Donnerstag, 13. August 2026

Bordmittel

860 mm | 1/2500 s | f8 | ISO 100 | Nikon Coolpix P1000
out of cam

Bei der gestrigen partiellen Sonnenfinsternis war es nicht mein vorrangiges Ziel Fotos zu machen. Ich wollte mir das Ereignis vor allem anschauen und erleben. Dass es kurz vor Sonnenuntergang doch noch mit ein paar Motivvariationen geklappt hat, die auch ohne großen Aufwand zu machen waren, hat mich umso mehr gefreut. 😃

Mehr dazu im betrachtenswert-Blog > Ungefiltert. 😎 

Dienstag, 21. Juli 2026

Fein, feiner, Feininger!

27 mm | 1/1100 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone

#Servierwagen  #Plastik  #Design
#minimalistisch

Die Fußball-WM ist vorbei, aber mein Sommermärchen geht noch eine Weile weiter.  😉  Zu meinen fotografischen Sammelthemen gehören - unter anderem - die vielen Dinge, die Menschen am Straßenrand #zuverschenken abstellen. Fast hätte ich das Buch mitgenommen. 😎

Andreas Feininger war oder ist vielleicht immer noch einer meiner "Fotogötter", ich habe schon in sehr jungen Jahren viel von ihm gelesen und gelernt. Dass man im Internet von ihm fast nur ein einziges, immer wiederkehrendes Zitat findet, ist eine echte Schande. Dass es ausgerechnet einer der demotivierendsten Sprüche ist, erst recht: 

"Bei ungünstigen Lichtverhältnissen oder unfotogenen Motiven ist es eine Kunst, NICHT auf den Auslöser zu drücken." 

Das ist schon richtig, aber eben nur ein winziger, losgelöster Satz aus Feiningers Gesamtwerk, das ich auch heute noch absolut lesenswert finde.

Beim Servierwagen scheint es sich um ein Pendant zum Monobloc - Design Klassiker* zu handeln. 😅 In diesem Fall habe ich mich an einem anderen Feininger-Zitat orientiert: 

Auf den meisten Bildern ist zuviel drauf. 

Oder auch: Weniger ist mehr. 😁 

Was fotografieren Sie gerade so? Ist auf Ihren Bildern zu viel drauf, oder lieben Sie es auch manchmal das volle Chaos in Szene zu setzen? 

Im betrachtenswert-Blog finden Sie dazu Beiträge wie Wegwartenwiesenweg, Straßenzüge, oder einen morgendlichen Schnappschuss "mit ganz viel drauf": Der Sonne entgegen...

*Monobloc - Design Klassiker

Weiterführende Links

 

Mittwoch, 24. Juni 2026

Sommermärchen?

200 mm | 1/400 s | f8 | ISO 80 | Nikon Coolpix P7700

 #WM2026  #Sommer

Sommer, Sonne, Fußballzeit... Wie kommen Sie durch die aktuelle Hitzewelle? 🌞🌡

Auch wenn es hier bei der Fotonanny nicht viele Beiträge gibt: Meine fotografische Ader ist nicht totzukriegen. 😊 Neulich hatte ich eine, vermutlich hitzebedingte Vision, dass ich wieder Fotokurse anbieten könnte. Halten Sie das für eine gute Idee? 😕 Die KI kann Ihre technischen Fragen viel schneller und umfassender beantworten als ich. Mir kommt es beim Fotografieren mittlerweile auf ganz andere Dinge an. Darüber schreibe ich im betrachtenswert-Blog, und so mancher Beitrag hätte genauso gut hier erscheinen können. Darum verlinke Ihnen heute ein paar der aktuelleren Artikel zur Fotomotiv/ation, damit Sie die gezielt ansteuern können. (Jeder Link öffnet einen neuen Tab.)

Wie fotografieren Sie?
Springt Ihnen manchmal mehr oder weniger zufällig ein Motiv vor die Kamera? Spontan fotografieren ist eine Arbeitsmethode, die sich grundlegend von meiner früheren, "klassischen" Vorgehensweise unterscheidet. Die bestand darin, sich mit Technik auszurüsten, den Fotorucksack zu packen, gut auf ein Thema vorzubereiten, und planvoll vorzugehen. Man überlegt sich im Vorfeld, wann man am besten wo hingeht, vielleicht auch noch mit wem, um dort die Motive vorzufinden, die man fotografieren möchte: Tierfotografie, Actionmotive, Makro, Menschen, Architektur, Blaue Stunde... Und dann passen weder Licht noch Wetter zum gut ausgetüftelten Plan. 😜 

Ich habe die Improvisation zur Methode gemacht, lasse mich überraschen, und fahre gut damit.

