Dienstag, 12. Dezember 2017

TV-Tipps und ein Lebenszeichen

Und schon wieder ist ein Monat vorbei, den ich fleißig schreibend vor einer anderen Mattscheibe zugebracht habe. 
Ganz anders macht es Benjamin Jaworskyj. Der Berliner ist sechs Monate im Jahr für seine Leidenschaft, das Fotografieren, weltweit unterwegs und  gibt immer wieder Fototipps für Fernsehzuschauer und auf Youtube. Meins ist das nicht, aber es gibt sicher viele, die das mögen. 
Über den Jahreswechsel kann man sich auf NDR einige seiner Beiträge anschauen.

Die Sendetermine und einige Seitenblicke gibt's in der neuen Liste mit Sendungen.

Was mich interessiert, ist der Mensch, der hinter den Kunstlinks steckt. Darum habe ich vor einiger Zeit Kontakt mit Hermann Ludwig aufgenommen, und ihn zum Interview gebeten. Er hat sich bereit erklärt mitzumachen und mir seine Antworten unlängst zugeschickt. Demnächst also mehr über einen Menschen, der eher im Verborgenen agiert, und einen bemerkenswerten Beitrag für die Allgemeinheit leistet.

Für Weihnachtsgrüße ist es noch ein bisschen zu früh, aber es könnte sein, dass mir in der Buchabgabephase die Muße für derlei Dinge fehlt. Die Tatsache, dass es heuer zum ersten Mal seit gefühlt zehn Jahren keine Weihnachtsexkursion gab, lässt tief blicken. Meine Kameras liegen seit zweieinhalb Monaten unbenutzt herum, denn für das aktuelle Buchprojekt kaufe ich die Fotos von anderen Fotografen. Dieser Rollenwechsel ist sehr interessant. Die meiste Zeit geht dabei drauf, die Spreu vom Weizen zu trennen, und genau die Motive zu finden, die optimal zum Thema passen.

In meinem elektronischen Postfach hängen noch einige unbeantwortete Nachrichten, vorzugsweise mit dem Betreff "Handbuch FZ1000 Neuauflage", "Leuchtfeuer, Teil 2" und "Kurstermine 2018". Eine konkrete Antwort darauf gibt es, wenn der neunte Planet im Quadrat zu Uranus steht... Also nicht mehr in 2017.

Jetzt wünsche ich allen Leserinnen und Lesern eine weiterhin schöne und stressfreie Vorweihnachtszeit. Trinkt einen Glühwein für mich mit, wenn ihr auf den Weihnachtsmarkt geht. Ich halte derweil die Stellung an der Tastatur.  :-)

Dienstag, 21. November 2017

TV-Tipps

Analog TV: klares Auslaufmodell

Die Fernsehtipps erhalte ich seit vielen Jahren von www.kunstlinks.de. Sie kommen seit 1999 jeden Monat absolut pünktlich und sind mit großem Weitblick zusammengestellt. Weil auch diesmal nur spärliche Beiträge zur Fotografie dabei sind, habe ich wieder zu den "Seitenblicken" gegriffen. Hier geht's zur aktuellen Liste mit Sendungen.

Hier ein Seitenblick, der viel über unsere moderne Medienwelt verrät:



Berühmt mit Instagram und Co.
"Wenn ich mal drei Stunden lang nichts poste, fragen mich die Leute ob ich tot bin. Das kann ich mir nicht erlauben."
 
Na wunderbar. Gut, dass die Leserinnen und Leser meines Blogs wissen, dass ich konzentriert arbeite, wenn ich selten blogge.

Mehr über den Wahnsinn unserer modernen Zeit: 
Freitag, 24.11.17 von 20:15 - 20:45 Uhr auf ndr
Samstag, 25.11.17 von 8:30 - 9:00 Uhr auf ndr
oder danach in der Mediathek.

Link zur Sendung

Samstag, 28. Oktober 2017

Analoge Bilder digitalisieren

Erinnerungsfoto Prag 1993
Aufsichtsvorlage (9x13 cm) selbst gescannt
In einem Artikel vor zwei Jahren habe ich von meinem Plan berichtet, mein analoges Bildarchiv digitalisieren zu wollen. Bei den Foto-Abzügen war ich ganz erfolgreich. Dank moderner Multifunktionsgeräte lassen sich sogenannte Aufsichtsvorlagen relativ schnell und auch mal zwischendurch einscannen. Bei den Negativen und Dias waren die Hindernisse größer. Mit meinem Flachbettscanner hätten mich das Einlegen der Vorlagen und der Scan-Vorgang wochenlang beschäftigt - ein unmögliches Unterfangen.


