Mittwoch, 24. Juli 2019

Braucht jemand Gummistiefel?


Heute früh hat mich wieder so ein Fotomotiv ereilt, an dem ich schon vorbeigeradelt war. Ja, ich hatte es eilig, und musste kurz überlegen, ob ich meinen Termin trotz Fotostopp noch pünktlich einhalten kann. Zehn Meter für den Bremsweg, rechts ranfahren, eine 180° Kehrtwendung hinlegen, und das Fahrrad sicher abstellen... Wie lange dauert das? An so heißen Sommertagen muss man schon aufpassen, dass man nicht mit anderen Radlern kollidiert, wenn man aus vollem Tempo eine Vollbremsung hinlegt. Mit dem Auto geht so etwas natürlich nicht. Darum gehe ich so gerne zu Fuß, oder nehme für längere Strecken das Rad.

Nachdem ich meinen Drahtesel am Wegesrand geparkt hatte, war auch schon klar, dass ich nicht nur das Smartphone, sondern gleich die große Kamera aus dem Rucksack hole. Fotografiert habe ich mit beidem, einfach um für mich den Unterschied zu sehen. Sie können ja mal raten, welches dieser Bilder mit dem Handy, und welches mit der FZ1000II entstanden ist.

Wenn Sie meinen betrachtenswert-Blog ab und zu besuchen, kennen Sie meine Leidenschaft für solche Arrangements. Dieses hier ist auch fotografisch wertvoll: ein schöner Rot-Grün-Kontrast und jede Menge Möglichkeiten, das "objet trouvé" (gefundene Objekt) aus verschiedenen Perspektiven zu fotografieren.  


Keine Zeit zum Fotografieren?
Ich habe gerade in den Exif-Daten nachgeschaut: Zwei Minuten fotografieren, eine Minute für Bremsen, Rad abstellen, Aus- und Einpacken der Kamera. Lassen Sie es insgesamt vier Minuten gewesen sein. Auf dem Weg zum Zug oder Flughafen hätte ich wahrscheinlich nicht angehalten, aber bei vielen anderen Gelegenheiten ist genug Luft für einen kleinen Fotostopp. Wenn man fünf oder zehn Minuten früher aus dem Haus geht, und ein bisschen Pufferzeit einplant, erst recht.

Auf dem Rückweg eine Stunde später hätte ich die Bilder immer noch machen können, aber da war das Licht erheblich ungünstiger: zu viel Mix aus Licht und Schatten, zu hohe Kontraste. Und womöglich hätte jemand mein Motiv zwischenzeitlich mitgenommen. Manchmal bekommt man nur diese eine Gelegenheit zum Fotografieren. Das gilt insbesondere für Licht- und Wetterstimmungen, die sich von Minute zu Minute ändern.

Und die Moral von der Geschicht? Gefühlt habe ich mindestens zehn Minuten mit den roten Gummistiefeln verbracht, in Wirklichkeit waren es keine fünf. Das Fotografieren "im Vorbeigehen" dauert wirklich nicht lang, und es macht immer wieder Spaß. 

Kommentare:

  1. Sind doch schöne Erlebnisse und Ergebnisse - und darum habe ich in der Regel zumindest eine FZ 299 an Bord. Seit der G1 bin ich mit Lumix unterwegs. Ich schau mal weider vorbei...

    Gruß Thomas

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    1. Lieber Thomas,
      vielen Dank! FZ299 > FZ200 Tippfehler? Wie auch immer: Freut mich, dass es viele Leute gibt, die "allzeit bereit" sind, wenn unterwegs etwas Interessantes auftaucht. :-)
      Viele Grüße,
      Jacqueline (Fotonanny)

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  2. Hallo!!
    Hast du denn immer deine Kamera dabei oder machst du spontane Bilder mit dem Smartphone???
    Ich ärgere mich oftmals das die Fototasche zuhause ist, aber die immer mit zu nehmen geht ja auch nicht.
    LG von Andrea

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    1. Liebe Andrea,
      ja, ich habe fast immer eine große Kamera dabei.
      Dafür muss ich natürlich auch immer einen mehr oder weniger großen Rucksack mit mir herumtragen.
      Es gibt Situationen, in denen das nicht geht, oder sehr unpraktisch ist. Wenn ich den Rucksack für Einkäufe brauche, muss die Kamera auch zuhause bleiben ;-)
      Dann fotografiere ich gegebenenfalls mit meinem Smartphone. Ich weiß, dass ich damit bestimmte Motive einfach nicht fotografieren kann, und halte eben Ausschau nach Dingen, die sich damit einfangen lassen.
      LG,
      Jacqueline

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