Dienstag, 9. September 2025

Frisch aus der Waschtrommel

35 mm | 1/1000 s | f3,1 | ISO 125 | Lumix FZ1000ii
 

#Zerrspiegel

Nach dem fotografischen Frühlingserwachen Anfang März hatte ich gedacht, dass ich mich hier im Fotonanny-Blog wieder häufiger zu Wort melden würde. Da hatte ich den Aufwand für die bevorstehende Haushaltsauflösung und Wohnungsrenovierung ein wenig unterschätzt 😅, aber das ist nur die halbe Wahrheit. 

Nach einer fast fünfjährigen, unfreiwilligen Auszeit, in der sich die Welt einmal um hundertachtzig Grad gedreht hat, vielleicht waren es auch hundertsiebenundachtzig Komma fünf Grad (wer weiß das schon so genau? 😉)  bin ich mir erst mal vorgekommen, wie nach einem Schleudergang in der Waschtrommel. 😵 

Wenngleich unfreiwillig ist meine Mutter im Pflegeheim gut untergebracht, und hat sich dort auch einigermaßen eingelebt. Mein Zeitaufwand für ihre Betreuung und Orga hat sich im weiteren Jahresverlauf deutlich reduziert. Nachdem die Handwerker im Homeoffice mit den neuen Türen und dem Boden fertig waren, und alle Wände frisch gestrichen hatten, ging die Arbeit für mich erst richtig los. So eine Raum- und Lebensneugestaltung ist ziemlich aufwändig. Es braucht Zeit zum Auf- und Umräumen, aber auch sehr viel Zeit zum Nachsinnieren, wo es in den nächsten Jahren beruflich noch einmal hingehen soll. 😕

Sonntag, 9. März 2025

Fotografisches Frühlingserwachen

24 mm | 1/170 s | f2,2 | ISO 50 | Smartphone
Supermakro-Modus

#Frühling2025

Aus dem Herbstlaub des letzten Jahres brechen die Krokusse hervor. Es sind Tausende... 

Vielleicht fragen Sie sich, was die Fotonanny seit November 2024 gemacht hat, vielleicht auch nicht, weil Sie den betrachtenswert-Blog regelmäßig besuchen. Dort sind Sie quasi tagesaktuell mit dabei. Um die Ereignisse kurz zusammenzufassen: Nach vier Jahren häuslicher Mutterbetreuung (>Neue Normalität) endete das Jahr 2024 mit einem bösen Sturz, der zur Folge hatte, dass die alte Dame binnen kürzester Zeit via Unfallklinik in eine Pflegeeinrichtung umziehen musste. Aktuell steht die Haushaltsauflösung des Mutterhome an, mit Wohnungsrenovierung und allem, was sonst noch so drumherum zu erledigen ist. Wenn mein Büro hinterher wieder steht, sollte der lange ersehnte Aufbruch zu neuen Ufern stattfinden. Diese und die #Muttergeschichten aus der Staffel #Pflegeheim finden Sie im Paralleluniversum. Hier geht es heute wieder ums Fotografieren. 📷😎

Ende Februar ist die Nikon Coolpix P1100 auf den Markt gekommen, und ich werde so schnell wie möglich herausfinden, wie stark sich dieses Nachfolgemodell von der P1000 unterscheidet, damit Sie und ich wissen, ob das Handbuch der P1000 auch für die P1100 geeignet ist. Nach der ersten Kamerabeschreibung bei digitalkamera.de würde ich sagen Ja; so groß scheinen die Unterschiede nicht zu sein. Ob die Tücke im Detail liegt erfahren Sie hier, sobald ich die Handbücher miteinander verglichen habe. 😊

Die vielen Sonnenstunden der zurückliegenden Woche haben mich auch wieder zum Fotografieren ins Grüne gelockt. Es waren tolle, meditative Auszeiten, auch wenn sie insgesamt nicht lange gedauert haben. Phasenweise hat sich sogar dieser "Flow" eingestellt. 😎 Trotz vieler Termine und Aufgaben gab es diese kleinen Momente der Entspannung, einfach so, zwischendurch. Das ist heute für mich einer der wichtigsten Gründe, zur Kamera zu greifen: Fotografieren bringt mich runter, weil speziell die Motivsuche meinen Kopf vorübergehend frei macht.

