Freitag, 22. März 2019

Bildbearbeitungsgrundlagen: Ein aktueller Überblick


Meine allerersten Bildbearbeitungserfahrungen habe ich mit Photoshop 4.0 gemacht, das ist fast fünfundzwanzig Jahre her. Ich weiß noch, wie verzweifelt ich damals vor meinem Bildschirm saß und überhaupt nicht wusste, wie ich mit dieser Software umgehen sollte. Meine ganzen Erfahrungen mit Word, Excel, Powerpoint, Corel Draw, Corel Ventura und dergleichen halfen mir überhaupt nicht weiter. Bildbearbeitung ist anders! Programme für die Bearbeitung von Audiodateien bereiten mir heute die gleichen Probleme: Ohne Grundkenntnisse steht man da, wie der sprichwörtliche Ochs vor'm Berg.

Intuitive Bedienung? Ja, aber...
Klick aufs Bild für größere Ansicht
Mittlerweile wird es immer einfacher Fotos mit wenigen Mausklicks zu verändern. Das funktioniert oft so intuitiv, dass man nicht unbedingt verstehen muss, wie das Programm arbeitet. Diese erfreuliche Entwicklung haben wir dem Smartphone-Boom und den dazugehörigen Apps zu verdanken. Photoshop Elements 19 hat mich mit seinen neuen "Assistenzfunktionen" schwer beeindruckt, es ist sein Geld wert. Wer seine Bilder nach eigenem Geschmack und punktgenau bearbeiten will, braucht weiterhin das Modul Experte oder ein anderes Bildbearbeitungsprogramm mit vergleichbaren Funktionen.

Gerade erscheint eine komplett überarbeitete Version meines Buchs Digitale Fotografie. Darin gibt es auch diesmal wieder ein Kapitel zur Bildbearbeitung. Der Platz in den Büchern ist begrenzt und so muss ich die Informationen leider immer wieder auf die absoluten "Basics" reduzieren. Im Buch haben wir uns auf die neueste Version von Photoshop Elements 2019 beschränkt. Elements begleitet mich nun seit der Version 2.0. Diese uralte und die neueste Version sind Lichtjahre voneinander entfernt. Trotzdem bleiben ein paar grundlegende Dinge immer gleich. Diese wichtigen Grundfunktionen und Prinzipien finden sich auch in anderen Programmen.

Während ich das Buchkapitel neu schrieb, habe ich mehrere Photoshop-Alternativen ausprobiert. Aus meinen Kursen weiß ich, dass beileibe nicht jeder mit Adobe-Produkten arbeitet. Das gilt umso mehr, seit Adobe mit Lightroom und Photoshop CC auf das Abonnement-System umgestellt hat. Um es vorwegzunehmen: Es gibt einige gute Alternativen und man muss sich nicht zwangsläufig auf ein Software-Abonnement einlassen. 

Bei meinem Test ging es mir nicht darum, die Vor- und Nachteile oder die Unterschiede der Programme herauszuarbeiten. Ich habe einfach nur die typischen Bearbeitungen durchgeführt, die ich üblicherweise mit Lightroom und Photoshop CC an meinen Bildern mache. Wie jeder Mensch bin ich ein Gewohnheitstier und schätze die Routine, die sich bei täglich auszuführenden Arbeiten einstellt. Darum war es für mich anfangs auch ungewohnt, wenn ich Befehle unter einem anderen Begriff, in einer anderen Rubrik oder an einer anderen Stelle am Monitor suchen musste. Der Wechsel auf ein anderes Programm ist immer mit leichten Irritationen, erhöhtem Zeit- und Lernaufwand verbunden. Nach der Eingewöhnungsphase läuft's dann wie geschmiert.

Für meinem Test hatte ich mir das kostenlose Darktable (Lightroom Alternative) und den ebenfalls kostenlosen GIMP geholt. Beide sind nicht mein Fall, darum werden Sie hier auch nicht viel darüber erfahren.
Mit den kostenlosen 30-Tage-Testversionen von Affinity Photo, ACDSee und Corel Paint Shop Pro kam ich erheblich besser zurecht. Bei der Software-Auswahl habe ich mich an Produkten orientiert, die von Fotokursteilnehmern häufiger erwähnt wurden. Diese drei Photoshop-Alternativen sind nicht kostenlos, die Lizenzgebühren sind jedoch niedriger als die von Photoshop Elements und werden jeweils nur einmal fällig.

Die besonders preisgünstige Standardversion von ACDSee wirkt ein bisschen altbacken, eignet sich meines Erachtens aber gut für Einsteiger, die nach einem einfachen Produkt suchen und auf die komplexe Arbeit mit Ebenen (Bildmontagen) verzichten können. Wer das braucht, kann ACDSee in der teureren Professional- oder Ultimate-Version erwerben.


Mit Corel Paint Shop Pro und Affinity Photo war ich zufrieden, bemerkte aber feine Unterschiede in der Behandlung der Bilder. Das Feintuning von Farben, Helligkeit und Kontrast gefielen mir bei Lightroom und Photoshop besser. Um meine Bilder mit den anderen Programmen genauso hinzubekommen, hätte ich vielleicht nur etwas länger damit arbeiten müssen. Momentan teste ich noch Zoner Photo Studio X und werde darüber in einem eigenen Artikel berichten.

Weiter unten finden Sie die Links zu den Herstellerseiten, wo Sie sich die Programme herunterladen und dreißig Tage lang unverbindlich testen können. Dieser Beitrag ist nicht gesponsert, ich habe das alles freiwillig gemacht und stelle Ihnen hier mein ausführliches Bildbearbeitungskapitel als PDF zur Verfügung. Es entspricht in der Grundstruktur dem Kapitel im Buch Digitale Fotografie, ist aber viel länger und ein bisschen anders. Wenn Sie das gut finden, freut sich die Autorin über eine Spende für fünfzig Seiten Grundlagenwissen. Paypal-me/Fotonanny - oder empfehlen Sie diesen Blog weiter.

Inhaltsverzeichnis:

1.1    Welche Software ist die richtige für mich?
1.1.1    Unterschiedliche Behandlung von RAW und JPEG
1.1.2    Das Konzept von Lightroom und Darktable
1.1.3    Klassische Bildbearbeitungsprogramme
1.1.4    Das Grundprinzip der Bildbearbeitung
1.2    Grundlegende Korrekturen
1.2.1    Ausrichtung anpassen
1.2.2    Bildausschnitt korrigieren
1.2.3    Helligkeit und Kontrast korrigieren
1.2.4    Farbkorrekturen
1.3    Störende Elemente retuschieren
1.3.1    Flecken, Staub und Kratzer entfernen
1.3.2    Mit den Werkzeugen arbeiten
1.4    Rote-Augen-Korrektur
1.5    Text auf Bilder schreiben
1.5.1    Schriftgröße
1.5.2    Schriftfarbe
1.6    Bildauflösung anpassen
1.7    Bilder richtig schärfen
1.8    Schnelle erste Hilfe
1.8.1    Generelles Vorgehen
1.8.2    Ein Praxisbeispiel

Dokument hier als PDF herunterladen.

Affinity Photo - Herstellerseite
ACDSee (Standard) - Herstellerseite
Corel Paint Shop Pro (Standard) - Herstellerseite

Mittwoch, 13. März 2019

Warum fotografieren? (5/20)

Warum ... fotografiert man so ein Motiv???




















