Es ist keineswegs so, dass ich in München nicht genug Motive finden
würde, aber manchmal tut ein kleiner Tapetenwechsel zwischendurch ganz
gut. Also ergriff ich die Gelegenheit und begleitete meinen Mann nach
Regensburg. Während er mit seinem Geschäftstermin beschäftigt war,
bekamen meine Kamera und ich zwei Stunden "Auslauf". Eines der ersten
Motive, das mir vor die Linse kam, war die Statue eines bayerischen
Königs.
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| Stop, Reiter will Straße überqueren! |
Ein König, der mit hoch erhobenem Zepter einen Zebrastreifen überwacht! Will er die Autos stoppen? Ich musste an Schülerlotsen denken und grinsen. Aber natürlich ist das kein schönes Foto im klassischen Sinn, und nicht jeder wird beim Anblick dieses Bildes meinen Gedankengängen folgen. Der Zebrastreifen ist nur in Form eines Verkehrsschildes zu sehen, und das kann man gut und gern als "störendes Bildelement" betrachten.
Mit den Begriffen Bildgestaltung - Bildaussage - Bildwirkung wird jeder konfrontiert, der "bessere" Fotos machen will. Wenn man vor dem Fotomotiv steht, fragt man sich: wie mache ich das jetzt?
Der erste Schritt besteht in der Beantworung der wichtigsten Frage überhaupt:
Was will ich mit meinem Bild von diesem Motiv ausdrücken?