Samstag, 23. November 2024

Regenlomos und Schneegespenster

27 mm | 1/40 s | f1,6 | ISO 500 | Smartphone

Arbeiten Sie gezielt mit KI und wenn ja wie oft? Beruflich, privat, oder beides? In vielen Anwendungen oder Geräten steckt die KI inzwischen drin. Wenn Sie zum Beispiel die Adobe Creative Cloud verwenden, Lightroom und Photoshop, kennen Sie sicher die eine oder andere KI-gestützte Funktion.

Und wie sieht es mit kreativen Bildkompositionen aus? Hintergrund austauschen, Personen entfernen, eine Katze einbauen, die gut dazupassen würde, total fotorealistisch? Wir befinden uns in einer Bilder- und Videowelt, in der auch das Unmögliche möglich geworden ist. Wie gehen Sie damit um? (Wie) beeinflusst es Ihre Fotografie?

Wenn Sie die Möglichkeit haben, ein perfektes Foto mit ein paar Programmierbefehlen erzeugen zu lassen, lohnt es sich dann überhaupt noch, immense Mühen auf sich zu nehmen, meilenweit zu reisen, und aufs richtige Licht zu warten, um dann auf den Auslöser einer Kamera zu drücken?

Ja klar: Man fährt ja nicht wegen der Fotos in den Urlaub, sondern weil man sich entspannen, Sonne tanken, oder etwas anderes, ganz Besonderes erleben will. Das geht vor allem in Echt, mit allen Sinnen, und nicht aus zweiter Hand über einen Monitor. 😊

Einen besonderen Moment habe ich neulich auf dem Nachhauseweg erlebt, als sich im gerade einsetzenden Schneetreiben eine Schneeflocke auf der Handylinse niedergelassen hatte. Mit Wassertropfen bei Tageslicht hatte ich schon Erfahrung, Nachtaufnahmen mit Zufallsflockenfilter kannte ich noch nicht. Zauberhafte Lichtwesen begleiteten mich durch die Finsternis, und dann ist auch noch ein Ufo gelandet. 😂  Mehr dazu finden Sie im betrachtenswert-Blog unter Schneegeister, dort erkläre ich auch, was ein Regenlomo ist. 

Im Blogpost Morgenrauschen geht es ebenfalls um Schneeflocken, aber wieder in einer ganz anderen Form. Außerdem habe ich den Supervollmond! fotografiert, und ein bisschen Photoshopgebastel betrieben: Traumtänzer.

Vielleicht ist die eine oder andere Inspiration für Sie dabei, mit der Sie selbst im schnöden Alltag unerwartet auf Motivideen stoßen.

Nachgereicht unter Nachtlichter: Ein Kameratest der FZ1000ii auf Hotpixel bei Langzeitbelichtungen.

>> betrachtenswert << fast täglich neu.

Mittwoch, 10. Juli 2024

Sommersurfen

84 mm | 1/1000 s | f3,8 | ISO 125 | Lumix FZ1000

#Eisbachsurfen in #München

2024 - Ins Tun kommen war die Überschrift meines ersten Artikels in diesem Jahr. Früher war ich hier im Fotonanny-Blog einigermaßen fleißig, inzwischen bin ich es gar nicht mehr. Der gute Wille war schon da, was ich daran erkenne, dass es hinten in meinem "Backend", das Sie nicht sehen können, einige angefangene, aber nie zu Ende geschriebene Beiträge gibt.

Mir fehlt es (immer noch) an der rechten Motivation für sachlich-fachliche Artikel, weil meine Aufmerksamkeit ganz woanders hingewandert ist. So ähnlich ist es auch Günter Spitzing ergangen, der sich nach vielen erfolgreichen Fotofachbüchern völlig anderen Themen gewidmet hat. Das sind die sogenannten Brüche im Leben, oder auch in einer Karriere; Veränderungen, die man beweinen kann, weil nichts mehr so ist, wie es früher einmal war. Mimimi.
Im Nachhinein stellt sich oft heraus, dass das Ende des einen der Anfang von etwas anderem war. In der Phase dazwischen, die manchmal lange dauert, knirscht und kracht es an allen Ecken und Kanten. Irgendwann geht eine neue Tür auf. Wenn die alte noch offen ist, entsteht ein Durchzug, und dann knallt irgendwo ein Fenster zu. 😜

25 Jahre Rheinwerk Verlag: Das Jubiläum hat mich erinnert an zehn Jahre Fotobücher und Artikel schreiben, Kurse halten, Wettbewerbe jurieren, Fotoshootings, Event-Fotografie... Es war eine fantastische Zeit, die ich nicht missen möchte, und sie ist vorbei: Die Fotonanny verabschiedet sich.

