Mittwoch, 7. September 2022

Verhaltensänderung

100 mm | 1/2000 s | f5 |  ISO 125 - Lumix FZ1000 ii

 

Es hat sich einiges getan, seit ich Mitte August mein neues Smartphone in Betrieb genommen habe. Das kann nicht nur JPEG sondern auch RAW, hat eine Reihe von PRO wie "Profi" Einstellungsmöglichkeiten, und im Amateurbetrieb sogar eine halbwegs vernünftige Zoom-Funktion. Wenn man nicht gerade versucht mit dem 50fach (Digital-)Zoom zu fotografieren, sehen die Bilder gut aus. Bei den Nahaufnahmen fluche ich nicht mehr so oft, wie bei meinem alten Handy. 😏

Mir geht es jetzt also wie den meisten Menschen, die eine gute Handykamera haben: Ich nehme die größeren Kameras nicht mehr so oft mit, oder hole sie seltener aus dem Rucksack.

"Geht ja auch so..." ?

In der Anfangszeit sind neue Geräte besonders reizvoll. Für mich sowieso, weil ich erst mal ganz viel ausprobiere, damit ich weiß, was geht, und was nicht. Rauchschwaden im Gegenlicht, vielleicht mit Sonnenstern, alles im Automatikmodus - das ist schon beeindruckend für ein Handy. "Actionfotos" von bewegten Motiven stehen noch auf meiner ToDo-Liste.

23 mm | 1/50 s | f2,2 |  ISO 125 - Smartphone

 

Viele meiner üblichen Technik- und Gestaltungsmethoden kann ich in Standardsituationen auch auf dem Smartie anwenden, es überzeugt durch geringes Gewicht und wenig Volumen. Trotzdem fehlen mir einige Spezialfunktionen wie die schnelle Serienbildschaltung, und natürlich die wirklich langen Zoombrennweiten. Der moderate Zoombereich macht auf jeden Fall Laune, und erweitert die Gestaltungsmöglichkeiten deutlich:

60 mm | 1/635 s | f1,6 |  ISO 50 - Smartphone

 

Eher umständlich finde ich es, mehrere Einstellungsparameter für ein Motiv individuell zu steuern. Wo ich an einer "richtigen" Kamera mehrere Knöpfe und Regler habe, die ich mit verschiedenen Fingern ansteuern kann, muss ich am Smartphone mehrmals ins Menü und per Touchscreen nacheinander an den einzelnen Reglern ziehen. Das dauert länger und stört - zumindest momentan - meinen "Flow". Übungssache?


27 mm | 1/50s | f2,2 |  ISO 160 - Smartphone

 

Ganz generell vermisse ich bei der Handyfotografie die Haptik einer größeren Kamera, die einfach gut und sicher in der Hand liegt. Auch auf den Sucher, bei dem ich konzentriert (und mit Dioptrienkorrektur) genau sehe, was ich fotografiere, verzichte ich nur ungern. Insbesondere der stark spiegelnde Handymonitor ist bei der Bildgestaltung ein Problem. Für Aufnahmen auf Bodenhöhe bleibt der Schwenkmonitor an den anderen Kameras ein absoluter Pluspunkt.

Fazit: Das Smartie bleibt eine tolle Ergänzung, jetzt in mehr Situationen und mit höherer Qualität als vorher. Zum Fotografieren "nebenbei" ist es super, aber beim gezielten Fotospaziergang kein vollwertiger Ersatz. Tatsächlich habe ich jetzt wieder mehr Lust darauf, mit einigen der selten genutzen Funktionen meiner anderen Kameras herumzuspielen. Da geht so viel mehr. 😉

Alle Fotos, die ich zwischen dem 25.8. und 7.9.22 im betrachtenswert-Blog veröffentlicht habe, sind mit dem neuen Smartphone entstanden. Insbesondere das Motiv im Beitrag Photokatalytisch? sieht aus, als wäre es mit einem Effektfilter bearbeitet. Ich habe nur die Tiefen und Lichter korrigiert, und etwas "Dunst entfernt". Für den samtigen Lichteffekt ist tatsächlich "nur" das schräg einfallende Morgenlicht verantwortlich. Den ersten "Actionfoto-Test" gab es am 8.9.: Geschwind mit Kind

Haben Sie Ihr Bücherregal schon abgestaubt, und: Wie gut kommen Sie mit dem zuletzt vorgeschlagenen "Regelbrechen" voran? 😁

2 Kommentare:

  1. hab in meinem letzten Urlaub auch nur mein Smartphone mitgehabt, umgerechnet 13mm, 26mm, 52mm und damit super Fotos gemacht! Eine Radtour. Hab mir einen Zusatzgriff mit abnehmbarer Fernbedienung angeschafft. Ist zwar jetzt größer aber von der Haptik fürs fotografieren auf alle Fälle besser. Serienbilder sind bei meinem SmPhone mit und ohne Zusatzgriff möglich!

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    1. Vielen Dank für den Erfahrungsbericht und Tipp zum Zusatzgriff! :-)
      Die fehlende Serienbildfunktion bekomme ich durch schnelles Antippen des Auslösers relativ gut ersetzt und die Bildfolge ist ganz okay. Das Auslösen "auf den Punkt" bei bewegten Motiven finde ich schwieriger zu "timen" als mit anderen Kameras. Vielleicht auch noch Übungssache.

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