Menüführung ist sehr ähnlich. Ein genauer Abgleich ist geplant und sobald ich die Frage ganz exakt beantworten kann, gibt es dazu Neuigkeiten - hier im Blog und in der Usergruppe.

Meine GX80 wurde - im Gegensatz zu den Modellen der FZ-Reihe - nicht mehr mit einer Installations-CD ausgeliefert, d.h. wer sich die Panasonic Software installieren möchte, muss sie sich aus dem Internet herunterladen. Es gibt zwei verschiedene Programme:
  1. SILKYPIX Developer Studio für Rohdateien
  2. PHOTOfunSTUDIO als Bildverwaltungs- und Bearbeitungsprogramm (JPEG, Video und Panasonic-spezifische Funktionen).

Mittwoch, 5. Oktober 2016

#handymania die Zweite

"69% der Bundesbürger über 14 Jahren, das sind 48 Millionen Deutsche fotografieren mit ihrem Smartphone. Als Folge davon ist das Smartphone seit 2015 in Deutschland die meist verwendete Kamera. Es ist offenkundig, dass die Photographie kaum 15 Jahre nach der digitalen Revolution eine neue, gewaltige Umwälzung erlebt."

Aus der Einladung zur DGPh-Tagung in Mannheim, die unter dem Titel smart as photography – Die Wucht des Wandels“ vom 3. bis 5. November 2016 in Mannheim stattfindet.

Weitere Informationen



Mein eigenes Schlüsselerlebnis in Sachen Smartphone beschreibe ich in diesem Artikel.

Samstag, 1. Oktober 2016

Olympus Perspective Playgound

Den Olympus Playground hatte ich letztes Jahr in München verpasst. In Köln ist der Perspective Playground noch bis zum 9.10.2016 geöffnet. In jeder Stadt gibt es unterschiedliche Kunst-Installationen, an denen man sein fotografisches Geschick mit einer Leihkamera von Olympus kostenlos testen kann. Die Speicherkarte mit den Bildern bekommt man hinterher geschenkt, darum kann ich hier ein paar meiner Ergebnisse präsentieren.
















Ich war neugierig, ob und wie es mir gelingen würde, mit einer völlig ungewohnten Kamera einfach so loszufotografieren. Man drückte mir eine E-M5MkII in die Hand und damit ging es ab auf den Spielplatz.

Donnerstag, 29. September 2016

Ein Schlüsselerlebnis #handymania

Mein fotografisches Schlüsselerlebnis war der 80. Geburtstag meines Schwiegervaters. Man hatte mich gefragt, ob ich meine Kamera mitnehmen und Bilder machen würde. Vor Ort waren drei Familienmitglieder mit ihren Smartphones und einem Selfie-Stick [kreisch!]. Als wir uns zum Familienfoto gruppierten, hatte der zehnjährige Neffe schon gelernt, dass er nur "Aufnahme!" rufen musste, um die Smartphone-Kamera zum Auslösen zu bringen. Er liebte es und rief es immer wieder...

Alle Handys des gleichen Herstellers machten gleichzeitig "Klick!" Die Schwiegermutter blickte verwirrt auf das Bild auf ihrem Handymonitor, auf dem ihre Füße zu sehen waren. Schnell eilte der Schwager herbei, half ihr beim Löschen des Fehlschusses und erläuterte, dass man das noch genauer einstellen könne. Ich fühlte mich an Szenen von Loriot erinnert, aber den kennen heute nicht mehr so viele Zeitgenossen.

Dienstag, 27. September 2016

Photokina 2016

Fast wie Oktoberfest: Action auf der Photokina 2016















Die photokina war vor allem eins: rappelvoll!

Für mich ist die Messe, die alle zwei Jahre stattfindet, vor allem eine Gelegenheit, all die Menschen zu treffen, für die München zu weit weg ist. Dass ich diesmal auch die ganz neue Panasonic Lumix FZ2000 - das Nachfolgemodell der FZ1000 - in die Hand nehmen konnte, und gleich daneben auch noch eine Lumix G81 lag, war ein glücklicher Zufall. Beide Kameras sind voraussichtlich ab Ende November im Handel erhältlich.

Was mich an der FZ2000 besonders begeistert: so ziemlich alles, was ich unter "Verbesserungspotenzial" im Buch angemerkt hatte, gibt es an diesem Modell: Einen ND-Filter, der mit einem Schalter am Objektiv aktiviert werden kann, und die Blendenstufen reichen bis f11 statt nur bis f8. Damit sollte es möglich sein, ohne Schraubfilter an hellen Orten längere Belichtungszeiten verwenden zu können. Die FZ2000 hat jetzt auch einen Touchscreen und ein paar andere schöne Funktionen, die ich an der FZ300 und GX80 schätzen gelernt habe. Trotzdem bleibt die FZ1000 eine klasse Kamera, zumal man für ihre Nachfolgerin erst einmal tief(er) in die Tasche greifen muss.

Mein generelles Interesse an Neuerscheinungen ist nicht so groß, das hier ist kein Technik-Blog. Wer eine allgemeine Zusammenfassung der photokina-Trends sucht, ist hier oder hier besser aufgehoben. Für mich geht es eher um allgemeine Eindrücke und zufällige Begegnungen. Davon gab es so viele, dass es wohl noch für mehrere Blogartikel reichen wird. Ich fange mit dieser an:

"Eigentlich bin ich ja sehr für die moderne Technik, aber inzwischen nervt es mich", sagte der ältere Herr, als wir in der Community-Halle der Photokina zufällig ins Gespräch kamen. Ich fotografierte gerade die Leute, die sich im Halbdunkel hingesetzt hatten, um die VR-Brillen auszuprobieren. VR steht für Virtual Reality, Virtuelle Realität. Diese Brillen sehen aus wie Taucherbrillen, sind unbequem, sperrig und relativ schwer.