In einem früheren Blogartikel hatte ich schon einmal darüber berichtet, wie meine Sammelleidenschaft für Halteverbotsschilder entstanden ist.
Weil ich meine Archive sehr häufig durchstöbere, stoße ich immer wieder auf einzelne Motive, die weit verstreut in den chronologisch sortierten Ordnern liegen. Wenn ich sie thematisch sortiere - hier wirkt eine gute Verschlagwortung wahre Wunder! - zeigt sich, dass diese Motive einem grundlegenden Muster folgen. Der Schilderwald ist eines dieser typisch deutschen Phänomene, das mich immer wieder dazu bringt, auf den Auslöser zu drücken.

Diese Einzelmotive sind oft keine schönen oder spektakulären Bilder. So etwas würde man sich nicht Zuhause an die Wand hängen. Sie eignen sich weder als Postkarte noch als Geburtstagsgruß, es sei denn, der Gegrüßte hat einen Sinn für skurrilen Humor.

Für mich sind solche Fotos trotzdem wichtig. Bei dieser Art der "Streetfotografie" sind keine Menschen zu sehen, aber ihre Anwesenheit ist eine Grundvoraussetzung: Die Botschaften der hier abgelichteten Symbole richten sich nicht an vorbeifliegende Singvögel oder streunende Katzen. Sie gelten der Spezies menschlicher Verkehrsteilnehmer. Für mich sind es kultische Objekte der Neuzeit, die von Menschen erdacht und aufgestellt wurden, um für Ordnung zu sorgen.
 

Wenn die Schilder genau das Gegenteil bewirken, entsteht ein kurzer Moment der Verwirrung oder des Staunens, der mich zur Kamera greifen lässt. Bei anderen Motiven sind es andere Gemütszustände, dann sehen die Bilder natürlich anders aus.

Verwirrung oder Überforderung sind Gefühle, die wir eigentlich nicht mögen. Darum blenden wir unbewusst vieles aus: Wir sehen nicht, was direkt vor uns ist, oder wir nehmen nicht wahr, was mit uns passiert. Bei der Meditation, die ich seit Jahren praktiziere, wird die Aufmerksamkeit trainiert: Was passiert gerade um mich herum und was passiert mit mir selbst? Bin ich gerade ärgerlich, nervös oder entspannt? Woran mache ich das fest? Diese Übung hilft mir auch beim Fotografieren.

Fotografieren als Achtsamkeitsübung
Wenn ich ein Bild gestalte, kann ich ganz bewusst die Dinge weglassen, die mich stören. Diese Dinge muss ich aber erst einmal wahrnehmen.  
Ein schönes, aufs Wesentliche reduziertes Foto ist für den Betrachter angenehmer und beruhigender als ein chaotisches Motiv. Darum bedeutet Bildgestaltung in der Fotografie nichts anderes als Ordnung ins Chaos bringen. Das ist ein Vorgang, der bei manchen Menschen intuitiv abläuft, bei anderen vom Verstand geleitet wird. Deshalb kann man Gestaltung auch lernen und trainieren. Bevor der bewusste (vom Verstand geleitete) Bildgestaltungsprozess einsetzt, passieren noch ein paar andere Dinge:
  1. Ich stelle fest, da ist etwas, das mich irritiert oder interessiert.
  2. Ich halte inne. In diesem Moment gibt keine Worte, die das Erleben beschreiben oder begleiten.
  3. Ich schaue mir das Motiv genau an und
  4. versuche herauszufinden, was genau meine Aufmerksamkeit geweckt hat. Dabei fokussiert sich meine Wahrnehmung zunehmend auf bestimmte Elemente - ich will wissen, was das war. Dabei schaltet sich der Verstand ein.
  5. Ich entdecke, was es ist und kann dem  Ding einen Namen geben.
  6. Ich widerstehe der Versuchung sofort zu knipsen, was da ist.
  7. Ich schaue noch einmal genau hin und versuche mir klarzumachen, was ich fotografieren muss, und wie ich es fotografieren muss, um diesen Moment einzufangen.
  8. Die fotografische Arbeit beginnt: Ich lege Perspektive, Bildausschnitt, Brennweite, Belichtung etc. fest. Dabei analysieren Verstand und Ego bereits gemeinsam,  wie das Bild idealtypisch aussehen sollte, aber auch für welchen Zweck und welche Zielgruppe es geeignet sein könnte. Bereits hier entstehen erste Ideen, ob und wie ich das Bild gegebenenfalls bearbeiten werde.
  9. Wenn das alles klar ist, erfolgt die Aufnahme.
Wenn ich so vorgehe, fotografiere also nicht (nur) das Objekt, das ich gesehen habe, sondern ich versuche, den vorausgegangenen Prozess des Erlebens in einem Bild zu verdichten.
Auf meiner Homepage zitiere ich den Spruch von Yedi-Meister Yoda: Es gibt kein Versuchen, nur Tun oder Nicht-Tun. Wenn ich hier also schreibe, dass ich versuche, ein Foto zu machen, dann klingt das wie ein Widerspruch. Die Sache ist kompliziert.   ;-)


Tun oder Nicht-Tun
Wenn ich ein Foto mache, habe ich mich fürs "Tun" entschieden. Manchmal mache ich kein Foto, weil ich erkenne, dass sich das Erlebte nicht mit diesen Mitteln festhalten lässt.
Manchmal müssen all diese Prozesse (1-9) in Sekundenschnelle ablaufen, z.B. wenn sich das fürs Motiv wichtigste "Objekt" bewegt, oder wenn sich das Licht verändert.

Versuch gelungen?
Wenn für mich beim Betrachten eines Fotos der gesamte Entstehungsprozess wieder lebendig wird, dann ist das Foto für mich persönlich "gelungen". Das heißt aber noch lange nicht, dass ein anderer Betrachter meinen Erlebnisprozess nachvollziehen kann. Er sieht nur das Ergebnis: Ein Bild, mit dem er/sie etwas anfangen kann - oder auch nicht.

Warum manche Bilder (immer) funktionieren und andere nicht
Bei schönen und spektakulären Bildern lässt sich das "Wow"-Gefühl sehr leicht auf einen Betrachter übertragen. Eine tolle Landschaft, ein Sonnenuntergang, dramatische Farben - das versteht jeder sofort und ganz unmittelbar. Der Betrachter empfindet automatisch angenehme Gefühle, erinnert sich an schöne, eigene Momente, die von einem Wow-Bild ausgelöst werden. Es entsteht vielleicht die Sehnsucht, selbst an so einen wunderbaren Ort zu reisen, und/oder selbst so wunderbare Momente zu erleben und zu fotografieren.

Bei einem Foto von einem Schilderwald oder anderen Alltäglichkeiten passiert das nicht so oft. Im Gegenteil, es kommen womöglich Erinnerungen an eine stressige Parkplatzsuche auf. So ein Bildmotiv weckt bestenfalls Assoziationen ans städtische Umfeld, das man vielleicht hasst, weil man viel lieber auf dem Land leben würde. So ein Foto kann also keinen Wow-Effekt bei anderen auslösen. Es kann höchstens diejenigen zum Nicken oder Schmunzeln bringen, die ähnliche Erfahrungen und eine ähnliche Sichtweise haben.