Ich weiß, dass viele Leserinnen und Leser beide Blogs verfolgen, und sich auch immer wieder freuen, wenn hier etwas erscheint. Solange Sie hier nichts Neues finden, surfen Sie rüber zum betrachtenswert-Blog. Da gibt's über tausend Beiträge und fast jeden Tag ein neues oder auch altes ("nachgereichtes") Foto. Dort erfahren Sie zwar nicht, wie Sie Ihre Kamera einstellen sollen, aber vielleicht finden Sie Inspirationen, was Sie mal fotografieren, oder mit Ihren vielen eigenen Bildern machen könnten: Schaffen Sie Erinnerungen, erzählen Sie Geschichten, und gehen Sie Ihren eigenen (fotografischen) Weg. 

Freitag, 28. Juni 2024

Jubiläumsaktion!


Der Rheinwerk-Verlag wird 25, und feiert seinen Geburtstag mit einer Jubiläumsaktion: 25% Rabatt auf alle deutschsprachigen E-Books. 

Weil ich den Termin verbaselt habe, müssen Sie sich beeilen, denn die Aktion gilt nur noch bis zum 3. Juli 2024

Also flugs zur Aktionsseite, und die Bücher abgreifen, die Sie vielleicht schon lange haben wollten.

Mittwoch, 22. Mai 2024

Günter Spitzing

21 mm | 1/320 s | f2,2 | ISO 50 | Smartphone

Vor gut acht Jahren hatte Günter Spitzing hier im Blog über sein Leben und Schaffen berichtet. Daraus ist eine längere Interviewserie geworden, und ich denke gerne zurück an die Gespräche, die wir aus diesem Anlass geführt hatten. Am 30. April 2024 ist Günter im Alter von 92 Jahren verstorben. 

Spitzing veröffentlichte etwas mehr als 70 Bücher, schrieb unter anderem das erste Foto-Kinderbuch, das erste Practical Comic (Vergrößerungspraxis), sowie das erste deutschsprachige Buch über Fotopsychologie. Bereits seit 1981 waren Bücher über süd- und südostasiatische sowie griechische Kulturen und Religionen hinzugekommen.

Als wir seine Schaffensperiode als Fotofachbuchautor noch einmal aufrollten, hatte Günter diese Episode längst hinter sich gelassen. Schriftsteller ist er geblieben, und widmete sich verstärkt den Themen, die für ihn bedeutender waren. Dazu gehört die 1992 von ihm gegründete Organisation Zukunft Irular e.V., die ihm sehr am Herzen lag. Sie wird in seinem Sinn weiter geführt, so dass dieser wichtige Teil seines Lebenswerks auch nach seinem physischen Tod eine Fortsetzung findet. In den Herzen der Menschen, für die er sich eingesetzt hat, lebt er weiter, und auch auf mich hat er einen bleibenden Eindruck hinterlassen. 

"Über Fotografie habe ich ja schließlich so viel geschrieben, dass ich befürchtete, wenn ich mich weiterhin darauf beschränkte, in die Gefahr käme mich selbst immer wieder abzuschreiben – was ja keine besonders interessante Vorgehensweise ist.  Ich wollte nicht hängen bleiben, sondern Schritte nach vorne tun." (Günter Spitzing, 2015)

Eine humanere Wirtschaftsordnung hielt er für außerordentlich wichtig. Eine Essenz aus unserem damaligen Interview war: "Fortschritte kann es nur da geben, wo man selbst aktiv handelt. Wie und wo man sich engagiert, kann sich jeder selbst aussuchen. Wichtig ist nur, dass man die Verantwortung nicht dauerhaft an andere delegiert." 

Aus der Traueranzeige:  "Ein wacher Geist und vielseitiger Forscher, ein unermüdlicher Kämpfer für Menschenwürde und die Rechte Indigener Völker beschloss sein erfülltes Leben."
Danke, Günter Spitzing (19.5.1931 + 30.04.2024)

Dienstag, 6. Februar 2024

Wie sehen Sie das?