Ich weiß es, weil ich selber eine ausprobiert habe. Obendrauf kommt noch ein geschlossener Kopfhörer, damit man sich wirklich vollständig von der "normalen" Realität abkoppeln kann. Mein Gesprächspartner fragte mich, was man da sehen könne, und ich antwortete: "Eine gefilmte oder programmierte Umgebung, die den Eindruck erweckt, als befinde man sich mittendrin."

Montag, 19. September 2016

Foto-Fernsehtipps für September und Oktober
















Soeben eingetroffen und schnell weitergereicht: Hier ist das PDF mit allen aktuellen Terminen vom 23.9. bis 21.10. Da sich die neue Sendeliste teilweise mit der alten überschneidet, lohnt sich auch noch ein Blick in das PDF vom Vormonat.

Donnerstag, 15. September 2016

Die Tücke liegt im Detail - die Lösung auch

Die Bedienungsanleitung einer modernen Kamera umfasst heute rund 300 A4-Seiten und ist keine besonders angenehme Lektüre für einen Einsteiger. Fortgeschrittene, die mit den Fachbegriffen vertraut sind, finden sich darin schneller zurecht. Trotzdem finde selbst ich noch in so mancher Bedienungsanleitung Kamerafunktionen, von denen ich gar nicht wusste, dass es sie gibt. Dass man die Lumix GX80 beispielsweise in den Individualfunktionen so einstellen kann, dass zuvor verwendete Belichtungskorrekturen beim Ausschalten der Kamera auf 0 zurückgesetzt werden, ist eine dieser Kleinigkeiten, die vor allem Foto-Einsteigern sehr hilft.*

Eine Belichtungskorrektur ist nicht generell nötig. Moderne Kameras belichten sehr genau bzw. so ausgewogen, dass die Ergebnisse in der Regel gut aussehen. In einigen Situationen braucht man diese Korrektur, z.B. wenn man gegen einen sehr hellen oder sehr dunklen Hintergrund fotografiert. 

Links unkorrigiert, rechts um +2/3 aufgehellt













Dienstag, 13. September 2016

Günter Spitzing: Ein Lebenswerk

Es gibt viele Beweggründe, warum jemand eine Kamera in die Hand nimmt und Bilder macht. Während wir älter werden, verändert sich nicht nur die Technik. Auch der Blick des Fotografen wandelt sich mit den gesammelten Erfahrungen. Im letzten Teil der Interviewserie mit Günter Spitzing geht es um dieses Thema.

Viele Fotografen träumen von einer eigenen Fotoausstellung. Sie haben u.a. 1976 auf der photokina ausgestellt, später Porträts aus Bali und Indien gezeigt; heute sind es vor allem Fotos aus dem Projekt Irular. Was sind Ihre Erfahrungen mit Ausstellungen generell? 

GS: Ausstellungen haben einen hohen Aufmerksamkeitswert. Sie machen sich auch gut in der Vita. Reaktionen erhalte ich allerdings nicht all zu viele. Früher haben Fachredaktionen Ausstellungen besprochen. Das geschieht heute kaum noch. Ich denke aber schon, dass die Kombination von Ausstellungen, Presseartikeln und Vorträgen doch ein gutes Mittel ist ein Sache bekannt zu, auch um Unterstützer für unsere Ureinwohnerprojekte zu bekommen.

Was bedeutet das Fotografieren für Sie heute? 

Fotografieren, auch Filmen ist nach wie vor wichtig. Früher ging es allerdings vor allem um die Bildgestaltung. Heute eher um die Bildinhalte. Ich brauch Fotos aus dem Leben der Irular als Illustrationsmaterial in Vorträgen, Artikeln, Bücheren und last not least für meine Website.

Wie groß ist Ihr fotografisches Archiv (analog und digital)? 

Gezählt habe ich meine Dias nicht. Schätzungsweise sind es knapp 100 000. Das Digitalarchiv hat diese Größenordnung noch nicht erreicht, wächst aber schnell, zumal ich ja auch viele Dias scannen muss. SW-Negative sind etwa 10 000 vorhanden. Da nach digitalen Aufnahmen ohne große Umstände, sowohl farbige, wie schwarzweiße Bilder hergestellt werden können, gibt es in Schwarzweiß keinen Zuwachs.













Machen Sie sich Gedanken darüber, was später einmal aus Ihrem fotografischen Nachlass wird? 

Freitag, 9. September 2016

Fotoprojekt: Wörtlich genommen















Was fängt man mit all den Bildern an, die im Laufe eines Fotografenlebens so zusammenkommen? Wer seine Fotos nicht sofort in einem sozialen Netzwerk oder in einer Online-Galerie postet, findet es oft schade, dass so viele Motive auf der Festplatte schlummern.

Dienstag, 6. September 2016

Best practice in der Fotografie

Hätte van Gogh sich an die "besten Praktiken" von Rembrandt gehalten, hätte er wie Rembrandt gemalt.


Den Begriff "Best practice" hörte ich zum ersten Mal, als ich noch im "Backoffice" einer Unternehmensberatung arbeitete. Die Berater schwärmten aus zum Kunden, in den Projektteams wurde darüber nachgedacht, wie man effizienter, besser und erfolgreicher werden könne. Dabei schaute man sich an, wie andere Unternehmen die Herausforderungen bewältigten.


Beste Praktiken anwenden heißt: Lernen von den Besten, ihre Methoden und Strategien analysieren und auf die eigene Situation anwenden.

So weit so gut. Lernen von erfolgreichen Unternehmen oder Menschen ist nicht verkehrt.  Durch die "Best practice" Methode entwickelt sich im Lauf der Zeit ein gewisser Standard. Oftmals werden diese Besten Praktiken auch nur kopiert: Man macht es wie die anderen. Die Qualität von Arbeitsmethoden verbessert sich insgesamt, doch es gibt auch eine Kehrseite: Alles was nicht "Best practice" ist, hat es erst einmal schwer. Neue, unerprobte, und möglicherweise ineffizientere Lösungsansätze werden gar nicht erst verfolgt. Man will den Anschluss nicht verpassen, kein Risiko eingehen. Inzwischen hat man erkannt, dass "die besten Praktiken nie zugleich State of the Art sein können, da sie per Definition auf Bewährtes aus der Vergangenheit setzen." (Wikipedia) 

In der Fotografie gibt es diese besten Praktiken auch.