Technisch und gestalterisch mangelhafte Schnappschüsse sind oft so beliebt, weil sie den Reiz eines besonderen (lustigen, skurrilen) Moments vermitteln, oder weil es nur dieses eine Foto gibt, das lebhafte Erinnerungen weckt. Ob Schnappschuss oder Fünf-Sterne-Bild: Für jeden Fotografierenden ist und bleibt das selbst aufgenommene Bild einzigartig. Es bleibt mit dem subjektiven Entstehungsprozess verbunden und weckt viele komplexe Erinnerungen, die einem unbeteiligten Betrachter niemals zugänglich sein werden. Darum ist es auch kein Wunder, dass sich die Wettbewerbsfotografie immer wieder um die gleichen Themen und Motive dreht. Dieses weitgehend genormte Bild-Erlebnis ist in der Fotoszene fest verankert und wird nur selten durchbrochen. Das gilt auch für Agenturmotive. Die meisten Bilder in der Werbung, auf Webseiten und in Büchern stammen aus solchen Agenturen, dadurch verankert sich auch diese Ästhetik in unserer (unterbewussten) Wahrnehmung. Was nicht in diese Schublade passt, wird eher abgelehnt. Als Fotograf kann man dieser Ästhetik folgen oder sein eigenes Ding machen. Fragen Sie sich also 

"Wieso, weshalb, warum?"

...fotografiere ich?


Für mich gibt es mehr als einen Grund. Der wichtigste lautet: Ich fotografiere, weil ich neugierig bin, und weil mich selbst die banalsten Kleinigkeiten dieser Welt immer noch zum Staunen und zum Schmunzeln bringen (=der Prozess).

Fotos (=das Ergebnis) sind für mich Orientierungspunkte im beständig aufsteigenden Nebel des Vergessens. Sie halten Erinnerungen wach, egal ob es schöne oder schnöde Motive waren.


Die Erfahrung bringt es mit sich, dass man irgendwann weiß, welche Motive man nicht zum Wettbewerb oder bei einer Agentur einreichen braucht. Auch wenn man das Handwerk beherrscht hören das Lernen und das Erfahrungensammeln nie auf.


Montag, 11. März 2019

TV-Tipps & Ausstellungen


Auch in diesem Monat ist die Auswahl an Sendungen für Fotografen begrenzt, darum verbinde ich die TV-Tipps diesmal mit zwei Veranstaltungshinweisen für Fotobegeisterte im Münchner Raum.
Die Seitenblicke sind diesmal von einem Jubiläum geprägt: Am 1. April 1919 wurde das "Staatliche Bauhaus" von Walter Gropius in Weimar als Kunstschule gegründet. Nach Art und Konzeption war es damals etwas völlig Neues, da das Bauhaus eine Zusammenführung von Kunst und Handwerk darstellte. 

Nachdem wir gerade den Weltfrauentag hinter uns haben, empfehle ich hierzu die Sendung "Bauhausfrauen", die am  06.04.2019 von 21:30 - 22:00 Uhr auf Tagesschau24 wiederholt wird. Der Film wirft einen ganz neuen Blick auf den Mythos Bauhaus und erzählt dessen Geschichte aus einer anderen Perspektive.

Hier sind alle weiteren Sendetermine, Tipps zu Kunst & Kultur sowie Links zu den Mediatheken.



Donnerstag, 7. März 2019

Lumix FZ1000 II erscheint - mit neuem Handbuch















Echte Fans der Lumix FZ1000 wissen es vielleicht schon: Panasonic bringt im März eine FZ1000 II auf den Markt und erfüllt damit endlich den Wunsch vieler Fotografinnen und Fotografen, die sich schon vor zwei Jahren eine "runderneuerte" FZ1000 gewünscht hatten. Sensor und Objektv sind unverändert geblieben, dafür kommen jetzt der Touchscreen und einige Funktionen, die an neueren Lumix-Modellen Standard sind. Welche Änderungen es gibt, können Sie im Testbericht bei digitalkamera.de nachlesen

Seit ein paar Minuten ist es amtlich: Ja, ich werde ein Handbuch zur Lumix FZ1000 II schreiben. Der derzeit geplante Erscheinungstermin ist Juli, hängt aber noch vom tatsächlichen Auslieferungtermin der Kamera ab. Das ist auch eine gute Nachricht für alle, die das alte Handbuch zur FZ1000 immer noch suchen. Ähnlich wie bei der GX80/GX8 werde ich die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Modelle herausarbeiten und hier im Blog für die FZ1000-Fotografen eine Zusammenfassung zum Download anbieten.

Jetzt hoffe ich, dass sich der angekündigte Liefertermin nicht verschiebt. Weitere Infos folgen, sobald meine FZ1000 II eingetroffen ist.

Montag, 4. März 2019

Alte Schätze: Das Digitalisierungsprojekt

Letzte Woche war der Drucktermin für das Handbuch zur Nikon Coolpix P1000. Somit habe ich jetzt wieder mehr Zeit für das Langzeitprojekt "Fotos und Dias digitalisieren". Zwei Tage lang habe ich nur noch farbstichige, verfusselte und verstaubte Motive am Computermonitor gesehen, das ist schon eine spezielle Erfahrung. Bald kann ich mich als digitaler Bildrestaurator bewerben.

Klick aufs Bild für größere Ansicht
Verschossene und vergilbte Fotos gehören beim Scannen zum Alltag. Wenn man die Software richtig einstellt, entfernt sie typische Farbstiche recht zuverlässig. Das ist oft einfacher, als die gescannten Motive erst später in Lightroom zu korrigieren. Allerdings muss man neben dem Scanner sitzenbleiben und die Einstellungen für jedes Motiv anpassen. Staub und Kratzer entfernen kann gute Software auch, aber das geht nicht selten auf Kosten der Bildschärfe. Ich fotografiere schon seit meiner Kindheit mit großer Begeisterung, aber ich hatte keine hochwertigen Kameras. Wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass ich dreißig Jahre später Fotografin beziehungsweise Fotofachbuchautorin werden würde, hätte ich vielleicht länger gespart und mir doch die ganz teure Profikamera gekauft. Hätt i, daad i, war' i, sagt man bei uns in Bayern. Das bedeutet so viel wie: Jetzt ist es zu spät, sich darüber Gedanken zu machen, der Zug ist abgefahren. Die gute Nachricht für mich lautet: Ich muss die Originale nicht mehr aufbewahren.
 

Alte Digitalmotive 
Falls Ihre Digitalkamera zehn Jahre alt oder sogar noch älter ist (ja, das gibt es!), dann fassen Sie sich ein Herz und kaufen Sie sich bald eine neue. Selbst preiswertere Kameras aus dem Jahr 2017 oder 2018 sind um Lichtjahre besser als sündhaft teure Geräte, die vor zehn Jahren auf dem Markt waren. In den 2000er Jahren steckte die Digitalfotografie noch in ihren Kinderschuhen und das sieht man den Fotos von damals auch an. Das gleiche werde ich womöglich in zehn Jahren über die heutigen Spitzenmodelle schreiben. Wir müssen uns einfach daran gewöhnen, dass moderne Kameras Computer sind und schneller veralten. Siehe dazu den Artikel Kann es sein, dass Fotoapparate altern?

Brügge, 1982
Doch zurück zum Digitalisierungsprojekt: Nach einem eher frustrierenden Schnelldurchlauf durch stumpfe, farblose und wenig interessante Urlaubsmotive aus Budapest, Wien und Brügge erinnerte ich mich an einen Satz, den ich wohl für den Großen Fotokurs verfasst hatte: "Fotografieren Sie Ihre persönliche Sichtweise auf Sehenswürdigkeiten und lichten Sie zum Beispiel den Eiffelturm nicht (nur) so ab, wie Sie ihn von Postkarten kennen. Ärgern Sie sich nicht über andere Touristen, die Ihr Motiv scheinbar verunstalten. Genau die könnten eines Tages den Unterschied zwischen einem interessanten und einem langweiligen Bild ausmachen. Das Alltägliche, das in den Bildern - manchmal versehentlich - auftaucht, verankert Ihr Foto in einer ganz bestimmten Zeit und macht es nach einigen Jahren historisch wertvoll." Deshalb sehe ich Softwareprodukte oder Apps, mit denen man Personen teilweise vollautomatisch aus Fotos herausretuschieren kann, mit gemischten Gefühlen.


