Freitag, 4. Dezember 2015

Günter Spitzing: So fing alles an

Wie berichtet ergab sich im Herbst 2015 die schöne Gelegenheit, dem Fotografen und Buchautor Günter Spitzing eine ganze Reihe von Fragen zu stellen. Hier ist Teil 1 des Interviews, bei dem wir in die Vergangenheit zurückblicken - wie alles anfing.

Die in dieser Artikelserie gezeigten Bilder hat Günter Spitzing freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Mauerbau Berlin, 1963 -
© Günter Spitzing




















Herr Spitzing, wenn man Ihren Werdegang anschaut, drängt sich der Eindruck auf, dass Sie in diesen beinahe 85 Jahren mehrere Leben nacheinander, vielleicht auch parallel geführt haben: Sie sind 1931 geboren, d.h. Ihre Kindheit und Jugend in den Kriegs- und Nachkriegsjahren dürfte nicht einfach gewesen sein. Nach dem Abitur waren Sie zunächst Freiberufler, bevor Sie 1956 in einem Industriebetrieb anfingen. Dort waren Sie dann im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Wollen Sie zu dieser ersten Lebensphase etwas erzählen? 
Zum Beispiel ...

Wo und wie fing das mit dem Fotografieren an? 

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Fotografie-Blog-Bühne 2015

Dank Johannes Mairhofer habe ich mitbekommen, dass Michael „Omori“ Kirchner von fotografr.de zur Blogparade aufgerufen hat. Solche Blogparaden sind für mich immer schöne Denkanstöße und eine gute Gelegenheit, um mehr über andere Fotografen und Blogger zu erfahren. Die erste Frage ist schon mal gut:

Ich blogge, weil ….

... ich einfach gerne schreibe und weil es die perfekte Ergänzung zu den Buchveröffentlichungen ist. Bücher schreiben ist toll, aber von der Projektidee bis zum fertigen Buch ist es ein sehr weiter Weg. Bloggen ist spontaner und freier.

Ich kann
  • auf aktuelle Themen reagieren, 
  • Themen jenseits des Mainstream aufgreifen und
  • mehr Fallbeispiele zeigen, für die in gedruckten Büchern kein Platz ist.
Bloggen bietet außerdem viel stärker die Möglichkeit der Interaktion mit Leserinnen und Lesern, von der in meinem Blog allerdings noch nicht so viele Gebrauch machen. Da habe ich noch Nachholbedarf...

 Meine Fotos zeichnen sich aus durch ….

...  einen eigenen Blick auf die Welt und ganz bestimmte Motive - das jedenfalls sagen immer mehr Kollegen, die mich lange kennen. Ich vermute es sind die kleinen Stillleben, die Details, auf die ich achte, und meistens ein sehr klarer, oft minimalistischer Bildaufbau.


Für diese Blogparade habe ich ein Motiv ausgewählt, das beinahe zwanzig Jahre alt ist: Island 1996, damals noch als Dia aufgenommen und später digitalisiert. Es ist Teil einer Serie, die ich "Hommage an Christo" genannt habe. Ein Jahr zuvor hatte das Künstlerehepaar Christo & Jeanne-Claude den Berliner Reichstag mit weißen Folien verhüllt, die Bilder waren also noch sehr präsent. Als ich inmitten der wilden Natur Islands diese weißen Kugeln liegen sah, empfand ich sie nicht mehr als Verschandelung der Landschaft, sondern erkannte ihr Potenzial als Kunstwerk. 

Den größen Schritt in meiner fotografischen Entwicklung habe ich durch Selbsterkenntnis gemacht.