Mittwoch, 31. August 2016

Günter Spitzing: Was wir lernen können

Anstatt sich zurückzulehnen, reist Günter Spitzing jedes Jahr nach Indien, um selbst bei den Menschen zu sein, für die er sich einsetzt. Seine alte Leidenschaft - die Fotografie -  nutzt er dabei weiter.

Sie engagieren sich heute sehr für indigene Völker (Irular, unbekanntes Naturvolk in Südindien) und verbringen jedes Jahr einige Zeit mit den Menschen dort. Ihr Verein „Zukunft Irular e.V.“ bekämpft nicht nur den Hunger, sondern bietet den Kindern der Irular eine gute Ausbildung, die ihnen echte Zukunftschancen eröffnet. Auf Ihrer Homepage findet man dazu sehr viele Informationen (Link)

Viele Menschen sind bereit Geld für alle möglichen Dinge zu spenden – warum sollte jemand Ihren Verein unterstützen und nicht große Organisationen wie das Rote Kreuz, Ärzte ohne Grenzen oder Ähnliche?

GS: Ich will nicht sagen, dass man nicht für „Ärzte ohne Grenzen“ spenden sollen. Sicherlich es gibt auch schwarzen Schafe unter den Organisationen, aber es ist nicht meine Aufgabe, die hier zu nennen. Wir müssen versuchen mit den Eifersüchteleien unter den Hilfsorganisationen Schluss zu machen. Es gibt übrigens auch Organisationen mit denen wir exzellent zusammenarbeiten. Die von Ihnen genannten Organisationen arbeiten übrigens eher in der Katastrophenhilfe, was natürlich sehr notwendig ist. Wir arbeiten auf dem Felde der nachhaltigen Langzeitunterstützung, also der eigentlichen Entwicklungszusammenarbeit.

















Hier die Gründe, warum auch die „Zukunft-Irular e.V.“ Aufmerksamkeit und Unterstützung verdient:

Montag, 29. August 2016

Fotografieren oder "Bildermachen"

In manchen Dingen bin ich eine ungeduldige Menschin. Als Kind habe ich viel gemalt und gezeichnet, aber je älter ich wurde, desto weniger Muße hatte ich dafür, und das, obwohl es noch keine Computer, geschweige denn Internet gab.




















Beim Fotospaziergang am vergangenen Wochenende saßen zwei Leute im Schatten und skizzierten das Gebäude, das ich gerade fotografiert hatte. Sie haben viel Zeit für ein Bild investiert, das man mit einer beliebigen Kamera ganz schnell im Vorbeigehen "mitnehmen" kann. Nun ja. Schnell im Vorbeigehen knipsen kann jeder. Das sieht dann ungefähr so aus:

Montag, 22. August 2016

Foto-Fernsehtipps für September
















Nachdem das Olympiafieber abgeklungen ist, wird's wieder Zeit für ein bisschen Kultur im TV. Diesmal gibt's nicht nur Beiträge für Fotografen, sondern auch ganz viele Tipps für Kunstinteressierte und "Tellerrandgucker".

Besonders interessant dürfte die Sendung "Das manipulierte Bild" sein, die am 29.9. um 20:15 Uhr auf 3sat läuft. Bereits am 15.9. gibt es auf ZDF Info einen ganzen Nachmittag zum Thema "Die digitale Revolution". Kluge Maschinen, Rechenmonster, Multimedia und Internet... Vieles wissen wir vermutlich schon, aber es schadet nicht, sich die rasante Entwicklung, die wir alle durchlaufen (haben), noch einmal in der Zusammenfassung anzuschauen.

Hier ist das PDF mit allen aktuellen Terminen und hier sind die TV-Tipps vom Vormonat.

Mein Dank geht wie immer an www.kunstlinks.de, aus dessen bombastischem monatlichen Newsletter der Auszug stammt.

Montag, 1. August 2016

Bessere Urlaubsfotos - Tipps vom Rumpelstilzchen

Urlaubszeit ist eigentlich jederzeit. Wer schulpflichtige Kinder hat, ist natürlich auf die Ferien angewiesen. Darum häufen sich gerade in dieser Jahreszeit die Tipps, wie man bessere, schönere und interessantere Fotos macht. Mein hoch geschätzter Kollege Johannes Mairhofer hat in seinem Blog dazu einige "etwas andere" Inspirationen zusammengetragen, die sehr lesenswert sind. Dabei ist das kleine Teufelchen aufgewacht, das eine ganze Weile in den Dornröschenschlaf versunken war. Dieses kleine Monster ist auf Krawall gebürstet und hat mich mit funkelnden Augen dazu angestachelt, seine Sicht der Dinge kundzutun. Danke Johannes für die Inspiration und viel Spaß beim Lesen!

Anm. d. Redaktion: Die hier vorgenommene Kommentierung gibt nicht die Meinung der Autorin Jacqueline Esen wieder. Dies ist ein Gastbeitrag von Rumpelstilzchen.

Denken! 
Damit fängt der Artikel von Johannes an. Oh bitte! Wer will denn im Urlaub das Gehirn einschalten? Es ist August, es ist heiß, es sind Ferien! Ihr müsst im Job und im Alltag die ganze Zeit über alles nachdenken. Bitte nicht auch noch im Urlaub, ok?! Fotografieren soll Spaß machen, das ist doch kein Denksport. Ja, diese Autorin, bei der ich wohne, schreibt in ihren dämlichen Büchern auch immer so einen Quark:

Anfangs ist es ratsam, die  Optionen Rad-Infos, Monitor-Info-Anzg. und Menüführung aktiviert zu lassen. Das Gleiche gilt für die Menüinformationen im Setup-Menü

Wer braucht denn sowas? Also wirklich...! Da gibt es zwei Knöpfe an der Kamera: Ein/Aus und noch einen, da drückt man drauf und gut is. Mehr muss man nicht wissen.