Einerseits sind solche Funktionen nützlich und wichtig, um die Persönlichkeitsrechte der (versehentlich) mitfotografierten Passanten zu schützen. Viele Fotos sehen auch schöner aus, wenn man störende Elemente entfernt. Mit solchen Retuschearbeiten verändert man aber auch den Blick auf die Realität: Die Bilder suggerieren dem Betrachter, dass Sie in einem menschenleeren Paradies Urlaub gemacht haben, dabei waren zweihundert andere Personen mit Ihnen am Traumstrand? Nun ja, Geschmackssache. Streetmotive entfalten gerade durch das Vorhandensein von Personen ihre ganz besondere Wirkung. Da würde ich nicht retuschieren, sondern die Passanten lieber als Teil der Szene ins Motiv einbauen.

Welche Bilder sind "wertvoll"?
Beim Rückblick ins Archiv stechen meist Fotos von Personen heraus:  Familienangehörige, Freunde, Mitschüler, Kollegen oder Wegbegleiter, an deren Namen man sich manchmal gar nicht mehr erinnern kann. Haben Sie Fotos von persönlichen Erinnerungen wie das erste Auto, die erste eigene Wohnung oder Bilder von Orten, die es heute in dieser Form nicht mehr gibt? Bei diesen Motiven spielt die Bildqualität eine völlig untergeordnete Rolle. Ich habe mich gefreut wie ein Schneekönig, als ich in einem Diakoffer auf eine Fotoserie aus dem Jahr 1983 gestoßen bin. Bevor ich aus meiner ersten (und einzigen) Wohngemeinschaft auszog, habe ich noch alle Räume fotografiert. Beim Anblick dieser Bilder kommen mehr Erinnerungen hoch als bei jedem noch so gelungenen Reisefoto. Das Kaninchen, das Sie oben im Gemüsebeet sehen, ist eine dieser privaten Erinnerungen. Unser WG-Mitbewohner hatte das Beet mühevoll angelegt. Die jungen Pflänzchen darin waren einfach viel leckerer als die riesengroße grüne Wiese, auf der Moppel herumspringen durfte.

Natürlich sind zwischen all den langweiligen, unscharfen und verfusselten Motiven auch wieder ein paar fotografisch wertvolle Exemplare aufgetaucht. Die habe ich mit besonders hoher Auflösung eingescannt und werde mir im Lauf der Zeit auch die Mühe machen, jeden Fussel wegzustempeln.

Könnte überall gewesen sein, wo es Meer gibt.   ;-)
In diesem Fall war es Öland (Schweden), 1982

Im betrachtenswert-Blog finden Sie vereinzelte Analogmotive in der Rubrik  Alte Schätze

Quick & Dirty Lösung für Sparsame
Wenn Sie weder Lust noch Zeit haben, alte Fotos mühevoll einzuscannen, dann nehmen Sie Ihre Digitalkamera zur Hand, zur Not tut's auch das Smartphone. Fotografieren Sie die Bilder einfach ab. Achten Sie dabei darauf, dass die Orginale plan aufliegen und gut beleuchtet sind, damit Sie Ihr Bild vom Bild nicht verwackeln. Problematisch bei dieser Methode sind Schattenwürfe und Spiegelungen auf Hochglanzabzügen. Da  muss man mit der Beleuchtung kreativ werden. 
Wenn es nicht funktioniert: Die meisten modernen Drucker sind sehr preiswert und sogenannte Multifunktionsgeräte. Das heißt sie haben auch einen integrierten Flachbettscanner, mit dem man alte Fotoalben oder Fotoabzüge relativ gut digitalisieren kann. Mir hat auch schon mal jemand erzählt, dass er alte Super-8-Filme mit dem Smartphone abgefilmt hat. Solange das Abspielgerät zu den Filmrollen noch vorhanden ist und noch funktioniert, ist das eine recht pragmatische Lösung. Projizierte Dias von einer Leinwand abfotografieren geht notfalls auch. Man darf qualitativ keine Wunder erwarten, aber es spart eine Menge Zeit und Geld. 

Mittwoch, 20. Februar 2019

Im Vorbeigehen

In den letzten Wochen war ich viel zu Fuß unterwegs. Zum Fahrradfahren war es mir zu glatt, außerdem dauert es im Winter fast länger mich und das Fahrrad fahrbereit zu machen als die Kurzstrecke flott zu laufen. Der immense Vorteil am Zu-Fuß-Gehen besteht darin, das man eher stehenbleibt, wenn man ein interessantes Fotomotiv entdeckt. 
Auf dem täglichen Weg ins Büro kommt man immer wieder an den gleichen Stellen vorbei. Die unmittelbare Umgebung verliert im Lauf der Zeit ihren fotografischen Reiz und es kommen schnell die üblichen Gedanken hoch: Ich habe es eilig, das habe ich schon tausend Mal gesehen, das habe ich schon zehn Mal fotografiert ... Mag sein, aber das Wetter und das Licht sind jeden Tag ein bisschen anders. Neuschnee ist immer eine Ausnahmesituation, weil sich die Welt über Nacht in einem völlig neuen Gewand präsentiert.


Eine große Kamera habe ich fast immer dabei, aber manchmal bin ich zu bequem oder zu sehr in Eile, um sie aus dem Rucksack zu holen. Dann greife ich in die Jackentasche und zücke das Smartphone. Bei diesem Motiv waren mir die Passanten wichtig, die auf dem abschüssigen Weg zu sehen waren. Ich musste mich beeilen, um sie noch rechtzeitig in den goldenen Schnitt platzieren zu können. Am Smartphone stelle ich nicht viel ein, aber bei überwiegend hellen Motiven benutze ich in solchen Situationen die Belichtungskorrektur nach Plus, damit das Foto nicht zu grau und düster ausfällt. 



Auch so ein Motiv geht schnell, hier kam ebenfalls die Belichtungskorrektur zum Einsatz. Durch das 16:9-Format habe ich den Hintergrund oben links entfernt. Dort stand ein Auto in einer Nebenstraße, das den Blick unnötig nach oben abgelenkt hätte.  Für den engen Bildausschnitt habe ich das Zoom der Coolpix P1000 benutzt. Mit dem Smartphone hätte das Bild nicht so gut geklappt: Selbst wenn ich nahe ans Motiv gegangen wäre, hätte das Weitwinkel einen zu großen Bildwinkel erzeugt und es wäre noch mehr von der Umgebung im Bild zu sehen gewesen. Mit der Zoomfunktion nimmt die Bildqualität beim Handy zu schnell ab, darum ist eine klassische Kamera meistens die bessere Wahl.

So ein Wetter muss man ausnutzen, darum habe ich mir in der Mittagspause einen längeren Spaziergang an die Isar gegönnt. Bei der Motivsuche lasse ich mich von den Dingen überraschen, die ich vorfinde. An diesem Tag war es unter anderem die Isarvenus, ein neues Motiv für die Rubrik "Tausend Meisterwerke" im betrachtenswert-Blog.