Dienstag, 1. Dezember 2015

Das digitale Vermächtnis

Eigentlich fühle ich mich noch ganz jung, aber wenn ich meine Bildarchive durchblättere, stelle ich immer wieder fest: Au weia, diese Bilder sind ja schon zehn, zwanzig, dreißig ... Jahre alt! Meine ältesten digitalen Aufnahmen haben mittlerweile auch schon etwa fünfzehn Jahre auf dem Buckel. Von den vielen Reisen, die ich davor unternommen hatte, gibt es ausschließlich Dias. Ich habe sie nie gezählt, doch ich erinnere mich gut an Weihnachten 2002: Ein guter Freund hatte mir seinen Nikon-Diascanner geliehen. Mein damaliger Weihnachtsurlaub ging dafür drauf, etwa alle dreißig Minuten fünfzig weitere Dias ins Magazin nachzufüllen. Mit Pausen und Nachtruhe hat es trotzdem fast drei Wochen gedauert, bis die wichtigsten Motive eingescannt waren.
















Weil ich schon von Kindesbeinen an fotografiert habe, sind damals nicht alle Dias digitalisiert worden, von den Negativen ganz zu schweigen. Und dann gibt es auch noch Fotos von Freunden, die ich nur als Fotoabzüge habe. Früher habe ich alles noch in schöne Fotoalben eingeklebt, aber es wurden im Lauf der Jahre einfach zu viele. Zwischen 2001 und 2011 bin ich insgesamt viermal umgezogen. Diese Odyssee sollte eigentlich zu Ende sein, aber wie gesagt, ich bin noch relativ jung. Wer weiß, wohin es mich in diesem Leben noch verschlägt. Vielleicht wandere ich eines Tages aus und schlage meine Zelte im Ausland auf? Dann möchte ich bitte keine x Umzugskartons mit Dias und Fotos in einem Container verschiffen, und mir keine große Wohnung oder Lagerfläche leisten müssen, wo ich all den Kram unterstellen kann.

Ein paar Festplatten transportieren sich leichter und "die Cloud" gäbe es auch noch. Darum hätte ich bitteschön gerne ALLES digital. Am liebsten sofort, ohne Mühen und mit minimalem Zeit- und Kostenaufwand.

Dienstag, 17. November 2015

TV-Tipps für Fotografen

















Am 22. November lohnt es sich, das Frühstücksfernsehen einzuschalten. Nicht der übliche Quatsch, es ist ein Sonntag. Ja, ich höre die Leser schon dumpf stöhnen. Es ist einfach so, dass Kultur - und dazu gehört die Fotografie nun mal - etwas für das sogenannte Spartenpublikum ist, ein verschwindend kleiner Anteil der Gesamtbevölkerung. Die gute Nachricht lauter: Wer sich solche Sachen anschaut, gehört nicht zum Mainstream und bekommt Inspirationen, die den eigenen Arbeiten neue Impulse geben können. Wer kein Frühaufsteher ist und nicht weiß, wie man einen Festplattenrekorder bedient, kann ja in die Mediatheken klicken.😊

Also, Sonntag 22.11. ab 6:35 Uhr auf arte: Da gibt es gleich drei Sendungen über Fotografie hintereinander. Ebenfalls mit im Novemberprogramm sind Jim Rakete und Peter Lindbergh. Alles öffentlich-rechtlich und somit 100% werbefrei!

Für Kunstinteressierte und Tellerrandgucker habe ich natürlich auch wieder etwas gefunden.

Hier geht's zur aktuellen Liste. Herzlichen Dank wie immer an www.kunstlinks.de

Freitag, 13. November 2015

Wer ist eigentlich ... Günter Spitzing

Als ich neulich meine große Sammlung an Fotofachliteratur aus über dreißig Jahren durchforstet habe, fiel mir „Moderne Diafotografie“ von Günter Spitzing in die Hände. Du meine Güte, dachte ich, brauche ich das noch? Bei Fachbüchern achtet man vor allem auf das Thema und den Inhalt. Wenn ein Buch nicht mehr aktuell ist, landet es im Altpapier. Wer ein Fachbuch geschrieben hat, ist meistens nicht so relevant – Hauptsache man bekommt die gesuchten Informationen. Trotzdem habe ich gezögert, dieses Buch einfach zu entsorgen. Mir war der Name Spitzing viele Jahre ein Begriff, seine Bücher standen direkt neben denen von Hedgecoe und Feininger.

