Freitag, 2. September 2011

Informations-Overkill

Wenn man sich für ein Thema interessiert, dann ist es naheliegend, dass man sich dazu auch Informationen beschafft. In unserer digitalen Welt ist das ziemlich einfach: beim Webseitenhopping gelangt man von einem interessanten Link zum nächsten. Schwupps, schon sind zwei Stunden vorbei. Kein Wunder, dass viele Arbeitgeber mit Argusaugen darüber wachen, wie lange ihre Mitarbeiter täglich durch die Gegend surfen, und am Ende so ziemlich alle Seiten sperren, die nach Privatvergnügen riechen.

Als Selbständige(r) ist man selbst verantwortlich dafür, wie viel Zeit man mit Lesen, Surfen und Mailen verbringt; je nach Tätigkeit gehört es mit zu den täglichen Arbeitsaufgaben. Kontakte pflegen, Knowhow sammeln, auf dem aktuellen Stand sein. Eine sehr feine Sache sind Newsletter, die man kostenfrei abonnieren kann, und die einem die scheinbar wichtigsten Termine und Neuigkeiten ohne langes Suchen in die Mailbox schleudern. Wer es richtig heftig mag, kann sich auch noch über Twitter befeuern lassen.

Was auf der einen Seite schön ist, weil man nicht lange herum suchen muss, kann auf der anderen Seite auch nerven, wenn es zu viel wird oder schlecht präsentiert ist.Aktuelles Beispiel aus meinem gestrigen Posteingang:


Klick für größere Ansicht

Was glauben Sie wohl, welchen der beiden Newsletter ich bis zum Ende gelesen habe? Nicht den, der mehr Informationen enthielt, sondern den, der schöner aussah. Das Auge isst eben immer mit, auch wenn es um Informationen geht.

Abgesehen von der Appetitlichkeit der Präsentation ist natürlich auch klar: jeder, der einen Newsletter verschickt, macht damit Werbung für seine eigene Sache. Deswegen ist es immer gut, mehrere Newsletter zu haben, um umfassend informiert zu sein - auch wenn das Überfliegen von drei Rundbriefen etwas länger dauert. Herrjeh, da fällt mir ein: ich hab schon seit sechs Wochen keinen Rundbrief mehr verfaßt. Ich glaub die anderen sind fleißiger als ich. Oder schreien sie nur lauter? ;-)

Kommentare:

  1. Jeder hat hier sicherlich seine persönliche Methode um "up to date" zu bleiben. Was dem einen Twitter/Google+ das ist dem anderen sein Newsletter. Ich vewende z.B. die RSS Feeds.
    Das Grundproblem der Menge an Informationen bleibt und macht es nicht einfacher. Selbstdispiplin ist hier glaube ich oberstes Gebot um im Information-War nicht unterzugehen...

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  2. Danke Oli, das mit den RSS-Feeds ist tatsächlich eine gute Alternative, aber auch da kann es schnell zu viel werden. Dein Artikel über Social Media Frust passt gut zum Thema! LG, Jacqueline

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