Um Vögel in freier Wildbahn zu fotografieren, muss schon ordentlich Brennweite her. Bei solchen Motiven weiß ich, dass ich ein bisschen mehr Zeit und Geduld brauche. Vom ersten bis zum letzten Bild dieser Serie sind trotzdem nur drei Minuten vergangen. Gefühlt waren es mehr, aber die Exif-Daten sind unbestechlich. Der Fußmarsch vom Homeoffice zum Flaucher und wieder zurück hat länger gedauert als die Tierbeobachtung. Bei solchen Gelegenheiten begegnet man dem berühmt-berüchtigten inneren Schweinehund: Wie die meisten Leute bekomme ich im stressigen Büroalltag den Hintern oft nicht hoch, schaue nur zum Fenster hinaus und denke: Wäre schön, jetzt eine Runde mit der Kamera zu drehen. Wenn man es dann wirklich tut, wird man im Idealfall nicht nur mit schönen Bildern belohnt, man hat auch Bewegung an der frischen Luft und bekommt ein paar Sonnenstrahlen ab. Der Gedanke, dass man sich das zeitlich nicht leisten kann, lässt sich entkräften: Die halbe Stunde kann man abends notfalls anhängen. Schwieriger ist das für Leute, die zur Kita müssen, um ihre Kinder pünktlich abzuholen, oder für Menschen, die von einem Meeting zum nächsten rasen. Trotzdem: Es muss ja nicht der lange Spaziergang sein. Mitunter reichen schon fünf oder zehn Minuten, um zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.


Manchmal hat man Glück, manchmal lässt sich das Glück planen und manchmal ist es gut, wenn man seinen Tagesablauf spontan ändert. Das kann man nicht in jedem Beruf, aber vielleicht kann ich Sie dazu motivieren, es hin und wieder zu versuchen. Im Urlaub oder an außergewöhnlichen Orten fotografieren kann jeder, aber wie ist es zuhause, im Alltag? Mir ist der immer gleiche Weg, den ich zweimal täglich zurücklegen muss, manchmal auch zu öde. Inzwischen habe ich fünf Varianten ausgekundschaftet, zwischen denen ich je nach Wetterlage und Zeitkontingent wechseln kann. Mein Fahrrad wundert sich vermutlich, warum ich immer noch zu Fuß gehe, obwohl der Schnee und das Eis längst wieder verschwunden sind.
Bald beginnt die Fastenzeit und es ist wieder Hochsaison für Frühjahrsdiäten. Gönnen Sie sich lieber mehr Fotospaziergänge. Moderne Menschen bewegen sich sowieso viel zu wenig, und es gibt keine einfachere Methode für den täglichen Stressabbau. Wenn es Ihnen dabei auch noch gelingt, das Besondere in Ihrem Alltag zu entdecken, entstehen Glücksmomente, die sich in Ihrem Gedächtnis verankern werden. Machen Sie einfach jeden Tag ein paar Minuten Urlaub.

Freitag, 15. Februar 2019

Rudel-Shooting

Im Artikel über den Sony Alpha Day hatte ich in einem Nebensatz erwähnt, dass ich noch einmal etwas über das "Getümmel an Workshop-Sets" berichten wollte. In Fotografenkreisen bezeichnet man solche Veranstaltungen gerne als "Rudel-Shootings". In meinen frühen Fotojahren habe ich solche Gelegenheiten gerne genutzt und für Kameratests sind sie immer ein probates Mittel. Wer wirklich lernen will, wie man im Studio arbeitet, sollte sich aber einen Workshop gönnen, bei dem die Teilnehmerzahl auf eine möglichst kleine Gruppe begrenzt ist.

Klick aufs Bild für größere Ansicht

Der Vorteil von Massenveranstaltungen wie bei der Photokina oder Produktmessen besteht darin, dass man in der Anonymität des Rudels gut untertauchen und herumexperimentieren kann. Der Nachteil liegt klar auf der Hand: Man muss sich mit viel Geduld hinten anstellen, bis man freie Sicht aufs Modell hat. Je nachdem, wie das Licht gesetzt ist, gibt es für Fotograf und Modell oft nur eine Position, aus der eine perfekte Aufnahme möglich ist. Bewegt sich das Modell aus dem gesetzten Licht heraus oder fotografiert man schräg von der Seite, führt die Beleuchtung zu unschönen Schlagschatten. Ein Lichteffekt, den man in den Augen des Modells sehen sollte, entsteht dann gar nicht, oder er wirkt sich an der falschen Stelle aus. Fotografieren im Studio ist Präzisionsarbeit und es ist immer Teamwork.

Das Modell kann nur mit einem Fotografen direkten Blickkontakt aufnehmen und dessen Regieanweisungen folgen. Wenn zwanzig Fotografen gleichzeitig um die Aufmerksamkeit buhlen, ist das wie bei einer Veranstaltung auf einem roten Teppich - man braucht Glück oder eine laute Stimme. Erfreulicherweise geht es an den Workshop-Sets meistens gesittet zu. Jeder ist mal dran, dann tritt man beiseite und macht Platz für den nächsten Fotografen. Wer aus der zweiten oder dritten Reihe fotografiert, muss damit rechnen, dass er den Hinterkopf, den Ellenbogen oder die Schulter eines Mitfotografierenden mit ins Bild bekommt. Das wissen alle, darum ist es auch kein Problem.

Die Fotomodelle leisten am Set harte Arbeit! 
Sie müssen oft stundenlang stehen, immer wieder in unbequemen Posen verharren und dabei immer hübsch lächeln und freundlich bleiben.

Das zweite Workshop-Set beim Sony Alpha Day war eine noch größere Herausforderung: Zunächst wurden die ausgebreiteten Arme des Modells mit Mehl eingestäubt. Der Fotograf zählte bis drei, dann vollführte das Modell einen Sprung und schlug dabei die Hände über dem Kopf zusammen. Dadurch entstand jedes Mal eine eindrucksvolle Staubfontäne, die im Licht der Studioblitzanlage vor dem schwarzen Hintergrundstoff für einen tollen Effekt sorgte. Machen Sie das mal mehrere Stunden lang...


Studioblitzanlage heißt: Kamerabetrieb im Modus M
.
Die Workshopleiter bereiten ihre Sets optimal vor, teilen den Fotografen mit, worauf es bei der jeweiligen Lichtsetzung ankommt und welche Kameraeinstellungen für die Aufnahme nötig sind. Sobald eine Studioblitzanlage im Spiel ist, bekommt immer nur ein Fotograf die Möglichkeit, eine perfekte Aufnahme zu machen. Aus diesem Grund sind die VIP-Tickets begrenzt und ganz schnell ausverkauft. 


Die Blitzanlage wird entweder per Kabel oder per Funk gesteuert und nur die Kamera, die mit der Anlage verbunden ist, löst den Blitz für die Aufnahme aus. 
Weil die Belichtung im Modus M eingestellt werden muss, sollte man wissen, wie das geht. Natürlich hilft der Workshopleiter notfalls mit, aber bei solchen Massenveranstaltungen hält Unkenntnis den ganzen Betrieb unnötig auf. Auch für den Anfänger am Set ist es unangenehm: Fünfzig andere Fotografen warten schon darauf, bis sie an der Reihe sind und das Modell steht mit Mehl bestäubt in Warteposition für den Action-Sprung... das ist purer Stress.
Viele Sets sind bereits mit dem Einstelllicht der Studioblitzanlage so hell ausgeleuchtet, dass man es riskieren kann, von der Seite mitzufotografieren. Perfekte Aufnahmen darf man dann aber nicht erwarten.