Mehrere Jahrzehnte lang war Günter Spitzing einer der angesagten deutschen Fotobuchautoren und ich habe einiges von ihm gelesen. 1965 – also vor fünfzig Jahren! – ist sein erstes Fachbuch erschienen. Zwischen 1965 und 1985 hat Günter Spitzing beinahe jährlich ein neues Buch veröffentlicht – 1968 sogar vier in einem Jahr. Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Was die wenigsten wissen: Es gibt niemanden im deutschsprachigen Raum, der sich so früh und so intensiv mit dem Thema Fotopsychologie beschäftigt hat wie er!

Ich selbst schreibe nun auch seit mehreren Jahren Fachbücher, in gewisser Weise bin ich in Günter Spitzings Fußstapfen getreten. Als ich bei Amazon über ein Buch mit dem Titel „Das indonesische Schattenspiel“ in Spitzings Bibliographie stolperte, war ich erst einmal überrascht und ahnte, dass er ein Thema gefunden haben musste, das ihn mindestens genauso begeistert, wie die Fotografie.
 

Freitag, 23. Oktober 2015

Der elfte September - mal anders

In den letzten drei Monaten gab es wieder mal nur die Fernsehtipps im Blog. Als ein Autorenkollege neulich in einer privaten Nachricht meinte, er müsse mal die Frequenz in seinem Blog steigern, und den Begriff Return on Invest in den Raum warf, fühlte ich mich ertappt. Ja, das müsste ich auch!, war mein erster Gedanke, und schon lief die Maschinerie an:
Ich muss dies, ich muss das... 

Ich muss gar nichts, außer atmen und irgendwann mal sterben.













Am 11. September ist das passiert, was einem Freiberufler nicht passieren "darf": Über Nacht bzw. übers Wochenende wurde aus einer nicht erkannten Blinddarmentzündung ein hübscher Notfall, der mir zwei Dinge verdeutlicht hat, die ich eigentlich schon wusste:
  1. Man kann unglaublich schnell aus der Kurve fliegen.
  2. Wenn die Autorin nicht mehr Piep sagen kann,
    gibt es weder Bücher noch Blogartikel.
Ja, ich bin ziemlich erschrocken.
Trotz WLAN und Notebook am Krankenbett war ich zu überhaupt nichts imstande. Na gut, ich habe die Lumix FZ300 (Amazon) ans Bett geliefert bekommen und ein paar Fotos damit gemacht. Nicht weil ich das gemusst hätte, sondern weil es mir den Krankenhausaufenthalt angenehmer gemacht hat. Wie anstrengend Fotografieren sein kann, wissen viele. Wenn man am Tropf hängt und zwei Vollnarkosen hinter sich hat, ist alles fürchterlich anstrengend ... Also besser Ruhe geben.

Das halte ich auch für eine passende Gelegenheit, um Danke zu sagen: den Menschen, die mich in dieser Zeit unterstützt und wieder aufgepäppelt haben. Bei aller berechtigten Kritik an unserem Gesundheitssystem: Ich bin froh, dass es Chirurgen gibt, die ihr Handwerk verstehen. Globuli allein hätten hier nichts ausgerichtet.

Die Entschleunigung, die sich durch diese Erfahrung eingestellt hat, fühlt sich immer noch  merkwürdig an.

Dienstag, 20. Oktober 2015

TV-Tipps bis Ende November

















Schon wieder ein Monat vorbei??? Herrjeh!
Wenigstens gibt es die TV-Tipps, heute wieder ganz frisch geliefert.

Inzwischen hat das Fernsehen den Nachwuchs entdeckt. Diesmal sind es zwei Sendungen für Kinder, die sich um die Fotografie drehen: Am Sonntag, 25.10. um 8:40 Uhr auf arte und am 18.11. um 18:40 Uhr auf kika.

Ende November wird's dann auch für die Erwachsenen wieder interessant. Neben den Fototipps habe ich auch diesmal ein paar Sendungen auf die Liste genommen, die sich mit Kunst, Fernsehen und Internet beschäftigen. Inspiration für Leute, die gerne über den Tellerrand schauen.