400 mm | 1/320 s | f4 | ISO 640 | Lumix FZ1000
Kronenkranich im Tierpark

Machen Sie schon was? Und wenn ja: was genau?
Winterschlaf ist ja auch eine Möglichkeit. 😉

Dietmar Carl hatte letzte Woche unter dem Beitrag Sommergrün 2023 eine Frage zum Thema Fotos mit Handys/Smartphones gestellt, die ich tatsächlich gerne aufgreife: 

"Ich möchte hier nicht über die BQ (Bildqualität) sprechen, dazu gibt es genügend Testberichte. Was oft außer Betracht bleibt und für mich wesentlich beim Fotografieren ist: Es sollte Spaß/Freude machen. Und diese Freude stellt sich, zumindest bei mir, beim Handyfotografieren nie ein. Ich kenne andere Fotografen, denen es ebenso geht. Wie sehen sie das?"

Ich hatte auf den Kommentar kurz geantwortet: Das Fotografieren mit dem Handy macht auch mir weniger Spaß. Der Wechsel zur Smartphonefotografie ist purer Pragmatismus, und den Unterschied merke ich ganz besonders, wenn ich ausnahmsweise eine andere Kamera mitnehmen kann. Das war viel zu selten in den letzten beiden Jahren, und das muss und wird sich auch wieder ändern.

Was bedeutet "Spaß am Fotografieren"?

Ich gebe die Frage erst mal an Sie weiter, bevor ich meine Antworten aufschreibe. Was macht Ihnen Spaß, oder was bereitet Ihnen beim oder am Fotografieren Freude? Denken Sie einen Moment darüber nach, bevor Sie weiterlesen.

Samstag, 13. Januar 2024

2024 - Ins Tun kommen

45 mm | 1/1400 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone

#Winter #Schnee und #Sonne
Beschwerlicher Aufstieg auf einem rutschigen Winterweg

Bis zum 15. Januar kann man noch Ein gutes Neues Jahr! wünschen, das habe ich neulich gehört, und darum mache ich flugs Gebrauch davon, bevor auch diese Nachfrist verstreicht. 😊

Wie steht es um Ihre Fotografie, Ihre fotografischen Aktivitäten im zurückliegenden Jahr? Haben Sie sich die Mühe eines (fotografischen) Jahresrückblicks gemacht, vielleicht einen Kalender oder ein Fotobuch erstellt, oder diese sogar auf den weihnachtlichen Gabentisch gelegt? Vielleicht ist ein "haptisches" Produkt, also eins zum Anfassen und Durchblättern, in der Smartphone-Ära besonders willkommen.
Manche dieser "analogen" Dinge waren vorübergehend "out", kommen aber nach einer Weile wieder, so wie die Schallplatte und der analoge Film. Ich musste ein bisschen schmunzeln, als sich die aktuellste Ausgabe des Kulturmagazins aspekte gestern um die Wiederentdeckung analoger Medien drehte. Mein Mann hat zu Weihnachten einen digitalisierten Super-8-Film aus seiner Kindheit geschenkt bekommen, verbunden mit der Frage, ob wir die Originale und den Projektor dazu auch haben wollen... Sicher bin ich mir da nicht. 😅

Vor zwei Jahren hatte ich meine Guten Vorsätze fürs Fotojahr 2022 verkündet, und angekündigt, dass ich im betrachtenswert-Blog "mein ganz persönliches Facebook oder Instagram" aufziehen wollte". Das habe ich getan, aber natürlich "fehlen der ganze interaktive Überbau nebst Erinnerungsalgorithmen", also die Interaktivität und das (vermeintliche) Gruppenerlebnis. Das ist nicht so sexy. Klassische Blogs sind vielleicht das Mineralwasser unter den Internetangeboten. Über die Zugriffszahlen kann ich mich nicht beklagen, aber eine Influencerin bin ich definitiv nicht. Vielleicht ist das auch ganz gut so, weil es mir ein hohes Maß an Unabhängigkeit beschert. Von Klickzahlen getrieben zu sein, ist ziemlich stressig.