Wer ist der Künstler?
Das Schöne an solchen Workshopaufbauten ist, dass man sich als Teilnehmer nur ums Fotografieren kümmern muss. Der Veranstalter und/oder die Workshopleiter organisieren die Räumlichkeiten, die Modelle, die Visagisten und die Studioausrüstung. Sie schleppen alles rein und raus, bauen alles auf und wieder ab. Sie bringen die Idee mit und sorgen dafür, dass die Lichter, die Modelle und die Fotografen an der richtigen Stelle stehen.

Donnerstag, 7. Februar 2019

TV-Tipps für Februar

 
In diesem Monat ist die Auswahl an Sendungen für Fotografen eher spärlich. Trotzdem gibt es wieder ein paar interessante Seitenblicke. Ende Februar ist auch etwas über das Hören dabei. Für Fotografen ist das nicht unbedingt der erste Kanal, über den wir die Welt wahrnehmen?

Gerade deshalb könnte folgende Dokumentation besonders spannend sein:



25.02.2019 | 00:00 - 00:55 Uhr arte
Brain Beats: Eine Reise in die Zukunft des Hörens
In einer Welt voller visueller Reize wird der menschliche Hörsinn gerne unterschätzt. Doch akustische Ereignisse sind mächtig, und neue Erkenntnisse der Wissenschaft legen nahe, dass dem Hören die Zukunft gehört – auch wenn es bislang mehr Fragen als Antworten gibt. "Brain Beats" führt den Zuschauer zu Hotspots in Forschung, Musik und Gesellschaft und fragt, welche Rolle Klänge und Hören bald im Leben der Menschen spielen könnten.

Hier sind alle weiteren Sendetermine, Tipps zu Kunst & Kultur sowie Links zu den Mediatheken.

Mittwoch, 6. Februar 2019

Schluss mit Google Plus

Ich schaue nur sporadisch Nachrichten und wenn ich viel arbeite, entgehen mir Pressemeldungen erst recht. Die wirklich wichtigen Dinge erfahre ich auf anderen Wegen, die meistens mit dem Satz "Hast du schon gehört, dass..." beginnen. Das schont meine Nerven und mein Zeitbudget, während andere kluge Leute zwischenzeitich recherchiert und erste Analysen erstellt haben.

Als ich am vergangenen Wochenende eine Mail von Google erhielt, dass man den Dienst G+ im April komplett einstellen werde, hielt ich das zunächst für eine sogenannte Phishing-Mail. Bei meiner Recherche im Internet erkannte ich sofort, dass ich damit nicht allein war. Viele Nutzer von G+ wurden offenbar von der Entscheidung des Internetgiganten überrascht, andere hatten längst mit dem Niedergang von G+ gerechnet. "Grund hierfür sind die geringe Nutzung und die Herausforderungen, die das Anbieten dieses Dienstes mit sich bringt, um die Erwartungen seiner Nutzer zu erfüllen", schrieb das Google+ Team. Mit "Herausforderungen" waren wohl auch Sicherheitslücken gemeint, die der Dienst zuletzt nicht schließen konnte. Es wäre illusorisch zu glauben, dass die ganzen anderen Dienste keine Sicherheitslücken hätten, aber bleiben wir noch einen Moment bei Google +. 


Was ist (war) Google+ ?
Aufmerksam wurde ich auf diese Social Media Plattform im Juli 2012. Damals schwärmten vor allem Fotografen von der Facebook-Alternative, weil es dort viel interessantere Bilder gab, und weil sich Fotobegeisterte dort viel effektiver vernetzen, ihre Bilder präsentieren und diskutieren konnten. Moment mal, dachte ich damals schon, was ist aus der Fotocommunity und Flickr geworden? Die Fotos auf G+ waren toll, aber die Plattform öffnete ein so weites Feld, dass mir schnell klar wurde, dass ich damit viel zuviel Zeit vertrödeln würde. Zudem machten viele Facebook-Freunde den Umzug gar nicht mit. Es war ein bisschen wie in analogen Zeiten: wenn die gute Freundin von München nach Hamburg umzieht, und dort ein neues Leben anfängt, verliert man allmählich die Verbindung. Heute gibt es virtuelle Städte, und sie konkurrieren darum, wer die meisten und die aktivsten Bewohner hat.

Vor zwanzig Jahren hatten wir insgesamt nicht so viele Freunde oder Kontakte. Viele tolle Menschen hätte ich gar nicht erst kennengelernt, wenn es das Internet und die sozialen Medien nicht gäbe. Besonders beim Arbeiten im Homeoffice fehlt die Kaffeeküche, in der man sich zwischendurch mit Kollegen trifft, um sich über "Gott und die Welt" auszutauschen, oder um über lustige Begebenheiten zu lachen. All das findet man auf den sozialen Medien. Darum beobachte ich die Entwicklungen mit einer Träne im Knopfloch. Es ist höchst bedauerlich, dass prinzipiell geniale Erfindungen wie Facebook und Co. eine Plage sind. Und das erst recht nach den aktuellen "Spionagevorwürfen". Egal welche Kanäle man benutzt, alle arbeiten mit der gleichen Psycho-Methode: 

Hey, du hast etwas verpasst! 
Simons Cat hat ein neues Video hochgeladen! Schau dir an, was dein Freund Hurks gerade gepostet hat. Schnitzeljäger hat neue Fotos für dich! Seit deinem letzten Besuch wurden 35969 neue Bilder hochgeladen. Du hast 99+ neue Nachrichten. Hmpftlbrmpft hat Geburtstag. Feiere mit ihm! 303 Leute, denen deine Seite gefällt, haben seit längerem nichts mehr von dir gehört! Poste einen Beitrag!

Da kann man wirklich wahnsinnig werden, wenn man den Einsatz solcher Medien nicht rechtzeitig dosiert.

Dienstag, 29. Januar 2019

Sony Alpha Day in München

Eine Kamera von Sony wollte ich schon lange ausprobieren. Der Newsletter mit der Info, dass in München ein Sony Alpha Day stattfindet, kam genau zur rechten Zeit. Ein sogenanntes VIP-Ticket für die Veranstaltung gab es eine knappe Woche vorher nicht mehr. Dieses Ticket hätte mir garantiert, dass ich bei den Workshops ganz vorne mitfotografieren darf, und beim Kameraverleih nicht so lange anstehen muss. Sei's drum, ich hatte auch so einen kurzweiligen Nachmittag.

Welche Kamera hätten Sie denn gerne?