Hier geht's zur aktuellen Liste. Danke an www.kunstlinks.de 

Montag, 21. September 2015

TV-Tipps für September und Oktober

















Hier kommen die neuen Foto-Fernsehtipps für die Zeit vom 25.9. bis 23.10.2015
Wer die Tipps vom Vormonat nochmal sehen möchte, findet diese hier.

Vielen Dank an www.kunstlinks.de

Kleiner Tipp am Rande:
Wer sich gezielt für Fernsehbeiträge aus den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender interessiert, findet bei heise.de eine kostenlose Software, mit der man die Mediatheken nach Stichworten wie Fotografie oder Kunst durchsuchen und die Sendungen am heimischen PC anschauen kann. Da die Sendungen immer nur begrenzte Zeit online verfügbar sind, muss man relativ fix in den Archiven wühlen, auch wenn man gerade vielleicht keine Zeit oder Lust hat, sich die Beiträge anzuschauen. Das Gute an dieser Software: Sie hat einen Aufnahme-Button, d.h. man kann sich den Beitrag für einen späteren Zeitpunkt aufheben und muss nicht online sein, um ihn anzuschauen.

Montag, 24. August 2015

TV-Tipps für September
















Vor allem für die Tellerrandgucker gibt es diesmal jede Menge Interessantes. Auf zwei Sendungen bin ich diesmal besonders neugierig:

Das erste Mal - Wer waren die Künstler, die in einer bestimmten Epoche die Grenze überschritten, die etwas bis dato nie gesehenes darstellten?
Diese 20minütige Sendung ist am 24.9. um sechs Uhr morgens auf 3sat zu sehen - und danach in der Mediathek.

Und dann natürlich das:
Brain Painting: Malen mit BCI, dem Brain-Computer Interface, mit dessen Hilfe Gehirnströme mittels EEG abgegriffen und direkt dem Computer zugeführt werden ...
Heute noch Malerei, morgen schon Fotografie? Tja, mein Roman Leuchtfeuer (Amazon) ist gar nicht so futuristisch wie es manchen erscheinen mag!
45 Minuten auf BR alpha, am 16.9. um 22:45 Uhr oder am 20.9. um 12:45 Uhr

Was es sonst noch so gibt, findet ihr wie immer hier im PDF zum Herunterladen.

Danke an www.kunstlinks.de !

Dienstag, 28. Juli 2015

#99blogparaden

Johannes Mairhofer hat zur Blogparade aufgerufen, Anlass ist das Ende des Projekts #99Fotografen auf Twitter.

99 Wochen, das ist eine Laufzeit von fast zwei Jahren - und da ist eine Menge Material zusammengekommen. Respekt an alle, die mitgemacht haben.

Twitter ist nicht so ganz meine Welt, weil ich nicht die ganze Zeit am Draht hänge, sondern lieber abgeschirmt vor mich hin arbeite. Aber beim Blogprojekt mache ich gerne mit.



Und darum geht's:
6 Fragen, 6 Antworten, ein Selfie.
Da ich keine normalen Selfies mache, sieht das eben so aus.😉

Bist du Hobby- oder Berufsfotograf?
Beides! Ich fotografiere alles, was ich interessant finde. Vieles davon kann ich beruflich nicht nutzen, aber das spielt keine Rolle. Mir ist es wichtig zu fotografieren.

Wie kamst du zur Fotografie?
Wer den Podcast gehört hat, kennt die Kurzfassung. Hier kommt die ausführliche Version: Ich war neun, meine Mutter hat nie fotografiert. Die Kamera meiner längst verstorbenen Großmutter lag unbenutzt herum. Ich fand es total blöd, dass es außer den jährlichen Klassenfotos keine neuen Bilder gab. Als ich dann selber anfing zu fotografieren, habe ich aber keine Selfies gemacht, sondern alles Mögliche abgelichtet – Freunde, Haustiere, Blümchen, Pferde und alles, was mir irgendwie interessant vorkam. Das ist bis heute so geblieben.

Was sind deine fotografischen Schwerpunkte?