Freitag, 1. Dezember 2023

Zeitsprung

27 mm | 1/40 s | f1,6 | ISO 320 | Smartphone



Hier im Fotonanny-Blog ist die Zeit stehengeblieben. Besuchen Sie mich in meinem Paralleluniversum, da bewege ich mich auf einer anderen Zeitlinie. Hin und wieder gibt es sogar Beiträge, die ich auch hier hätte veröffentlichen können, zum Beispiel Nachts sind alle Katzen grau, Farbwellenpaddler oder Schau-Fenster (13).

Interessant ist vielleicht auch: Dazulernen oder Auf und ab

Kommen Sie gut durch die (Vor)Weihnachtszeit. 🙏

Samstag, 23. September 2023

Hintergründig gestalten

26 mm | 1/60 s | f2,2 | ISO 100 | Smartphone, Bildausschnitt

Laufen Ihnen auch gelegentlich Passanten ins Bild, während Sie gerade dabei sind, Ihr Wunschmotiv optimal zu gestalten und zu belichten? In diesem Fall wollte ich - wie man wahrscheinlich sieht - die Blüten des Sommerflieders für meinen betrachtenswert-Blog fotografieren, und mich dann darüber auslassen, wieso diese Pflanze so heißt, obwohl sie gar nicht mit dem richtigen Flieder verwandt ist. Die Blüten sehen halt so ähnlich aus...
Während ich noch nach der idealen Perspektive für das Blütenmotiv suchte, nahte von links die gehende Joggerin. Daraus ergab sich sehr kurzfristig eine neue Bildidee: Blüten mit menschlichem Hintergrundelement, für etwas mehr Abwechslung in der Blümchenfotografie.

Gedacht, getan und ausgelöst - Schnappschuss.

Montag, 4. September 2023

Mit ChatGPT in den Herbst

27 mm | 1/120 s | f1,6 | ISO 100 | Smartphone

Nach dem Sommergrün wäre Sommerloch der Titel eines Blogartikels gewesen, den ich im Juli oder August hatte schreiben wollen. Wenn man genau in ebendiesem Loch sitzt, und live dabei ist, sollte es ja nicht so schwer fallen, etwas darüber zu berichten. Doch, irgendwie schon. Ich will Sie ja motivieren, wenn ich hier schreibe. Also, was tun? 

Ich habe angefangen, mit ChatGTP zu sprechen, und dafür eigens einen Onlinekurs gebucht. Klar, ich hätte mir das auch alles selber beibringen können. In diesem Fall finde ich es aber angenehmer, von jemandem ans Händchen genommen zu werden: Jeden Tag ein Häppchen von maximal zwanzig Minuten passen momentan am besten in meinen Alltag, und ich werde von diesem komplexen Thema nicht überfordert. Die Pflicht ist schnell erledigt, und für die Kür ist später auch noch Zeit. Ob Kuchenrezept oder Fotofrust: Chatty weiß auf alles eine Antwort, und diese Antworten sind schon gut. 

Donnerstag, 29. Juni 2023

Sommergrün 2023


25 mm | f11 | 1/60 s | ISO 1000 | Lumix FZ1000ii

Kommt bei Ihnen manchmal der Impuls, dass Sie Ihr Fotomotiv mit dem Smartphone nicht so erwischen oder nicht so abbilden können, wie Sie es sich vorgestellt haben? In welchen Situationen kommt Ihnen dieser Gedanke am häufigsten?

Unterwegs greife ich erst mal zum Smartie, auch wenn ich eine andere Kamera dabei habe. Es geht einfach schneller, und für die meisten Motive reicht's . Aber dann gibt es

  • weit entfernte Motive, für die ich ein gutes Zoom / eine lange Brennweite bräuchte,
  • bewegte Motive, bei denen ich Fokus und Belichtungszeit exakt steuern will, oder
  • Motive mit Sonnenstern, den ich mit vielen, und möglichst langen Strahlen im Motiv haben möchte.

Als ich an den abgesägten Baumstumpf kam, hatte ich schon einige Handymotive gesammelt, und auch hier mit dem Handy drei Versuche unternommen. Der Sonnenstern blieb ein heller Fleck, selbst im Pro-Modus. Hier kam also der Impuls „Lumix auspacken“, damit ich im Modus A mit f11 einen schönen Stern ins Bild bekomme. 

Donnerstag, 15. Juni 2023

Große Sommeraktion für Bücher

Ibiza, Sommer 2001 -  Bilder, die zeitlos sind
Analoge Aufnahme, Scan vom Dia, daher keine Aufnahmedaten.

