Montag, 22. Juli 2019

Inspirationskarten

Wie findet man Ideen für Fotoprojekte oder Foto-Aufgaben? Da gibt es seit einiger Zeit Hilfestellung in Form von sogenannten Inspirationskarten. Einfach eine Karte ziehen, und schon hat man eine Aufgabenstellung, mit der man sich eine Stunde, ein paar Tage, oder über einen längeren Zeitraum beschäftigen kann.






















Der Ansatz von Inspiracles besteht darin, das Fotografieren spielerisch anzugehen. Bei den Foto-Aufgaben Klassik soll man die Technik erst mal weglassen. Es geht ums Motiv, und die meisten Aufgaben sind einfach. Viele lassen sich auch mit einem Smartphone umsetzen. Dadurch eignet sich dieses Karten-Set besonders gut für Anfänger, die sich noch nie mit einer konkreten fotografischen Aufgabenstellung beschäftigt haben.


Altgediente Fotografen und Fotoclubs dürften sich an den vorgeschlagenen Themen abgearbeitet haben. Manche Projekte haben dennoch das Potenzial zu einer Lebensaufgabe zu werden. "Die Farbe Rot" (Grün oder Blau) ist ein Dauerbrenner in Fotoclubs. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass es sich selbst nach dreißig Jahren immer noch lohnt, nach roten, grünen oder blauen Motiven Ausschau zu halten. Man findet immer neue Motive. Braucht man dafür eine Inspirationskarte? Eigentlich nicht. Es kommt darauf an, wie kreativ man die Karten einsetzt.

Man kann sich mit Fotofreunden treffen, legt eine Route fest, und dann zieht jeder eine Zufallskarte aus dem Stapel. Natürlich können sich auch alle mit der gleichen Aufgabe beschäftigen, und dann vergleicht man hinterher, wer welches Motiv gesehen hat, und wie unterschiedlich es umgesetzt wurde. Auch wenn man allein an den Aufgaben arbeitet, schult das den fotografischen Blick, und es ist eine gute Vorbereitung für die spätere Teilnahme an Wettbewerben.

Die Aufmachung der Inspiracles ist wertig: Eine stabile Metallbox stellt sicher, dass die  Karten auch bei längerem Gebrauch ansehnlich bleiben. Das Format der Karten ist etwas größer als das von normalen Spielkarten. Dieses etwas größere Format ermöglicht eine etwas größere Schrift für die bessere Lesbarkeit, was bei weißer Schrift auf farbigem Hintergrund nicht verkehrt ist.

(c) Inspiracles

Die Karten sind beidseitig mit Informationen bedruckt, vorne findet man die Aufgabe und kurze Tipps für die Umsetzung, hinten einige Bildbeispiele. Für die Aufgabentitel wurden durchweg englische Begriffe verwendet. Die sind kurz und griffig, aber vielleicht nicht für jeden auf Anhieb verständlich (PANE oder VANISHING POINT). Die deutsche Übersetzung und eine Erklärung, was mit der Überschrift gemeint ist, findet man, sobald man sich die Aufgabenstellung durchliest.

Vierzig Aufgaben sind im Kartenset enthalten, dazu gibt es zehn Karten mit Tipps, sowie Spickzettel, auf denen man sich über die Foto-Grundlagen informieren kann. Der Zusammenhang zwischen Belichtungszeit, Blende, ISO-Wert und der Belichtungskorrektur ist bei einigen Aufgaben wichtig. Wie man das an der eigenen Kamera einstellt, sollte man wissen oder man eignet sich diese Kenntnisse im Laufe des Projekts an. Die Spickzettel zur Graukarte und Hyperfokaldistanz fallen etwas aus dem spielerischen Konzept. Im besten Fall animieren Wissenslücken dazu, sich genauer über diese Themen zu informieren.

In einem kostenlosen E-Book, das man sich nach Eingabe und Bestätigung der E-Mail-Adresse auf der Homepage des Anbieters herunterladen kann, gibt es Anwendungstipps für die Karten. Für die anspruchsvollste Aufgabe im Set, das Lightpainting, gibt es ein ebenfalls kostenloses und umfangreiches Tutorial. Den Download-Link findet man auf der Karte.

Auf Instagram können Sie sich unter dem Hashtag #inspiracles oder direkt bei @inspiracles jede Menge Bildbeispiele anschauen. Die Karten gibt es bei Amazon (ca. 20 EUR + Versandgebühr), oder über die Seiten des Anbieters, der auch noch andere Karten-Sets im Programm hat. Unter anderem gibt es ein Set für Olympus OM-D Fotografen. Ich frage mal nach, ob sich so ein Set für Lumix-Fotografen lohnen würde. 😉

Kommentare:

  1. Eine wunderbare Idee!
    Ich sehe, du fotografierst auch mit der Lumix. Lohnt sich der Wechsel von der fz300 zur neuen fz1000?
    LG
    Susa aus Hamburg

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    1. Liebe Suza,
      die FZ300 hat 600 mm Brennweite, die FZ1000II hat (wie ihre Vorgängerin) "nur" 400 mm. Wenn man auf diese 200 extra Millimeter verzichten kann, lohnt sich der Umstieg, weil die FZ1000-Modelle mit ihrem größeren Sensor eine bessere technische Bildqualität bieten, was sich vor allem bei schlechteren Lichtverhältnissen (Bildrauschen) bemerkbar macht. Ansonsten sind die Kameras im Funktionsumfang mehr oder weniger identisch. Die neue Menüstruktur gab es an der FZ300 noch nicht. Ich finde sie übersichtlicher. :-)
      Viele Grüße,
      Jacqueline (Fotonanny)

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