Rumpelstilzchen meint:
Jeder weiß, worauf es hier ankommt!

















Motive finden

"Muss es wirklich das tausendste Foto von eurem Hotel sein"... fragt Johannes.

Gibt es wirklich so viele Hotelfotos? Das ist mir noch gar nicht aufgefallen! Viel eher hättet ihr fragen können: "Muss es wirklich das tausendste Selfie sein?" Ich sage: JA! Aber nur mit einem Selfie-Stick! Und es muss genau dieser hier sein, der ist am teuersten und rosarot. Nur dieser Selfie-Stick macht wirklich gute Selfies! Jetzt kaufen, kaufen, sofort!

"... oder findet man vielleicht mal ein Motiv, das nicht schon etliche andere fotografiert haben?"

Freitag, 29. Juli 2016

Foto-Fernsehtipps für August
















Sommer, Sonne, Ferienzeit...  

Da hat vermutlich nicht jeder Lust, in die altmodische TV-Röhre zu gucken. Dabei gibt es ausgerechnet in diesem Monat eine ganze Menge Interessantes. Der Sender arte hat einen regelrechten Fotomarathon im Programm, vor allem am 7. und 14. August. Wer die Sendungen nicht aufzeichnet oder live anschauen möchte, findet sie danach sieben Tage lang in der Mediathek.

Hier geht's zur kompletten Liste für den Monat August, die neben den Sendungen zur Fotografie auch wieder einige Inspirationen für "Tellerrandgucker" enthält.

Wie immer handelt es sich um einen Auszug aus dem umfangreichen Newsletter von www.kunstlinks.de - vielen Dank! - und schöne Ferien!

Dienstag, 19. Juli 2016

Panasonic Lumix - Effekte in RAW, zweiter Lösungsweg

Im Februar des letzten Jahres hatte ich schon einmal das Problem geschildert, vor dem viele Lumix-Fotografen stehen: Was kann ich tun, wenn ich den Kreativmodus benutzt, aber als Bildqualität RAW eingestellt hatte?

Der nachträgliche Export der Bildeffekte in ein JPEG erweist sich als schwierig, denn weder die kamerainterne RAW-Verarbeitung, noch der RAW-Konverter von Panasonic geben die am Kameramonitor sichtbaren Effekte ans JPEG weiter. Lightroom und Photoshop schon zweimal nicht.

Während der Arbeit am Handbuch zur Lumix GX80 habe ich mir angeschaut, ob das Problem, das ich mit der FZ1000 und der FZ300 beobachtet hatte, auch 2016 noch existiert: Leider ja.

Dabei bin ich - mehr durch Zufall - auf einen Lösungsweg gestoßen, der sehr einfach ist, wenn man das Programm PHOTOfunSTUDIO benutzt.


Hier kann man JPEGs mit Effekten in voller Auflösung aus den RAW-Dateien herauskitzeln.

Hier die Kurzfassung für Experten: 

Montag, 18. Juli 2016

Das dritte Leben des Günter Spitzing

Wir leben in einer Welt, in der es zunehmend kriegerisch und ungerecht zugeht und das leider schon seit Jahren. Man muss entweder ziemlich ignorant, abgebrüht oder extrem ausgeglichen sein, um sich eine durchschnittliche Nachrichtensendung anzuschauen. Ratloses Schulterzucken kann man sich leisten, so lange man persönlich (noch) nicht betroffen ist. Es stellt sich immer mehr die Frage, welche Haltung wir gegenüber den äußeren Ereignissen einnehmen wollen. Als ich das Interview mit Günter Spitzing führte, bewegte sich das Gespräch in eine Richtung, bei der wir das Thema Fotografie verließen.

Der Günter Spitzing von heute engagiert sich für ganz andere Themen. Dennoch bedient er sich weiterhin der Fotografie. Warum und wie: hier erzählt er davon. Vielleicht ist dieser Teil der Interviewserie auch eine Inspiration für andere, die nach Wegen suchen, ihrer fotografischen Arbeit - oder ihrem Leben - eine tiefere Bedeutung zu verleihen.

Herr Spitzing, Sie haben an der Universität Hamburg Sprache und Kultur Indonesiens, sowie Religionswissenschaft und Ethnologie studiert und das Studium 1989 (im Alter von 58 Jahren!) mit einer Magisterarbeit abgeschlossen. Schon 1981 haben Sie begonnen, Bücher über südastasiatische und griechische Kulturen und Religionen zu schreiben. 

Wann begann Ihr Interesse an der asiatischen Kultur, was war der Auslöser? 

GS: Ich habe mich merkwürdigerweise von frühester Kindheit für fremde Völker und Kulturen interessiert. Im Haus des oben erwähnten Onkels hingen zwei japanische Farbholzschnitte, die mich fasziniert haben. Ich war noch in der Grundschule, da begann ich schon das Lindenmuseum in Stuttgart zu besuchen.





















Was fasziniert Sie an diesen Themen? 

Montag, 4. Juli 2016

Auf den zweiten Blick















Es sollte ein typisches München-Motiv werden sollen, und das ist es auch geworden.  Manchmal erkennt man aber erst bei genauerem Hinsehen - später am Computerbildschirm - was den eigentlichen Reiz einer Aufnahme ausmacht...  ;-)

Wohl dem, dessen Bilder über genügend Auflösung verfügen, um da noch einmal eine Ausschnittvergrößerung machen zu können. Voilà:






















Falls jemand auf die aktuellen TV-Tipps wartet: Die Auswahl an interessanten Sendungen für Fotografen ist im Juli so bescheiden, dass ich beschlossen habe, keine eigene PDF-Datei dazu anzulegen. Ein Termin, den man sich vormerken könnte, liegt noch in weiter Ferne: Am 31.7. gibt es auf arte den Beitrag "Picasso im Blick der Fotografen" (13:10 Uhr bis 13:40 Uhr).