Kleine Vorwarnung: Dieser Artikel ist ein persönlicher Erfahrungsbericht, kein fundierter Kameratest. Dafür müsste ich mir die Ausrüstung für mindestens zwei Wochen leihen, und sie in allen Lebenslagen ausprobieren, so, wie ich es mache, wenn ich ein Handbuch schreibe. In drei Stunden kann man bestenfalls einen ersten Eindruck gewinnen.
Dieser Beitrag ist für Sie interessant, wenn Sie noch nie auf einer vergleichbaren Werbeveranstaltung eines Kameraherstellers oder auf der Photokina waren. Dort treffen Sie viele Fotografen und auch ein paar Fotografinnen, von denen die meisten mit ihrem System bestens vertraut sind. Solche Veranstaltungen sind immer eine wunderbare Gelegenheit, um die aktuell angesagten Spitzenmodelle eines Herstellers und hochwertige Objektive auszuprobieren. Eine kostenlose Sensorreinigung für die eigene Kamera wird ebenfalls angeboten. Es gibt Fachvorträge und Praxisworkshops im Stundentakt, die so ausgelegt sind, dass man die hervorragenden Eigenschaften der Ausrüstung selbst erfahren kann. Lokale Fotofachhändler, Objektiv- und Stativanbieter sind ebenfalls vor Ort. Es gibt lecker Schnittchen und Getränke, und die Workshopleiter tun ihr Bestes, damit möglichst viele TeilnehmerInnen ein tolles Foto von den charmanten und hübschen Fotomodellen machen können. Ein vorgedrucktes Formular für das Model-Release konnte man sich diesmal gleich am Eingang mitnehmen, und nach dem Shooting vom Modell unterschreiben lassen. Die Eintrittsgebühr (59, EUR / VIP beziehungsweise 19,90 EUR für das Standardticket) bekommt man von Sony als sogenanntes "Cashback" zurückerstattet, wenn man sich innerhalb einer angemessenen Frist für den Kauf eines Sony Produkts entscheidet.

Der Sony Alpha Day in München startete am Freitagnachmittag um 15 Uhr und dauerte bis 22 Uhr. Schon eine halbe Stunde nach Beginn war die Veranstaltung sehr gut besucht, um nicht zu sagen: es war brechend voll.


Mittwoch, 23. Januar 2019

Ein guter Fotograf ist ...

... derzeit nicht zu ersetzen, endete ein Artikel bei Prophoto Online vor weniger als einem Jahr. Mittlerweile gibt es in diesem Portal der Fotoindustrie mehr als zwanzig weitere Artikel, die über den rasanten Fortschritt der KI (Künstlichen Intelligenz) in der Fotografie berichten. Auch auf der photokina 2018 war es ein Schwerpunktthema. Wir werden den Begriff "Fotografieren" und die Handlung des Fotografierens in nächster Zeit etwas genauer unter die Lupe nehmen müssen.


KI in der Kamera
Die KI-gestützte Fotografie hat ihren Ursprung in der Smartphone-Fotografie. Die hohen Absatzzahlen erlauben es den Herstellern schon seit einigen Jahren, viel mehr Geld in die Entwicklung zu stecken, als dies bei den altgedienten klassischen Kameraherstellern der Fall ist. Wenn man als Verbraucher keine echten Innovationen mehr sieht, entsteht ein Teufelskreis: die Nachfrage nach klassischen Kameras stagniert oder sinkt, es ist noch viel weniger Budget für neue Entwicklungen vorhanden und die Kunden springen frustriert ab. Ein Smartphone hat fast jeder, und wenn die Handybilder genauso gut aussehen, wie die aus klassischen Kameras, ist die Frage berechtigt, warum man sich so ein Modell noch kaufen soll. Einen positiven Trend gab es 2018 nur bei den sehr teuren professionellen Kameras. Ich persönlich sehe in dieser Entwicklung nicht immer den Wunsch nach besseren Bildern, sondern auch das Erstarken eines nicht ganz neuen Statussymbols. Wer es sich  leisten kann, kauft sich die digitale Voll- oder Mittelformatkamera für besondere Gelegenheiten. Im Alltag fotografiert man dann mit dem KI-gestützten Smartphone und verbindet das Beste aus beiden Welten.

Wieviel Spaß das Fotografieren noch machen wird, wenn wir das Gerät nur noch halten müssen, ist eine andere Frage. Vor allem Einsteiger werden sich schnell daran gewöhnen und sich eher freuen, dass sie ihre Bilder nicht selbst sortieren und bearbeiten müssen. Die Generation der älteren Fotografen wird diese Innovationen anfangs skeptisch beäugen und manche Vorteile im Lauf der Zeit schätzen lernen. Retro-Bewegungen wie bei der guten alten Schallplatte gibt es längst: Analoges Fotografieren hat seinen Reiz nicht verloren. Gemessen an der Gesamtzahl aufgenommener Fotos sind solche "Exoten" wirtschaftlich eher unbedeutend. Wird sich das mit den klassischen Digitalkameras auch so entwickeln?

Wer braucht Ki-gestützte Fotografie und wozu ist das gut?
Als die ersten selbstfotografierenden Kameras aufkamen, die eine Videoaufzeichnung machten und danach interessant erscheinende Szenen als Foto exportierten, habe ich  nur den Kopf geschüttelt. Wer braucht so etwas? Technik-Freaks, Geheimdienste? KI gibt es in neuen Überwachungskameras, die auch von Privatpersonen genutzt werden. Das System sendet automatisch eine Nachricht ans Smartphone, wenn in bestimmten Bereichen Personen auftauchen, oder wenn sich zum Beispiel die Anordnung der Gegenstände im überwachten Raum verändert.
Der Smartphonehersteller Huawei verbaut seit dem letzten Jahr KI-Chips in den Geräten. Das Besondere daran ist, dass sie durch regelmäßige Software-Updates ständig dazulernen. Viele Kameras erkennen schon seit Jahren automatisch welches Motiv sie vor sich haben, und belichten die Aufnahmen zuverlässiger als früher. Bei den Smartphones übernimmt die KI alle Einstellungen für eine perfekte Aufnahme.
Im März 2018 hatte die Redaktion von Computerbild zehn Leser zum Test eingeladen, die Urteile fielen ganz unterschiedlich aus. Ein Tester war enttäuscht, wie schlecht die KI in Standardsituationen funktioniert, ein anderer war begeistert, dass er jetzt endlich selbst tolle Fotos machen und herzeigen kann. Es hat wahrscheinlich mit der fotografischen Vorerfahrung zu tun, ob sich die Bilder mit der KI verbessern oder nicht. Der aktuelle Trend orientiert sich an einer Ästhetik, die ich als "Hochglanzmotive" bezeichnen würde. Der fotografische Alltag liefert nur selten entsprechende Vorlagen, aber mit den intelligenten und lernfähigen Bildbearbeitungsfunktionen kann auch aus einem schnöden Motiv ein Hingucker werden, selbst wenn der Knipser keine Ahnung vom Fotografieren oder von Bildbearbeitung hat. Für konservative Fotografen ist das ein Horror: "Wir mussten das alles noch von der Pike auf lernen", lautet ein frustrierter Kommentar. Ja, und eines Tages werden wir keinen Führerschein mehr machen müssen, weil wir in ein selbstfahrendes Auto einsteigen können. Ist diese Entwicklung vorgezeichnet oder nur eine Möglichkeit, über die wir (noch) selbst entscheiden können?

Einen Vorteil hat die KI beim Fotografieren: Wenn sie sich durchgesetzt hat, werden wir nicht mehr darüber sprechen müssen, welche Zeit-Blende-ISO-Kombination für eine gelungene Aufnahme nötig gewesen wäre. Die technische Seite des Fotografierens wird dann wirklich total einfach, und wir könn(t)en uns über andere Dinge unterhalten. Macht Deine KI die gleichen Bilder wie meine? Wenn jeder seinen eigenen Stil ins unergründliche KI-Netzwerk schickt, gibt es dann mehr Kreativität, mehr oder weniger Vielfalt?