 

Beim Rheinwerk-Verlag gibt es noch bis zum 19. Juni eine große Sommeraktion. Über die Verlagsseite erhalten Sie alle Bücher aus dem umfangreichen Verlagsprogramm zum vergünstigten Sonderpreis. Besonders interessant ist obendrein das sogenannte Bundle. Da bekommen Sie zum gedruckten Buch auch das E-Book kostenlos mit dazu. Oder umgekehrt. 😊 Sie müssen nur schnell zugreifen.

Mich freut es ganz besonders, dass das Kamerahandbuch zur Lumix TZ202 noch einmal nachgedruckt wird, und die Handbücher zur FZ1000 ii, FZ2000, FZ300, GX80 sowie zur Nikon Coolpix P1000 in dieser Sommeraktion erhältlich sind. Wenn Sie andere Kameras benutzen, schauen Sie mal nach, ob ein Buch zu Ihrem Modell dabei ist.

Meinen alten Bücher sind mittlerweile eher historische Werke und nicht mehr im Programm. Bevor Sie bei Amazon stöbern, schicken Sie mir eine Nachricht. Ein paar gedruckte Exemplare habe ich noch übrig. 

Der Rheinwerk-Verlag macht nicht nur Bücher für Fotobegeisterte, sondern liefert auch fundiertes Fachwissen in den Bereichen Grafik&Design, Computer&Office, Professional Computing, Online-Marketing und SAP. Vielleicht kaufen Sie jetzt schon Ihre Weihnachtsgeschenke, dann haben Sie in einem halben Jahr weniger Stress. 😅

Nichts für Sie dabei? Beim Entfusseln des heutigen Fotomotivs war mir das Digitalisierungsprojekt nach langer Zeit mal wieder ganz nah. Wenn Sie den Link anklicken, kommen Sie auch zum Artikel Wenn die Inspiration flöten geht: 6 Strategien, um die Lust am Fotografieren wieder anzukurbeln.

Montag, 15. Mai 2023

Licht ins Dunkel - Creative Cloud Update

28 mm | 1/2000 s | f2 |  ISO 80 | Nikon Coolpix P7700
LR-Bearbeitung

 

Die Creative Cloud mit Lightroom und Photoshop hat ihre Anwender unlängst mit neuen Funktionen beglückt. Dazu gehört unter anderem eine KI-basierte Funktion in Lightroom, mit der das Bildrauschen besser und wohl auch motivgerecht reduziert werden kann. Ich habe dieses Rauschreduzierung > Entrauschen ausprobiert, aber ...
Das Blöde ist, dass sich diese Funktion nur auf RAW-Dateien anwenden lässt, allerdings nicht auf alle. Die Analyse und Bearbeitung dauert - zumindest auf  meinem Rechner - minutenlang, bis die KI zu Ende gedacht und gearbeitet hat. Anschließend wird ein DNG-Format ausgegeben. 

Herrjeh, ich habe doch gerade erst eine neue Datensicherungsplatte in Betrieb genommen! Will ich noch mehr Daten? Soll ich zum Hersteller-RAW und den JPEGs jedes Mal auch noch ein DNG-Format doppelt sichern?

Samstag, 13. Mai 2023

Ist Ihre Kamera betriebsbereit?

50 mm | 1/250 s |  f1,6 | ISO 50 | Smartphone - Bildausschnitt

Die Stunden oder Minuten mit interessantem Fotolicht muss man in diesem Frühjahr bisher suchen, jedenfalls hier in München. Meine Kameras liegen momentan viel im Regal herum, und einige alte Akkus sind manchmal leer, obwohl ich gar nicht fotografiert habe. Bei nicht genutzten Kameras und Blitzgeräten nehme ich die Akkus oder Batterien ganz heraus. Ohne Stromversorgung verlieren die Geräte nach einiger Zeit ihr Gedächtnis, dann wird man beim Einschalten aufgefordert, Datum und Uhrzeit neu einzustellen. Oje...

Als ich die kompakte Nikon Coolpix P7700 neulich benutzen wollte, fiel mir nach dem Datums-Reset auf, dass am Monitor weniger Anzeigen eingeblendet waren als üblich. Die Kamera machte wieder "Auslösegeräusche", und nur JPEG-Dateien anstelle des sonst üblichen RAW + JPEG mit hoher Auflösung. Einige der individuell gesetzten Funktionen hatte sie sich aber noch gemerkt. 