Bis zum nächsten Blogpost sammle ich weitere Praxiserfahrungen mit der spiegellosen GX80 und freue mich schon auf die Fertigstellung des Handbuchs...


Freitag, 17. Juni 2016

Die Systemfrage - spiegellos glücklich?


"Welches Schweinderl hätten's denn gern?"










Seit ich mit dem Fotografieren angefangen habe, waren bei mir mehr als 30 Kameras im Einsatz. Mit dem Einzug der Digitalfotografie hat sich der Wechsel beschleunigt. Nach einer EOS 40D kam die 7D, die Grande Dame EOS 5D wurde durch eine 5D Mk II ersetzt und so kann man immer weitermachen. Man hat ja die ganzen Objektive, also bleibt man dem einmal gewählten System treu. Die ständige Weiterentwicklung der Technik reizt und verführt zum Upgrade. Noch mehr Pixel, noch ein besserer Sensor, noch mehr Funktionen - eine Endlosspirale.

Mit dem Aufkommen der spiegellosen Systemkameras hat der qualitätsbewusste (Spiegelreflex)Fotograf eine Option mehr und der Trend ist eindeutig. Gerade arbeite ich am Handbuch zur Lumix GX80 und weil meine drei Jüngsten heute früh gerade alle mal am gleichen Ort beieinander waren, konnte ich der Versuchung nicht widerstehen, ein Gruppenbild von ihnen zu machen:
Die EOS 5D Mk II (DSLR), die Panasonic Lumix GX80 (DSLM) und die Lumix FZ1000 (Bridge).

Freitag, 10. Juni 2016

In eigener Sache: Meine Facebook-Policy

Im November letzten Jahres hatte ich mir überlegt, wie ich grundsätzlich mit Social-Media Profilen umgehen möchte. Über Twitter habe ich mich unlängst schon ausgelassen, heute ist Facebook dran.

Die Privatsphäre-Einstellungen dort lassen sich derzeit nur so setzen, dass man Freundschaftsanfragen entweder von allen Facebook-Usern erhalten kann, oder man wählt Freunde von Freunden. Für mich passt weder das eine noch das andere, denn für mein Profil gilt seit November 2015 die Regel: Personen, die ich persönlich kenne, bekommen von mir eine Freundschaftsanfrage.

"Freunde von Freunden", die ich (noch) nicht kenne, die aber auch mit mir befreundet sein wollen, kommen dabei leider am schlechtesten weg. Denen muss ich dann jedes Mal eine PN schicken und meine Strategie erklären. Deshalb heute ganz offiziell und ganz öffentlich im Blog: Es ist nichts Persönliches, wenn ich solche Anfragen nicht bestätige.

Warum so restriktiv? Ein Rückblick...

2010 habe ich mich bei Facebook angemeldet und das Netzwerk wuchs relativ schnell. Die meisten meiner Kontakte stammten von Anfang an aus dem realen Leben. Man kannte sich schon oder man lernte jemanden kennen und beschloss anschließend, über Facebook in Verbindung zu bleiben. Es ist ja auch so angenehm einfach: Hier ein paar Fotos, Videos und Informationen teilen, mit dem Like-Button signalisieren, dass man der gleichen Meinung ist. Über private Nachrichten (PN) kann man schnell etwas klären und man bekommt auf angenehm unterhaltsame Weise mit, was die Weggefährten gerade so beschäftigt. Dabei gibt man bekanntermaßen viele persönliche Informationen preis und erhält im Gegenzug eine Chronik als Gedächtnisstütze, wann man mit wem wo war und was man dort erlebt hat. Alzheimer Prophylaxe? ;-)




Donnerstag, 9. Juni 2016

Neuauflage Großer Fotokurs




















Ende Juni erscheint die dritte überarbeitete Auflage meines Klassikers. Schon im Vorfeld wurde ich gefragt, ob es sich lohnen würde zu warten, oder ob man genauso gut noch zur zweiten Auflage greifen könne.

Solides Grundwissen zu Technik, zu den Foto-Grundlagen, Ausrüstung und Gestaltung gibt es in allen Auflagen. Nach drei Jahren gibt es kleinere Änderungen, die v.a. den technischen Neuentwicklungen auf dem Markt Rechnung tragen. Hinzu gekommen ist auch eine tabellarische Übersicht als Hilfe für eine Kaufentscheidung "Welches Kamerasystem eignet sich für wen?" Bei den allgemeinen Themen sind die Änderungen am Text nicht so umfangreich, dafür ist das neue Buch fast durchgehend neu bebildert und hat ein neues Layout bekommen.

Der größte Unterschied besteht in den Kapiteln 9 (Workflow) und 10 (Für Aufsteiger):
Statt wie bisher die Bildbearbeitung per Photoshop Elements (Photoshop) zu erklären, zeige ich jetzt den Workflow anhand von Lightroom. Dieses Kapitel ist insgesamt länger, darum mussten wir den Abschnitt zur Bearbeitung von Porträts leider herausnehmen. Wer darauf Wert legt und eher zu Photoshop tendiert, für den ist die zweite Auflage hilfreicher.

In Kapitel 10 gibt es jetzt eine Reihe von praktischen Aufgaben und Übungsvorschlägen, mit denen Sie das Wissen aus den Kapiteln 1-8 testen und vertiefen können, dadurch ist die Neuauflage ist meines Erachtens noch stärker praxisorientiert.

Wer die erste oder zweite Auflage schon hat und gerne ein Update hätte, dem rufe ich heute zu: Kaufen!