Hilfe kam von einem Fotofreund, der mir einen speziellen Diascanner mit Magazin lieh, was die Abläufe deutlich beschleunigt hätte. Leider ließ sich das Gerät nicht dazu bewegen, mit den neueren Betriebssystemen meiner Computer zu kooperieren. Ich war genervt, weil ich mir nicht noch ein Gerät anschaffen wollte, und legte die Sache auf Wiedervorlage.  Mittlerweile bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich meine Zeit lieber anders verbringe, und deshalb auch bereit bin, ein paar Euro zu investieren. Ich werde meine Dias und Negative von einem professionellen Dienstleister digitalisieren lassen, aber in welcher Auflösung und von wem? 


Was bedeutet dpi?
Die Abkürzung „dpi“ steht für dots per inch. Sie gibt Auskunft darüber, wie viele Bildpunkte sich auf einem inch (2,54 cm) befinden. 

Ein mit nur 150dpi gescanntes 9x13 Foto
sieht online noch okay aus, eignet sich aber
nicht zum Ausdrucken in Originalgröße.
Ein Fotoabzug im Format 10x15 cm wird in der Regel mit einer Druckauflösung von 300dpi gescannt. Weil ein Dia oder Negativ weitaus kleiner ist als ein Fotoabzug braucht man jedoch eine höhere Scan-Auflösung, um es später in einem größeren Format ausdrucken zu können.

Welche dpi Anzahl wird bei der Digitalisierung benötigt?
Um ein Dia (24x36mm) im Format 10x15 cm auszudrucken, muss es mit einer Auflösung von 1200 dpi eingescannt werden. Für einen ansprechenden DIN A4-Ausdruck braucht man bereits 2500 dpi. Der spätere Verwendungszweck ist also entscheidend für die Scan-Auflösung. 



Will man die Bilder nur am Computer oder Tablet verwenden, sind hohe Auflösungen unnötig, manchmal auch kontraproduktiv. Da die Dateigröße pro Bild schnell auf 40 MB steigt, belegen 100 gescannte Fotos oder Dias bereits 4 GB auf der Festplatte. Auf einem Tablet oder Smartphone käme man schnell an die Kapazitätsgrenze.

Ein gewöhnlicher HD-Fernseher zeigt in der Regel nur 1920x1080 Bildpunkte an, was einer Auflösung von 2 Megapixel entspricht. Dafür reicht ein haushaltsüblicher Scanner mit 300dpi für die Digitalisierung von Dias aus. Für großformatige Ausdrucke oder für das Erstellen eines Fotobuchs braucht man deutlich mehr Auflösung, deshalb bieten viele Scanner und Digitalisierungsdienstleister hohe Scan-Auflösungen an, mitunter bis zu 7000 dpi.

Was gerne übersehen wird
Die Auflösung allein ist nicht das einzige Kriterium beim Digitalisieren analoger Schätze. Oft haben Dias nach langer Lagerzeit einen Rotstich oder weisen sogar einen leichten Pilzbefall auf, das heißt sie müssen bearbeitet werden. Nicht jeder hat das Knowhow, die Software und vor allem Lust und Zeit, die alten Bilder aufzupäppeln.

Wer diese Mühe scheut, wird sich nach einem Dienstleister sehnen, der ihm die Arbeit abnimmt. Hier lohnt sich also ein Blick auf die angebotenen Zusatzleistungen. 



Die Firma ScanCorner Deutschland digitalisiert  alle Dias oder Negative mit einer Auflösung von mindestens 3000dpi. Damit sind Ausdrucke bis zu DIN A3 (ca. 30 x 40 cm) problemlos möglich, und die Dateien eignen sich auch zum Erstellen von Fotobüchern. Interessant ist dabei, dass die Dateigröße die 4 MB nicht überschreitet, und somit ein gutes Verhältnis zwischen Datenmenge und verschiedenen Verwendungszwecken besteht.

Die so digitalisierten Bilder können problemlos auf dem TV-Gerät, Smartphone oder Tablet betrachtet werden. Im Vergleich zu anderen Anbietern wird bei ScanCorner Deutschland jedes Bild manuell von den Mitarbeitern nachbearbeitet. Jeder Rotstich und Pilzbefall wird von Hand beseitigt, zusätzlich wird auch der Kontrast angepasst. Um sich vom Ergebnis zu überzeugen, gibt es eine Online-Galerie mit der man die digitalen Bilder noch vor der Bezahlung überprüfen kann. 

Dieses Angebot hat mich neugierig gemacht, darum lasse ich gerade einige Aufnahmen von ScanCorner digitalisieren. Über das Ergebnis werde ich demnächst hier im Blog berichten.