Freitag, 31. März 2023

Kunst oder Wunst?

25 mm |  f2,8  |  1/4 s  | ISO 125 - Lumix FZ1000 ii

Huch, der Monat März ist auch schon wieder vorbei, und Sie haben gar nichts von mir gehört beziehungsweise gelesen. Dieser Saustall muss ein anderer werden. Fleißig war ich, aber nicht hier. Als mich vor ein paar Tagen jemand nach den Aufnahmedaten zu einem Foto im betrachtenswert-Blog gefragt hatte, dachte ich, es wäre höchste Zeit, mal wieder einen seriösen Fotofachtext zu schreiben. Dann saß ich vor dem leeren Bildschirm und hatte eine Schreibblockade.
Jetzt, wo es Chat-GPT gibt, könnte man sich alles von der KI zusammentexten lassen. Das macht mir aber keinen Spaß, und außerdem weiß der Bot überhaupt nicht, was ich denke. Der tut nur so als ob, schaut nach, was andere Fotofachautor*innen getextet haben. Dann haut er so einen Marketing-Fachgelaber-Mix raus. Ne. Bei mir bekommen Sie authentische Texte, und die sind jetzt ein bisschen schräger als früher.
Als ich vor vielen Jahren ein Buch von Scott Kelby gelesen habe, hatte ich mich dessen schnodderige Schreibe ein wenig irritiert. Heute bin ich selber so drauf. 😉 Nichtsdestotrotz werde ich mich hier im Fotonanny-Blog weiterhin auf fachliche Aspekte des Fotografierens konzentrieren. Was steht heute an? Blaue Stunde in der City, und ein Rückblick auf Motive aus dem Monat März.

Vielleicht wundern Sie sich über das Aufmacherfoto. Wissen Sie, was das sein soll, oder denken Sie eher: Hm, da ist wohl was schief gelaufen? Ja, das Motiv ist zwiespältig. Für die einen ist es die wahrscheinlich kürzeste Straßenbahn der Welt, für die anderen ein diffuser Fehlschuss. Was steckt dahinter?

Mittwoch, 15. Februar 2023

Gelbe Stunde

27 mm |  f1,6  |  1/17 s  | ISO 2000 - Smartphone

 
Bei klarem Himmel wird es jetzt schon deutlich später dunkel, aber der Hochnebel ist in München zur Zeit hartnäckig. Kaum bin ich im Mutterhome, strahlt die Sonne aus wolkenlos blauem Himmel, und wenn ich mich abends auf den Heimweg mache, zieht es wieder zu. Das ist frustrierend, aber es wird auch wieder anders.
Wo gestern eigentlich "Blaue Stunde" hätte sein müssen, leuchtete der Abendhimmel beinahe safrangelb. Schon von Weitem war der diffuse Schein zu sehen, und an nebligen Abenden sieht man diese Lichtverschmutzung besonders deutlich. Dieses gespenstisch gelbe Licht ist relativ neu und kommt aus dem Fußballstadion an der Grünwalder Straße, das "Sechzger-Stadion", wie es bei uns heißt. Es steht manchmal wie eine leuchtende Schüssel auf dem Berg, auch wenn drinnen niemand zu sehen und zu hören ist. Das ist schon gespenstisch. 😏
 
Dass mein Smartie manchmal komische Farben abliefert, hatte ich schon berichtet. Die hier gezeigten Bilder sind nur moderat korrigiert (Helligkeit/Kontrast). Die Fotos mit dem automatischem Weißabgleich geben den visuellen Eindruck vor Ort diesmal ganz exakt wieder.
ISO 2000 ohne krasses Bildrauschen hat mich auch beeindruckt. Bei nächtlichen Freihandaufnahmen fordert mich das Handy über eine Texteinblendung am Monitor auf, die Kamera ruhig zu halten. Bei unbewegten Motiven bringt das was, bei bewegten nicht. Es kommt aber auch auf die konkrete Belichtungszeit an. Unabhängig von Modell und Marke sind Langzeitbelichtungen von mehreren Sekunden ohne Stativ oder aufgelegte Kamera ein sinnloses Unterfangen. Versuchen kann man alles, wenn man im Vorbeigehen etwas Interessantes sieht. Man darf nur nicht erwarten, dass es perfekt gelingt. Beim Treppenfoto wäre jetzt noch ein schöner Lichtstern an der Straßenlaterne das i-Tüpfelchen gewesen.