Und was macht die Fotonanny als nächstes?
Mehr dazu bald, hier im Blog natürlich :-)

Montag, 6. Juni 2016

Typische Fotofallen: Der Kontrastumfang


Die Automatiken neuer Kameras liefern Bilder, die dem Geschmack und der Erwartung der meisten Fotografen entsprechen. Das ist wunderbar für alle, die sich nicht über Gebühr mit der Technik und den Einstellungen herumquälen wollen. Wenn das Foto aber nicht so aussieht, wie man es gerne haben möchte, muss man wissen, wodurch das Problem verursacht wird. Erst dann kann man sinnvoll in den Entstehungsprozess des Bildes eingreifen.

Als Fachbuch-Autorin stehe ich vor der Herausforderung, dem Leser/der Leserin auf möglichst wenigen Seiten mit wenig Text und eingängigen Beispielen klarzumachen, wie bestimmte Dinge funktionieren. Seufzend denke ich an Andreas Feinigers Werke, die ich in meiner Jugend verschlungen habe wie einen spannenden Roman. Wer die Klassiker nicht kennt, so sieht das aus:

Viel Text im Fotolehrbuch ist heute nicht mehr hip...


















Im Internetzeitalter hat der Leser eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne. Weniger Text, mehr Bilder, das ist der Trend. Das klingt zunächst plausibel, schließlich geht es ja um Bilder.

Mittwoch, 1. Juni 2016

Foto-Fernsehtipps für Juni
















Hier sind die neuen Fernsehtipps für den Juni 2016. Wie gewohnt gibt es für die Tellerrandgucker ein paar andere interessante Sachen. Mich interessiert diesmal die Sendung über die teuersten Musikvideos, die am 21.6. mitten in der Nacht auf 3sat läuft (2 Uhr 45 bis 4 Uhr 25!). Da schlafe ich für gewöhnlich, aber dank Mediathek(en) muss heute niemand mehr auf irgendwelche festen Sendezeiten warten - außer im Urlaub vielleicht? Lieber vorher den Festplattenrekorder programmieren :-)

Wer die Liste vom Vormonat noch einmal sehen möchte, findet diese hier.

Vielen Dank an www.kunstlinks.de

Donnerstag, 19. Mai 2016

Günter Spitzing: Von analog bis digital

Der technologische Umbruch, der sich in der Fotografie Ende der 90er Jahre abzeichnete, führte auch dazu, dass das analoge Fotowissen nicht mehr so gefragt war. Im vorhergehenden Teil der Interviewserie hat Günter Spitzing bereits erzählt, wie das Aufkommen der Digitalfotografie seine Tätigkeit als Autor beeinflusste. Mich hat deshalb besonders interessiert, wie er als damals knapp Siebzigjähriger mit diesem Umbruch zurechtkam. Einfach in Rente gehen? Weit gefehlt! 

Heute feiert Günter Spitzing 85. seinen Geburtstag. Wer ihm gratulieren möchte, darf mir schreiben, ich leite die Grüße gerne weiter. Sie finden ihn auch bei XING oder gelangen über seine Homepage direkt zu ihm. 

Mittlerweile fotografieren Sie digital und benutzen Photoshop (Respekt, Herr Spitzing!) Haben Sie damals eine solche Entwicklung der Fotografie erwartet oder geahnt? 

GS: Ich hatte an eine Weiterentwicklung von Kameras gedacht, nicht aber an einen völligen Systemwechsel.

Was sind für Sie die Segnungen der heutigen Digitalfotografie – und wo sehen Sie die größten Probleme? 

GS: Digitale Fotos stehen sofort nach der Aufnahme zu Verfügung, sind einfach weiterzugeben und gut zu drucken. Ich habe ja selbst früher in konventioneller Weise Farbvergrößerungen hergestellt und auch Kurse darüber gegeben. Farbvergrößerungen erforderten damals das komplizierte Ansetzen von Bädern, die in kurzer Zeit aufgebraucht werden mussten, aber auch die Einhaltung relativ genauer Temperaturen. Ich habe damals meine Dunkelkammer total auf 26, bzw. 28 Grad hochgeheizt, um mir das einfacher zu machen. Dass man heute auch ein einzelnes Bild mit Photoshop bearbeiten und ausdrucken kann, ist ein unglaublich großer Vorteil. Als Nachteil sehe ich schon an, das die einfache Möglichkeit Bilder zu machen und mit ihnen umzugehen, doch dazu verführt in die Knipserei abzugleiten und auf Bildgestaltung zu verzichten. Ich habe das Gefühl man nimmt die Fotografie, ja generell das Bild, heute nicht mehr so ernst.

 
Schattenspiel mit Maske (1970)
(c) Günter Spitzing





















Ein besonderes Kapitel ist der Selfie-Wahnsinn. Statt für seine interessante Umwelt, interessiert man sich nur für sich selbst. Das führt absolut in die falsche Richtung. Übrigens - ich denke engagiert Fotografierenden geht es ähnlich wie mir: Ich schätze es nicht so sehr fotografiert zu werden.  Das ist auch konsequent, denn Fotografie soll dazu dienen uns das Fremde näher zu bringen. 

Dienstag, 17. Mai 2016

Halteverbot




















Als ich vor Jahren einen Workshop bei Harald Mante besuchte, fotografierte ich dieses Halteverbotsschild. Es ist klar, warum der Fotopapst dieses Motiv selbst sofort ansteuerte, und es aus allen möglichen Perspektiven aufnahm: Die Farben des Schilds wiederholen sich im Hintergrund und man kann mit den grafischen Elementen (Kreis, Rechtecke, Linien, Pfeile, Viertelkreise) spielen. Ein Motiv für Formalisten, langweilig und uninteressant, hätte ein anderer Fotolehrer gesagt, bei dem ich Anfang der 90er Jahre Kurse in künstlerischer Fotografie besuchte. Wer hat Recht? Ich würde sagen beide.