Big Brother is watching you
Eine gute KI könnte dem Fotografen heute schon interaktiv mitteilen, dass er seinen Bildausschnitt anders wählen oder eine günstigere Aufnahmeperspektive einnehmen soll. Sie könnte vor störenden Bildelementen warnen und einen Winkelmesser einblenden, der signalisiert, dass man die Kamera schief hält. Dann wäre die KI-App ein Fototrainer, den man ständig an Bord hat. Momentan scheint es einfacher, den Hintergrund zu retuschieren oder ihn komplett auszutauschen. Mit Fotografie hat das nicht so viel zu tun. Testen Sie mal Photoshop Elements 19, das ist eine Offenbarung für Bildbearbeitungslaien! Woher weiß Adobe, was der Anwender will? Ganz einfach: Die meisten Benutzer haben vermutlich zugestimmt, dass Adobe ihnen beim Arbeiten mit dem Programm zuschaut. Wenn Sie das nicht wollen, rufen Sie Ihren Adobe Account auf und setzen Sie die entsprechenden Häkchen in Ihrem Benutzerprofil.

Photoshop CC will mir oft erklären, wie ich das Bewegen-Werkzeug benutzen soll, weil ich es wohl nicht so mache, wie es vorgesehen ist. Da sehe ich vor meinem geistigen Auge wieder das selbstfahrende Auto, das vor lauter Sicherheitsaspekten nur noch im Schritttempo fährt. Unterstützung ja, Bevormundung nein. Das wichtigste an jeder Funktion ist für mich, dass man sie auch abschalten kann.

Die KI lernt wie ein Kind, nur deutlich schneller. Dabei dürfen wir eins nicht vergessen: Wir sind diejenigen, die sie mit Informationen füttern.  "Wenn man der KI sagt, dass verwackelte Bilder gut sind, dann wird sie in Zukunft verwackelte Bilder auswählen oder produzieren." Ich mache manchmal verwackelte Bilder und manchmal scharfe. Ich treffe meine Entscheidungen gerne selbst, situativ und kontextorientiert. Ich bin gespannt, ob und wie eine künstliche Intelligenz auf dieses vermeintliche "Chaos" reagiert. Kennen Sie HAL 9000, den neurotischen Computer aus dem Film Odyssee im Weltraum? Wenn die KI von uns lernt, haben wir auch eine große Verantwortung.
  • Prophoto Online: Macht KI aus unseren Fotos einen visuellen Einheitsbrei?
    (Ne, den haben wir schon selbst gemacht, die KI lernt nur aus vorhandenen Bildern!)
  • Welt: Das unmögliche Foto macht Smartphones endgültig zur besseren Kamera
    „Wir haben die Software mit Hunderttausenden Bildern darauf trainiert, wie ein gutes Bild aussieht. Da die Kamera-App bei jedem Auslösen mehrere Bilder aufnimmt, kann sie das optimale Ergebnis auswählen und Belichtung, Sättigung und Kontrastumfang aus mehreren Bildern optimieren.“

  • Inside Handy: Die Zukunft der Fotografie - Zusammenfassung einer Expertendiskussion
    Die KI wird uns immer mehr Entscheidungen abnehmen, z. B. Bilder sortieren und automatisch bearbeiten. Gefälschte Fotos werden von echten Bildern nicht mehr zu unterscheiden sein. Erschreckender noch: in Kombination mit Fitnessarmbändern oder Gesichtserkennung kann der jeweilige Gemütszustand der Personen vom Gerät erfasst, ausgewertet und gespeichert werden...
  • Computerbild - Huawei Mate 10 Pro im Leser Check
Gretchenfrage: Wie halten Sie es mit der KI in der Fotografie?
  • Finden Sie das Thema grundsätzlich interessant oder ist es für Sie nicht relevant?
  • Würden Sie ein Gerät mit KI ausprobieren oder nutzen Sie bereits eines? 
  • Wenn ja, welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht? 
  • Wenn die KI auch in klassischen Kameras Einzug hält, würden Sie dann lieber zu älteren Modellen oder gar zum analogen Film greifen?
  • Welche Unterstützung würde Ihnen beim Fotografieren helfen?
  • Was düfte keinesfalls passieren?

Ich freue mich auf Ihre Meinung.

Montag, 21. Januar 2019

Rückblick, Ausblick, Aktuelles

Das Handbuch zur Nikon Coolpix P1000 ist fast fertig und so neigt sich die lange Sendepause im Fotonanny Blog dem Ende zu. Gerne hätte ich letzte Nacht den "Blutmond" mit der P1000 fotografiert, aber hier in München war es zappenduster. Irgendwie bin ich ganz dankbar, dass ich eine gute Ausrede habe, und bei den eisigen Temperaturen nicht mit dem Stativ ausrücken musste.
Vielen Dank an Oliver für den Hinweis auf aktuelle Ausstellungen in München und Umgebung, die ich an dieser Stelle gerne weitergebe.


Der Jahreswechsel ist immer eine gute Gelegenheit, um einen Blick zurück zu werfen. Die meisten Fotos landen auf der Festplatte und werden von neuen Motiven schnell aus dem Gedächtnis verdrängt. Vielleicht haben Sie jetzt Lust und Zeit Ihr Archiv durchzublättern und Ihre fotografischen Highlights 2018 herauszusuchen? Gibt es Themen, an denen Sie gearbeitet haben, die Sie 2019 noch einmal anpacken und vertiefen wollen? Oder gibt es eine Technik, ein Motiv oder ein Genre, das Sie heuer zum ersten Mal in Angriff nehmen wollen? Machen Sie sich Notizen, wenn Sie Ihre Bilder anschauen, und nutzen Sie die Gelegenheit auch für eine Datensicherung. Über die Weihnachtsfeiertage habe ich für einen Freund einen Computer neu installiert und gelernt, wie man Festplatten aus- und wieder einbaut - oder mit geeigneten Adaptern wieder zum Laufen bringt. Warten Sie nicht bis, Ihr Gerät den letzten Schnaufer macht...

Für kommenden Freitag habe ich mich zum Sony Alpha Day angemeldet. Ein sogenanntes VIP-Ticket habe ich nicht mehr bekommen, aber das brauche ich auch nicht. Um mein Repertoire zu erweitern will ich einfach mal für ein paar Stunden eine Sony Kamera in die Hand nehmen und ausprobieren, wie es mir damit ergeht. Weitere Pläne gibt es derzeit nicht. Nach fünf Monaten harter Arbeit freue ich mich jetzt erst mal auf ein paar Wochen ohne feste Termine im Kalender. Vielleicht springen sogar ein paar Tage Urlaub raus.   :-)

Donnerstag, 10. Januar 2019

TV-Tipps im Neuen Jahr

Auch diesmal muss es schnell gehen, darum nur ganz kurz: Ein gutes Neues Jahr!

Die TV-Tipps im Dezember hatten sich aus Überfluss an Zeitmangel erledigt und auch so mancher Weihnachts- und Neujahrsgruß in meinem Posteingang wartet noch auf eine Antwort. Das Jahr 2018 war ein bisschen zu kurz, um alles zu erledigen, aber keine Sorge: es ist alles in der "Pipeline" und wird nach und nach abgearbeitet.


Wenigstens die aktuellen Sendetermine will ich diesmal rechtzeitig durchreichen, damit nicht der Eindruck entsteht, ich läge seit Wochen irgendwo in der Südsee am Strand. Sobald ich den Berg Arbeit weggeschaufelt habe (= wenn der Drucktermin für die beiden in Arbeit befindlichen Bücher erreicht ist), gibt's wieder neue Blogbeiträge. Bis dahin alles Gute und passt gut auf Euch auf. Denkt an das Motivprogramm "Schnee" oder die Belichtungskorrektur (+) , wenn Ihr mit der Kamera durch eben diesen stapft!