Bei diesem Schild hatte ich Probleme mit den grünen Blättern, der Perspektive und den Linien. Es war nicht "mein Motiv", sonst hätte ich mir vielleicht etwas mehr Zeit genommen, um den optimalen Aufnahmestandort, die richtige Brennweite und die beste Perspektive zu finden. Auch wenn dieses Bild nicht besonders wichtig für mich ist, sind mir in den darauffolgenden Jahren immer wieder Halteverbotszeichen ins Auge gesprungen. Aus der Perspektive eines Autofahrers gibt es viel zu viele davon, fotografisch interessant finde ich nur ganz wenige. In meinem Hinterkopf ist ein ganz bestimmtes Schema entstanden, bei dem ich reagiere:

Immer wenn das Schild auf oder vor einem gleichmäßig ruhigen und gleichzeitig farblich interessanten Hintergrund steht, ist es für mich fotografierenswert.

Das nenne ich die "Motivklingel" bei Halteverbotsschildern. Als Motivklingel bezeichnet man in Fotofachkreisen - manchmal scherzhaft - eine Vorrichtung in der Kamera, die den unkreativen Fotohobbyisten auf ein interessantes Motiv aufmerksam macht. So etwas gibt es natürlich nicht (noch nicht), jedenfalls nicht in Kameras. So etwas gibt es aber bei jedem erfahrenen Fotografen. Jeder reagiert auf ganz bestimmte Reize: Farben, Formen, Gesichter, ... Im Prinzip kann alles den Fotografierreflex auslösen, je nachdem, wofür man sich interessiert. Solche Vorlieben können über Jahre oder Jahrzehnte gleich bleiben, oder sie verändern sich im Verlauf des Fotografenlebens. Manchmal verliert man vorübergehend das Interesse an bestimmten Motiven, dann kehren sie auf einmal zurück.

In meinem Fotoprojekte-Blog greife ich solche Themen immer wieder auf. Manchmal vergehen Monate oder Jahre, bis wieder ein passendes Bild vorhanden ist. Erst wann man mehrere Motive eines Sammelthemas nebeneinander legt, entfalten sie ihre Wirkung. Das habe ich von Harald Mante gelernt, und sicher noch eine Menge mehr.

Die Ansicht "Snapshot" gefällt mir am besten,
weil sie an Polaroids erinnert. Mit einem Suchbegriff
kann man die Bilder im Fotoprojekte-Blog zu einem Thema filtern.














Wer bestimmte Dinge auf eine ganz bestimmte Art fotografiert, entwickelt daraus im Lauf der Zeit seine ganz persönliche "fotografische Handschrift". Wenn alle weitgehend dasselbe machen, ist diese persönliche Handschrift kaum erkennbar. Fotografieren im Stil eines Harald Mante ist nicht neu, aber immer ein gutes Fotoprojekt zum Üben.
Im Wirrwarr des Archivs entdeckt man seine ganz eigenen Muster nicht sofort, sie sind oft subtiler. Um Ihrer eigenen fotografischen Handschrift auf die Spur zu kommen, blättern Sie Ihr Archiv in Ruhe durch. Achten Sie auf
  • Motive, die häufig wiederkehren
  • Lieblingsfarben
  • eigenwillige (?) Gewohnheiten in Sachen Gestaltung, Belichtung oder Nachbearbeitung
Wenn Bilder anders aussehen, als der Mainstream, muss nicht alles automatisch ein Fehler sein. Es ist vielleicht nur Ihre ganz persönliche, eigenwillige Interpretation ;-)

Dienstag, 10. Mai 2016

Fragen zum Handbuch Panasonic Lumix FZ300 und FZ1000

Moderne Kameras sind Minicomputer vom Feinsten. Die Orientierung im Menü ist mitunter eine echte Herausforderung. Frei nach dem Motto "Wo war das gleich nochmal?" sucht man ewig herum, weiß aber oft nicht mehr, ob sich die gesuchte Funktion im Aufnahme-, im Individual- oder im Setup-Menü befindet. Weil es in jedem dieser Menüs so viele Funktionen gibt, passen diese nicht alle auf eine Bildschirmseite, d.h. man muss manchmal bis zu neun Seiten Untermenü "durchzappen".

Aus diesem Grund gibt es in meinen Handbüchern zur Lumix FZ300 und FZ1000 nicht nur den genauen Pfad zur beschriebenen Funktion, sondern auch Seitenangaben. Ich werde gelegentlich gefragt, was diese Seitenangabe genau bedeutet.

Hier ein Beispiel: Die Funktion Zebramuster wird im Individualmenü eingestellt. 
MENU Taste drücken > Individual Menü ansteuern > Zebramuster wählen.
Die Zahl in Klammern (Seite 5/8) bedeutet, dass sich die gesuchte Funktion auf der fünften von acht Bildschirmseiten des Untermenüs befindet. Man muss also beim Suchen nicht alle Menüpunkte von Seite 1-4 durchlesen, sondern kann gleich zu Seite 5 blättern.

Klick aufs Bild für größere Ansicht


















Diese Seitenangaben finden Sie auch, wenn Sie am Kameramonitor einmal an den rechten Rand schauen. Zwischen den beiden Pfeilen, die nach oben bzw. unten zeigen, sehen Sie die Seitenzahl - hier 5/9. 


Moment mal, werden Sie jetzt vielleicht sagen, wieso 5 von 9,
wenn es vorher hieß 5 von 8?


Bei diesen Angaben kann es zu Verschiebungen kommen, wenn ein Firmware-Update gemacht wird. Die Funktion "Post Focus" wurde bei der FZ300 z.B. erst später nachgerüstet. Wer seine Kamera schon im September 2015 gekauft hatte, hatte diese Funktion noch nicht, siehe entsprechender Hinweis im Buch. Wer die Kamera jetzt kauft, bekommt sie mit der neuesten Firmware-Version inklusive Post Focus, wodurch sich die Menüpunkte dahinter um eine Position nach unten verschieben, ggf. auf die nächste Bildschirmseite. 

Unter'm Strich hoffe ich, dass die Seitenangaben in Klammern beim schnelleren Ansteuern der gewünschten Funktionen helfen.

Mittwoch, 4. Mai 2016

TV-Tipps für den Mai


















Wer hat denn schon wieder an der Uhr gedreht? 

Hier im Blog war es wieder eine Zeitlang still, bei Facebook bin ich auch abgetaucht. Momentan ist es die Arbeit an der Neuauflage des Großen Fotokurs, die mich auf Trab hält. Dazu gibt noch ein paar andere Dinge - Stichwort Fotokurse, Homepage und ein interessantes Projekt meines Autorenkollegen Marian Wilhelm, über die ich zu gegebener Zeit berichten werde.

Heute lasse ich erst einmal die aktuelle Foto-Fernsehliste hier, die wie immer ein Auszug aus dem umfangreichen Newsletter von www.kunstlinks.de ist.

Mittwoch, 20. April 2016

Ansichtssache


Die Welt ist dabei in Stücke zu fallen, und Leute wie Adams und Weston fotografieren Felsen!

Henri Cartier-Bresson


Dieses Zitat des französischen Fotografen stammt aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts, als sich die Welt in einer schweren Wirtschaftskrise befand. Adams und Weston konzentrierten sich weiterhin auf ihre ästhetischen Landschaftsbilder und Stillleben, während Cartier-Bresson sich der Streetfotografie widmete. Für ihn und viele Intellektuelle der damaligen Zeit galt die Devise, dass fotografische und künstlerische Arbeiten eine soziale bzw. gesellschaftliche Relevanz haben und die persönlichen Ansichten des Künstlers widerspiegeln sollten. Die Schönheit der Natur abzulichten war für sie nichts weiter als eine sentimentale, ja naive Sicht auf die Welt, die mit der Realität des Alltagslebens nicht allzu viel zu tun hatte.

Angesichts des aktuellen Zeitgeschehens scheint diese Frage erneut sehr berechtigt. Viele Fotografen beschäftigen sich aktuell mit Flüchtlingsporträts und ähnlichen Projekten. Wer banal schöne Natur- und Landschaftsmotive fotografiert, könnte da sehr schnell der Realitätsflucht bezichtigt werden.















Damals reagierte der Fotograf Edward Weston auch im Namen von Ansel Adams auf die Kritik, indem er sich sehr darüber wunderte, dass man die Bedeutung der Landschaftsbilder so unterschätzte. Diese seien sehr wohl "sozial relevant", weil sie eine ausgesprochen starke Wirkung auf die Psyche der Menschen hätten.

Unter dem Titel "Die Wildnis im Kopf" befaßte sich der Autor Thomas Saum-Adelhoff bereits 1993 mit unserer Wahrnehmung von Natur und Landschaft und seine Erkenntnisse bestätigen Westons Aussage. Es scheint einen unabhängigen psychischen Mechanismus zu geben, der Menschen unterschiedlichster Herkunft auf bestimmte Landschaften identisch reagieren lässt. Versuche haben gezeigt, dass Menschen in Krankenzimmern mit Blick ins Grüne schneller genesen als anderswo.

Kulturübergreifend werden parkähnliche Landschaften mit Flüssen, Seen, Baumgruppen und Wiesen als angenehm empfunden. Ein schroffes, wildes Bergpanorama wühlt uns emotional auf, Waldlichtungen stimmen uns sanft, und der Anblick zersiedelter Ballungsräume deprimiert uns. Selbst Personen, die noch nie eine Steppenlandschaft gesehen hatten, reagierten in einem Test mit erhöhten Alphawellen, einer Gehirnfrequenz, die einen entspannten Zustand signalisiert.















Deshalb vermutet man, dass der beruhigende Einfluss von Wiesen- und Steppenlandschaften Teil unseres evolutionären Erbes ist. Zum größten Teil handelt es sich jedoch um ein kulturelles Erbe und das Ergebnis eines Lernprozesses. Wälder gelten insbesondere in Deutschland als mythenumwobener Raum. Unser landschaftliches Schönheitsideal hat sich verändert - und wird sich weiter verändern. Die große Begeisterung für die Natur wurde erst dadurch möglich, dass diese inzwischen fast überall vom Menschen beherrscht wird und ihre Bedrohlichkeit verloren hat.
Das, was wir als "Natur pur" erleben, ist nicht selten eine geschichtlich entstandene Kulturlandschaft. Das macht sie jedoch nicht weniger wertvoll.















Problematisch, so Saum-Adelhoff, ist es jedoch, dass wir unsere Probleme in die Natur hinaus tragen und vor lauter Erholungssuche dabei sind, auch noch die letzten unberührten Flecken zu zerstören. Dass dies mittlerweile traurige Realität ist, wird von Tierfilmern weltweit bestätigt. "Viel wichtiger wäre es, in der Stadtplanung und in unserem unmittelbaren Umfeld dafür zu sorgen, dass Oasen geschaffen werden oder erhalten bleiben, in denen wir uns wohlfühlen können", forderte Saum-Adelhoff deshalb bereits vor über zwanzig Jahren.















Ergänzend möchte ich an dieser Stelle hinzufügen: Es ist absolut wichtig, dass WIR uns weiterhin wohlfühlen. Das klingt wie Egoismus, aber manchmal ist diese Haltung die gesündeste. Wer ruhig, gelassen und entspannt ist, kann den Herausforderungen des eigenen Lebens - und denen des Zeitgeschehens - besser begegnen. Genau deshalb ist es wichtig, dass wir uns immer wieder Phasen des Rückzugs gönnen, eine Runde durch den Park drehen und mit offenen Augen wahrnehmen, dass es neben all dem Scheiß (das Wort muss jetzt einfach sein) auch noch das Schöne gibt. Sorgen wir als Fotografen also dafür, dass andere auch das zu sehen bekommen. Nachrichten aus und raus!